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Freitags nach Eins ...

13. Januar 2017

  • Erstellt von Artur Krutsch
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Foto: Pixabay, CC0 Array

Foto: Pixabay, CC0

Aktuelle Beiträge, spannende Fundstücke aus der digitalen Welt, ein Blick in die internationale Wissenschaftskommunikation und eine kleine Frage zum (Nach-)Denken – jetzt im Blog. Freitags nach Eins macht jeder … Wissenschaftskommunikation.

Mit guten Fakten ins neue Jahr

Am Jahresanfang geht der verkaterte Blick zurück und wir wundern uns ein letztes Mal: Was war das nur für 1 postfaktisches Jahr? Aber genug gejammert, nach einem ordentlichen Faktenfrühstück schreiten wir voller Tatendrang ins nächste Jahr. Wir schärfen unsere Urteilskräfte, betreiben „Gatereporting“, sprechen Klartext und rufen „Fakt You!“. In diesem Sinne werden wir auch 2017 jeden 2. Freitag nach Eins in die Welt der Wissenschafts- (und Fakten-) kommunikation blicken.

Netzfang

Seit 1984 zieht der Chaos Communication Congress zwischen Weihnachten und Neujahr nicht nur Hacker an. Beim #33C3 sprachen Nicolas Wöhrl, Daniel Meßner und Martin Rützler über Wissenschaftspodcasting und luden das Publikum zum Wisspod-Quiz

Dank eines Stipendiums konnte der im Jemen geborene Hashem Al-Ghaili in Bremen Molekularbiologie studieren. Und nebenher begann er wissenschaftliche Fotos und Videos auf Facebook zu posten, die so gut ankamen, dass innerhalb kürzester Zeit die Zahl seine Follower auf unfassbare 6.8 Millionen stieg. Das sind mehr als bei Angela Merkel und Til Schweiger zusammen!

Im Südwesten Floridas wird das Nest eines Weißkopfseeadlerpärchens 24/7 gefilmt und live auf YouTube übertragen. Inzwischen sind die Küken geschlüpft und ganz hungrig auf Fisch. Unter swfleaglecam.com könnt ihr mit Experten und Adlerfans chatten.

#scicomm

35.6% aller Paper zum Thema Naturschutz und Biodiversität sind nicht auf Englisch verfasst, fand eine Studie kürzlich raus und das Smithonian Mag zeigt, dass es in der Wissenschaft noch immer eine Sprachbarriere gibt und welche Folgen das haben kann. 8165 Mal wurde das laut Altmetric meistdiskutierte Paper 2016 retweetet. Der Autor: Barack Obama. 1780, genauer am 26. Dezember, wurde die Astronomin und Mathematikerin Mary Somerville geboren. Warum sie nicht nur eine Pionierin in der Wissenschaft, sondern auch in der Wissenschaftskommunikation war, zeigt Brigitte Nerlich auf dem Blog der University of Nottingham.

Kopf an

Wird Wissenschaft einfach erklärt, führt es dazu, dass Laien die Aussagen von Experten ignorieren und ihr eigenes Wissen überschätzen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Münster, von der Times Higher Education berichtet und die in der englischsprachigen Wisskomm-Szene für Irritationen sorgt und heiß diskutiert wird.

Ist das auch eure Erfahrung und es begegnen euch viele selbsternannte Experten? Muss man eingestehen, dass man Wissenschaft nicht immer vereinfachen darf? Was bedeutet das für die Wissenschaftskommuniktation?

As I've previously complained elsewhere, it's all well and fine to make theoretical physics look super-simple, except...

Posted by Sabine Hossenfelder on Mittwoch, 4. Januar 2017

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