
Auch für Kinder interessant, spannend und aufschlussreich: Die interaktive Wissenschaftsausstellung von Wissenschaft im Dialog. Foto: WiD
Passend zum Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde drehte sich in der interaktiven Ausstellung auf dem Markt und im Rathaus alles um Forschung für nachhaltige Entwicklungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichteten von ihrer Arbeit und erzählten, woran in deutschen Laboren geforscht wird.
Zentraler Anlaufpunkt der Ausstellung war der Infostand von Wissenschaft im Dialog. Hier gab es Informationen und aktuelle Terminhinweise. Themeninseln der Ausstellung waren:
Eine Ernährung mit wenig Fleisch, vielen Ballaststoffen aus Getreide, Gemüse und Obst ist nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig. Der Energiemesser des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) zeigte, warum das so ist. Besucherinnen und Besucher konnten selbst ermitteln, wieviel Energie für die Produktion verschiedener Lebensmittel verbraucht wird.
Das DiFE informierte außerdem über verschiedene Aspekte einer gesunden Ernährung und gab Antwort auf die Frage: Kleinwagen oder Jogger, wer kommt weiter mit der Energie, die in einem Liter Rapsöl gespeichert ist?

Den Diabetes-Risikotest kann man selbst am Bildschirm durchführen. Foto: DZD
Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) bot in seiner Ausstellung mit interaktiven Exponaten, Hörbeispielen und Videos für Besucher jeden Alters Einblick in die Entstehung von Diabetes, den Umgang mit der Erkrankung und vermittelte aktuelle Themen aus der Diabetesforschung.
Wie kann Diabetes durch individuelle Maßnahmen wie gesunde Ernährung und Bewegung verhindert werden? Welche Faktoren beeinflussen den Krankheitsverlauf? Der Diabetes-Risikotest gab dem Wissenschaftssommer-Besucher Auskunft über sein persönliches Diabetes-Risiko und Informationen, was er gegen die Entstehung der Erkrankung tun kann.
In Zusammenarbeit mit dem DZD boten Diätassistentinnen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein eine persönliche Diabetesberatung an. Am Stand des DZD konnten sich alle Interessierten vom 3. bis 5. Juni jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr zu krankheitsgerechter bzw. vorbeugender Ernährung und Lebensweise individuellen Rat holen und sich informieren.
Forscher des DFG-Forschungszentrums MARUM an der Universität Bremen nahmen die Ausstellungsbesucher mit auf eine Reise zum Meeresboden. Sie konnten entdecken, wie Meeresforscher Proben nehmen und untersuchen – oder selbst mit einfachen Mitteln ein Methanhydratmolekül nachbauen.

Methanhydrat, „brennendes Eis“ Foto:MARUM
Text-Tafeln, kurze Filmbeiträge, Vorträge und Mitmachstationen zeigten Chancen und Risiken der Methanhydrate als mögliche Energiequelle der Zukunft auf.
Um nachhaltige Rohstoffnutzung und den „Ökologischen Rucksack“, den Produkte tragen, ging es am Stand des Koordinierungsbüros Geotechnologien am Helmholtz-Zentrum Potsdam.
Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam präsentierten ihre Arbeit über die wichtigste Ressource unserer Erde – das Wasser. So zeigten sie, wie mit Hilfe von hochpräzisen Erdschweremessungen Grundwasservorkommen bestimmt werden können.

Mikrobielle Matten Foto: M.Al-Najjar/MPI Bremen
Wie mikrobielle Matten funktionieren, was wir aus Sedimentkernen lernen können und wer alles im Watt lebt, all das entdeckten die Besucher des Wissenschaftssommers am Stand des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie.
Ebenfalls im Zelt der Max-Planck-Gesellschaft konnten sie gemeinsam mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie DNA aus Tomaten extrahieren, dem „Duft der Gene“ nachspüren und Modellorganismen der Evolutionsforschung kennenlernen.
Schulklassen der Mittel- und Oberstufe konnten sich für kostenlose Führungen durch die Wissenschaftsausstellung anmelden. Von Montag bis Mittwoch nahmen Studierende Schülerinnen und Schüler mit auf eine Tour durch die Ausstellung im Rathaus und auf dem Lübecker Markt und brachten sie mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch.
Vom 2. bis 5. Juni 2012 konnten die Besucher abstimmen, welches Team aus Wissenschaftlern und Öffentlichkeitsarbeitern seine Forschung am anschaulichsten vermittelte. Preisverleihung war am 5. Juni 2012 auf dem Marktplatz. Die Gewinner aus Bremen nahmen ein Preisgeld von 10.000 Euro mit nach Hause. Mehr zum Wettbewerb
Thorsten Witt
Projektleitung
Tel.: 030-20 62 295-70
Fax: 030-20 62 295-15
thorsten.witt (at) w-i-d.de
Wissenschaftsausstellung
ab 5 Jahren
02.06.-03.06.2012:
11.00-19.00 Uhr
04.06.-05.06.2012:
9.30-19.00 Uhr
06.06.2012:
9.30-14.00 Uhr
Marktplatz
Markt 1
23552 Lübeck
Rathaus
Erdgeschoss
Breite Straße 62
23552 Lübeck
Öffentliche Preisverleihung
05.06.2012:
Beginn 20.00 Uhr
Bühne auf dem Marktplatz
Markt 1
23552 Lübeck
für Schulklassen
04.06. – 06.06.2012:
Beginn 9.30, 10.00, 10.30, 11.00, 11.30 Uhr
Treffpunkt:
Infozelt von Wissenschaft im Dialog auf dem Markt
Markt 1
23552 Lübeck