Studenten zwischen 4 und 12
Kinderunis
Mit der Frage, warum Vulkane Feuer spucken, fing's an: Der Mineraloge Gregor Markl stellte diese Frage 2002 in Tübingen in einer Vorlesung vor 400 begeisterten Zuhörern – es waren Kinder zwischen vier und zwölf Jahren.
Der Hörsaal war schon eine Viertelstunde vor Vorlesungsbeginn ratzevoll. Begleitende Erwachsene wurden hinauskomplimentiert, weil nicht genug Platz war. Es gab Teilnahmescheine, Studentenausweise, und zum Applaus wurde auf die Bänke geklopft.
Seit diesem Tag ist die Geschichte der Kinderuniversitäten in Deutschland eine große Erfolgsgeschichte. Jede Hochschule, die etwas auf sich hält, hat eine Kinderuni gegründet. Im Jahr 2005 erhielt die Tübinger Kinderuni den Descartes-Preis, die höchste Auszeichnung für wissenschaftliche Projekte, die die Europäische Union zu vergeben hat.