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Freitags nach Eins ...

09. Dezember 2016

  • Erstellt von Nico Dannenberger
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  • A Wissenschaftskommunikation
Foto: Pixabay, CC0 Array

Foto: Pixabay, CC0

Aktuelle Beiträge, spannende Fundstücke aus der digitalen Welt, ein Blick in die internationale Wissenschaftskommunikation und eine kleine Frage zum (Nach-)Denken – jetzt im Blog. Freitags nach Eins macht jeder… Wissenschaftskommunikation.

Weltaidstag

Rote Schleifchen am 1. Dezember – das Symbol des Weltaidstags. Auch dieses Jahr gab es rund um den Tag eine Vielzahl an Berichten und Kampagnen. Lars Fischer schreibt dazu in seinem Blog sciblog über die Versuche, die richtigen Impfungen gegen Aids zu entwickeln – und die damit einhergehenden Schwierigkeiten und Gefahren. Zudem kam im Vorfeld dieses Jahres eine bemerkenswerte Studie der University of Arizona heraus. Der Stern und der Spiegel griffen die Nachricht auf, demnach die Forscher herausgefunden haben, dass HIV schon Anfang der 70er über die Karibik in die USA kam und nicht wie bislang vermutet durch den kanadischen Flugbegleiter Gaétan Dugas – besser bekannt als „Patient 0“. 

Netzfang

Zocken gegen Alzheimer: Mit dem Handyspiel Sea Hero Quest von der Deutschen Telekom in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Wissenschaft kann man als Entdecker auf hoher See mit seinem Schiffchen viel erleben. Die App wurde von Neurologen mitentwickelt, die über die Orientierung im Spiel Daten sammeln, die für die Alzheimerforschung direkt genutzt werden können. Das macht das Spiel zur größten Demenzstudie aller Zeiten und eine ganz neue Art Forschungsdaten zu erheben. 

Wie bitte, denken Sie? Diese einfache Frage kann mitunter in komplizierten Antworten münden. Genau das macht das Interviewformat von FormA unter dem gleichlautenden Titel. Eine Synthese aus Fotos und Interviews mit Wissenschaftlern will das Denken erfahrbar machen und für intellektuelle Entdeckungsfahrten begeistern. Wir hoffen auf noch mehr Interviews von FormA zu dieser schönen Frage!

Gifs sind momentan schwer angesagt. Davon scheint auch die NASA überzeugt zu sein, die bei Giphy einen eigenen Kanal eingerichtet hat und zum Beispiel Bilder vom Saturn als GIF nun anbietet. 462 mal Bilder mit Weltraumbezug und das ist wohl erst der Anfang…

 

via GIPHY

#Scicom

„Don’t use vague generalizations“ ist eine der neun goldenen Regeln, um Wissenschaft zu kommunizieren, sagt die American Geophysical Union. Dazu veröffentlicht sie gleich auch noch eine Liste mit Wörtern mit unterschiedlicher Bedeutung im wissenschaftlichen und allgemeinen Sprachgebrauch. Nicht nur für Geophysiker zu empfehlen!

Kopf an!

Heute wurde bekanntgegeben, dass „postfaktisch“ zum Wort des Jahres 2016 gewählt wurde ist. In der Wissenschaftskommunikation wird der Begriff auch schon eine ganze Weile diskutiert. Der Konfliktforscher Andreas Zick meint beim Forum Wissenschaftskommunikation: „Postfaktisch ist ein falscher Begriff, es geht um Verzerrung.“ Andrea Schaffar findet in einem Blogartikel „Wir leben in keinem postfaktischen Zeitalter. Wir waren niemals in einem faktischen. Das nicht-faktische wird inzwischen einfach sichtbarer“. 

Hannes Schlender stellt in seinem Blogartikel auf der neuen Seite wissenschaftskommunikation.de fest: „Die zunehmende Komplexität der Welt, die Sehnsucht nach Vereinfachung, das Internet mit seinen vielen Möglichkeiten, sich in der passenden Informationsblase abzuschotten – all das sind natürlich Elemente, die es Fakten nicht unbedingt leichter machen, sich ihren Weg zu den Menschen zu bahnen. Aber die Wissenschaftskommunikation sollte sich fragen, wo es bei ihr selbst hakt.“

Unabhängig wie man die Phänomene nun benennt: Die Wissenschaftskommunikation hat daher umso mehr Verantwortung und steht mehr und mehr vor einer großen Aufgabe.  


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