MS Wissenschaft 2007: "Sprache ist mehr als Worte"

Rund 77.000 Menschen besuchten an 110 Ausstellungstagen die Ausstellung „ Sprache ist mehr als Worte“ auf der MS WISSENSCHAFT. In diesem Jahr drehte sich auf dem 105 m langen Binnenfrachtschiff alles um Kommunikation, verbal oder nonverbal! Spielerische Komponenten machten Lust auf eine Auseinandersetzung mit Wissenschaft – und manchmal auch einfach nur Spaß! Das Ausstellungsschiff von Wissenschaft im Dialog war im Jahr der Geisteswissenschaften vom 5. Juni bis 7. Oktober unterwegs und legte dabei in 34 Städten an.

Das Sprechen und das Verstehen von Sprache ist für die meisten Menschen etwas Selbstverständliches. Wir verwenden Sprache als Werkzeug, ohne über sie nachzudenken. Sprache ist aber auch Forschungsgegenstand unterschiedlicher Disziplinen. So beschäftigen sich neben den klassischen Sprachwissenschaften nicht nur die Ethnologie, die Neurologie, die Psychologie und die Biologie, sondern auch die Ingenieurwissenschaften mit Aspekten der Sprache. In der Ausstellung "Sprache ist mehr als Worte" an Bord der MS Wissenschaft konnte man erfahren, welche das sind.

Einige der ausgefallensten und schönsten kaum bekannten Wörter

Alle, die seltene und kaum bekannte Wörter – ob alt oder neu – kennen, konnten diese zum Ausstellungsbesuch mitbringen.

blümerant – schwindelig
heimelig – gemütlich, familiär
Hoffart – Blasiertheit, Arroganz, Einbildung
Labsal – Erfrischung, Aufmunterung, Erquickung, Augenweide
Piefke – Kleinbürger
Popanz – Schreckgespenst, Strohmann, Vogelscheuche
saumselig – gemessen, gemütlich, sachte
schnabulieren – aufessen, einverleiben, naschen, genießen
sich sputen – sich beeilen, überstürzen, ranhalten
sintemal – weil, zumal, alldieweil
Tand – Flitter, Kram; Kitsch; Aufputz
verlustieren – amüsieren, sich unterhalten, vergnügen
Zähre – Augenwasser, Träne, Wasser

 
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