Forum Wissenschaftskommunikation 2009

Dokumentation der Ergebnisse

An allen drei Tagen besuchten Journalisten im Auftrag von Wissenschaft im Dialog ausgewählte Veranstaltungen des Forums Wissenschaftskommunikation. Alle Artikel über die Vorträge, Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen sind im Tagungsband zusammengestellt und hier auch online nachzulesen.  


Eröffnungsvortrag Günter M. Ziegler

„Mathematik kann so schön sein“

Mathematik ist spannend und in fast allen Bereichen unseres Lebens verborgen: Sie steckt in Fußballschüssen, Fahrplänen, in der Kunst, in der Philosophie und im Sport. Diese Botschaft hat Günter Ziegler nicht nur 2008 im Jahr der Mathematik durch die Republik geschickt, er verkündet sie auch weiterhin mit großem Enthusiasmus. So auch in seinem unterhaltsamen Eröffnungsvortrag. Mehr

 
Thema: Stadt der Wissenschaft; Mit: Clas Meyer

Auch die Verlierer gewinnen

Titel sind im Städtemarketing begehrt, jener der „Stadt der Wissenschaft“ gehört zweifelsohne dazu, wie Clas Meyer in seiner Präsentation belegen konnte. Er untersucht, auf welchem Weg und mit welchen Konzepten sich deutsche Kommunen als herausragende Wissenschaftsstädte zu positionieren versuchen. Seine These: Auszeichnungen wie jene der „Stadt der Wissenschaft“ können im internationalen Wettbewerb um innovative Unternehmen und kreative Köpfe der Leistungselite ein wesentlicher Standortfaktor werden. „In jedem Fall dient der Titel der Imagesteigerung“, bekräftigte Clas Meyer. Mehr

 
Thema: Perspektive Life Science Center Berlin-Buch

Wissenschaft zum Anfassen im Schloss

Nach 28 S-Bahn-Minuten erreicht man von Berlin-Mitte aus Berlin-Buch, einen der modernsten Gesundheitsstandorte Europas mit erfolgreichen Kliniken, Biotech-Unternehmen und renommierten Forschungseinrichtungen. 220.000 Patienten werden hier jährlich behandelt. Dennoch kämpft der Standort mit seinem Image, wie Ulrich Scheller bekannte: zu weit vor den Toren Berlins, zu viele Plattenbauten, zu wenig Infrastruktur für Familien. Mehr

 
Thema: Wie das Meer an Land kommuniziert wird; Mit:Albert Gerdes und Martina Pätzold

Der blaue Planet für Groß und Klein

Die Rätsel der Ozeane und ihre Rolle im System Erde sind noch lange nicht entschlüsselt – auch im MARUM, dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften in Bremen werden diese Fragen erforscht. Mehr

 
Thema: Wie man Wissen in der Krise kommuniziert; Mit: Volker Stollorz (Moderation), Eva-Maria Streier, Susanne Glasmacher, Franz Ossing

Immer sachlich und transparent bleiben

Hinter Susanne Glasmacher, Pressesprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI), liegt ein turbulentes Halbjahr. Die Diskussion um die Gefahr der Schweinegrippe, zuweilen aufgeregt bis hysterisch geführt, hielt sie und ihr Team auf Trab. Wie ihr erging es Eva-Maria Streier, Sprecherin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), im Sommer 2001. Damals geriet die Position der DFG zum Import von Stammzellen heftig in die Kritik. Und auch Franz Ossing vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam, wurde nach dem Tsunami Weihnachten 2004 mit Anfragen der Presse überhäuft. In solchen Phasen ist Krisenkommunikation gefragt. Sie erfordert Vorsicht, Wissen, Transparenz – und eine gute Konstitution, das zeigten die Erfahrungsberichte der drei Pressesprecher. Mehr

 
Thema: Wie viel Tiefe ist möglich, wie viel Popularisierung nötig? Mit: Ole Hagemann (Moderation). Marc Scheloske, Jan Schweitzer, Nadja Zöttl, Hans-Hermann Sprado ist Herausgeber der P.M.-Gruppe.

Wie viel Wissen steckt in den Medien?

Unter dem Schlagwort „Wissen“ rücken wissenschaftliche Themen in TV-, Print- und Online-Medien seit einigen Jahren stärker ins Licht der Öffentlichkeit. Auf dem Podium stand zur Debatte, wie viel Wissenschaft und wie viel Journalismus im Bereich „Wissen“ steckt. Mehr

 
Thema: Wie wird Wissenschaftskommunikation evaluiert? Mit: Herbert Münder (Moderation), Uwe Pfenning, Beatrice Dernbach, Pia Schreiber, Sören Asmussen

Erste Schritte in der Wirkungsforschung

Mittel und Wege, den Nachwuchs an Technik und Naturwissenschaften heranzuführen, gibt es nach Jahren des absehbaren Fachkräfte-Mangels eine Menge: Im schulinternen oder im Schülerlabor der Universität, im Science Center, im Mitmachmuseum oder im Internet sollen Kinder und Jugendliche an Biologie oder Physik, Chemie oder auch das Ingenieurwesen herangeführt werden. Aber zeitigen all diese Versuche Erfolge? Und was wirkt wie, was besser und was schlechter? Mehr

 
Thema: Lesen, Zuschauen oder eintauchen? Wissenschaftskommunikation für die nächste Generation Mit: Mareike Wilms (Moderation), Dr. Joachim Dengg, Lars Fischer, André Mersch, Dr. Jens Kube

Am liebsten auf YouTube

Wer Jugendliche für wissenschaftliche Themen interessieren will, muss sie dort abholen, wo sie sind – und das ist häufig am Computer oder Handy. Statt mit Büchern oder auch vor dem Fernseher verbringen sie ihre Zeit immer häufiger vor dem PC. 75 Prozent aller 13 -19-Jährigen besitzen einen eigenen Computer, sie chatten online mit Freunden oder schauen sich Videos an, wie Moderatorin Mareike Wilms eingangs anhand der JIM-Studie 2009 zur Mediennutzung von Jugendlichen darlegte. Mehr

 
Thema: Kooperationsprojekte zwischen Schule und Wissenschaft; Mit: Louise Baker-Schuster (Moderation), Joybrato Mukherjee, Matthias Mayer, Claudia Leuner-Haverich, Karl Sobotta

Nicht nur Zischen und Knallen!

Immer noch ist Karl Sobotta baff erstaunt, mit welcher Begeisterung Grundschüler wie angehende Abiturienten beim Experimentieren bei der Sache sind. Darüber, wie selbstverständlich sie sich zwischen lauter Forschern bewegen und wie interessiert sie denen an den Lippen hängen! Doch nicht nur die Schüler, sondern auch die Wissenschaftler begeistern den Leiter des Schülerlabors von Europas größtem interdisziplinärem Forschungszentrum in Jülich bei Köln. Mehr

 
Thema: Gentechnik, Stammzellen und Tierversuche: keine Themen für den Dialog mit der Öffentlichkeit? Mit: Sonja Jülich-Abbas (Moderation), Detlev Ganten, Tobias Maier, Peter Wiedemann, Hannes Schlender, Jo Schilling

Gute Argumente gegen faule Tomaten

Als Detlev Ganten, der heute der Stiftung Charité vorsitzt, 1973 aus Kanada nach Heidelberg zurückkehrte, fand er sich gleich mitten in der Kontroverse um Tierversuche in Deutschland wieder. Der „Stern“ habe damals nach einem Einbruch in einem Versuchslabor in Heidelberg Hunde portraitiert und zum Teil mit Kanülen im Kopf auf dem Titel gezeigt und gefragt: „Erkennen Sie Ihren Hund?“ Mehr

 
Thema: Nachhaltigkeit - von der Kür zur Pflicht; Mit: Martina Gröschl

Mut zum simplen Konzept

Damit Kommunikationsstrategien kein Strohfeuer bleiben, müssen sie verstetigt werden. In Zeiten sinkender Etats ist dies jedoch eine Herausforderung, wie Martina Gröschl von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien darlegte. Mehr

 
Thema: Unimpressed by Science; Mit: Helmut Jungwirth

Wie Forscher das Erklären lernen

Was machen Forscher überhaupt den ganzen Tag? Als seine Eltern auch nach Jahren nicht verstanden, wie ihr Sohn seinen Arbeitstag verbringt, nahm Helmut Jungwirth sie kurzerhand mit in sein Labor, zog ihnen einen Kittel an und ließ sie forschen. Mittlerweile ist für den Grazer Wissenschaftler diese anschauliche Art der Wissensvermittlung auch Teil seines Berufes geworden: Jungwirth baute 2008 an der Karl-Franzens-Universität das „Offene Labor Graz“ auf. Mehr

 
Thema: Trends in der Wissenschaftskommunikation - Auswirkungen der Wirtschafts- und Medienkrise; Mit: Alexander Gerber

Wissenschafts-PR auf dem Vormarsch

In der Wissenschaftskommunikation kooperieren im Idealfall Forschung und Medien mit einem konkreten Selbstverständnis ihrer jeweiligen Rolle. 2009 zeichneten sich jedoch als Auswirkung der Finanzkrise deutliche Trends ab, wie Alexander Gerber, Pressesprecher des Fraunhofer-Verbunds Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) anhand einer Branchenumfrage darlegte. Mehr

 
Thema: Nichtwissenskommunikation Mit: Astrid Schwarz (Moderation), Alfred Nordmann, Nina Janich, Liselotte Schebek

Zum Mehrwert des Nichtwissens

Mit neu erschlossenem Wissen wird immer auch Nichtwissen produziert. Doch wie kommuniziert man Wissensgrenzen oder Wissenslücken? Eine interdisziplinäre Pilotstudie an der Technischen Universität Darmstadt untersucht dies am Beispiel der Umweltwissenschaften. Mehr

 
Thema: Science Graffiti Mit: Sara Hossein, Jeanette Müller, Marcos Varela

Mit der Sprühdose zum Netzwerk

Zwei halbe Tage haben die Kongress-Teilnehmer miteinander zugebracht – und für 25 von ihnen ist nichts mehr wie zuvor. Punkt zwei Uhr betreten sie einen weiteren Seminarrraum, in der festen Erwartung, dort aus bequemer Sitzposition einer weiteren Debatte zu lauschen, in die sie sich mehr oder weniger lebhaft einschalten können. Nichts dergleichen. Mehr

 
Thema: Die Rolle der Akademien in der Wissenschaftskommunikation Mit: Christoph Drösser (Moderation), Volker ter Meulen, Günter Stock und Reinhard Hüttl

„Wir sind keine Konsensmaschinen“

Sie sind so etwas wie der Olymp der deutschen Wissenschaft, doch abgehoben von der Gesellschaft wollen die deutschen Akademien keinesfalls sein. Vielmehr stehen sie in ständigem Austausch mit der Politik und der interessierten Öffentlichkeit, wie die drei Akademiepräsidenten auf dem Podium bekräftigten. Mehr

 
Thema: Physik für Straßenkinder; Mit: Elmar Breuer und Manuela Welzel-Breuer

Selbst experimentieren macht schlau

Wenn Schüler ihre selbst gebauten Kaleidoskope hüten wie einen Schatz und mit hoher Konzentration an Ochsenaugen Gesetze der Optik und die Funktion des Auges erforschen, dann hat der Physikunterricht Begeisterung geweckt. Die Schüler sind Straßenkinder in der kolumbianischen Metropole Medellin, ihre phantasievollen Lehrerinnen und Lehrer Studierende der Escuela Normal Superior im Vorort Copacabana. Mehr

 
Thema: Jugend in Aktion: Wissensshows für das Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt; Mit: Annette Hasselmann

Krebse als Immobilienmakler

Was hat eine Kuh mit dem Klima zu tun? Ja, die Tiere produzieren das Treibhausgas Methan und tragen zum Klimawandel bei. Doch darum ging es den Schülern der Realschule Westerland nicht, als sie ihren Blick durch eine Wärmebildkamera auf die schwarz-weiß gefleckten Tiere richteten. Schwarze Flecken leuchten hell, sind also wärmer als die weißen – und die Kühe bestens geeignet zur Erklärung der „Albedo“. Dieser Wert ist ein Maß dafür, wie stark Wärmestrahlung von einer Fläche reflektiert wird und eine wichtige Größe im Kampf gegen den Klimawandel. Mehr

 
Thema: DiNA on the Road – DNA-Wanderausstellung mit Science Theatre für Kinder und Jugendliche

Transgene Henne als Theaterstar

Transgene Hühner spielen im Leben der meisten Menschen keine Rolle. Die Mehrzahl weiß vermutlich kaum, was sich überhaupt hinter diesem Begriff verbirgt. Doch wenn man es ihnen auf unterhaltsame Weise erklärt, hören sie durchaus zu. Diese Erfahrung machte Carmen Schmid vom österreichischen Verein „Dialog Gentechnik“. Ihr Rezept: „DiNA on the Road“ – ein amüsantes Straßentheater mit wissenschaftlichen Mitmachstationen. Mehr

 
Thema: Perspektiven der Wissenschaftskommunikation. Fünf Thesen – fünf Kommentare Mit: Volker Meyer-Guckel (Moderation), Thomas Gazlig, Annette Leßmöllmann, Heike Kahl, Gerold Wefer

Nur die Unvorhersehbarkeit eint

Zehn Jahre ist es her, dass die deutschen Wissenschaftsorganisationen beschlossen, ihre Kommunikationsstrategien zu überdenken und neue Wege in die Öffentlichkeit zu suchen. Seither haben sich innovative Formen und Formate wie Internetauftritte, Science Center und Mitmachlabore etabliert. Mehr

 
 
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