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Forum Wissenschaftskommunikation
06.12. - 08.12.2011 in Köln

Abstracts

Zum Programm

 

Dienstag, 06.12.2011

 
Satellitenprogramm 1

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln stellt sich im Rahmen einer circa zweistündigen wissenschaftlichen Informationsveranstaltung vor. Nach einer kurzen allgemeinen Übersicht präsentieren die DLR-Gästeführer zwei ausgewählte DLR-Institute bzw. -Einrichtungen.
 
10.00 Uhr: Abfahrt Bus ab Gürzenich
10.30 Uhr: Ankunft DLR
10.45 Uhr: Begrüßung
11.00 Uhr: Luft- und Raumfahrtmedizin (Besichtigung) oder Kontrollraum der Asteroidenmission Rosetta (Besichtigung)
12.00 Uhr: Europäisches Astronautenzentrum EAC (Besichtigung)
13.00 Uhr: Mittagessen, DLR-Kantine (Selbstzahler)
13.45 Uhr: Abfahrt Bus ab DLR
14.15 Uhr: Ankunft Bus Gürzenich

 
Satellitenprogramm 2

Odysseum Köln

Im Odysseum Köln entdecken Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene Wissen spielend – ganz nebenbei und ohne erhobenen Zeigefinger. Ist dies überhaupt möglich oder schließen sich Lernen und Spaß haben generell aus? Diesen Gedanken geht der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft des Odysseum, Thomas Puy-Brill, auf den Grund. Im Anschluss daran können die Teilnehmer den Abenteuer-Wissenspark und dessen Erlebnispädagogischen Ansatz bei einer etwa zweistündigen, interaktiven Führung selbst erleben.
 
Das Odysseum Köln ist ein riesiger Abenteuer-Wissenspark. Auf 5.500 Quadratmetern Experimentierfläche können die Besucher in fünf aufwendig gestalteten Themenwelten (Leben, Erde, Cyberspace, Mensch, Kinderstadt) sowie der Galerie der Welt und dem Außen-Erlebnisbereich selbst zum Abenteurer und Entdecker werden. An 200 Erlebnisstationen für unterschiedliche Altersstufen geht es auf eine spannende und abwechslungsreiche Forschungsreise von der Entstehung des Lebens über faszinierende Technik bis zu komplexen Phänomenen wie Globalisierung und Klimawandel. Das interaktive Abenteuer steht dabei im Mittelpunkt: Anfassen, Erleben, selbst Gestalten und Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.

10.30 Uhr Treffpunkt am Haupteingang
Begrüßung durch Thomas Puy-Brill, Geschäftsführer Odysseum
11.00 Uhr interaktive Führung durch den Wissenspark
13.00 Uhr Mittagessen, anschließend selbsständige Fahrt zum Gürzenich

 
Eröffnungsvortrag

Fukushima - Berichterstattung einer Katastrophe - Katastrophe einer Berichterstattung?

Referent: Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist und Moderator

 
Plenarvortrag - Einführungsvortrag

Politik: Erwartungen und Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation

Referentin: Dr. Susanna Schmidt, Leiterin der Abteilung Strategien und Grundsatzfragen im Bundesministerium für Bildung und Forschung


(Forschungs-)Politik hat eine Bringschuld gegenüber der Gesellschaft. Daher muss Politik auf die Bürgerinnen und Bürger zugehen und den Dialog suchen, um Forschungsinhalte zu vermitteln. Kommunikation und Dialog von Beginn an muss das Ziel sein, wenn es um Entscheidungen für Zukunftstechnologien geht. Die Politik ist also selbst Akteur auf dem Gebiet der Wissenschaftskommunikation. Das BMBF nimmt diese Verantwortung mit verschiedenen Aktivitäten wahr: allem voran den Wissenschaftsjahren und den Bürgerdialogen. Die Wissenschaftsjahre stellen ein zukunftsrelevantes Thema in den Mittelpunkt und organisieren zu diesem Thema vielfältige Informationen und Veranstaltungen. Mit den Bürgerdialogen schafft das BMBF ein Forum, in dem Bürger untereinander sowie mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren.

Damit Wissenschaftskommunikation gelingen kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Wissenschaft und Forschung sollten fest zum Kanon der schulischen Bildung gehören. Wissenschaftskommunikation ist gleichzeitig darauf angewiesen, dass Forscherinnen und Forscher sich aktiv einbringen. Für die Zukunft stehen zwei wesentliche Fragen im Fokus. Erstens: Wie kann es gelingen, Wissenschaftskommunikation nachhaltig zu verankern? Das heißt. Es muss mehr dabei herauskommen als ein Museumsbesuch pro Schulklasse, eine Nacht der Wissenschaften in den Städten, eine Projektwoche. Zweitens: Wie kann das diskursive Moment gestärkt werden? Wissenschaft darf nicht nur erklärt werden, sondern mögliche Auswirkungen müssen früher diskutiert, Grenzen und demokratische Spielregeln müssen im Diskurs ausgelotet werden.

 
Plenarvortrag - Einführungsvortrag

Gesellschaft: Erwartungen und Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation

Referent: Jens Radü, SPIEGEL Online

 

Journalisten mögen einfache Thesen, also: Wissenschaft soll für Erkenntnisse sorgen. Journalismus soll Öffentlichkeit herstellen. Also muss Journalismus auch Öffentlichkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse herstellen. Aber: nur für relevante Erkenntnisse? Und sind Erkenntnisse zu Handystrahlung relevanter als die Suche nach dem Higgs-Boson? Mit anderen Worten: Hat die Wissenschaft Anspruch auf Öffentlichkeit und der Journalismus die Pflicht zur Veröffentlichung? In unserem politischen System ist der Journalismus als „vierte Gewalt“ eine Kontrollinstanz, die die Akteure, Abläufe und Entscheidungen kritisch begleiten und hinterfragen soll. Ist die gleiche Rolle auch im Wissenschafts-System denkbar? Braucht also das wissenschaftliche System einen ähnlichen Wachhund wie das politische System, weil hier wie dort öffentliche Mittel verwaltet werden? Und reichen 140 Zeichen, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu transportieren? Sie merken schon, Journalisten mögen nicht nur einfache Thesen, sondern auch Fragen.

 
Plenarvortrag - Einführungsvortrag

Wissenschaft: Erwartungen und Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation

Referent: Prof. Dr. Ferdi Schüth, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

 
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