Wissenschaftssommer Essen 2007

Die Vielfalt der Fächer war 2007 so groß wie nie zuvor: Auf dem Wissenschaftssommer vom 9. bis zum 15. Juni in Essen präsentierten sich eine Woche lang die Geisteswissenschaften mit ihren unterschiedlichen Disziplinen.

Der „Jahrmarkt der Wissenschaften“ hatte seine Zelte 2007 auf dem Essener Kennedyplatz aufgeschlagen. Thematisch orientierte er sich an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen Motto „ABC der Menschheit“ und legte den Schwerpunkt auf Sprach- und Kommunikationswissenschaften.

Insgesamt haben in Essen während des einwöchigen Wissenschaftsfestivals an vielen verschiedenen Veranstaltungsorten rund 400 Philosophen, Historiker, Theologen, Sprach- und Kulturwissenschaftler erklärt und gezeigt, was es mit ihrer Forschung auf sich hat: In Schülervorträgen, im Science Café, in Workshops und Diskussionsveranstaltungen und in einem umfangreichen Kunst- und Kulturprogramm.

Zur Eröffnung des Wissenschaftssommers begeisterte das Essener Grillo Theater die Besucher mit einem Galaprogramm zum Jahr der Geisteswissenschaften und nahm sie mit auf eine kleine Reise durch die Musik-, Kunst-, und Literaturgeschichte.

Am Samstagabend fand die erste Essener „Lange Nacht der Wissenschaften“ statt. Von 18 Uhr bis Mitternacht luden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Kennedyplatz und dem Essener Universitätscampus Interessierte ein, ihre Forschungsergebnisse mit ihnen zu diskutieren.

Während der Woche kamen viele Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schulklassen auf den Kennedyplatz. In extra für Schüler konzipierten Vorträgen blickten Wissenschafterinnen und Wissenschaftler zum Beispiel auf „2000 Jahre Christentum“ oder auf „Die Teilung Deutschlands und die Gründung der Bundesrepublik und der DDR 1949“. Größtes Highlight für die Kleinsten: Das Puppentheater 'Spiritus und Tüfftelix', das viermal täglich die Reise des Erfinders Tüfftelix auf andere Planeten erzählte, auf der er große Sprachbarrieren zu meistern hatte.

Im Schülerparlament wurden in diesem Jahr die Menschenrechte diskutiert. Das Spannungsfeld von individuellen Freiheitsrechten und nationaler Sicherheitspolitik wurde ebenso zum Thema gemacht wie ein „Menschenrecht auf Arbeit“, „Menschenrechte und Religionsfreiheit“ oder „Menschenrechte und Asylrecht“. Die Ergebnisse des Schülerparlaments finden sich in den Thesen, die nach zweitägiger Diskussion im Schülerparlament eingebracht wurden.

Der Wissenschaftssommer 2007 wurde in enger Zusammenarbeit mit den hinter Wissenschaft im Dialog stehenden Wissenschaftsorganisationen und Hochschulen sowie lokalen und regionalen Partnern im Raum Essen realisiert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.  

 
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