Forum Wissenschaftskommunikation 30.11. - 02.12.2009 in Berlin

Montag, 30.11.2009Dienstag, 01.12.2009Mittwoch, 02.12.2009

zu den Abstracts

 

Montag, 30. November 2009

 

ab 14:15 Uhr    
Registrierung der Teilnehmer

15:00 – 15:10 Uhr
Begrüßung
Dr. Herbert Münder, Wissenschaft im Dialog

15:10 – 16:00 Uhr
Eröffnungsvortrag: Alles was zählt – das Jahr der Mathematik und wie die Mathematiker weiterzählenProf. Günter M. Ziegler, Technische Universität Berlin

 

16:00 – 17:30 Uhr
Plenarvorträge: Ins Netz gegangen: Wissenschaftskommunikation und das Netzwerk ihrer Akteure
 
Moderation: Andrea Frank, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
 
„Stadt der Wissenschaft“ als Impuls für nachhaltige Netzwerkarbeit in deutschen WissensstandortenClas Meyer, Fachhochschule Osnabrück

Perspektive Life Science Center Berlin-Buch: Leitbild und Kommunikationsplattform einer vernetzten Wissenschafts- und Gesundheitsregion
Dr. Ulrich Scheller, Management GmbH Campus Berlin Buch

Dem Ozean auf den Grund gehen! Wie das Meer an Land kommuniziert wirdAlbert Gerdes  und Martina Pätzold, MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften

 

17:30 – 18:00 Uhr
Pause

 

18:00 – 19:30 Uhr
Parallele Sessions

 

Session 1: Wie man Wissen in der Krise kommuniziert
Moderation: Volker Stollorz, freier Wissenschaftsjournalist

Wissenschaft, Politik und Medien im Wechselspiel. Ein Werkstattbericht am Beispiel der Stammzelldebatte
Dr. Eva-Maria Streier, Deutsche Forschungsgemeinschaft

Sind wir gefährdet? Über die Arbeit als Pressesprecherin eines Bundesinstituts auf dem Gebiet des Gesundheitsschutzes
Susanne Glasmacher, Robert Koch-Institut

Fakten, Fakes and Figures: Risiko- und Krisenkommunikation am Beispiel des Tsunami-Frühwarnsystems GITEWS

Franz Ossing, Deutsches GeoForschungsZentrum

 

Session 2: Wie viel Tiefe ist möglich, wie viel Popularisierung nötig? Wissenschaft in den Medien
Moderation: Ole Hagemann, Journalist

Grenzgänger: Bloggende Wissenschaftler zwischen Labor und Öffentlichkeit
Marc Scheloske, ScienceBlogs.de

Die Forschungsverklärer: Wie kritisch dürfen Wissenschaftsjournalisten sein?
Jan Schweitzer, Zeit Wissen

Hendrik Hey, Moderator und Produzent

Runter vom Hochsitz der reinen Formeln!
Hans-Hermann Sprado, P.M. Gruppe

 

Session 3: Wie wird Wissenschaftskommunikation evaluiert?
Moderation: Dr. Herbert Münder, Wissenschaft im Dialog

Modellprojekte zur Technikvermittlung in Deutschland: Zwischen Frustration und Hoffnung
Dr. Uwe Pfenning, Universität Stuttgart
 
Wissenschaft kommuniziert – Evaluation öffentlicher Aufmerksamkeitsstrategien
Prof. Dr. Beatrice Dernbach und Pia Schreiber, Hochschule Bremen
 
Außerschulischer Bildungsort Science Center: Die Sichtweise von Lehrerinnen und Lehrern
Dr. Sören Asmussen, Leuphana Universität Lüneburg

 

19:30 Uhr
Transfer in das Museum für Naturkunde Berlin
Es werden Bustransfers von der Jerusalemkirche zum Museum für Naturkunde Berlin bereitgestellt.

 

ab 20:00 Uhr
Empfang im Museum für Naturkunde Berlin

 

Präsentation von Wissenschaftsshows

Heckers Hexenküche – Experimente zum Nach- und Mitmachen 
Präsentiert von: Joachim Hecker, WDR
  
Warm, wärmer, heiß – die Klimashow 
Präsentiert von: Marcus Weber, Physikanten & Co.

 

Dienstag, 01. Dezember 2009

 

08:30 – 10:00 Uhr
Parallele Sessions

 

Session 1: Lesen, zuschauen oder eintauchen? Wissenschaftskommunikation für die nächste Generation

 
Moderation:
Mareike Wilms, IFM-GEOMAR
 
SFB-ScienceTube – Schüler dokumentieren Wissenschaft
Dr. Joachim Dengg, IFM-GEOMAR
 
Wissenschaftsblogs - der lange Weg zum Leser
Lars Fischer, SciLogs
 
Second Life: Virtuelle Welten als Plattform für Wissenschaftsvermittlung
André Mersch, Hochschule Ostwestfalen-Lippe
 
Wissenschafts-Podcasts: Publikumserfolg mit einfachen Mitteln
Dr. Jens Kube, Welt der Physik/DESY

 

Session 2: Kooperationsprojekte zwischen Schule und Wissenschaft als Instrument der Wissenschaftskommunikation auf kommunaler und regionaler Ebene 
Moderation: Louise Baker-Schuster, Robert Bosch Stiftung
 
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Justus-Liebig-Universität Gießen
Matthias Mayer, Körber-Stiftung
Claudia Leuner-Haverich, Stadt Göttingen
Dr. Karl Sobotta, Forschungszentrum Jülich

 

Session 3: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Gentechnik, Stammzellen und Tierversuche: keine Themen für den Dialog mit der Öffentlichkeit? 
Moderation:
Sonja Jülich-Abbas, Rudolf-Virchow-Zentrum Würzburg/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin

Computer haben keinen Blutdruck

Prof. Dr. Detlev Ganten, Stiftung Charité
 
WeiterGen: Progressive Wissenschaftskommunikation durch Blogs am Beispiel Stammzellforschung und Grüne Gentechnik
Dr. Tobias Maier, WeiterGen – Blog bei ScienceBlogs.de
 
Schuldiskurs - Meinungsbildung statt Meinungsmache
Hannes Schlender, Helmholtz-Zentrum Berlin
Dr. Jo Schilling, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), Braunschweig
 
Die Bürgerkonferenz zur Stammzellenforschung
Prof. Dr. Peter Wiedemann, Forschungszentrum Jülich

 

10:00 – 10:30 Uhr
Pause

 

10:30 – 12:00 Uhr
Plenarvorträge: Aktuelle Trends in der Wissenschaftskommunikation
 
Moderation: Dr. Carsten Klein, Schering Stiftung
 
Nachhaltigkeit – von der Kür zur Pflicht Martina Gröschl, Österreichische Akademie der Wissenschaften
 
Unimpressed by Science
Dr. Helmut Jungwirth, Karl-Franzens-Universität Graz
    Trends in der Wissenschaftskommunikation – Auswirkungen der Wirtschafts- und Medienkrise
Alexander Gerber, Fraunhofer-Verbund/InnoVisions

 

12:00 – 13:00 Uhr
Pause

 

13:00 – 14:00 Uhr
Parallele Panorama-Vorträge

 

Panorama-Runde 1
 
Moderation: Charlotte Schulze, explo Heidelberg
 
Science Center Netzwerk – Theorie und PraxisDr. Barbara Streicher, Science Center Netzwerk
 
Talentsuche im Science CenterStefanie Schröder, Petri&Tiemann; Dr. Woflgang Hansch, experimenta Heilbronn
 
Das neue Science Center ExperiMINTa in Frankfurt a. M. Dr. Ulrich Bosler, Förderverein ExperiMINTa e.V.
 
Talente im Labor Klaus Rümmele, Karlsruher Institut für Technologie

 

Panorama-Runde 2
 
Moderation: Dr. Eva-Maria Streier, Deutsche Forschungsgemeinschaft
 
2WAYS – Two Way Communication in Life Sciences Dr. Herbert Münder, Wissenschaft im Dialog

Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt MünsterBernadette Spinnen, Münster Marketing

SpringerImages – Bilder aus der WissenschaftRenate Bayaz, Springer Science & Business Media

Studio – Bauhaus – Wissenschaft aus künstlerischer PerspektiveWolfram Höhne, Bauhaus-Universität Weimar

Klima und KulturJulia Rawlins, British Council

 

Panorama-Runde 3
 
Moderation: Malte Detlefsen, Schülerlabor-Netzwerk GenaU
  Science on Stage Europe – Bildungsentwicklung: buttom up statt top downStefanie Schlunk, Science on Stage Deutschland
 
Das neue G8 – Chance oder Rückschritt für die NaturwissenschaftenWilko Rauert, Rudolf-Virchow-Zentrum Würzburg/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin
 
Wissenschaft debattieren! Vorstellung eines ForschungsprojektsSandro Schott, Wissenschaft im Dialog
 
Science meets Parliament: Ein australisches Format in DeutschlandJosef Zens, Leibniz-Gemeinschaft
 
Das geisteswissenschaftliche Schülerlabor: Zur Zukunft eines Formats Dr. Yvonne Pauly, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

 

14:00 – 15:30 Uhr
Parallele Sessions

 

Session 1: Nichtwissenskommunkation

Moderation: Dr. Astrid Schwarz, Technische Universität Darmstadt

Zu viel des Guten: Zur Notwendigkeit der Nichtwissenskommunikation
Prof. Alfred Nordmann, Technische Universität Darmstadt

Die Kommunikation von unsicherem Wissen als (Selbst-) Darstellungsproblem
Prof. Nina Janich, Technische Universität Darmstadt
 
Lebenszyklusanalyse als Brennglas für Probleme des Nichtwissens
Prof. Liselotte Schebek, Technische Universität

 

Session 2: Science Graffiti   
Leitung: Sara Hossein, Science Center Netzwerk; Dr. Jeanette Müller, Politikwissenschaftlerin und Konzeptkünstlerin; Marcos Varela, Künstler

 

Podiumsdiskussion: Rolle der Akademien in der Wissenschaftskommunikation 
Moderation: Christoph Drösser, Die Zeit

Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
Prof. Dr. Günter Stock, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Volker ter Meulen, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

 

16:00 – 19:00 Uhr
Die Expedition geht weiter: Die Abschlussveranstaltung des Wissenschaftsjahres 2009/ Zehntes Jubiläum der Wissenschaftsjahre

 
Veranstaltungsort: Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG,
Französische Str. 33 a-c, 10117 Berlin

Programm und Organisation: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Moderation: Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Kopfball (ARD)

Die Forschungsexpedition Deutschland
Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Rückblick auf die vergangenen zehn Wissenschaftsjahre
Prof. Dr. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen und ehemaliger Vorsitzender des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog

Wünsche an Deutschland
Claudie Haigneré, Präsidentin der Cité des sciences et de l’industrie und des Palais de la découverte, Ministerin a. D., ehemalige Astronautin

Die Wissenschaft und ihre Wahrnehmung
Prof. Dr. phil. Ulrich Wengenroth, Professor für Geschichte der Technik an der Technischen Universität München

Alle Teilnehmer des 2. Forums Wissenschaftskommunikation sind herzlich eingeladen und erhalten vorab eine schriftliche Einladung. Um Anmeldung wird gebeten.

Es werden Bustransfers von der Jerusalemkirche zum Veranstaltungsort bereitgestellt.



 

Mittwoch, 02. Dezember 2009

 

09:00 – 10:30 Uhr
Plenarvorträge: Bildungsferne – Wissenschaftskommunikation für jedermann?
 
Moderation: Achim Englert, Phänomenta Flensburg
 
Physik für StraßenkinderDr. Elmar Breuer und Prof. Dr. Manuela Welzel-Breuer, Pädagogische Hochschule Heidelberg
 
Jugend in Aktion: Wissensshows für das Erlebniszentrum Naturgewalten SyltAnnette Hasselmann, impuls-Design
 
„DiNA on the Road“  – DNA Wanderausstellung mit Science Theatre für Kinder und Jugendliche
Dr. Carmen Schmid, Dialog Gentechnik

 

10:30 - 11:00 Uhr
Pause

 

11:00 – 13:00 Uhr
Perspektiven der Wissenschaftskommunikation
Fünf Thesen – Fünf Kommentare

Organisation: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Anerkennung für die Karriere des Wissenschaftlers erreichen
Thomas Gazlig, Leiter Kommunikation und Medien der Helmholtz-Gemeinschaft

Neue Medien für den Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft nutzen
Prof. Dr. Annette Leßmöllen, Professorin für Journalistik mit dem Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus an der Hochschule Darmstadt.

Nachhaltigkeit durch die Verbindung informeller und formeller Lernorte sichern
Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

Alle Schichten der Gesellschaft erreichen
Hildburg Kagerer, Schulleiterin der Ferdinand-Freiligrath-Schule, integrierte Haupt- und Realschule

Den Dialog über Forschungsergebnisse zum Dialog über Erkenntnisprozesse weiterentwickeln
Prof. Dr. Gerold Wefer, Vorsitzender des Lenkungsausschusses Wissenschaft im Dialog

Diskussionsgrundlage für diese fünf Thesen und fünf Kommentare
ist das Perspektivenpapier „Wissenschaft im öffentlichen Raum“,
das Wissenschaft im Dialog, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
und die Allianz der Wissenschaftsorganisationen im
November 2009 gemeinsam veröffentlicht haben.


Wissenschaft im Öffentlichen Raum
Zwischenbilanz und Perspektiven für das nächste Jahrzehnt

Die Wissenschaft trägt wesentlich zur Entwicklung von Gesellschaft
und Wirtschaft bei. Um die Zukunft des Landes zu gestalten und
die dafür nötigen Ressourcen sicherzustellen, müssen die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler aktiv den Dialog mit den
Bürgern suchen. Deshalb haben sich vor zehn Jahren die führenden
Wissenschaftsorganisationen zum offenen gesellschaftlichen Dialog
über Chancen und Potenziale, aber auch Risiken der Wissenschaften
bekannt. Seither wurde viel erreicht – dank des Engagements der
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ihrer Verbände und Institutionen,
aber auch der Politik, Wirtschaft und Medien. Den Erfolgen
stehen neue Herausforderungen gegenüber.

Die Wissenschaftsorganisationen wollen mit vereinten Kräften den
gesellschaftlichen Dialog weiter intensivieren. Sie wollen:

  • die Meinungsbildung in der Gesellschaft und die Entscheidungsfindung in der Politik aktiv mitgestalten,
  • allen Bürgerinnen und Bürgern ein eigenständiges und vorurteilsfreies Bild über ethische, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen wissenschaftlicher Erkenntnisse und Aktivitäten ermöglichen,
  • junge Menschen für eine Karriere in Wissenschaft und Forschung begeistern.

Was erreicht wurde
Seit Unterzeichnung des PUSH-Memorandums durch die deutschen
Wissenschaftsorganisationen im Mai 1999 haben die gemeinsamen
Anstrengungen sichtbare Veränderungen bewirkt.

  • Hochschulen und Institute haben Wissenschaftskommunikation als originäre institutionelle Aufgabe erkannt und stellen dafür in zunehmendem Maße finanzielle und personelle Ressourcen bereit.
  • Das Engagement für den Wissenschaftsdialog trägt heute positiv zur Reputation eines Wissenschaftlers bei. Die Bereitschaft der Wissenschaftler, sich der Öffentlichkeit zuzuwenden, ist deutlich gestiegen.
  • Die Wissenschaft hat neue interaktive Formate der Wissenschaftsvermittlung entwickelt und diese zielgruppenspezifisch eingesetzt.
  • Wissenschaft begegnet den Bürgern – wie Musik und Kunst – heute viel häufiger und selbstverständlicher als noch vor einem Jahrzehnt.
  • Die Berichterstattung über Wissenschaft in den Publikumsmedien hat stark zugenommen.
  • Wissenschaftsthemen sind auf der politischen Agenda nach oben gerückt.

Neue Herausforderungen
Nach einem Jahrzehnt steht der Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft
vor neuen Aufgaben und Akzentverschiebungen:

  • Er muss nicht nur Forschungsergebnisse sondern eher Erkenntnisprozesse in den Vordergrund rücken.
  • Er muss zielgerichtete Konzepte für die Ansprache bildungsbenachteiligter Gruppen entwickeln.
  • Er muss seine Dialogformate mit Schulen und anderen Lernorten besser verknüpfen.
  • Er muss neue Medien für die Kommunikationsstrategien und -formate stärker nutzen.
  • Er muss Kriterium bei der Beurteilung von Forschern in der wissenschaftlichen Karriere werden.
  • Er muss von den Wissenschaftsorganisationen und ihre Partnerngemeinsam geführt werden, um politische und gesellschaftliche Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse mit starker Stimme mitzugestalten.

Vom Dialog über Forschungsergebnisse zum Dialog über
Erkenntnisprozesse
Wissenschaftskommunikation konzentriert sich bislang vor allem auf
die Vermittlung von Forschungsergebnissen. Wie diese entstehen,
welche sozialen, ethischen oder wissenschaftspolitischen Fragen die
Forschung aufwirft, welche Chancen und Risiken Forschung mit sich
bringt und welchen Beitrag sie zur Lösung konkreter wirtschaftlicher
und gesellschaftlicher Probleme leisten oder auch nicht leisten kann,
steht bislang nicht im Zentrum des Dialogs. Die Träger der Initiative
werden das Verständnis für Erkenntnisprozesse zukünftig verstärkt in
den Vordergrund rücken. So wird eine Diskussion über Wissenschaft
möglich, die von Sachkunde und Ernsthaftigkeit und nicht so sehr von
Vorurteilen oder Angst geprägt ist. Nur so kann es gelingen, eine noch
breitere gesellschaftliche Unterstützung für die Forschung und ihre
Institutionen zu sichern.

Alle Schichten der Gesellschaft erreichen
Die etablierten Formate des Wissenschaftsdialogs erreichen vor allem
Kinder, Schüler und Jugendliche aus gebildeten Elternhäusern, die bereits
Interesse an wissenschaftlichen Themen mitbringen. Bildungsbenachteiligte
Schichten zielgerichtet anzusprechen und an akademische
Bildung heranzuführen, wird die zentrale Herausforderung
für die Zukunft sein. Die Träger der Initiative wollen dafür gemeinsam
geeignete Partner finden und neue Formate entwickeln und erproben.
Ziel muss es sein, alle Menschen an Wissenschaft und Forschung zu
beteiligen und Kindern und Jugendlichen berufliche Chancen durch
eine wissenschaftliche oder technische Ausbildung aufzuzeigen.

Kräfte bündeln:
Verknüpfung von informellen und formellen Lernorten
Wissenschaft, Politik, Unternehmen und Stiftungen haben bereits
vielfältige Formate des Wissenschaftsdialogs für Kinder, Schüler und
Erwachsene entwickelt. Ziel muss es nun sein, flächendeckende Kooperationen
mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu
schaffen und die informellen Bildungsangebote der Wissenschaftsorganisationen mit den Angeboten im formalen Ausbildungssystem zu verknüpfen. Die Träger der Initiative werden den Dialog mit den Kultusbehörden der Länder aufnehmen, um solche Kooperationen zu
stärken.

Neue Medien für innovative Formate nutzen
Das Internet hat Prozesse der Wissens- und Meinungsbildung revolutioniert.
Die Entwicklung neuer sozialer Netzwerkstrukturen und individualisierter
Informations- und Bildungspfade durch das Internet
gilt es auch in der Wissenschaftskommunikation aufzugreifen und in
innovative Dialogformate zu überführen. Die Träger der Initiative werden
die neuen Medien aktiv und Standard setzend für die öffentliche
Diskussion von Forschungsergebnissen sowie Erkenntnisprozessen
und den weltweiten offenen Zugang zu Wissen nutzen.

Anerkennung für die Karriere
Das Engagement von Wissenschaftlern in der Wissenschaftskommunikation
findet zunehmend Anerkennung. Inzwischen tragen Erfolge
in der Wissenschaftskommunikation zum Ansehen eines Wissenschaftlers
bei. Das Engagement bleibt meistens jedoch ohne positive
Folgen für die Karriere. Dieses Ziel des PUSH-Memorandums von 1999
ist bisher nicht erreicht worden. Da der Dialog mit der Öffentlichkeit
zu den selbstverständlichen Aufgaben eines Wissenschaftlers gehört,
müssen seine Leistungen in der Wissenschaftskommunikation ein
Beurteilungskriterium in allen Förder-, Evaluierungs- und Berufungsverfahren
werden.

Der Wert gemeinsamen Handelns
Die Träger der Initiative sind sich des Wertes eines gemeinsamen Vorgehens
bewusst. Nur gemeinsam können die Wissenschaftsorganisationen
und ihre Partner forschungspolitische Weichenstellungen
frühzeitig, aktiv und konstruktiv mitgestalten. Dies gilt umso mehr,
als sich die Wissenschaft und ihre Institutionen zunehmend differenzieren.
Sie können daher nur gemeinsam mit Aussicht auf Erfolg
den Dialog mit der Gesellschaft und den politischen Entscheidungsträgern
suchen. Politische und gesellschaftliche Meinungsbildungsund
Entscheidungsprozesse brauchen mehr denn je eine starke und
wahrnehmbare Stimme der Wissenschaft.

 

13:00 Uhr
Verabschiedung der Teilnehmer

 

Partner

      

   

   

Kontakt

Maria Kolbert 
Tel.: 030-20 62 295-65
Fax: 030-20 62 295-15
Maria Kolbert
Charlottenstraße 80
10117 Berlin

Was Wann Wo

Forum Wissenschafts- kommunikation 2009
30.11. - 02.12.2009, Berlin

Veranstaltungsort
Tagungszentrum Jerusalem-
kirche Berlin
Lindenstraße 85
10969 Berlin

Anfahrtsskizze

 
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