Herzstück des Wissenschaftssommers in Essen war der große Jahrmarkt der Wissenschaften auf dem Kennedyplatz in der Essener Innenstadt. Hier haben weit über 20.000 Besucher erfahren, dass die Geisteswissenschaften keineswegs ein trockenes Thema sind. Rund 400 Philosophen, Historiker, Theologen, Sprach- und Kulturwissenschaftler waren angereist und haben eine Woche lang an 40 Wissens-Stationen erklärt, gezeigt und beantwortet, was es mit ihrer Forschung auf sich hat. Auffällig, besonders im Vergleich zu den naturwissenschaftlich geprägten Vorjahren, war besonders die Länge und die Intensität der Gespräche. „Die Geisteswissenschaften stehen für den ausführlichen und vertieften Dialog, der nicht nur Experten anspricht“, zieht Prof. Dr. Gerold Wefer, Vorsitzender der Initiative Wissenschaft im Dialog, Bilanz.
Am Wissenschaftssommer haben sich im Jahr der Geisteswissenschaften besonders viele lokale Einrichtungen beteiligt. Alle haben sich das Motto „ABC der Menschheit“ zueigen gemacht und Veranstaltungen rund um das Thema Sprache angeboten. „Der Wissenschaftssommer hier in Essen war für uns ein großer Erfolg und ein Anstoß für ähnliche Aktivitäten in der Zukunft“, so der Essener Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger.
Insbesondere Schulen nutzten die Gelegenheit und besuchten mit ihren Klassen das umfangreiche Vortragsprogramm der Universität Duisburg-Essen und den Jahrmarkt der Wissenschaften. Insgesamt 24 Mal in der Wissenschaftswoche erfand Tüfftelix, ein Erfinder, der durch das Universum reist, die ABC-Maschine, um sein Sprachproblem mit den Bewohnern fremder Planeten zu lösen. Das Puppentheater war eine der wechselnden Veranstaltungen, die 1600 junge Besucher in das Aktionszelt auf dem Jahrmarkt der Wissenschaften lockte.
Der Wissenschaftssommer 2007 wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Er verfolgt das Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern und junge Menschen für die Wissenschaften zu begeistern. Diesem Ziel haben sich die großen Wissenschaftsorganisationen verschrieben, als sie Wissenschaft im Dialog auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft 1999 ins Leben gerufen haben.
Fotos zum Herunterladen gibt es im Presse-Center auf www.wissenschaft-im-dialog.de
Dorothee Menhart
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Wissenschaft im Dialog
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