Diese Wassertröpfchen sind meist winzig – typischerweise kleiner als zehn Mikrometer, also ein Hundertstel Millimeter. In Regenwolken können die Tropfen aber auch größer werden. Befinden sich die Wolken in höheren Luftschichten oder sind die Temperaturen niedrig, können Wolken auch teilweise oder ganz aus Eis- bzw. aus Schneekristallen bestehen. Darin können Hagelkörner Durchmesser von mehreren Zentimetern erreichen.
Mit Radar, von Satelliten oder von Flugzeugen aus, kann man die Größe einer Wolke und den Wassergehalt ermitteln und daraus ihr Gesamtgewicht berechnen. Meteorologen müssen den Wassergehalt der Wolken für die Wettervorhersage und für die Erforschung der Klimaentwicklung kennen.
Eine typische sommerliche Schönwetterwolke – Meteorologen nennen diesen Wolkentypen Cumuluswolke – hat bei einer Ausdehnung von beispielsweise 100 mal 100 Metern und einer Dicke von einem Kilometer etwa ein Gewicht von 5.000 bis 10.000 Kilogramm. Würde man die Wolke auswringen und das Wasser sammeln, ergäbe das 5.000 bis 10.000 Liter Wasser.
Diese Frage beantwortete Dr. Eberhard Reimer vom Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin.