
Das Projekt „Hereinspaziert - Biomedizinische Forschung XXL“ vom Rudolf-Virchow-Zentrum an der Universität Würzburg wurde von den Besuchern des Leipziger Wissenschaftssommers zum Sieger des Wettbewerbs „Wissenschaft interaktiv – Publikumspreis des Stifterverbandes“ gewählt. Der von Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgeschriebene Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird vergeben für eine besonders anschaulich gestaltete Vermittlung von Wissenschaften für ein Laienpublikum.
Drei Projekte hatten es nach einer ersten Juryauswahl aus insgesamt 16 Bewerbungen ins Finale nach Leipzig geschafft. Die Teams stellten ihr Projekt auf dem Wissenschaftssommer 2008 aus. Dort haben mehr als 1000 Leipzigerinnen und Leipziger ihre Stimme abgegeben und das Projekt aus Würzburg zum Sieger gekürt.
Mit dem Exponat einer begehbaren Riesenarterie konnten die jungen Wissenschaftlerinnen das Publikum überzeugen und so die wichtigen Punkte bei der Abstimmung holen. In der Riesenarterie können Besucher sich erklären lassen, wie in Arterien Blutgerinnsel bekämpft werden. Eine 3-D-Präsenation veranschaulicht außerdem, wie Medikamente gegen Tuberkulose beschaffen sein müssen, um optimal zu wirken. „Wir sind überwältigt von dem großen Zuschauerandrang hier auf dem Wissenschaftssommer und freuen uns sehr, dass sich der Aufwand gelohnt hat“, so Sonja Jülich, die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Virchow-Zentrum.

Zwei weitere Finalisten haben ihre Projekte auf dem Wissenschaftssommer präsentiert und lagen bei der Abstimmung dicht auf. Wer unter Weltraumbedingungen experimentieren wollte, musste nicht gleich ins All fliegen: Der Schwerelosigkeitsdemonstrator der Universität Bremen holte das Phänomen Mikrogravitation mit einem Trampolin auf die Erde. Wer mochte, ließ sich von dem Bremer Team mit einem Beschleunigungssensor ausstatten, sprang Trampolin und lernte dabei etwas über den Zusammenhang von Trägheit und Gravitation.

Die TU Dresden hat die Besucher des Wissenschaftssommers mit auf eine Reise in den Wald der Zukunft genommen. Das Dresdner Team machte deutlich, dass der Klimawandel im Wald besonders sichtbar wird. Nicht jeder Baum verträgt, was ihm vom Klima heutzutage abverlangt wird. Deshalb werden Wälder gestaltet. Welche Arten dort stehen und was ein Wald leisten soll, wird von A bis Z geplant.

Christian Kleinert
Tel.: 030-20 62 295-30
Fax: 030-20 62 295-15
Christian Kleinert
Charlottenstraße 80
10117 Berlin