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Forum Wissenschaftskommunikation
30.11. - 02.12.2009 in Berlin

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Montag, 30.11.2009

 
Satellitenprogramm: Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof

Wie man ein Aushängeschild werden kann
Der Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof  ist ein Spitzenstandort. Bloß: Außer in eingeweihten Kreisen der Wissenschaft drang diese Kunde kaum über die Stadtgrenze Berlins hinaus. Parallel zu den Investitionen in Architektur und moderne Infrastruktur gab es eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit, die den Standort gezielt vermarktet. Bei einer Tour über das Gelände erläutert Dr. Peter Strunk, Bereichsleiter Kommunikation der Betreibergesellschaft WISTA MANAGEMENT GmbH, wie es schließlich gelang, die Medien von Adlershof  zu überzeugen – und wie es gelang, die Standortpartner von seiner Medienarbeit zu überzeugen.

 
Satellitenprogramm: Museum für Naturkunde

Museum für Naturkunde
Mit über 30 Millionen Sammlungsobjekten und einem öffentlichen Museum mit 6.600 qm Ausstellungsfläche ist das Museum für Naturkunde Berlin das größte deutsche Naturkundemuseum und eines der fünf größten weltweit. Die Vermittlung von Wissenschaft und Forschung an die Öffentlichkeit hat für das Museum hohe Priorität. Wechselnde Ausstellungen, bei denen auch immer wieder neue Ausstellungskonzepte erprobt werden, vielfältige museumspädagogischen Programme, ein von Wissenschaftlern betreutes Schülerlabor sowie Veranstaltungen, die eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst schaffen, sind nur einige Beispiele dafür, wie das Museum Wissenschaft für Besucher erfahrbar macht und transparent gestaltet. Wir stellen Ihnen einige dieser Projekte vor und laden Sie im Vorfeld des Forums Wissenschaftskommunikation ein, das Museum kennenzulernen.

 
Satellitenprogramm: Explorer Café

Explorer Café
Unter dem Motto „Was bewegt uns?“ und „Was wollen wir bewegen?“ bietet diese Veranstaltung Raum und Zeit, um mit Kollegen und Kolleginnen vertieft über essenzielle Fragen der Wissenschaftskommunikation zu reflektieren, die sonst oft zu kurz kommen. In Form eines World Cafés laden wir die Teilnehmer ein, anhand von Leitfragen in kleinen Kaffeehausrunden zu diskutieren. Durch den mehrmaligen Wechsel zwischen den Tischen mit beschreibbaren Tischtüchern werden Ideen weitergetragen und verstärkt, so dass ein Spektrum an kreativen Beiträgen entsteht. Im anschließenden Plenum werden die Ergebnisse der Tischrunden zusammengetragen und sichtbar gemacht.
 
Moderation:
Barbara Streicher, Science Center Netzwerk
Petra Wagner-Luptacik, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

 
Eröffnungsvortrag

Alles was zählt – das Jahr der Mathematik und wie die Mathematiker weiterzählen
 
Referent: Prof. Günter M. Ziegler, Technische Universität Berlin
 
Das Jahr der Mathematik wurde von Politik, Medien und Öffentlichkeit als sehr erfolgreich eingestuft. Doch was nun, da das Jahr vorbei ist? Über erfolgreiche Initiativen, die auch in Zukunft weiter gehen, und über neue Formate, die an den Erfolg anknüpfen könnten - darüber berichtet Prof. Günter M. Ziegler, Mit-Initiator des Jahres der Mathematik und Communicator-Preisträger 2008.

 
Plenarvortrag

„Stadt der Wissenschaft“ als Impuls für nachhaltige Netzwerkarbeit in deutschen Wissensstandorten
  
Referent: Clas Meyer, Fachhochschule Osnabrück
 
Seit einigen Jahren hat das Thema „Wissen und Stadt“ einen sehr hohen Stellenwert für die Positionierung im internationalen Standortwettbewerb. Zukunftsweisende Konzepte und erfolgreiche Vernetzung der Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt sind aktuelle Herausforderungen der Stadtpolitik.  Der Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft“ ist ein wichtiger Impuls, um die nötigen Wissensnetzwerke zu etablieren und städtische Potenziale optimal auszuschöpfen. Erste Ergebnisse der Wettbewerbsevaluation liefern Einblicke in städtische Netzwerkbildung sowie umfassende Synergieeffekte.

 
Plenarvortrag

Perspektive Life Science Center Berlin-Buch: Leitbild und Kommunikationsplattform einer vernetzten Wissenschafts- und Gesundheitsregion
 
Referent: Dr. Ulrich Scheller, Management GmbH Campus Berlin Buch
 
Berlin-Buch ist einer der modernsten Gesundheitsstandorte Europas mit Spitzenforschung, Kliniken, Biotechs und namhaften Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung. Die Bucher Akteure vernetzen sich in vielfältigen Projekten, z. B. durch ein Regionalmanagement, die InnoRegio-Initiative des BMBF und Aktivitäten zur Errichtung eines Life Science Centers (LSC). Als Kommunikationsplattform und Magnet für Wissenschafts- Gesundheits- und Bildungstourismus steht das Ausstellungskonzept des LSC für den deutschlandweit einmaligen Themenkomplex Mensch-Körper-Lebens-wissenschaft-Zukunftsmedizin. Über 100 interaktive Exponate, zehn Mitmachlabore sowie ein 3D-Kino sollen ab 2012 jährlich über 270.000 Besucher, darunter 90.000 Schüler, anlocken.

 
Plenarvortrag

Dem Ozean auf den Grund gehen! – Wie das Meer an Land kommuniziert wird
 
Autoren: Albert Gerdes, Martina Pätzold, Frank Schmieder, Gerold Wefer, MARUM – Center for Marine Environmental Research
Referenten: Albert Gerdes und Martina Pätzold, MARUM – Center for Marine Environmental Research
 
Die Ozeane, insbesondere die Meeresböden, bilden ein faszinierendes Forschungsfeld. Im Vortrag „Dem Ozean auf den Grund gehen! – Wie das Meer an Land kommuniziert wird“ werden beispielhaft einige Kooperationen und Netzwerke der MARUM –Öffentlichkeitsarbeit mit Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt. Im Gespräch mit dem Plenum werden Zielgruppenkonzepte auf den Prüfstand gestellt sowie Herausforderungen, Chancen und zukünftige Handlungsfelder solcher Kooperationen diskutiert.

 
Session

Wie viel Tiefe ist möglich, wie viel Popularisierung nötig? Wissenschaft in den Medien

Moderation: Ole Hagemann, Journalist

Immer mehr Leser, Zuschauer und Nutzer streben nach Wissen. Die Nachfrage steigt. Und die Medien bedienen diese mit immer neuen Formaten. Die Bandbreite der Angebote ist vielfältig: Vom kritischen Begleitmedien über populäre Wissens-Zeitschriften bis zur abendlichen Unterhaltungsshow – Hauptsache, es gibt was zu gucken, klicken oder lesen. Welche Rolle spielen die Medien für die Wissenschaftskommunikation? In den Medien „boomt“ dieser neue Bereich unter dem Schlagwort „Wissen“. Ein Bereich von dem vor allem die Wissenschaft profitiert, denn mit der gestiegenen medialen Nachfrage rückt auch sie immer mehr in das Licht der Öffentlichkeit. Die Anfragen von Journalisten an Wissenschaftler häufen sich – doch treffen diese Anfragen auf Gesprächspartner, die zwischen „Elfenbeinturm“ und „Public Understanding of Science“ schwanken. Unsicher ist: wie viel Wissenschaft eigentlich in „Wissen“ steckt und wie viel Journalismus im Bereich „Wissen“ stattfindet.

Referenten:
 
„Grenzgänger: Bloggende Wissenschaftler zwischen Labor und Öffentlichkeit“

Marc Scheloske, ScienceBlogs.de
 
„Die Forschungsverklärer: Wie kritisch dürfen Wissenschaftsjournalisten sein?“
Jan Schweitzer, Zeit Wissen
 
Hendrik Hey, Moderator und Produzent
 
Hans-Hermann Sprado, P.M. Gruppe

 
Session

Wie man Wissen in der Krise kommuniziert
 
Moderation: Volker Stollorz, freier Wissenschaftsjournalist
 
Jedes Vertrauen in Expertise weist Bruchstellen auf. Erst im Ernstfall zeigt sich, wer schnell und verlässlich zu kommunizieren versteht. Was sagen, wenn neue Seuchen wie die Schweinegrippe verunsichern, das Wissen der Wissenschaft aber noch nicht eindeutig ist? Welche Regeln der Kommunikation greifen, wenn Forschung ethische Kontroversen entfacht? Wie entsteht Vertrauen in ein Frühwarnsystem, dem noch niemand vertraut? Die Session diskutiert Werkstattberichte aus der Krisenkommunikation.
 
Referenten:
 
Wissenschaft, Politik und Medien im Wechselspiel. Ein Werkstattbericht am Beispiel der Stammzelldebatte
Dr. Eva-Maria Streier, Deutsche Forschungsgemeinschaft
 
Sind wir gefährdet? Über die Arbeit als Pressesprecherin eines Bundesinstituts auf dem Gebiet des Gesundheitsschutzes
Susanne Glasmacher, Robert Koch-Institut
 
Fakten, Fakes and Figures: Risiko- und Krisenkommunikation am Beispiel des Tsunami-Frühwarnsystems GITEWS
Franz Ossing, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

 
Session

Wie wird Wissenschaftskommunikation evaluiert?
 
Moderation: Dr. Herbert Münder, Wissenschaft im Dialog
 
Es gibt eine steigende Zahl von Initiativen, Kampagnen und Projekten, um Wissenschaft publik und populär zu machen. Diese sind in der jüngeren Vergangenheit vermehrt zum Gegenstand empirischer Untersuchungen geworden. Besonders interessiert dabei die Wirksamkeit der Formate: Erfahren die Besucher/Teilnehmer einen Wissenszuwachs? Steigt ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen? Die Session stellt drei Forschungsprojekte mit unterschiedlichem Fokus vor. Untersucht wird darin unter anderem: Wie bewerten Lehrer die Angebote in Science Centern? Wie kommunizieren wissenschaftliche Einrichtungen via Internet? Wie arbeiten Förderprojekte zur Steigerung des technisch-naturwissenschaftlichem Interesses bei Jugendlichen?
 
Referenten:
 
Modellprojekte zur Technikvermittlung in Deutschland: Zwischen Frustration und Hoffnung
Dr. Uwe Pfenning, Universität Stuttgart
 
Wissenschaft kommuniziert – Evaluation öffentlicher Aufmerksamkeits-strategien
Prof. Dr. Beatrice Dernbach und Pia Schreiber, Hochschule Bremen
 
Außerschulischer Bildungsort Science Center: Die Sichtweise von Lehrerinnen und Lehrern
Dr. Sören Asmussen, Leuphana Universität Lüneburg

 
Science Show

Heckers Hexenküche – Experimente zum Nach- und Mitmachen
 
Präsentiert von: Joachim Hecker, WDR
 
Joachim Hecker zeigt so einfache wie verblüffende Experimente, die jeder zu Hause ausprobieren kann. Er macht Lust auf Wissen und auf Wissenschaft, denn die kann – wenn sie richtig betrieben wird – sehr viel Spaß machen. Und sie ist alles andere als trocken, weil sie alle Sinne anspricht. In der Wissenschaft kann, darf, ja muss man Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und vor allem: Fühlen. Denn wer etwas verstehen möchte, der sollte es im wahrsten Sinne des Wortes auch „begreifen“ können.

 
Science Show

Warm, wärmer, heiß – die Klimashow
 
Präsentiert von: Marcus Weber, Physikanten & Co.
 
Ohne mahnend erhobenen Zeigefinger erfahren die Zuschauer auf unterhaltsam-informative Weise Zusammenhänge und Hintergründe des bedeutsamen Zukunftsthemas Klima. Die Physikanten zeigen in spektakulären Experimenten, was CO2 ist und wieso es immer wärmer wird. Dazu gehören auch Ideen, wie nur die Physikanten sie haben – eine platzende Wärmflasche und verschwindendes Styropor.

 
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