Montag 01.08.11

Schon gewusst, dass auch Roboter Berührungen spüren können?

Die Roboter sind wieder ein Stück menschlicher geworden. Jetzt können sie Wärme und sanfte Berührungen spüren. Wissenschaftler des Exzellenzclusters CoTeSys und der Technischen Universität München haben für sie eine Haut entwickelt.    

Über unsere Haut empfinden wir Schmerz oder nehmen Wind und Temperatur wahr. Der Roboter Bioloid der Technischen Universität München kann das jetzt auch. Denn seine Haut besitzt Sensoren, die Temperatur, Berührung und Beschleunigung messen. Damit fühlt er ähnlich wie der Mensch.

Die Sensoren in der Kunsthaut liefern dem Roboter wichtige taktile Informationen, die seine Wahrnehmung über Kameraaugen, Infrarotscanner und Greifhände ergänzen. So kann er nun etwa spontan zurückweichen, wenn er auf ein Hindernis stößt. Er kann außerdem eine Berührung spüren und anschließend über seine Kameraaugen nachvollziehen, woher diese kam. Das wird besonders wichtig, wenn der Roboter als Helfer für Menschen in Umgebungen unterwegs ist, die sich ständig verändern oder bewegende Objekte besitzen, zum Beispiel Menschen oder Haustiere.

Herzstück der Roboterhülle ist ein fünf Quadratzentimeter großes, sechseckiges Plättchen mit Infrarot-Sensoren. Diese registrieren alles in einem Abstand von einem Zentimeter oder weniger. Hinzu kommen Temperatur- und Beschleunigungssensoren. Letztere ermöglicht dem Bioloid genau zu registrieren und zu lernen, welche Körperteile er gerade bewegt. Die empfangenden Signale werden an einen Zentralrechner geleitet und dort verarbeitet.

Momentan ist erst ein kleines Hautstück fertig, das aber schon auf leichtes Tätscheln reagiert und den Roboterarm ausweichen lässt.

weitere Informationen:
Youtube Video zur sensiblen Roboterhaut Informationen der TU München

 
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