Wissenschaftssommer 2004 - Stuttgart

Rund 110.000 Interessierte aus Stuttgart und Umgebung sind während des Wissenschaftssommers 2004 zu Vorträgen, zum Filmfest, zum Schülerparlament oder in die zahlreichen Ausstellungen gekommen, um mit Forschern Themen aus Technik, Mobilität und Kommunikation zu diskutieren.

Begonnen hatte das Wissenschaftsfestival am 25. September mit einer Live-Sendung des SWR Tigerenten Clubs, die mehr als 25.000 Besucher auf den Stuttgarter Schloßplatz lockte. Unter dem Leitgedanken „Technik, die die Welt bewegt“ wurde während der Sendung die weltweit größte von Kindern gebaute Fantasiemaschine präsentiert. Funken sprühten, Dosen schepperten, Konfetti flog und zum Schluss heulte die Maschine zum Auftakt des fünften deutschen Wissenschaftssommers laut auf.

„Es war eine gute Idee, Kinder einzuladen und zu sagen: Bringt Eure Eltern mit“, stellte Joachim Treusch, Vorsitzender der Initiative Wissenschaft im Dialog, beim Anblick der Besucherscharen auf dem Schlossplatz fest. Nach der Live-Sendung strömten die Menschen in die umliegenden Zelte, die 38 Aussteller mit Exponaten rund um die Themen Mobilität und Kommunikation gefüllt hatten.

Filme, Vorträge und Ausstellungen

Am Abend der Eröffnung lockte die Lange Nacht der Wissenschaften die Stuttgarter vor allem auf den Campus nach Vaihingen. Mehr als 15.000 Besucher, nicht nur Studierende und Professoren, sondern auch Jugendliche und Familien mit Kindern, pilgerten zu den sechs Stationen. Hier hatten Stuttgarter Forschungsinstitute ihre Arbeit anschaulich und lebendig für die Nachtschwärmer aufbereitet.

Allein am Eröffnungstag des Wissenschaftssommers waren mehr als 40.000 Besucher auf den Beinen. An den darauf folgenden Tagen besuchten täglich mehr als 5.000 Menschen die Zeltstadt am Schlossplatz. Hinzu kommen die Besuchszahlen an weiteren 20 Standorten, wo mehr als 50 beteiligte Einrichtungen ein vielseitiges Programm, vom Ausstellungsschiff über Lesungen, Filme und Vorträge bis hin zu drei Wissenschafts-Trucks, anboten.

Schülerparlament

Das Schülerparlament, zu dem Wissenschaft im Dialog während des Wissenschaftssommers für zwei Tage 100 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg in den Stuttgarter Landtag eingeladen hatte, befasste sich ebenfalls mit Themen rund um Mobilität, Kommunikation und Technik. Einzelne Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit der Mobilität von Menschen ('Wie sollte Politik Zuwanderung steuern?' oder 'Mobilität in Studium und Beruf'), mit Mobilfunk oder auch den Folgen von Technik und Mobilität ('Wie viel Mobilität ist gut? - Billigflieger, Massentourismus, Umweltschäden')

Zwei Tage lang diskutierten die Oberstufenschüler in sieben Arbeitsgruppen, löcherten im Expertenhearing Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und verfassten schließlich Anträge und Thesen, die im Rahmen einer simulierten parlamentarischen Debatte im Landtag von Baden-Württemberg verhandelt wurden. Die im Rahmen des Schülerparlaments erarbeiteten Forderungen der Schüler an die Politik finden Sie hier:
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Der Wissenschaftssommer wurde von Wissenschaft im Dialog in enger Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, der Universität Stuttgart und weiteren Partnern veranstaltet. Er ist mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Landesstiftung Baden-Württemberg realisiert worden.

 
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