„Europäischer Wissensspeicher“ in Jena, Stadt der Wissenschaft 2008, Foto: Jürgen Scheere

Regionale Forschungsnetzwerke

Stadt der Wissenschaft

Der Stifterverband sucht seit 2005 jährlich Deutschlands „Stadt der Wissenschaft“. Mit diesem Wettbewerb möchte er Städte dazu ermutigen, ihre Potenziale in Wissenschaft, Forschung und Technologie auszuschöpfen, die regionale Öffentlichkeit für Wissenschaft zu begeistern und vielfältige Kontakte zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Stadtverwaltung neu zu schaffen oder zu stärken. Es ist diese Netzwerkbildung, die den Titel „Stadt der Wissenschaft“ verdient. 

Die bisherigen Siegerstädte – Bremen/Bremerhaven 2005, Dresden 2006, Braunschweig 2007, Jena 2008 und Oldenburg im Jahr 2009 – konnten durch neue Verbindungen zwischen Stadt, Unternehmen und Wissenschaft, durch kreative Ideen, Begeisterung für die gemeinsamen Initiativen und nachhaltigen Kontakte zwischen den Projektpartnern überzeugen.

 

Die „Stadt der Wissenschaft“ soll ein Jahr lang die Wissenschaft in den Mittelpunkt stellen. Bürger und Gäste erwartet ein meist umfangreiches Veranstaltungsprogramm zu den wissenschaftlichen Themen und Aktivitäten der Region.

Der Wettbewerb richtet sich an klassische Universitätsstädte und bekannte Technologieregionen ebenso wie an Städte, die ihr Profil als Wissenschaftsstadt erst entwickeln wollen. Die Federführung liegt bei den Städten. Sie sollen Wissenschaft als Motor für die Stadtentwicklung nutzen und werden mit einem Preisgeld in Höhe von 250.000 Euro belohnt. Die Hälfte davon wird als Zuschuss von 25 Prozent auf eingeworbene Mittel privater Spender und Sponsoren gewährt. 

Entscheidend für den Erfolg sind vor allem folgende Kriterien: eine aktive Rolle der Kommunen bei der Netzwerkbildung, Kooperationen zwischen Hochschulen, außeruniversitären Partnern, Unternehmen und Kultureinrichtungen, die Bedeutung von Wissenschaft für die Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und eine Dialogorientierung der unterschiedlichen Aktivitäten und Formate im Jahr als Stadt der Wissenschaft. Über 50 Städte haben in den vergangenen Jahren an dem Wettbewerb teilgenommen.

 

Wettbewerbsfinale

Beste Idee zur Stadt der Wissenschaft gesucht

Zum Abschluss des Wettbewerbs um die Stadt der Wissenschaft sucht der Stifterverband die beste Projektidee. Für die finale Runde sind alle Bewerberstädte des Wettbewerbs aufgerufen, ihre besten bereits umgesetzten Projekte oder neue Ideen bis zum 30. März 2012 einzureichen. Gesucht sind Projekte, die die Bevölkerung für Bildung sowie Wissenschaft begeistern und die einen spürbaren Beitrag zum Profil der Stadt als Wissenschaftsstandort leisten. Gleichzeitig sollen die Ideen Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadt langfristig zusammen bringen. Bis zu zehn Projekte werden mit jeweils 50.000 Euro gefördert. Die Gewinnerbeiträge werden am 4. Juni 2012 im Rahmen des Wissenschaftssommers in Lübeck prämiert.
Weitere Informationen

 

Evaluation

Der Stifterverband und die Fachhochschule Osnabrück untersuchten in einem gemeinsamen Forschungsprojekt, inwieweit der Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft“ nachhaltige Effekte bei den teilnehmenden Kommunen erzielt. Ergebnisse der Evaluation

 
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