
Seit 19. Mai 2005 war das Ausstellungsschiff von Wissenschaft im Dialog auf Reisen und legte in 36 Städten entlang der deutschen Wasserstraßen an. Zum Abschluss seiner Tour besuchte die MS Einstein die Schweiz und legte in Basel an. Die Ausstellung an Bord des 105 Meter langen Binnenschiffs brachte ihren Besuchern Einsteins Werk und seine Persönlichkeit nahe.
Die Exponate sollten zur spielerischen Auseinandersetzung mit den komplexen Theorien Albert Einsteins anregen und zeigten Entwicklungen der aktuellen Forschung auf, die es ohne Einsteins Vorarbeit nicht gäbe: So erfuhren die Besucher auf der MS Einstein, warum die Zeit für sie während einer Raketenfahrt langsamer vergehen würde als auf der Erde. Oder warum das Navigationssystem im Auto uns ohne Einsteins Relativitätstheorie nach kurzer Zeit in die Irre leiten würde.
In einem Grundlagenexponat wurde den Besuchern die erstaunliche Eigenschaft des Lichtes erklärt, gleichzeitig Welle und Teilchen zu sein. Und in einem Experiment konnten die Besucher den photoelektrischen Effekt - das Ablösen eines Elektrons aus einem Atom mit Hilfe von Licht - selbst ausprobieren und ihre Erkenntnisse anhand einer Rechner-Simulation überprüfen. Welchen Nutzen Einsteins Theorie für die Versorgung mit Solarenergie hat, zeigte ein weiteres interaktives Exponat.
Am 19. Mai 2005 wurde die Ausstellung in Bremen, der "Stadt der Wissenschaften 2005", eröffnet. Zum Wissenschaftssommer im Juni 2005 machte die MS Einstein in Potsdam und Berlin Station. Da Einstein einen Großteil seines Lebens in der Schweiz lebte und arbeitete, besuchte die MS Einstein zum Abschluss ihrer Reise die Stadt Basel. Hier kam am vorletzten Tag der Tour der 100.000ste Besucher an Bord.