In Berlin endete die Tour der MS Wissenschaft 2011. Foto: Karin Scheubner

 

MS Wissenschaft 2011

Gesundheitsforschung von Hannover bis Wien

Nach rund viereinhalb Monaten ist die Tour der MS Wissenschaft zu Ende gegangen. Ende September erreichte sie in Berlin-Mitte ihre letzte Station. Rund 3640 Kilometer hatte das Schiff in Deutschland und Österreich zurückgelegt, 35 Städte zwischen Hannover im Norden und Wien, dem südlichsten Punkt der Reise, besucht. Rund 72.000 Besucher – darunter 420 Schulklassen – waren gekommen, um die Ausstellung „Neue Wege in der Medizin” an Bord des umgebauten Frachtschiffs zu sehen.

Auf 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche fanden sie mehr als 30 Exponate, die über die Prozesse in unserem Körper informierten und neue Entwicklungen bei der Untersuchung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten und Gebrechen verdeutlichten. Nicht nur die medizinischen Aspekte, auch gesellschaftliche Fragestellungen wurden angesprochen. So machte die interaktive Ausstellung deutlich, welch unterschiedliche Aktivitäten in der Gesundheitsforschung versammelt sind – von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung praktischer Helfer im Alltag.

Blick ins Hirn und Reise durch den Körper

In fünf Themenbereichen hatten die Besucher die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Sie konnten einen Blick ins menschliche Gehirn werfen, als rotes Blutkörperchen durch den Körper reisen oder ganz ohne den Gebrauch der Hände Flipper spielen. Die Besucher konnten ausprobieren, wie es sich „anfühlt“ alt zu sein und erfahren, warum Stallstaub und Milchproben für Allergieforscher interessant sind. Sie konnten sich auch über Krebsfrüherkennung sowie die Entwicklung von neuen Medikamenten gegen diese Krankheit informieren. Warum Übergewicht ver-lernbar ist und wie die Raumfahrt bei der Entwicklung künstlicher Organe hilft, verdeutlichten weitere Exponate.

Über-Lebens-Kunst

Viele Besucher zeigten sich beeindruckt von der Ausstellung „Über-Lebens-Kunst“, die in der Mediazone der MS Wissenschaft zu Gast war. Sie zeigt Bilder von Kindern mit schweren oder seltenen Krankheiten und lässt die Kinder oder ihre Eltern über ihr Leben erzählen – trotz oder gerade wegen ihrer Krankheit oft mit großer Kraft und Zuversicht.

Exponate reisen weiter

Nachdem die Ausstellung im Berliner Westhafen abgebaut wurde, ist die MS Wissenschaft nun wieder als Frachtschiff auf Deutschlands Wasserstraßen unterwegs. Für viele Ausstellungsstücke geht die Tour weiter. Zehn Exponate reisen zum Haus der Wissenschaft nach Graz, wo sie bis Mitte 2012 in der Ausstellung „Abenteuer Mensch“ zu sehen sein werden. Die Herztrommel, die mit Licht- und Soundeffekten den eigenen Herzschlag deutlich macht, fährt zum Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte nach Münster. Dort wird sie von November 2011 bis Juni 2012 in der Ausstellung „Kunst trifft Naturwissenschaft – Naturwissenschaft trifft Kunst“ zu Gast sein. Der Lexikontisch zur Anatomie des Körpers bleibt in Berlin, in der Abteilung Kinderchirurgie der Charité.

Bildergalerie der MS WissenschaftUnterrichtsmaterialien zur MS Wissenschaft

Haus der Wissenschaft GrazWestfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Kontakt

Beate Langholf
Projektleitung
Tel.: 030-20 62 295-50
Fax: 030-20 62 295-15
Beate Langholf

Bildergalerie

Video

Das Ausstellungsschiff in Mainz (Video: Rahel Schmidt/Universität Mainz)

Die Exponate der Fraunhofer-Gesellschaft (Video: Fraunhofer-Gesellschaft)

 
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