Wissenschaftssommer 2009 und Forschungsexpedition Saarbrücken laden ein zu einer Reise in die Welt der Forschung. „Im Mittelpunkt steht der Pioniergeist der deutschen Forschung“, sagt Gerold Wefer, Vorsitzender des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog. „Neugierde und Faszination für Wissenschaft und Forschung wecken – das ist das Ziel des Wissenschaftsfestivals.“ Der zentrale Veranstaltungsort ist die Zeltausstellung auf dem Tbilisser Platz, wo zahlreiche interaktive Exponate zu einem Besuch der ganzen Familie einladen.
Los geht’s mit der Erkundung des eigenen Körpers. Essen Sie mehr, als Sie sollten? Oder vielleicht zu wenig? Mit der „Energiewaage“ des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung kann jeder seine ganz persönliche Energiebilanz ziehen.
Mit Beethovens Neunter geht’s danach in den Untergrund – mit dem ISIS-Exponat zur Tunnelvorerkundung des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam GFZ. Ein dreidimensionales Abbild veranschaulicht, wie die Schallwellen der Musik sich im Gestein ausbreiten und deren Echo sich für den Tunnelbau auswerten lässt. Zudem können die Besucher spielerisch mit einem Hammerschlag auf einen Globus ein Erdbeben erzeugen, das von einem Seismometer aufgezeichnet wird. Als Zeugnis des „handgemachten“ Erdbebens winkt ein Hammerseismik- und Erdbebendiplom.
Neues auf dem Gebiet der Nanotechnologie präsentiert das Leibniz-Institut für Neue Materialien. Ein „Schüttelexponat“ etwa veranschaulicht den Besuchern, wie Partikel sich selbsttätig zu Mustern anordnen und wie Forscher auf dieser Grundlage neue Materialien entwickeln.
Wer gerne wissen möchte, wie das eigene Gesicht in einigen Jahren aussehen kann, macht mit beim „Gesichts-Morphing“ des Max-Planck-Instituts für Informatik. Was Adaptronik bedeutet, können Besucher auf einer „Rüttelplatte“ der Fraunhofer-Gesellschaft am eigenen Leib erfahren, indem sie den durch die Vibrationen erzeugten Klang einer Glocke erstummen lassen. Oder sie beobachten Schwingungsänderungen in einem Akustikaquarium.
Zu ihrem 60-jährigen Jubiläum hat die Fraunhofer-Gesellschaft zudem einen Science Truck auf Tour geschickt. In der rollenden Ausstellung, die am Wochenende auch auf dem Tbilisser Platz Station macht, können Besucher Zukunft hautnah erleben: Sie schlüpfen in die Rolle des Arztes und untersuchen ein Modell des menschlichen Körpers mit einer verschluckbaren Minikamera. Sie können erforschen, wie sich die Stadt der Zukunft umweltschonend versorgen lässt oder finden heraus, wie sie mit Körperwärme ihr Handy aufladen können.
Zeltausstellung
auf dem Tbilisser Platz
Samstag, 20. Juni
12:00 – 24:00 Uhr
(Lange Nacht der Wissenschaften)
Sonntag, 21. Juni
bis Freitag, 26. Juni
täglich 10:00 – 19:00 Uhr
Eintritt frei!
Publikumspreis
Wissenschaft interaktiv
Wo: Zeltausstellung auf dem Tbilisser Platz
Samstag, 20. Juni
10:00 – 24:00 Uhr
(Lange Nacht der Wissenschaften)
Sonntag, 21. Juni
bis Mittwoch, 24. Juni
Beim Publikumspreis "Wissenschaft interaktiv" dürfen die Saarbrücker den Sieger bestimmen: Die drei Finalisten präsentieren ihre Exponate, die Saarbrücker Besucher wählen bis zum 24. Juni das beste aus. Machen Sie mit. Es locken auch Preise für die Wähler: Kosmosexperimentierkästen zu den Themen Wind-, Solar- und Wasserenergie.
Die Verleihung des Preises „Wissenschaft interaktiv“ ist öffentlich und findet am 24. Juni 2009 um 19.30 Uhr auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft statt, das auf der Saar direkt unterhalb des Finanzministeriums fest macht. Einlass ist ab 19 Uhr. Herzlich willkommen!