Von Andreas Archut
Die klassische Pressemitteilung entspricht in ihrem Aufbau am ehesten dem journalistischen Bericht. Sie besteht also aus einem ersten Absatz (dem Lead), in dem die wesentlichen Informationen genannt sind, gefolgt von weiteren Absätzen mit ergänzenden und Zusatzinformationen. Die Reihenfolge der Informationen ergibt sich aus ihrer Wichtigkeit für das Verständnis des Gegenstandes. [...]
Der beste Umgang mit Fremdwörtern wäre, sie gar nicht erst zu verwenden. Doch das ist gerade beim Thema Wissenschaft allenfalls ein frommer Wunsch, denn hier werden häufig Fachwörter benutzt, die für die Mitglieder der Scientific community einen genau definierten Inhalt haben. Sie sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass Fremdwörter für den Laien nicht dieselbe (hilfreiche) Funktion haben. Leicht werden Fremdwörter als Fremdkörper in Texten wahrgenommen, die den Lesefluss hemmen und letztlich zum Abbruch des Lesens führen können. Wo immer es möglich ist, sollten Fremdwörter daher vermieden werden. Schreiben Sie also nicht „Plural“, wo Sie von der „Mehrzahl“ sprechen können und „differenzieren“ Sie nicht, wo Sie „unterscheiden“ können.
Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung des Artikels „Die Pressemitteilung“, Handbuch Wissenschaft kommunizieren E 2.2, Raabe Verlag.
Dr. Andreas Archut ist seit 2000 Leiter der Abteilung Presse und Kommunikation und Pressesprecher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit Herbst 2004 ist er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Hochschulpressestellen in Deutschland.
Der promovierte Chemiker war nach Abschluss seiner akademischen Ausbildung freier Mitarbeiter der Bonner Rundschau und ab 1998 als Redakteur im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Forschungskommunikation verantwortlich.
Er unterrichtete in Medientrainings Kollegiaten von DFG-geförderten Graduiertenkollegs. Journalistische Erfahrung sammelte Archut bereits als Schüler und Student als freier Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Bonner Rundschau, der Honnefer Volkszeitung und bei Radio Bonn/Rhein-Sieg.