
Anfassen und Berühren ist in Ausstellungen normalerweise streng verboten. Anders ist das bei der Ausstellung des Giessener Mathematikums, die während des Wissenschaftssommers in der Zeltstadt auf dem Augustusplatz gezeigt wird: Da darf man nicht nur, man soll sogar anfassen und begreifen: Interaktive Exponate stehen bereit und die Besucher führen einzeln oder in Gruppen Experimente durch und erforschen eigenständig mathematische Phänomene. Es geht um ein Be-Greifen mit Hand, Kopf und Herz.
Besucher jeden Alters und jeder Vorbildung experimentieren: Sie legen Puzzles, bauen Brücken, zerbrechen sich den Kopf bei Knobelspielen, entdecken an sich selbst den Goldenen Schnitt, schauen einem Kugelwettrennen zu, stehen in einer Riesenseifenhaut und vieles mehr.
„Mathe macht glücklich“ sollen schon viele nach dem Besuch dieser Ausstellung gesagt haben. Das ist natürlich allerhand. Doch wer mit anfasst und gemeinsam mit anderen Besuchern eine Brücke aus einfachen Latten baut, die ohne Schraube, Nagel, Schnur und Leim hält, weil die mathematische Anleitung zur Konstruktion so genial ist, der wird vielleicht seine Liebe zur Mathematik entdecken. Spätestens bei dem Ausstellungsstück, das einem erlaubt, eine Riesenseifenblase um sich herum hoch zu ziehen, sind zumindest alle Kinder und Jugendlichen glücklich. Rund 25 der interessantesten Exponate aus der Ausstellung des Gießener Mathematikums werden während des Wissenschaftssommers in Leipzig zu sehen sein.
Die Ausstellung "Mathematik zum Anfassen" des Giessener Mathematikums können Sie vom 28. Juni bis 4. Juli 2008 in Leipzig besuchen im Aktionszelt 3 auf dem Jahrmarkt der Wissenschaften auf dem Augustusplatz.
Öffnungszeiten:
Samstag, 28. Juni:
12–24 Uhr (Lange Nacht der Wissenschaften)
Sonntag, 29. Juni
bis Freitag, 4. Juli:
täglich 10–19 Uhr
Eintritt frei!