Foto: David Haas / Universität Tübingen

Studenten zwischen 4 und 12

Kinderunis

Mit der Frage, warum Vulkane Feuer spucken, fing's an: Der Mineraloge Gregor Markl stellte diese Frage 2002 in Tübingen in einer Vorlesung vor 400 begeisterten Zuhörern – es waren Kinder zwischen vier und zwölf Jahren.

Der Hörsaal war schon eine Viertelstunde vor Vorlesungsbeginn ratzevoll. Begleitende Erwachsene wurden hinauskomplimentiert, weil nicht genug Platz war. Es gab Teilnahmescheine, Studentenausweise, und zum Applaus wurde auf die Bänke geklopft.

Seit diesem Tag ist die Geschichte der Kinderuniversitäten in Deutschland eine große Erfolgsgeschichte. Jede Hochschule, die etwas auf sich hält, hat eine Kinderuni gegründet. Im Jahr 2005 erhielt die Tübinger Kinderuni den Descartes-Preis, die höchste Auszeichnung für wissenschaftliche Projekte, die die Europäische Union zu vergeben hat.

 

Tag und Nacht geöffnet

Weil Kinderunis auch mal Semesterferien machen, hat das European Children’s Future University Network (ECFUN) eine Virtuelle Kinderuni geschaffen, die 365 Tage im Jahr geöffnet ist. Auf dem ECFUN-Portal kann man nachlesen, ob es Leben auf dem Mars gibt, was der Unterschied zwischen gut und böse ist oder warum die Wolken nicht vom Himmel fallen! Zudem gibt’s dort die Möglichkeit, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die all diese Fragen tagtäglich bearbeiten, kennen zu lernen.

ECFUN

 

Studienberatung für Professoren

Wer eine Kinderuni gründen will, hat allerhand zu bedenken. Welche Wissenschaftler kommen infrage und was interessiert Kinder überhaupt? Sollen Studiengebühren erhoben, Studentenausweise ausgegeben und Scheine verteilt werden? Die kleine „Studienberatung für Professoren und Kinder-Uni-Veranstalter“ hilft, gleich beim ersten Mal alles richtig zu machen. Oder fast. Studienberatung für Professoren

 

Checkliste für Organisatoren

Eine Checkliste, die von den Gründern der Tübinger Kinderuni Ulla Steuernagel und Ulrich Janßen zusammengestellt wurde, hilft beim Organisieren. Checkliste

 

Eltern müssen Platz machen

In der Kinderuni gibt's Regeln – auch für Erwachsene: Im Hörsaal dürfen sie keinem Kind einen Platz wegnehmen. Studienberatung für Eltern

 
 
 
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