Wissenschaftssommer Bonn 2000

Der Wissenschaftssommer 2000 in Bonn war das erste Großereignis unter dem Dach von Wissenschaft im Dialog. Schon damals zeigte sich, dass das Interesse der Öffentlichkeit an der Wissenschaft groß und auf Seiten der Forscher die Bereitschaft da ist, sich einem wissbegierigen Publikum mitzuteilen. Forschergruppen aus der gesamten Region präsentierten Wissenschaften in der Bonner Innenstadt. Mittlerweile gibt es bundesweit in vielen Universitätsstädten regelmäßig ähnliche Wissenschaftsmärkte.

In das Wunderland der Festkörperphysik lud die Ausstellung „Stein der Weisen“ im Bundeshaus Bonn ein: Anschaulich und verständlich zeigte sie, wie unsere Mikroelektronik-Welt im Innern aussieht. Sie erklärte, was den Bergkristall von dem Eiskristall im Winter auf der Autoscheibe unterscheidet – und was sie verbindet. Sie zeigte, wie ein Mikroprozessor funktioniert. Oder: Wie man einen Computer dazu bringt, auf Zuruf bestimmte Befehle auszuführen. Physik aus dem Alltag. Intelligent und schön.

Überregional für Aufsehen sorgte das Deutsche Museum Bonn: Es nahm seine Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in das Innere unseres Körpers. Das Museum zeigte die 200 Jahre alten anatomischen Wachsmodelle aus der berühmten Florentiner Sammlung „La Specola“ und stellte den Figuren bildgebende Verfahren der modernen Medizin gegenüber. Eine Ausstellung, die ganz neue Einblicke in den Körper des Menschen möglich machte – und nebenbei sehr eindrucksvoll zeigte, wie die Wissenschaft selbst sich im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.

 
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