Schon gewusst, . . . 

. . . dass Computer klingonisch sprechen,  Roboter Orangensaft servieren und Vögel verschiedene Dialekte kennen? Und dass Mathematik das Warten auf die U-Bahn verkürzt? Wieso, warum, weshalb das so ist, erfahrt ihr hier.

 

Foto: Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie

 

Schon gewusst, dass es plüschige Dinosaurier gab?

Wenn wir an Dinosaurier denken, dann haben wir meistens ein Bild von großen Tieren mit schuppiger Haut in unserem Kopf – wie in dem Film „Jurassic Park“. Dass es aber auch Dinosaurier gab, die Gefieder hatten, fand nun ein deutsch-amerikanisches Forscherteam heraus. Im Plattenkalk der Frankenalb entdeckten die Wissenschaftler die versteinerten Überreste eines jungen Raubsauriers, der ein dichtes Federkleid trug.

Für die Forschung ist es immer wichtig, die Kinder von Lebewesen zu untersuchen, da diese Auskunft über die Entwicklung der Tiere geben. Allerdings ist es äußerst selten, dass solche Jungen als Fossilien tatsächlich gefunden werden. Daher ist dieser Fund eines gerade erst geschlüpften Dino-Babys aus vielerlei Gründen sehr besonders. Das Spannendste an diesem gut erhaltenen Skelett des „Sciurumimus albersdoerferi“, der vor etwa 150 Millionen Jahren lebte, ist, dass er am ganzen Körper ein dichtes Federkleid gehabt haben muss. Unter ultraviolettem Licht erkannten die Forscher Reste der Haut und des Federkleides als leuchtende Flecken und Fasern an dem Skelett. Alle bislang bekannten Raubsaurier mit Gefieder gehörten zu den nahen Verwandten der Vögel, doch der kleine Dino ist sehr viel älter. Sein Skelett deutet sogar darauf hin, dass alle Raubsaurier Gefieder gehabt haben könnten.

Bei dem jungen Tier handelt es sich laut Forscherteam um einen Megalosaurier. Der Name „Sciurumimus“ bedeutet wegen des buschigen Schwanzes des Tieres „Eichhörnchen-Nachahmer“. „Albersdoerferi“ kommt von der Person, die das Fossil der Wissenschaft zur Verfügung gestellt hat. Die Augen des Sauriers waren im Vergleich zum ausgewachsenen Tier sehr groß. Auch die Zähne des kleinen Dinos scheinen ganz anders gewesen zu sein, als bisher von erwachsenen Megalosauriern bekannt war. Das lässt darauf schließen, dass ein Wechsel in der Ernährung stattgefunden hat. Der junge Sciurumimus erlegte mit seinen schlanken, spitzen Fangzähnen wohl eher Insekten und kleine Beutetiere. Ausgewachsene Megalosaurier mit einer Körpergröße von mehr als sechs Metern und einem Gewicht von oft mehr als einer Tonne wurden dagegen auch anderen großen Dinosauriern gefährlich. Was flauschig aussieht, muss also nicht immer harmlos sein.

Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie

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