Von Michael Geffert
Als Akteur bei Kinderveranstaltungen muss man ein sensibles Gefühl für sein Publikum entwickeln. Beobachten Sie die Reaktionen der Kinder und handeln Sie entsprechend. Weichen Sie notfalls von Ihrem Konzept ab und lockern Sie die Veranstaltung auf.
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Kinder im Grundschulalter interessieren sich in besonderem Maße für Astronomie. Wer einmal in einem vierten Schuljahr Astronomieunterricht gegeben hat, weiß, dass Kinder viele Fragen haben. Das Grundschulalter ist für den Besuch eines Wissenschaftlers in der Schule optimal. Das betrifft neben der Astronomie auch andere Naturwissenschaften wie Biologie, Chemie und Physik.
Die Arbeit mit Grundschulkindern macht Spaß! Kinder haben oft eine sehr direkte Art, an Wissenschaften heranzugehen. Von ihnen kann man lernen, wie wichtig unvoreingenommene Fragen sind. Da Kinder die Forscher von morgen sind, ist es wichtig, sie möglichst früh mit der Wissenschaft in Berührung zu bringen. Nicht zuletzt der große Erfolg der Kinderuniversitäten und Schülerlabore zeigt das enorme Interesse der Kinder an der Wissenschaft.
Bei Jugendlichen geht der Enthusiasmus für die Wissenschaft vielfach verloren. Dann sind es oft die „Spezialisten“, die sich weiter mit der Astronomie beschäftigen. An Schulen gibt es dann häufig Astronomiekurse, für die man dann schon ein anspruchsvolles Programm gestalten kann. Auch hier gäbe es eine gute Verbindung zu Wissenschaftlern an den Universitäten.
Dieser Beitrag ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Artikel „Sonne, Mond und Sterne für alle“, Handbuch „Wissenschaft kommunizieren“, E 14.3, Raabe Verlag.
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Redaktion WiD: mba
Michael Geffert arbeitet als Astronom am Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn. Zu seinen Aufgabenbereichen zählt die Betreuung von Schüler- und Studentenpraktika und die Öffentlichkeitsarbeit. Daneben koordinierte er die deutschen Aktivitäten zum Internationalen Astronomiejahr 2009.