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Forum Wissenschaftskommunikation
30.11. - 02.12.2009 in Berlin

zum Programm

 

Dienstag, 01.12.2009

 
Session

Lesen, zuschauen oder eintauchen? Wissenschaftskommunikation für die nächste Generation
 
Moderation: Mareike Wilms, IFM-GEOMAR
 
Mit welchen Medien sind Jugendliche erreichbar, wenn sie für wissenschaftliche Themen interessiert werden sollen? Werden populärwissenschaftliche Artikel und Blogs noch gelesen, oder sind im Zeitalter von Informations-Überangebot, iPod und Handy nicht Videofilme und Podcasts viel attraktiver? Muss die Wissenschaft in virtuelle Welten aufbrechen, um die nächste Generation zu finden? Diese Fragen sollen von Akteuren aus diesen Bereichen beleuchtet und mit dem Publikum diskutiert werden.
 
Referenten:
 
SFB-ScienceTube – Schüler dokumentieren Wissenschaft
Dr. Joachim Dengg, IFM-GEOMAR
 
Wissenschaftsblogs der lange Weg zum Leser
Lars Fischer, SciLogs
 
Second Life: Virtuelle Welten als Plattform für Wissenschaftsvermittlung
André Mersch, Hochschule Ostwestfalen-Lippe
 
Wissenschafts-Podcasts: Publikumserfolg mit einfachen Mitteln
Dr. Jens Kube, Welt der Physik/DESY

 
Session

Kooperationsprojekte zwischen Schule und Wissenschaft als Instrument der Wissenschaftskommunikation auf kommunaler und regionaler Ebene
 
Moderation: Louise Baker-Schuster, Robert Bosch Stiftung
 
Wissenschaftskommunikation auf kommunaler und regionaler Ebene gewinnt für Städte an Bedeutung. Die Attraktivität von Wettbewerben wie „Stadt der jungen Forscher“, die Städten die Möglichkeit bieten, sich als Wissenschafts- und Bildungsstandort zu präsentieren, belegt, welchen Stellenwert Wissenschaft und Bildung mittlerweile für mittelgroße Städte haben. Gemeinsam mit Vertretern von Universität, Stadt, Forschung und Schule prüfen wir in dieser Session die Wirkung von Kooperationsprojekten zwischen Schule und Wissenschaft als Instrument der Kommunikation auf lokaler Ebene.
 
Referenten:
 
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Justus-Liebig-Universität Gießen
Matthias Mayer, Körber-Stiftung
Claudia Leuner-Haverich, Stadt Göttingen

Karl Sobotta, Forschungszentrum Jülich

 

 
Session

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Gentechnik, Stammzellen
und Tierversuche: keine Themen für den Dialog mit der Öffentlichkeit?

 
Moderation: Sonja Jülich-Abbas, Rudolf-Virchow-Zentrum Würzburg/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin
 
Lange Nächte der Wissenschaft, Schülerlabore und Festivals – Wissenschaft ist im Dialog mit der Öffentlichkeit. Doch wenn es um Themen wie Gentechnik, Stammzellen oder Tierversuche geht, verstummt er. Lassen wir die Öffentlichkeit mit diesen Themen alleine? Was können wir in Zukunft ändern? Ein Schuldiskurs, eine Bürgerkonferenz und ein bloggender Wissenschaftler zeigen neue Ansätze auf. Mit deren Projektleitern und einem der Initiatoren von Wissenschaft im Dialog wollen wir Möglichkeiten und Grenzen beleuchten.
 
Referenten:
 
Computer haben keinen Blutdruck
Prof. Dr. Detlev Ganten, Stiftung Charité
 
WeiterGen: Progressive Wissenschaftskommunikation durch Blogs am Beispiel Stammzellforschung und Grüne Gentechnik
Dr. Tobias Maier, WeiterGen – Blog bei ScienceBlogs.de
 
Schuldiskurs - Meinungsbildung statt Meinungsmache
Hannes Schlender, Helmholtz-Zentrum Berlin (ab 01.10.2009)
Dr. Jo Schilling, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
 
Die Bürgerkonferenz zur Stammzellenforschung
Prof. Dr. Peter Wiedemann, Forschungszentrum Jülich

 
Plenarvortrag

Nachhaltigkeit – von der Kür zur Pflicht
 
Referentin: Martina Gröschl, Österreichische Akademie der Wissenschaftem
 
Nachhaltigkeit ist ein gerne zitiertes Schlagwort der Wissenschaftskommunikation. Und in Zukunft wird sie von der Kür zur Pflicht. Das gilt besonders für kleine und mittelgroße Forschungseinrichtungen mit ihren seit jeher beschränkten Ressourcen. Es gilt mit knappen Mitteln ein Optimum an Output zu erreichen. Ressourceneffizienz tritt in den Vordergrund. Der Vortrag diskutiert aus Sicht der Praxis, wie eine nachhaltige Wissenschaftskommunikation der Zukunft in aussehen kann.

 
Plenarvortrag

Unimpressed by Science
 
Referent: Dr. Helmut Jungwirth, Karl-Franzens-Universität Graz
 
Das OFFENE LABOR GRAZ ist ein interaktives molekularbiologisches Forschungslabor an der Karl-Franzens-Universität Graz und fungiert als Plattform für Wissenschaftskommunikation. Ziel dieser Plattform ist es, neben den angebotenen Laborkursen, durch innovative Projekte und Veranstaltungen junge, wissenschaftlich interessierte Menschen in den Forschungsbetrieb zu integrieren. Unsere Zukunftsvision liegt darin Wissenschaftskommunikation als Bestandteil des universitären Betriebs zu etablieren.

 
Plenarvortrag

Trends in der Wissenschaftskommunikation – Auswirkungen der Wirtschafts- und Medienkrise
 
Referent: Alexander Gerber, Fraunhofer-Verbund/InnoVisions
 
Verlage und Pressestellen scheinen zunehmend Konsequenzen aus der anhaltenden Medien- und Wirtschaftskrise zu ziehen. Ähnlich wie bei der Auflösung von Wissenschaftsredaktionen von NBC und CNN gibt es auch hierzulande immer mehr Hiobsbotschaften: Die Wissenschaftsseiten von FTD und „Berliner Zeitung“ wurden ebenso eingestellt wie das Magazin „SZ Wissen“. Andererseits jedoch scheint die Wissenschafts-PR weiter zu wachsen. Erstmals untersucht die vorliegende Meta-Studie sowohl quantitativ Stellenmarkt, Presseaussendungen, Wissenschaftsberichterstattung, PR-Budgets und Redaktionsetats als auch qualitativ die Prognosen diverser führender Wissenschaftskommunikatoren in Form einer Delphi-Befragung und die Stimmung an der „Basis“ anhand einer breit angelegten Branchenumfrage. Die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert Initiator und Koordinator Alexander Gerber (Leiter Kommunikation des Fraunhofer-Verbunds IuK und Chefredakteur des Magazins InnoVisions) im Rahmen des Forums Wissenschaftskommunikation.

 
Panoramavortrag

Science Center Netzwerk – Theorie und Praxis
 
Referentin: Dr. Barbara Streicher, Science Center Netzwerk
 
Netzwerke werden als neue Kooperationsformen gepriesen. Doch was macht ein lebendiges Netzwerk aus? Welche Funktionen kann es erfüllen? Welche Steuerungsmechanismen sind möglich? Im österreichischen Science Center Netzwerk wird die Theorie sozialer Netzwerke und komplexer Systeme genutzt, um die Bedürfnisse und Dynamik im Netzwerk zu verstehen und die Koordination darauf abzustimmen.

 
Panoramavortrag

Talentsuche im Science Center
 
Referenten: Stefanie Schröder, Petri&Tiemann; Dr. Wolfgang Hansch, experimenta Heilbronn
 
Wäre es nicht schön, einen Ort zu schaffen, am dem Menschen ihre Stärken und Fähigkeiten - ihre Talente - entdecken können? Diese Intention hat das Science Center „experimenta Heilbronn", das den Besucher zu einer persönlichen Talentsuche einlädt. Ziel des Beitrags ist die Vorstellung der Talentsuche anhand eines Praxisberichts. Anschauliches Bildmaterial zeigt die Reaktionen der Besucher auf ihrer persönlichen Entdeckungsreise.

 
Panoramavortrag

Das neue Science Center ExperiMINTa in Frankfurt a. M.
 
Referent: Dr. Ulrich Bosler, Förderverein ExperiMINTa e.V.
 
Das neue Science Center experiMINTa in Frankfurt a. M. Mit experiMINTa soll in Frankfurt a.M. im Frühjahr 2010 ein breit angelegtes Science Center eröffnen (www.experiMINTa.de). Es wird das Science Center mit dem „begehbaren Auge“ sein. Für die Planung und Durchführung hat sich der Förderverein ExperiMINTa e.V. gegründet. Eine erfolgreiche Vorausstellung im November 2007 lässt ca. 130.000 jährliche Besucher erwarten.

 
Panoramavortrag

Talente im Labor
 
Referent: Klaus Rümmele, Karlsruher Institut für Technologie
 
Die Abteilung Presse, Kommunikation und Marketing (PKM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine Kooperation mehrerer Wissenschaftseinrichtungen der Region mit dem Hector-Seminar angestoßen und aufgebaut, einer Initiative zur Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler. Jedes Jahr arbeiten circa 30 Talente in kleinen Gruppen an mehr als zehn Projekten in Labors und Werkstätten, bauen Rennwägen und Rütteltische. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leiten sie dabei an.

 
Panoramavortrag

2 WAYS – Two Way communication in life sciences
 
Referent: Dr. Herbert Münder, Wissenschaft im Dialog

30 Partner aus 17 europäischen Ländern erstellen im Rahmen des Projekts „2WAYS“ interaktive Präsentationen von aktuellen Forschungsergebnissen und führen Schülerparlamente durch. Das Format "Schülerparlament", das Wissenschaft im Dialog bereits seit 2001 erfolgreich umsetzt, wird so in 17 europäischen Ländern eingeführt. Das Projekt zielt darauf ab, verschiedene Ansätze der „two-way-communication“ zu implementieren und die Netzwerkbildung in der europäischen Wissenschaftskommunikation zu verstärken.

 
Panoramavortrag

Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt Münster
 
Referentin: Bernadette Spinnen, Münster Marketing
 
"Wissen schafft Münster!" Diesem Slogan folgend vermitteln die Partner der Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt Münster - eine mit festen Strukturen versehenen Allianz von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt - unterschiedlichsten Zielgruppen das Thema Wissenschaft. Diese wird nicht nur über spannende Ausstellungen in der Stadt sondern zusätzlich auch über originelle Formate wie "Elternalarm" (für die Eltern der Studierenden) und "ALTERnativ - Wissen erleben" für Neugierige über 50 vermittelt.

 
Panoramavortrag

SpringerImages – Bilder aus der Wissenschaft
 
Referentin: Renate Bayaz, Springer Science & Business Media
 
Der Wissenschaftsverlag Springer hat 2009 eine neue Bilddatenbank freigeschaltet, die über eine Million Fotos, Diagramme, Tabellen und Abbildungen aus Wissenschaft, Technologie und Medizin umfasst. www.SpringerImages.com liefert umfangreiches Bildmaterial aus nahezu 2.000 Fachjournalen und der medizinischen Bilddatenbank Images.MD. Den Schwerpunkt bilden Life Sciences und Medizin, doch auch alle anderen Fachgebiete aus Technik und Naturwissenschaften sind vorhanden. Die Nutzung der Bilder kann zu nicht-kommerziellen Zwecken erfolgen.

 
Panoramavortrag

Studio – Bauhaus – Wissenschaft aus künstlerischer Perspektive
 
Referent: Wolfram Höhne, Bauhaus-Universität Weimar
 
Das Projekt „Studio Bauhaus“ verfolgt vor allem fiktionale und assoziative Zugänge zur Expertenwelt der Wissenschaft. Wie lassen sich Themen der auf Wort und Schrift basierenden Geistes- und Sozialwissenschaften im Medium des Films vermitteln? Wie können komplexe theoretische Zusammenhänge über visuelle Metaphern und narrative Expositionen verständlich werden? Der Vortrag gibt einen Einblick in die bisherigen Produktionen und die verwendeten künstlerischen Mittel.

 
Panoramavortrag

Klima und Kultur
 

Referentin:
Julia Rawlins, British Council
 
Der Panoramavortrag hat zum Ziel, Erfahrungen aus diversen British Council Klimaprojekten der letzten 5 Jahre darzustellen. Einige Beispiele, wie man durch Ausstellungen, Expeditionen, Open Space Konferenzen und Arbeit mit Jugendlichen ein besseres Bewußtsein für Klimawandel schaffen kann, werden analysiert. Die Rolle von Kultur und der Jugend bei der Kommunikation zum Thema Klimaschutz steht im Vordergrund.

 
Panoramavortrag

Science on Stage Europe – Bildungsentwicklung: buttom up statt top down
 
Referentin: Stefanie Schlunk, Science on Stage Deutschland
 
Wie können die Science on Stage Aktivitäten für Lehrkräfte in Europa in Zukunft fortgesetzt werden, nachdem die Förderung über die Europäische Kommission ausgelaufen ist? Auf Einladung von SonSD diskutierten dies Vertreter aus 20 Ländern im März 2009. Die Ergebnisse, die in der „Berlin Declaration" festgehalten wurden, werden vorgestellt. Science on Stage Europe zeigt, wie Entwicklungsprozesse in der Bildung „button up“ gestaltet werden und der Transfer in die Länder gelingen kann.

 
Panoramavortrag

Das neue G8 – Chance oder Rückschritt für die Naturwissenschaften
 
Referent: Wilko Rauert, Rudolf-Virchow-Zentrum Würzburg/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin
 
Mit dem neu eingeführten G8-Schulsystem fällt nicht nur die 13. Klasse an Gymnasien weg, sondern auch in rund der Hälfte der Bundesländer die Leistungskurse. Einige Länder setzen auf die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Wirtschaft in Form von Seminaren. Was können solche Seminare leisten? Was bedeutet das für Hochschulen? Können Hochschulen die Probleme der Schulen lösen? Wir haben uns diese Fragen gestellt und gemeinsam mit vier Gymnasien ein Pilotprojekt entwickelt, das 2010 starten wird.

 
Panoramavortrag

Wissenschaft debattieren! Vorstellung eines Forschungsprojekts
 
Referent: Sandro Schott, Wissenschaft im Dialog
 
Verschiedene Studien zur Wissenschaftskommunikation zeigen, dass verstärkt ein echter Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit nötig ist. Zur Erreichung dieser Zielsetzung werden zunehmend dialogische und partizipative Formate eingesetzt, bis heute fehlt allerdings eine wirkliche Analyse dieser Formate. In einem Forschungsprojekt untersuchen Wissenschaft im Dialog und die Universität Stuttgart nun gemeinsam sieben ausgewählte partizipative Formate der Wissenschaftskommunikation hinsichtlich ihrer Wirkweise, ihrer Reichweite und ihrer Effektivität

 
Panoramavortrag

Science meets Parliament: Ein australisches Format in Deutschland
 
Referent: Josef Zens, Leibniz-Gemeinschaft
 
Science meets Parliament ist ein Veranstaltungsformat, das den 1:1-Kontakt zwischen Wissenschaftlern und Abgeordneten herstellt. Die Leibniz-Gemeinschaft hat das Konzept, das aus Australien stammt, 2008 erstmals in Deutschland umgesetzt. 2009 fand das Science meets Parliament gleich zweimal statt – einmal auf Landesebene und einmal für den Bundestag. Die Resonanz darauf war ausgesprochen positiv, sowohl seitens der Wissenschaftlern als auch der Abgeordneten.

 
Panoramavortrag

Das geisteswissenschaftliche Schülerlabor: Zur Zukunft eines Formats
 
Referentin: Dr. Yvonne Pauly, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
 
Mehr als 200 natur- und technikwissenschaftlichen Schülerlaboren steht bundesweit gegenwärtig ein einziges mit explizit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt gegenüber. Der Beitrag beleuchtet die Hintergründe dieser Situation und fragt nach den Zielen und Optionen der weiteren Entwicklung, in Entsprechung zu und in Abgrenzung von den MINT-Fächern. Er mündet in ein Plädoyer für die schöpferische Ausgestaltung des Formats auch in den Geisteswissenschaften - in der Hoffnung, in 20 Jahren über einen stattlichen Plural von Angeboten zu verfügen.

 
Podiumsdiskussion

Rolle der Akademien in der Wissenschaftskommunikation

Moderation: Christoph Drösser, Die Zeit

Die Präsidenten der Wissenschaftsakademien geben einen Überblick, welche Veranstaltungsformen (Tagungen, Vorträge) die Akademien nutzen, um Wissen zu vermitteln. Gleichzeitig wird dargestellt, dass solche Veranstaltungen die Grundlage bilden, das zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbare Wissen auf einem Gebiet zu bündeln und Arbeitsgruppen einsetzen zu können, die auf dieser Grundlage Empfehlungen an Gesellschaft und Politik formulieren können. Bei den Gesprächen wird deutlich werden, dass wissenschaftliche Akademien mit dem Netzwerk der in ihr vertretenen unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich dafür geradezu anbieten, zumal durch die jährliche Aufnahme neuer Mitglieder garantiert ist, dass immer wieder neue Experten für mögliche neue Themen hinzukommen. Exemplarisch werden jüngste Beispiele von Empfehlungen der Akademien an Gesellschaft und Politik vorgestellt und beschrieben, wie diese auf nationaler wie auch internationaler Ebene an Gesellschaft und Politik kommuniziert werden.
 
Podium:
 
Prof. Dr. Volker ter Meulen, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Prof. Dr. Günter Stock, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

 
Session

Nichtwissenskommunikation
 
Moderation: Dr. Astrid Schwarz, Technische Universität Darmstadt
 
Eine Sprachwissenschaftlerin, ein Philosoph und eine Umweltwissenschaftlerin fordern verstärkte Kommunikation des Nichtwissens, das zusammen mit Wissen produziert wird, z. B. Nichtwissen über die Tragweite des erworbenen Wissens, die Vergleichbarkeit von Ergebnissen, die Qualität der verarbeiten Daten oder die Schließung von Wissenslücken. Sie plädieren für einen öffentlichen Umgang mit zeitweiligen oder systematischen Wissensgrenzen, von dem Öffentlichkeit und Forschung gleichermaßen profitieren.
 
Referenten:
 
Zu viel des Guten: Zur Notwendigkeit der Nichtwissenskommunikation
Prof. Dr. Alfred Nordmann, Technische Universität Darmstadt
 
Die Kommunikation von unsicherem Wissen als (Selbst) Darstellungsproblem
Prof. Dr. Nina Janich, Technische Universität Darmstadt
 
Lebenszyklusanalyse als Brennglas für Probleme des Nichtwissens
Prof. Dr. Liselotte Schebek, Technische Universität Darmstadt

 
Session

Science Graffiti
 
Leitung: Sara Hossein, Science Center Netzwerk; Dr. Jeanette Müller, Politikwissenschaftlerin und Konzeptkünstlerin; Marcos Varela, Künstler

Science Graffiti ist eine „street toughe“ Möglichkeit, sehr unterschiedlichen Personen Wissenschaft näher zu bringen und Hemmschwellen abzubauen. Der interaktive Workshop beginnt mit einem sozialen Netzwerkspiel, das den TeilnehmerInnen ein Gefühl für soziale Zusammenhänge und Abhängigkeiten vermitteln kann. Gemeinsam werden diese Eindrücke reflektiert und die wissenschaftlichen Inhalte (soziale Netzwerktheorie) in die (visuelle) Sprache des Bekannten und Alltäglichen übersetzt. Popkulturelle Codes werden genutzt um komplexe Zusammenhänge ‚spraybar’ und begreifbar zu machen. Der Workshop ist ein Beispiel dafür, wie Sozial- und Geisteswissenschaften in  und um Science Center verstärkt auftreten können. Wir freuen uns darauf, mit den TeilnehmerInnen ein Science Graffiti zu sprayen und weitere Inhalte und Möglichkeiten weiterzuentwickeln. Be ready to play and spray!

 
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Expedition geht weiter
Die Abschlussveranstaltung des Wissenschaftsjahres 2009


Das mittlerweile zehnte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von Wissenschaft im Dialog (WiD) initiierte Wissenschaftsjahr geht zu Ende. Grund genug, die „Forschungsexpedition Deutschland“, aber auch die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen und zugleich einen Blick nach vorn zu werfen. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Professor Dr. Annette Schavan lädt dazu am 1. Dezember um 16 Uhr in die Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin ein.

Die Abschlussveranstaltung des Wissenschaftsjahres 2009 präsentiert spannende Projekte der Partner des Jahres, die Bürgerinnen und Bürger bei der „Forschungsexpedition Deutschland“ begeistern konnten. Unter dem Motto „Die Expedition geht weiter“ feiern Träger, Partner und Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam das zehnte Jubiläum der Wissenschaftsjahre und blicken in deren Zukunft.

Nach einer Eröffnungsrede der Bundesministerin Schavan wirft Professor Dr. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen und ehemaliger Vorsitzender des Lenkungsausschusses von WiD, einen Blick zurück auf die Anfänge der Wissenschaftsjahre und resümiert die Erfahrungen und Erfolge.

Von außen auf die deutsche Wissenschaftskommunikation schaut Claudie Haigneré, Präsidentin der Cité des sciences et de l’industrie und des Palais de la découverte, Ministerin a.D. und ehemalige Astronautin aus Frankreich. Dabei vergleicht sie die deutsche und die französische Forschungslandschaft und zeigt, was beide Länder voneinander lernen können.

In dem Festvortrag des Abends beleuchtet Professor Dr. Ulrich Wengenroth, Professor für Geschichte der Technik an der Technischen Universität München, die Forschungsentwicklung in Deutschland und ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet der Übergang in das Wissenschaftsjahr  2010 –  Die Zukunft der Energie. Ein Empfang lädt anschließend zum Austausch ein. Durch die Veranstaltung führt Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Moderatorin des ARD-Wissenschaftsmagazins „Kopfball“.

Für die Gäste des 2. Forums Wissenschaftskommunikation werden Shuttlebusse von der Jerusalemkirche zum Veranstaltungsort bereitgestellt.

Das Wissenschaftsjahr 2009 – Forschungsexpedition Deutschland
Das Wissenschaftsjahr 2009 zeigt im Jubiläumsjahr der Bundesrepublik, welche Rolle Wissenschaft und Forschung für die Menschen in Deutschland spielen – gestern, heute und in Zukunft. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich selbst auf eine Entdeckungsreise durch die deutsche Forschungslandschaft zu begeben: rund 600 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung und Kultur öffnen ihre Türen und führen mehr als 2.000 Veranstaltungen, Wettbewerben und Aktionen durch.

Das Wissenschaftsjahr 2009 richtet sich besonders an den Forschergeist von Kindern und Jugendlichen. Der Expeditionspass für Kinder und Jugendliche ermunterte, Forschungseinrichtungen zu besuchen und die eigene Reise durch die Welt der Wissenschaft zu dokumentieren. Über 1.300 Einrichtungen meldeten sich dafür als Pass-Stationen an. Wer fünf Stempel gesammelt hat, nimmt an der Verlosung einer „echten“ Forschungsexpedition teil: einer Fahrt auf der MS Polarstern, einem Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI).

Besondere Angebote in diesem Wissenschaftsjahr sind der Ausstellungszug „Expedition Zukunft“ und das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft. Sie zeigen auf ihrer Reise durch Deutschland den Einfluss von Forschung und Technologie auf unser Leben und präsentieren die Breite der Forschung in Deutschland.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und von Wissenschaft im Dialog (WiD). Das Wissenschaftsjahr 2009 – Forschungsexpedition Deutschland wird gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Robert Bosch Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgerichtet.

 
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