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Programme

11th Forum Wissenschaftskommunikation 2018

The 11th Forum Wissenschaftskommunikation takes place from 7 to 9 November 2018 in the main building of the University of Bonn. The thematic focus this year is “scientists in the focus of science communication”.

Please note: The conference language of the 11th Forum Wissenschaftskommunikation is mainly German. Only those sessions and project presentations that have an English description will be held in English. The full programme is available in German only. 

The programme flyer (pdf, 3,7 MB)

The programme with the abstracs (pdf, 1 MB)

The registration for the 11th Forum Wissenschaftskommunikation in Bonn is closed. Please note that on-site registration for the conference is no longer possible.

Wednesday, 07.11.2018

10:30 a.m. –12:30 p.m. Satellite programme

Besuch des Universitätsmuseums Bonn

Moderation: Dr. Thomas Becker, Universität Bonn
10:00 – 11:30 Uhr

Das Universitätsmuseum präsentiert Zeugnisse der 200-jährigen Bonner Universitätsgeschichte – von 1818 bis heute. Der Rektormantel aus dem vorletzten Jahrhundert steht ebenso dafür wie das unverschmutzbare Lotusblatt, dessen Geheimnis an der Uni Bonn gelüftet wurde. Zu den Highlights gehören ferner ein Modell der von Wolfgang Paul (Nobelpreisträger für Physik 1989) entwickelten Ionenfalle und das Abgangszeugnis von Karl Marx (einschließlich eines Vermerks über Karzerhaft wegen Trunkenheit). Akademische Traditionen, bahnbrechende Erkenntnisse, berühmte Studierende und Dozierende – all das hat Spuren hinterlassen. Dr. Thomas Becker, Leiter des Universitätsarchivs und einer der „Väter“ des Museums, führt persönlich durch die Ausstellung.

Maximale Teilnehmerzahl: 25

Treffpunkt: Hauptgebäude der Universität, Eingang Kaiserplatz

Adresse: Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

Forschende über Forschende – und über die Herausforderungen moderner Wissenschaftskommunikation und Learning by doing – alte Philosophie, neue Ansätze

Eine Kooperation von Deutsches Museum Bonn und Forschungszentrum caesar
10:30 – 12:30 Uhr

Forschende über Forschende – und über die Herausforderungen moderner Wissenschaftskommunikation
Moderation:
Dr. Andrea Niehaus, Deutsches Museum Bonn

Das Lebensmotto des Bonner Nobelpreisträgers Wolfgang Paul (1913-1993) lautete: »Man wird doch mal fragen dürfen!« Als das Deutsche Museum Bonn und hier speziell sein Wissenschaftshistoriker Ralph Burmester über den wissenschaftlichen Nachlass von Paul in der Sammlung forschte und anlässlich des 100. Geburtstages 2013 auch eine Ausstellung zeigte, konnte der berühmte Teilchenphysiker nicht mehr befragt werden. Wie schafft man es dennoch, sich dem Forscher und seiner Persönlichkeit zu nähern? Wie kann man seine Exponate trotzdem zum Sprechen bringen? Welchen Beitrag leisten die Geistes- zu den Naturwissenschaften in einem Technikmuseum? Seine Antworten stellt der Wissenschaftshistoriker Ralph Burmester zur Diskussion.

Learning by doing – alte Philosophie, neue Ansätze
Moderation: Dr. Mia von Scheven, Forschungszentrum caesar

John Deweys Philosophie Anfang des 20. Jahrhunderts gilt als Vorreiter des ‚learning by doing‘. Was bedeutet das im Rahmen der Wissenschaftskommunikation? Wieso wird ein öffentliches Labor gebraucht? Was sind die Erwartungen der Öffentlichkeit? Und was sind die Erwartungen der Forschenden? Die PR-Abteilung im Forschungszentrum caesar steht vermittelnd zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Es gilt, zwischen zwei unterschiedlichen Welten eine stabile Brücke zu schlagen. Die Faszination für Wissenschaft ist in der Öffentlichkeit enorm ausgeprägt. Konkrete Einblicke jedoch in den Alltag eines Forschungsinstituts und ein wirkliches Verständnis dafür, was genau erforscht wird, sind selten. Was liegt da näher, als selbst einmal in den Laborkittel zu schlüpfen, um zu erfahren, was Entdeckungsarbeit im Labor wirklich bedeutet?

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Treffpunkt: Deutsches Museum Bonn

Adresse: Deutsches Museum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn und Forschungszentrum caesar, Friedrich-Ebert-Allee 2, 53175 Bonn

Ablauf:

10:30 – 11:25 Uhr: Führung durch das Deutsche Museum Bonn
11:25 – 11:35 Uhr: gemeinsamer Fußweg zum Forschungszentrum caesar
11:35 – 12:30 Uhr: Führung durch das Forschungszentrum caesar und Diskussion des „public lab“

Museum Koenig – Artenvielfalt erforschen und erklären

Moderation: Prof. Dr. Bernhard Misof und Hae-Yon Weon-Kettenhofen, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
10:30 – 12:30 Uhr

Museen sind ideale Orte der Wissenschaftskommunikation. So betreibt das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK), Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere, nicht nur artbezogene Biodiversitätsforschung, sondern sichert gleichzeitig mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsprogrammen den Wissensaustausch im Forschungsbereich und in der Öffentlichkeit. In dieser Führung durch die wissenschaftlichen Sammlungen und durch die Dauerausstellungen des Museums erfahren Teilnehmende, wie in einem zoologischen Museum geforscht wird und wie die gewonnenen Erkenntnisse in den Ausstellungen und museumspädagogischen Programmen ihren Ausdruck finden.

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Treffpunkt: Foyer Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig

Adresse: Adenauerallee 160, 53113 Bonn

Von der Hirnzelle zum Menschen – Das DZNE

Moderation: Dr. Dirk Förger, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft
10:30 – 12:30 Uhr

Wie bleiben Menschen fit im Kopf? Wie altert das Gehirn? Und wie kann Demenz bekämpft werden? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DZNE laden ein auf eine Diskussion über ihre Rolle und Aufgabe in der Kommunikation – und einen Ausflug ins Gehirn. Teilnehmende erfahren außerdem, wie Erkrankungen des Nervensystems erkannt und behandelt werden können – und welche Strategien das DZNE verfolgt, um diesen vorzubeugen und neue Therapien zu entwickeln.

Maximale Teilnehmerzahl: 40

Treffpunkt: 10 Uhr Bonn Hbf, Bus 601 ab Bonn Hbf bis Haltestelle Uniklinikum

Adresse: Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE), Sigmund-Freud-Str. 27, 53127 Bonn

Rückfahrt: 13:00 Uhr Ankunft Bonn Hbf

Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen visualisieren und analysieren – eine Exkursion in das interaktive Datenlabor „EA-Lab“ der EA European Academy in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Moderation: Dr. Markus Voge, EA European Academy of Technology and Innovation Assessment
10:30 – 12:30 Uhr

An der EA European Academy werden komplexe gesamtgesellschaftliche Herausforderungen untersucht, die sich durch neue Entwicklungen in Wissenschaft, Technologie und Innovation ergeben. Für die wissenschaftliche Forschung wird unter anderem das Datenlabor „EA-Lab“ genutzt, um Problemstellungen ganzheitlich, ausgewogen und transparent sehen, vergleichen, verstehen und bewerten zu können. Mit den Ergebnissen werden Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beraten.

Maximale Teilnehmerzahl: 15 

Treffpunkt: 10:00 Uhr Bonn Hbf, von dort Anfahrt mit einem Shuttle

Adresse: EA European Academy of Technology and Innovation Assessment GmbH, Wilhelmstraße 56, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Rückfahrt: 13:00 Uhr Ankunft Bonn Hbf mit Shuttle

Wissenschaft als Kochshow? Kreative Konzepte der Wissenschaftskommunikation am Beispiel von „Wissen schmeckt“

Moderation: Argang Ghadiri, Wissen schmeckt und Natascha Buhl, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
10:30 – 12:30 Uhr

Wie können wissenschaftliche Fachthemen durch eine andere Perspektive dargestellt werden? Insbesondere um das Publikum in sozialen Medien zu erreichen, kann dieser kreative Ansatz ein Türöffner sein: Welche Themen interessieren hier und wie können sie mit wissenschaftlichen Inhalten verknüpft werden? Was hat zum Beispiel das Fachthema Kommunikation mit dem Trendthema Food und Kochen zu tun? Zu diesem Denkprozess sind alle Teilnehmehmenden herzlich eingeladen. Darüber hinaus beantwortet der „Wissen schmeckt“-Macher Argang Ghadiri auch Fragen zur konkreten Umsetzung einer Youtube-Sendung und wie man wissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen motiviert, sich solchen neuen Formaten zu öffnen.

Maximale Teilnehmerzahl: 30

Treffpunkt: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Gebäude F (Raum F 418)

Adresse: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Grantham-Allee 2-8, 53757 Sankt Augustin

Anfahrt: Anfahrt von ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn mit U/Tramlinie 66 Richtung Bonn bis Haltestelle Sankt Augustin Zentrum/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (2 Stationen, 4 Minuten). Von Bonn Hbf mit U/Tramlinie 66 Richtung Siegburg bis Haltestelle Sankt Augustin Zentrum/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (20 Minuten). Von der Haltestelle bis zum Treffpunkt Gebäude F Fußweg von 5-10 Minuten.

Rückfahrt: Rückfahrt zur Universität Bonn mit der Tram in Begleitung der Dozentin, inklusive Fußwegen ca. 30 Minuten.

from 12:30 p.m. Registration

Registration and coffee reception in the foyer of Bonn University
Regina-Pacis-Weg 3, 53113 Bonn

1:30 p.m. Welcoming

Begrüßung: Markus Weißkopf, Geschäftsführer der Wissenschaft im Dialog gGmbH

Grußworte: Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Victoria Appelbe, Wirtschaftsförderin der Stadt Bonn

13:45–14:30 Uhr Keynote

Zumutungen. Wissenschaftskommunikation und ihre Widersprüche
Speaker: Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V./Direktorin Kulturwissenschaftliches Institut Essen 
Anschließend Gespräch mit Christoph Koch, Stern Ressort Wissen

Euphorie und Begeisterung über neue Erkenntnisse der Wissenschaften sind so alt wie diese selbst. Max Weber spricht gar vom Erlebnis eines Rauschs, und die Aufgabe der Wissenschaftskommunikation könnte man hierin vermuten: intellektuelle Rauschfreigabe für alle. Mit dem feinen Unterschied, dass Forschung nicht immer faszinierend sein kann und Wissen mit Zumutungen verbunden ist, an den Universitäten und außerhalb. Auf den Rausch folgt die Ernüchterung und beides muss die Darstellung von Forschungspraktiken und Ergebnissen berücksichtigen. Erst die Widersprüche der Wissenschaften machen ihre Kommunikation komplett.

2:30 p.m.–3:15 p.m. Break

Networking mit Speed-Dating
Moderation: Achim Englert, Phänomenta Flensburg e.V.

3:15–4:45 p.m. Parallel programme/ sessions until 4:30 p.m.

Interaktives Format: Scicamp: Das Barcamp zum Forum Wissenschaftskommunikation

Moderation: Martin Gora und Florence Mühlenbein, Wissenschaft im Dialog
Interaktives Format − Barcamp, 210 Minuten

Einfach machen, einfach diskutieren, einfach Themen setzen! Gleich am ersten Tag des 10. Forums Wissenschaftskommunikation organisieren wir ein kleines Barcamp, dessen Programm die Teilnehmenden vor Ort selbst zusammenstellen. Brandaktuelle Fragen rund um die Wissenschaftskommunikation – daher Scicamp – können so thematisiert und vertieft werden.

Barcamps sind sogenannte Unkonferenzen, geprägt von einer offenen, informellen Workshop-Atmosphäre. Die Veranstaltung lebt von ihren Teilnehmenden und deren Interaktion: Sie stellen spontan ein gemeinsames Programm auf, das sie selbst mit ihren Beiträgen füllen. In dieser so genannten Sessionplanung werden Themen angekündigt, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten – ganz nach den Wünschen der Teilnehmenden.

Schrödingers Kommunikation: Forschende zwischen Frust und Lust.

Moderation: Dr. André Lampe, Wissenschaftler, Moderator, Wissenschaftskommunikator
Session, 70 Minuten

Je nach gewähltem Kanal bieten sich für kommunizierende Forschende unterschiedliche Chancen – aber auch Hürden. In der Session wird aufgezeigt, mit welchen Schwierigkeiten zu rechnen ist, wie Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren helfen könnten und was nötig wäre, um anderen Forschenden den Einstieg in die Wissenschaftskommunikation zu erleichtern. Neben den Meinungen der Diskutierenden werden zusätzlich Umfrageergebnisse anderer kommunizierender Wissenschaftlerinnen und WIssenschaftler einbezogen, über die mit dem Publikum diskutiert wird.TEXT FOLGT

Referentinnen und Referenten:

Dr. Nicolas Wöhrl, Universität Duisburg-Essen
Dr. Anna Müllner, PR-Beraterin für Lifescience/Wissenschafts-Blog
Inga-Marie Ramcke, Europa-Universität Flensburg

Session: Dezentral gehostet: Social Media abseits der Plattformen

Moderation: Henning Krause, Helmholtz-Gemeinschaft
Session, 75 Minuten

Beim Thema Web 2.0 denken die meisten sofort an Social-Media-Plattformen wie Facebook et al. Sie funktionieren nur mit zentralen Betreibern. Wäre eine Social-Media-Kommunikation auch ohne solche Intermediäre möglich, die die Algorithmen diktieren und Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer an Werbetreibende vermarkten? Beispiele dafür sind Blogs, Audio-Podcasts und der dezentrale Twitter-Klon Mastodon. Wären auch dezentrale Alternativen für YouTube, WhatsApp und Facebook in der Wissenschaftskommunikation vorstellbar?

Referentinnen und Referenten:

Ulla Menke, Max Weber Stiftung
Tine Nowak, Universität zu Köln
Sascha Foerster, bonn.digital

Interaktives Format: Mit den Augen der Zuschauenden – Live-Rezeptionsforschung an Wissenschaftsvideos

Moderation: Dr. Philipp Niemann, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Interaktives Format, 90 Minuten

Wissenschaftsvideos bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten, von gesprochener Sprache bis zu eingeblendeten Animationen. Wie aber nimmt das Publikum Videos tatsächlich wahr? Dieser Frage soll in einem Live-Experiment der KIT-Nachwuchsgruppe „Science In Presentations“ nachgegangen werden. Im Workshop werden drei Videos in einer Eye-Tracking-Studie mit den Teilnehmenden live analysiert und forschungsbasierte Empfehlungen erarbeitet. Die Teilnehmenden sind aufgerufen, vorab Vorschläge für die zu untersuchenden Videos einzureichen.

Referentinnen und Referenten:

Philipp Schrögel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Laura Bittner, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Christoph Bertolo, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)

4:45–5:15 p.m. Break

5:15–6:45 p.m. Parallel programme

Session: „Die Debatte“ in der Debatte

Moderation: Christoph Koch, Stern und Dr. Mai Thi Nguyen-Kim, freie Wissenschaftsjournalistin,
Session, 75 Minuten

Wie können öffentliche Debatten mit wissenschaftlichen Fakten bereichert werden? „Die Debatte”, das Projekt von Wissenschaft im Dialog, dem Science Media Center Germany und der TU Braunschweig tut genau dies und zeigt, dass Wissenschaft zu vielen Themen etwas beizutragen hat. Im Stile einer Live-Debatte – eines der zahlreichen Formate des Projekts – soll mit Projektverantwortlichen aus drei Perspektiven diskutiert werden, wie gute Wissenschaftskommunikation in Diskurs-Formaten funktionieren kann.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Monika Taddicken, Technische Universität Braunschweig
Jens Rehländer, VolkswagenStiftung
Volker Stollorz, Science Media Center Germany

Session: Jugendliche auf dem Weg zur Wissenschaft. Oder: Social work meets science

Moderation: Ilka Bickmann, science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V.
Session, 75 Minuten

Jugendliche auf dem Weg zur Wissenschaft – ein weites Feld. Aber erreicht die Wissenschaft auch Jugendliche, die nicht zur Schule gehen, Sprachprobleme oder Fluchterfahrungen haben? Wie kann Wissenschaft als Option und Kompetenz, Zukunft selbst zu gestalten und mit den richtigen Fragen neue Wege zu gehen, auch diese Heranwachsenden erreichen? Zwei aktuelle Projekte, SILBERSALZ - Made by YOUth! und Foresight4Youth, dokumentieren Annäherungen in diesem Prozess. Mit eigenen Worten, Bildern, Visualisierungen.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Nicole Marmé, Pädagogische Hochschule Heidelberg
Dr. Kathrin Rehak-Nitsche, Robert Bosch Stiftung GmbH
Prof. Dr. Martin Lindner, Universität Halle-Wittenberg und Institut für MINT- und Umweltbildung Halle e.V
Mandy Rauchfuß, Gemeinschaftsschule Heinrich Heine - Halle

Interaktives Format: I like! Wie Wissenschaft in den sozialen Medien neue Zielgruppen erreichen kann

Moderation: Jonas Schlatterbeck, ZDF Digital Medienproduktion GmbHInteraktives Format, 90 Minuten

2,5 Milliarden Menschen weltweit nutzen soziale Medien – Tendenz steigend. Eine riesige Öffentlichkeit, um Menschen für wissenschaftliche Themen zu begeistern. Doch kann das gelingen, wenn die größte Konkurrenz im Newsfeed aus Katzenvideos und Urlaubsschnappschüssen besteht? Wie können komplexe Fakten ansprechend aufbereitet und wissenschaftliche Forschung so präsentiert werden, dass sie transparenter und zugänglicher wird? Ziel des World Cafés ist es, den Dialog zwischen Forschenden und Kommunizierenden zu stärken, um Forschung zielgruppen- und plattformkompatibel aufzubereiten.

Referentinnen und Referenten:

Nadja Rüger, ZDF Digital Medienproduktion GmbH
Simone Stern, ZDF Digital Medienproduktion GmbH
Julian Gillig, ZDF Digital Medienproduktion GmbH
Konstantin Flemig, ZDF Digital Medienproduktion GmbH
Sylvia Förster, ZDFinfo

6:45 p.m. End of the daily programme 

from 7 p.m. Evening programme

Transfer to the evening reception at the Art and Exhibition Hall of the Federal Republic of Germany

from 7:30 p.m.:

Evening reception at the invitation of the city of Bonn at the Art and Exhibition Hall of the Federal Republic of Germany

Begrüßung: Ashok Sridharan, Lord Mayor of Bonn

Thursday, 08.11.2018

9–10 p.m. Keynote

King Richard III: the resolution of a 500 year old cold case
Speaker:
Prof Dr Turi King, University of Leicester, UK

When the University of Leicester Archaeology Service undertook the Grey Friars project, it was thought that the chances of finding the remains of Richard III were slim to none. Nevertheless, Turi King, with her background in both archaeology and genetics, was approached in the very early stages - should the skeletal remains of a 'good candidate' to be Richard III be found, would she be interested in overseeing the DNA analysis. Turi King will speak about the Grey Friars project, from the early stages of planning the dig, through to the excavation and the results of the various strands of analysis carried out on the remains. Turi King is Professor of Public Engagement and Reader in Genetics and Archaeology at the University of Leicester.

10–10:30 a.m. Break

Networking with Speed-Dating
Moderation: Achim Englert, Phänomenta Flensburg e.V.

10:30 a.m. –12 p.m. Parallel programme/ session until 11:45 a.m.

Session: What are the Challenges and Opportunities Around Scientists as Communicators?

Moderation: Dr Kenneth Skeldon, Wellcome Genome Campus
Session, 75 Minuten

In this session results of surveys with scientists and researchers from two world-leading science research institutions will be shared. The Wellcome Genome Campus, Cambridge UK and EMBL-Heidelberg, Germany both have longstanding science communication programmes that depend on their community of researchers. Using the results from the surveys there will be a discussion around different approaches to establishing an active community of science communicators.

Referentinnen und Referenten:

Dr Steve Scott, Wellcome Genome Campus
Eva Haas, European Molecular Biology Laboratory (EMBL) – Heidelberg
Dr. Tobias Maier, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) gGmbH

Projektvorstellungen „Spezial“: Präsentation Studienergebnisse

Moderation: Nadine Bühring, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
Kurzvorträge, 90 Minuten

Wie wirkt Storytelling?
Referentin:
Hanna Selm, Leuphana Universität Lüneburg

Das Projekt „Storytelling in der Nachhaltigkeitskommunikation“ zielt darauf ab, den Storytelling-Ansatz systematisch und evidenzbasiert für die Nachhaltigkeitskommunikation mit jungen Menschen fruchtbar zu machen und zu einer wirksameren Aufbereitung von Nachhaltigkeitsthemen im Journalismus und der Wissenschaftskommunikation beizutragen. Basierend auf einer systematischen Literaturanalyse mit einem 2-fachen Auswahlprozess wird eine Typologie der Wirkungen und Verständnisse von Storytelling abgeleitet.

Was beeinflusst das Hören wissenschaftlicher Radiobeiträge?
Referentin:
Dr. Myriam Schlag, Universität Mainz

Wissenschaft kann man nicht nur lesen, sondern auch hören, beispielsweise als Podcast oder Radiobeitrag. Aber das Zuhören bei wissenschaftlichen Beiträgen unterscheidet sich vom Lesen eines wissenschaftlichen Textes. Bisher gibt es dazu jedoch nur wenig Forschung. Daher geht die Studie der Frage nach, was das Hören von wissenschaftlichen Radiobeiträgen bei Erwachsenen beeinflusst. Hierfür hörten Erwachsene einen wissenschaftlichen Radiobeitrag und beantworteten einen Wissenstest sowie einen Fragebogen zu ihrer Motivation, ihren Rechtfertigungsüberzeugungen und Persönlichkeitseigenschaften.

Mehr als die üblichen Verdächtigen – Wissenschaftskommunikation mit schwer erreichbaren Gruppen
Referent:
Philipp Schrögel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Ob populistische Politik oder globale Probleme wie z. B. der Klimawandel – ein faktenbasierter Diskurs mit der gesamten Gesellschaft ist nötiger denn je. Die Wissenschaftskommunikation steht dabei vor dem Problem, dass sie bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht erreicht. Das Projekt “Wissenschaft für alle” beschäftigt sich explizit mit der Frage, wer diese bisher Nicht-Erreichten in der Wissenschaftskommunikation sind und wie diese mit neu zu entwickelnden Formaten mit Themen aus der Forschung erreicht werden können.

Project Presentation „Special“: Presentation of Study Results

Moderation: Jutta Rateike, Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.
Short presentations, 90 minutes

Cell Block Science: Public Engagement in Prisons
Speaker:
Calum McAndrew, University of St Andrews

"Cell Block Science" is a project led by the University of St Andrews which has introduced STEM (science, technology, engineering and mathematics) into Scottish prisons, allowing researchers to inspire and broaden the prison population engaged in learning. STEM subjects are poorly represented in current prison learning centre curricula as formal education priorities are focused on numeracy and literacy. However, many learners express interest in these subject areas. The presentation will not only explore the challenges presented by public engagement in a prison environment, but also who is benefiting from this programme and most importantly what changes and impact have been seen as a result.

Can an Exhibition Change the way you see the World?
Speaker: David Judge, University of the West of England

Invisible Worlds is a new exhibition at the Eden Project, UK, which uses art alongside interactive exhibits to explore the vast and the microscopic. At the interface between microbiology and earth systems science, Invisible Worlds makes visible the impact of planetary health on our own health. When dealing with such complex issues which do not have straight-forward solutions, normative learning outcomes may be inappropriate. This talk will discuss the preliminary findings of an action research project running alongside Invisible Worlds, which looks to investigate the potential for exhibitions to change the way visitors see the world.

LEARN CitSci: Studying Youth Learning in Museum-led Citizen Science Projects
Speaker:
Dr Julia Lorke, The Natural History Museum London

LEARN CitSci brings together practitioners and researchers to study learning through participation in museum-led citizen science projects for young people aged 5-19 years in three different settings: long-term monitoring projects, short-term events e.g. BioBlitz, and online or mobile-enabled crowdsourcing projects. A mixed-methods approach is used to characterise the settings and participation in these programmes, to capture the development of knowledge, skills, and agency, and identify features in citizen science projects led by natural history museums that foster or hinder learning processes. The study design and year one results based on interviews and observations will be presented.

Interaktives Format: Zirkeltraining für Eventmanagerinnen und –manager

Moderation: Dr. Isabell Lisberg-Haag und Katja Spross, TRIO Service GmbH
Interaktives Format, 90 Minuten

Das Zirkeltraining richtet sich an Eventmanagerinnen und -manager an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die vor der Aufgabe stehen, interne und externe Veranstaltungen zielgruppengerecht zu konzipieren. Der Workshop vermittelt neue Ideen für interaktive Formate und gibt Anstöße, wie das Publikum auch bei „Routineveranstaltungen“ gepackt werden kann. Ob Jubiläumsevents, die Würdigung von Absolventinnen und Absolventen oder der Einsatz von Netzwerktools – der Workshop vermittelt praktisches Know-how.

Referentinnen:

Ellen Kamrad, Universität Ulm
Ute Kinzel, Universität Bielefeld

Interaktives Format: Wissenschaftskommunikation – mit Wirkungsmessung zum Erfolg

Moderation: Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog 
Interaktives Format, 90 Minuten

Mit welchen Kennzahlen lässt sich Wissenschaftskommunikation steuern? Mit welchen Daten lassen sich Entscheidungstragende von ihrem Wertbeitrag überzeugen? Wirkungsmessung schafft Transparenz und wertvolle Entscheidungsgrundlagen. In der Praxis bleibt allerdings die Frage nach den Wirkungen auf Zielgruppen oft noch unzureichend beantwortet. In dem interaktiven Format gibt es einen Impuls sowie die Vorstellung eines Beispiels. Anschließend wird diskutiert, wie Wirkungsorientierung in der Wissenschaftskommunikation sinnvoll umgesetzt werden kann.

12–1 p.m. Break

1–2:30 p.m. Parallel Programme/session until 2:15 p.m.

Session: Das Urteil – Wissenschaftskommunikation vor Gericht

Moderation: Hannes Schlender, scienceRELATIONS
Session, 75 Minuten

Ist Wissenschaftskommunikation Geldverschwendung und der eigentlichen Forschung abträglich? Oder ist sie für einen aufgeklärten gesellschaftlichen Diskurs sowie eine erfolgreiche Wissenschaft unabdingbar? In der Session “Das Urteil” wird ein Gericht über das Schicksal der institutionellen Wissenschaftskommunikation entscheiden. Gegen sie wird Anklage erhoben wegen Irreführung der Öffentlichkeit, Behinderung des Forschungsbetriebs und Veruntreuung von Steuergeldern. Anklage und Verteidigung stellen ihre Sicht dar, rufen Zeugen auf und halten Plädoyers. Am Ende lautet die Frage: schuldig oder nicht schuldig?

Referentinnen und Referenten:

Richterin – Dr. Elisabeth Hoffmann, TU Braunschweig
Staatsanwalt – Dr. Andreas Archut, Universität Bonn
Verteidiger – Thorsten Witt, Haus der Wissenschaft Braunschweig
Zeugin der Anklage – Cornelia Lossau, Deutsches Forschungsgemeinschaft e.V.
Zeuge der Anklage – Prof. Holger Wormer, TU Dortmund
Zeugin der Verteidigung – Prof. Dr. Annette Leßmöllmann, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Zeuge der Verteidigung – Florian Dehmelt, Pro-Test Deutschland e.V.

Project Presentation I

Moderation: Arwen Cross, Wissenschaft im Dialog
Kurzvorträge, 90 Minuten

Climate Feedback: a Model for Scientists to Tackle Misinformation
Speaker: Dr Victor Venema, University of Bonn

When it comes to scientific topics, like the safety of vaccines or the causes and impacts of anthropogenic climate change, one thing scientists can do with their outreach time is help promote accurate information. An example of such an initiative is ClimateFeedback.org: a website where a worldwide network of scientists review influential media coverage of climate change and provide feedback to the public and journalists about the scientific credibility of articles. Results on the impact this initiative had in encouraging more accurate reporting among editors and journalists will be presented.

Creating Public Spaces in Scientific Institutions
Speaker: Dr Steve Scott, Wellcome Genome Campus

How can new spaces be created within research institutions to encourage dialogue between scientists and public audiences? Experiences will be shared of developing dedicated spaces that aim to facilitate discussions about genomic research between publics and scientists on the Wellcome Genome Campus near Cambridge, UK. A series of places across the campus have been developed over the last three years to encourage sharing and discussion of genomics and biodata. The concepts behind these spaces can be taken forward and adapted by session participants to develop similar spaces.

‘Under the surface’ – Creating art as a Tool for Public Engagement Across Disciplines
Speaker: Dr Alina Loth, University of St Andrews

‘Under the surface’ is a multidisciplinary Public Engagement project at the University of St Andrews that brings together art and science to empower people to follow their curiosity. With unique access to specimens and models normally hidden away in the store rooms of university collections, natural history museums or zoos, these artist and scientist led workshops give participants the opportunity to get right under the surface of the life models and to explore science through drawings. Topical specialisations cover a range of different content. The workshops can be tailored to all ages and are especially inclusive and adjustable to learners needs and changing delivery methods.

Animating Science – Using the Arts in Science Teaching
Speaker:
Erin Hardee, University of Dundee

Animating Science is an ongoing science-art collaborative project that uses the medium of stop-motion animation to engage young people in science learning. Armed with iPads and remote shutters, pupils and teenagers meet with scientists to gain understanding of different scientific concepts and then storyboard, create and film a short animated movie about it. The project has been running for three years and rigorous evaluations have been undertaken with interesting conclusions – some expected, some surprising. Learnings will be shared to encourage others to think about the ways in which art can be used to deepen and enhance science learning at all stages.

Ring-a-scientist: Science Communication via Skype and co.
Speaker: Dr Kerstin Göpfrich, Max Planck Institute for Medical Research

Ring-a-Scientist wants to bring scientists into the classroom - live via web videoconference. A call can include virtual laboratory tours, debates, current research and career advice. Using the web platform www.ring-a-scientist.org teachers can schedule videoconferencing calls with scientists - from undergraduate students to professors. This doesn't replace school visits, but complements them and offers an opportunity to reach schools far beyond the local area.

Pairing Scheme: Politics Meets Research in Luxembourg
Speaker: Jean-Paul Bertemes, Fonds National de la Recherche Luxembourg

How can we strengthen the exchange between researchers and politicians? And how can we help them to get a better understanding of each other’s working environment? The Luxembourg National Research Fund (FNR) tackled this challenge by organising its “Pairing Scheme - Politics meets Research“. Teams consisting of one researcher and one Member of Parliament were formed. Over six months, they visited each other‘s work places and started to engage with one another. 17 teams were formed - in a parliament with only 60 seats. The foundation for mutual understanding of their work has been built. What will be the next steps?

Interaktives Format: „Kommen zwei Wissenschaftler in eine Bar…“

Moderation: Ulrich Grünewald, Taubenhaucher
Interaktives Format, 90 Minuten

Wissenschaft und Humor – passt das zusammen? Natürlich! Ein gemeinsames Lachen verbindet und baut schnell Berührungsängste ab. Es entstehen echte Dialoge auf Augenhöhe und Inhalte bleiben besser im Gedächtnis. Darüber hinaus fordert ein guter Witz heraus und schult den Blick auf das Wesentliche. Aber was ist eigentlich witzig und warum? Nicht jeder Witz kommt bei jedem Publikum gleich gut an. Wie kann Humor die Lebenswelten, Interpretationen und Annahmen der Zielgruppe ansprechen? In dem Workshop werden Kommunikation und Humor spielerisch erforscht und gemeinsam mit einem Graphiker sogar visuelle Darstellungen gefunden. Es darf gelacht werden!

Referentinnen:

Gabi Deeg, Taubenhaucher
Elke Baulig, Graphikerin

Interaktives Format: Das Wisskomm-Starter-Paket für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Moderation: Beatrice Lugger, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) gGmbH
Interaktives Format, 90 Minuten

Allerorten erschallt das Credo: Forschende sollen sich aktiv in die Kommunikation in Richtung Öffentlichkeit für ihre Institutionen einbringen. Doch was benötigen sie dafür? Ein Starterpaket mit Informationen zur jeweiligen Kommunikationskultur der Institution oder zentralen Ansprechpersonen könnte hilfreich sein. Was könnte und sollte ein solches Paket zudem enthalten und wie kann der Austausch zwischen Kommunizierenden und Forschenden gefördert werden? Das World-Café will diskutieren, was einen guten gemeinsamen Start für die Kommunikation an Forschungseinrichtungen ausmacht und dafür Pakete mit Inhalten füllen.

Referentinnen und Referenten:

Dr. Ulrike Brandt-Bohne und Dr. Tobias Maier, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) gGmbH

Interaktives Format: Wissenschaftsstandort Deutschland international kommunizieren

Moderation: Johanna Kollmann, Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG
Interaktives Format, 90 Minuten

Der Workshop stellt Tools vor, die im Rahmen des Relaunchs von academics.com für die Positionierung der internationalen Karriereplattform verwendet wurden. Die Kernfrage dabei war, wie die Positionierung der Website academics.com strategisch auf die Zielgruppe der internationalen Forschenden geschärft werden kann. Zentrale Fragen des Prozesses waren: Was bewegt die Zielgruppe der internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche Themen werden von ihnen gesucht? Welche Wege gehen Forschende, um Informationen über Deutschland zu finden? Inwiefern unterscheidet sich die Herangehensweise der internationalen von der Herangehensweise der deutschen Scientific Community bei der Suche nach Informationen über deutschsprachige wissenschaftliche Einrichtungen?

 

2:30–3 p.m. Break

3–4:30 p.m. Parallel programme/ sessions until 4:15 p.m.

Session: How Much Engagement With Science and Research Does the Public Want?

Moderation: Stefanie Mahler, German Stem Cell Network (GSCN) e.V.
Session, 75 minutes

Do the public wish to be involved in the process of scientific research? If yes – how? The H2020 ORION Open Science project’s European public survey and the German and Swedish Science Barometers asked these questions. This interactive session will discuss the results of these surveys. Using live polling and a dilemma café, the audience will be sampled for their opinions on future challenges of public engagement with science.

Speaker:

Dr Luiza Bengtsson, Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association
Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog
Gustav Bohlin, Vetenskap & Allmänhet

Session: Making-of: Einblicke in die Entwicklung von kreativen illustrativen Formaten der Wissenschaftskommunikation

Moderation: Susanne Hecker, Helmholtzzentrum für Umweltforschung UFZ und Deutsches Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung
Session, 75 minutes

Die Session bietet authentische Einblicke in die Entwicklung und Wirkungsweise von kreativen illustrativen Formaten in der Wissenschaftskommunikation, unter anderem anhand eines Wissenschaftscomics und eines handgezeichneten Films. Die Teilnehmenden durchleben Momente des Erfolges und des (fast) Scheiterns der Podiumsdiskutanten bei der Entwicklung von kreativen Formaten und können das Potenzial von kreativen illustrativen Medien kennenlernen. Anschließend werden gemeinsam Strategien für eine erfolgreiche Kombination von Sprache und Bild diskutiert.

Referentinnen und Referenten:

Dr. Jan Friesen, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung UFZ und Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities
Monique Luckas, Futurium gGmbH

Projektvorstellungen II

Moderation: Christin Liedtke, Helmholtz-Gemeinschaft
Kurzvorträge, 90 Minuten

Forschungswerkstatt smart materials – eine Best-Practice-Betrachtung
Referent:
Holger Seifert, Technische Sammlungen Dresden

Smart materials sind Werkstoffe mit integrierter Funktion, die sich ihrer Umwelt anpassen, indem sie beispielsweise ihre Form verändern. Die komplexe und meist versteckte Funktionalität verhindert, dass eine breite Öffentlichkeit den hohen Innovationsgehalt von smart materials wahrnimmt. Das Publikum erhält Best-Practice-Empfehlungen aus dem BMBF-geförderten Projekt „smart materials satellites – Transdisziplinäre Technikkommunikation mit Methoden des Designs, künstlerischer Forschung und interaktiven Dialogformaten“, in dem die Technischen Sammlungen Dresden zusammen mit dem Fraunhofer IWU, der Stiftung Bauhaus Dessau, der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der SYN-Stiftung am Beispiel einer Werkstoffinnovation neue Formate der Wissenschafts- und Technikkommunikation erprobt haben.

STATE Studio Berlin: Zukunftsgalerie, Schaufenster Wissenschaft und Citizen-Science-Lab
Referent: Dr. Christian Rauch, STATE Studio

Im November 2018 eröffnet das STATE Studio in Berlin, ein neuartiger Galerie- und Veranstaltungsraum zum Thema Wissenschaft und Zukunftstechnologien. Kernelement ist die rotierende Dauerausstellung mit wechselnden Exponaten, die in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Wissenschaft und Forschung als Kunstinstallationen und Erfahrungsprototypen umgesetzt werden. Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich und lädt zur Auseinandersetzung mit aktuellen Wissenschaftsthemen ein. Ein breit gefächertes Kultur- und Veranstaltungsprogramm gibt Kontext und reflektiert die Themen der Ausstellung. Zudem stehen 300qm Showroomflächen für Exponate sowie anregende Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Seminare zur Verfügung.

Hinter den Dingen. Der Wissenschaftspodcast des Sonderforschungsbereichs „Episteme in Bewegung“
Referent:
Armin Hempel, Sonderforschungsbereich 980 „Episteme in Bewegung“, Freie Universität Berlin.

Der Podcast „Hinter den Dingen. 5000 Jahre Wissensgeschichte zum Mitnehmen und Nachhören“ macht Museumsobjekte zum Ausgangspunkt akustischer Reisen in die Wissensgeschichte der Vormoderne. In jeder Folge werden die Geschichten, die einem speziellen Objekt anhaften, von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SFB „Episteme in Bewegung“ erzählt. So führt eine Teekanne aus Goldrubinglas zur frühneuzeitlichen Pfaueninsel, an den Hof des Brandenburgischen Kurfürsten im 17. Jh. und in das Labor eines Alchemisten. Unter Einsatz verschiedener narrativer Strategien stellt die Podcastreihe auf unterhaltsame Weise komplexe Zusammenhänge für ein breiteres Publikum möglichst plastisch dar.

Wissenschaftskommunikation als Teil eines Promovierendenprojektes: Warum wir den Nachwuchs motivieren sollten
Referent:
Leon M.F. Barthel, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.

Wissenschaftliche Projekte können durch Medienkooperationen ihre Sichtbarkeit verbessern und vorhandene Ergebnisse verbreiten. Gleichzeitig stellt die Zusammenarbeit mit den Medien Forschende vor neue Herausforderungen. Anhand des Promovierendenprojektes "Igel in Berlin" wird thematisiert, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überzeugt werden können, ihre Forschung durch die Medien einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Wissen für die Gesellschaft: Hochschulforschung aktuell vermitteln mit einem Matrix-Modell
Referent:
Dr. Patrick Honecker, Universität Köln

Die Universität zu Köln will evidenzbasierte Informationen effektiv bereitstellen. Das gelingt ihr unter anderem durch den ständigen Ausbau eines internen Matrix-Korrespondierenden-Netzwerks. Diese Matrix-Korrespondierenden werden in den Wissenschaftsbereichen etabliert, in denen die Universität exzellente Forschungsleistungen erbringt, und arbeiten an den Schnittstellen zu verschiedenen Öffentlichkeiten. Alle Matrix-Stellen können auf das gesamte Know-How und die Infrastruktur des zentralen Kommunikationsbereichs zugreifen. Die Vision und das Alleinstellungsmerkmal ist ein interaktives, deliberatives Modell der Wissenschaftskommunikation. Das Modell wurde mit dem Preis für Hochschulkommunikation von HRK, ZEIT und Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet.

Wie motiviere ich Forschende zur Pressearbeit?
Referent:
Dr. Dirk Förger, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft

Wie können Forschende zu besserer Kommunikation motiviert werden? Nicht immer reicht es aus, die Wichtigkeit der Medienarbeit für wissenschaftliche Institutionen zu betonen und ausführlich über die Medienlandschaft und den Journalismus an sich zu informieren. Die Projektvorstellung dreht sich daher um ein Argument, das besonders überzeugend wirken kann: Gute Pressearbeit kann zu mehr Forschungsgeldern führen.

Interaktives Format: Methoden-Zirkeltraining: Konfrontative Gespräche

Moderation: Dr. Katja Flieger, Medientraining für WissenschaftlerInnen GbR
Interaktives Format, 90 Minuten

In schwierigen Gesprächen gegen emotionale Angriffe und Fake News bestehen – vor dieser Herausforderung stehen Forscherinnen und Forscher sowie Kommunikatorinnen und Kommunikatoren immer häufiger. Hier helfen Kommunikationstechniken, die die Trainerinnen und Trainer in langjähriger Zusammenarbeit mit ihren Kunden getestet haben und im Zirkeltraining an drei Stationen vorstellen. „Ja-Trance“, „Reframing“ und „Brücke der Gefühle“ probieren die Teilnehmenden im Rollenspiel an eigenen oder vorgegebenen Themen aus.

Referentinnen und Referenten:

Monika Wimmer und Wolfgang Richter, Medientraining für WissenschaftlerInnen GbR

Interaktives Format: Sie wollen was mit Social Media machen? Wir beraten Sie: Twitter, Instagram, Whatsapp et al.

Moderation: Henning Krause, Helmholtz-Gemeinschaft, Rebecca Winkels, Wissenschaft im Dialog und Dr. Jens Kube, Agentur für Wissenschaftskommunikation (awk/jk)
Interaktives Format, 90 Minuten

Ein Workshop für alle, die Social Media für die Wissenschaftskommunikation nutzen wollen, aber noch offene Fragen haben: In Kleingruppen sollen Herausforderungen, Rahmenbedingungen und Lösungen diskutiert und bezüglich konkreter Projekte analysiert werden. Welches Medium eignet sich am besten für eine konkrete Interaktionsgruppe? Wie wird es am besten eingesetzt und was kostet es? Idealerweise bringen Teilnehmende eine eigene Projektidee oder Fragestellungen aus einem schon laufenden Social-Media-Projekt mit.

4:30–5 p.m. Break

5–6:30 p.m. Parallel programme/ sessions until 6:15 p.m.

Session: Kein Herz aus Stein – Zum couragierten Dialog mit Tierversuchsgegnerinnen und –gegnern

Moderation: Thorsten Witt, Haus der Wissenschaft Braunschweig
Session, 75 Minuten

Der Verein "Ärzte gegen Tierversuche" verlieh 2018 erstmalig das "Herz aus Stein" für den "grausamsten" Tierversuch des Jahres. Die "Auszeichnung" ging an Forschende des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) für ihre Forschung an Nacktmullen. Der Verein kündigte an, das "Herz aus Stein" persönlich am MDC überreichen zu wollen und bei Nichtannahme eine öffentlichkeitswirksame Aktion zu starten. An der Entscheidung zum richtigen Umgang mit der Kampagne wurden sämtliche Berufsgruppen des MDC beteiligt. Gemeinsam wurde entschieden, mit einem Gesprächsangebot proaktiv auf die Kampagne zu reagieren. In der Session soll diskutiert werden, inwiefern der Fall als best practice für einen couragierten Umgang mit kontroversen Themen dienen kann.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Martin Lohse, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft
Vera Glaßer, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft
Dr. Annette Hammes-Lewin, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft
Florian Dehmelt, Pro-Test Deutschland e.V.

Session: Geschichte goes public: Geschichte geht jeden was an!?

Moderation: Charlotte Jahnz, Max Weber Stiftung
Session, 75 Minuten

Geschichtsvermittlung in kontroversen Zeiten: „Fake News“, „Populismus“ und „Lügenpresse“ stellen Historikerinnen und Historiker vor die Herausforderung, sich verstärkt in aktuellen Debatten zu engagieren und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. In der Session soll diskutiert werden, wie das aussehen kann: Wie können sich „Forschende“ und „Gesamtbevölkerung“ annähern? Wie sehr kann man vereinfachen, wie differenziert muss man bleiben? Welche Rolle kann das Internet bei diesem Dialog spielen?

Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Joachim Scholtyseck, Universität Bonn
Dr. Matthias Uhl, Deutsches Historisches Institut Moskau
Simone Stern, ZDF Digital Medienproduktion GmbH

Session: Enabling Researchers to Engage With the Public – The Embedding of Public Engagement in HEI

Moderation: Erin Hardee, University of Dundee
Session, 75 minutes

Through public engagement with research, science communication becomes a two-way interaction generating mutual benefits for both researchers and the public. Enabling researchers to engage with the public in a confident and impactful manner and facilitating a culture change of embedding Public Engagement within university structures, is amongst the key challenges for Higher Education Institutions. This session will explore the challenges and successes focusing on case studies within the UK.

Speaker:

Dr Alina Loth and Dr Anne-Marie Weijmans, University of St Andrews
Dr Barbara Gorgoni, University of Aberdeen

Interaktives Format: Seitenwechsel: Interviews aus Sicht des Wissenschaftlers

Moderation: Dr. Kerstin Göpfrich, Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und Dr. Lars Dittrich, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft
Interaktives Format, 90 Minuten

Kaum eine Schlagzeile ohne Interview. Dieser Workshop will Raum schaffen für Diskussionen zwischen den Teilnehmenden, als Akteurinnen und Akteuren in der Wissenschaftskommunikation, und Forschenden. In simulierten Interviewsituationen werden verschiedene Herangehensweisen erprobt und reflektiert. Welche Fragearten funktionieren? Was erhoffen sich Forschende von einem Interview und wo bestehen Berührungsängste? Wann kommt es zu Missverständnissen? Die Ergebnisse werden in einem „Best-Practice“ Katalog zusammengefasst. Im Anschluss stehen die Forschenden den Teilnehmenden für Interviews zur Verfügung

Referentinnen und Referenten:

Ann-Charlotte Schneider, Universität Köln
Dr. Christoph Schmelling, Universität Düsseldorf

Interaktives Format: Smartphones in interaktiven Ausstellungen – Hilfsmittel oder Hindernis?

Moderation: Dr. Tobias Wolff, Universum Bremen und Dr. Christof Börner, phaeno gGmbH
Interaktives Format, 90 Minuten

Interaktive Ausstellungen involvieren Besucherinnen und Besucher auf vielfältige Art und Weise: Sie fordern alle Sinne zur Wahrnehmung von wissenschaftlichen Phänomenen, sie nutzen verschiedene Technologien zur Ansprache und animieren das Publikum, die reine Betrachtungs-Perspektive zu verlassen. Wie kann der Einsatz von Smartphones diese Interaktionen in Ausstellungen sinnvoll ergänzen? Kann ihr Einsatz einen Mehrwert für den Ausstellungsbesuch generieren? Und welche Auswirkungen hat ihre Nutzung auf das Erleben von Phänomenen und die Interaktion am Exponat? Diese und weitere Fragen werden in dem World Café in Kleingruppen diskutiert.

6:30 p.m. End of the daily programme 

6:30–7 p.m. Break

7–8:30 p.m. Evening programme

Award presentation for "Fast Forward Science", the science video competition.
A joint project of Wissenschaft im Dialog and the Stifterverband der Deutschen Wissenschaft and is sponsored by ZEISS.

Ort: Universität Bonn

8:30–11 p.m. Snack & Get-Together

Friday, 09.11.2018

9–10:30 a.m. Parallel programme/ sessions until 10:15 a.m.

Keynote-Session: Kein Witz: Humor wirkt in der Wissensvermittlung

Moderation: Markus Weißkopf

Impuls: Eckart von Hirschhausen
Anschließend Gespräch mit Dr. Florian Fischer, Universität Bielefeld und Prof. Dr. Cornelia Betsch, Universität Erfurt

Ein Mann läuft klatschend durch die Straße. Ein anderer fragt: was tun sie? Antwort: Ich vertreibe Elefanten. Nachfrage: Hier gibt es keine Elefanten. Antwort: Sehen Sie! Kürzer kann man die menschliche Neigung zu falscher Kausalität und Selbstüberschätzung nicht fassen. Werden Botschaften unseriös, nur weil man sie versteht? So wie Paul Watzlawick ist auch Eckart v. Hirschhausen als Arzt und Wissenschaftsjournalist von der heilsamen und aufklärerischen Wirkung des Humors überzeugt. In seinem Impulsvortrag schildert der Erfinder des medizinischen Kabaretts die Entwicklung von originellen und einprägsamen Formen der Wissensvermittlung. Anschließend stellen die Psychlogin Cornelia Betsch und der Gesundheitswissenschaftler Florian Fischer aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse über die Wirksamkeit von Humor in konfliktgeladenen Themenfeldern Impfen und Organspende vor. Wie kann Gesundheitskommunikation ankommen, bevor die Füße eingeschlafen sind?

Interaktives Format: #GIF YourScience – Ein Methodenworkshop zu visuellen Kurzformaten

Moderation: Johanna Barnbeck, Künstlerische Forschung & Kreativberatung und Rebecca Winkels, Wissenschaft im Dialog
Interaktives Format, 90 Minuten

In diesem Workshop geht es um visuelle Kurzformate: Mit 'science GIFs' lässt sich schnell Aufmerksamkeit gewinnen, da sie sich leicht über Social Media teilen lassen und so die Reichweite für ein Forschungsthema effektiv erhöhen. Die Teilnehmenden lernen im Workshop, selbst GIFs zu erstellen und wie sie diese für ihre Arbeit in Zukunft nutzen. Die Ergebnisse werden anschließend diskutiert. Bitte visuelles Material mitbringen. Alternativ können auch Beispielprojekte zur Verfügung gestellt werden.

Interaktives Format: Create your own #Scicomm bot

Moderation: Marie Heidenreich, Projektträger Jülich und Florian Börgel, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Interaktives Format, 90 Minuten

Dank Machine Learning, Natural Language Processing und KI-Algorithmen wird es in den Sozialen Netzwerken immer mehr Bots geben. Aber sind Bots genauso glaubwürdige Informationsquellen wie menschliche Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren? Wofür können sie eingesetzt werden? Welche ethischen Standards gilt es zu berücksichtigen? Woran lassen sich Bots online von Menschen unterscheiden? Und wie funktioniert so ein Bot überhaupt? Im Workshop tauchen die Teilnehmenden in die Geheimnisse der Wissenschaftskommunikation per Twitter-Bot ein und programmieren diese selbst in Python. Hierfür wird ein eigener Windows- oder Linux-Laptop benötigt.

Interaktives Format: #CrowdSpeaking – oder: Warum nicht Reichweite spenden?

Moderation: Peter Lukas Limacher, Stiftung Science et Cité und Dr. Benjamin Missbach, Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Interaktives Format, 90 Minuten

In Sozialen Medien dreht sich alles um Katzenvideos. Zumindest lässt ein Blick in gewisse Feeds das vermuten. Die verrückteste Katze bekommt die meiste Aufmerksamkeit! Ernsthaftere Inhalte schaffen es kaum, viral zu werden. Der Workshop hilft, dem entgegenzuwirken: Im Mittelpunkt stehen die Plattformen headtalker.com und thunderclap.it, die ähnlich wie Crowdfunding Plattformen funktionieren, aber anstelle von Geld Social Media Reichweite verlangen. Ziel des Workshops ist es, die Grundlagen für Crowdspeaking zu erarbeiten und sich gegenseitig so zu vernetzen, dass die Teilnehmenden ihre Kampagnen beim Start bereits mit einem Grundstock an Supportern starten können.

10:30–11 a.m. Break

11 a.m. –12:30 p.m. Parallel programme/ sessions until 12:15 p.m.

Session: Es kann nicht immer “James Bond” sein…

Moderation: Achim Englert, Phänomenta e.V.
Session, 75 Minuten

Wie können schwer verständliche Themen kommuniziert werden? Bei der Themenwahl für die eigene Ausstellung sind oftmals Grenzen gesetzt: Durch den eigenen thematischen, wissenschaftlichen Schwerpunkt, aber auch durch die Erwartungen der Trägereinrichtungen und der Öffentlichkeit. Gleichzeitig besteht der Anspruch, nicht nur leicht verdauliche „Blockbusterthemen“ zu zeigen, sondern auch inhaltlich anspruchsvolle, gesellschaftlich relevante Themen zu präsentieren. Alle Fakten wissenschaftlich präzise zu vermitteln und dennoch möglichst vielen Menschen einen Zugang zur Thematik zu verschaffen, ist eine Herausforderung. Der Workshop bietet Raum, um Erfahrungen auszutauschen und kritisch zu reflektieren.

Referentinnen und Referenten:

Alexandra Lang, Bionicum Bayerisches Landesamt für Umwelt
Holger Seifert, Technische Sammlungen Dresden
Dr. Herbert Münder, Universum Bremen

Projektvorstellungen III

Moderation: Moderation: Dr. Susanne Kiewitz, Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Kurzvorträge, 90 Minuten

„Es kommt drauf an …“ Unsicherheit in der Forschung kommunizieren
Referentin: Miriam Leich, Reiner Lemoine Institut gGmbH

Das Reiner Lemoine Institut forscht an Fragen aus dem Bereich Erneuerbare Energie und Elektromobilität. Politik und Gesellschaft wünschen hier sehr konkrete Antworten, die nicht immer existieren. Zur Forschungsfrage „Welche Alternative zu Benzin- und Dieselmotor ist die klimafreundlichste?“, fanden RLI-Forschende nur eine Antwort: „Es kommt drauf an!“. Durch den Versuch, diese Unsicherheit darzustellen, ist die Unsicherheit selbst zum zentralen Gegenstand des Forschungsprojekts geworden. Letztendlich konnte eine komplexe Forschungsfrage mit sehr vielen Facetten kommuniziert werden – ohne eine konkrete Antwort zu haben.

Das gläserne Forscherlabor im Deutschen Museum
Referentin: Andrea Greiner, Deutsches Museum und TUM School of Education

Das Konzept „Gläserne Wissenschaft“ steht vor dem Hintergrund der Frage, inwieweit der Schlüssel zum Verständnis moderner Naturwissenschaft darin liegt, deren Abläufe, Prozesse und Arbeitsweisen zu verstehen, und nicht nur ihre Ergebnisse. Ziel ist, der interessierten Öffentlichkeit den Prozess des naturwissenschaftlichen Forschens authentisch zu vermitteln.

Das Gläserne Forscherlabor bringt realen Forschungsalltag mitten ins Museum. Besucher haben die Möglichkeit, Forschenden bei ihrer Arbeit zuzusehen und Fragen zu stellen. Zur Vermittlung der naturwissenschaftlichen Forschungsmethodik werden im Gläsernen Labor Schülerkurse und Sprechstunden zu wissenschaftlichem Arbeiten angeboten.

Unterrichtsforschung und Schulpraxis – Two worlds apart?
Referentin:
Dr. Anne Wiesbeck, Technische Universität München

Haben Schülerinnen und Schüler, die selbstreguliert lernen, bessere Noten? Fördern Hausaufgaben wirklich den Lernerfolg? Und wie können digitale Medien bestmöglich im Unterricht eingesetzt werden? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die empirische Bildungsforschung. Damit die wissenschaftliche Evidenz auch in der Bildungspraxis ankommt, wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative Lehrerbildung an der TU München das erste deutschsprachige Clearing House im Bildungsbereich gegründet. Das Ziel des Clearing House Unterrichts ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu effektivem MINT-Unterricht zusammenzufassen und für die Lehrerbildung zielgruppengerecht aufzubereiten.

Zurück in die Arbeitswelten der Zukunft: Oral History trifft Zukunftsforschung
Referent:
Andie Rothenhäusler, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

In der Wissenschaftskommunikation wird bei Zukunftsfragen häufig nur die Generation von morgen als Zielgruppe berücksichtigt. Das Projekt „Zurück in die Arbeitswelten der Zukunft“ bezieht aber explizit auch Seniorinnen und Senioren ein und vergleicht die zukünftige Entwicklung der Arbeitswelten mit der vergangenen Entwicklung und früheren Zukunftsvisionen. Welche Visionen gab es schon früher? Lässt sich daraus etwas für die heutige Situation und den Blick in die Zukunft ableiten? Das Thema wird in einem generationenübergreifenden Dialog in vier Städten in Deutschland diskutiert sowie zu ausgewählten Berufsperspektiven filmische Oral History Interviews mit Seniorinnen und Senioren sowie Expertinnen und Experten und Jugendlichen geführt.

Perspektiven musealer Vermittlung im VR Lab am Deutschen Museum
Referentin:
Andrea Geipel, Deutsches Museum

Neue digitale Entwicklungen in den Bereichen Virtual Reality und Augmented Reality bieten auch für Museen neue Möglichkeiten im Umgang mit und in der Vermittlung des kulturellen Erbes. Zur Untersuchung von Perspektiven dreidimensionaler Visualisierungen in der musealen Vermittlung testet das Deutsche Museum verschiedene Anwendungsszenarien im 2018 eröffneten VR Lab. Das vorgestellte Projekt ist dem Verbundprojekt museum4punkt0 unter der Leitung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zugeordnet. Die verwendeten wissenschaftlichen Methoden zur Evaluation sowie erste Ergebnisse aus dem laufenden Betrieb werden vorgestellt und diskutiert.

Klänge der Materie – ein innovatives Arts&Science-Projekt
Referentin:
Dr. Christiane Maria Losert-Valiente Kroon, Universität Wien

Mit dem Projekt „Klänge der Materie“ wurden Komponistinnen und Komponisten aus der ganzen Welt dazu ermutigt, neue kreative Wege zu beschreiten, um wissenschaftliche Forschung aus dem Themenkomplex Materialphysik in musikalischer Form zu verarbeiten. Ausgehend von Bildmaterial (Computeranimationen, Fotografien, mikroskopische Aufnahmen) aus sieben physikalischen Forschungsprojekten wurden neue musikalische Werke bei drei Kompositionswettbewerben eingereicht und mit den wissenschaftlichen Konzepten in Verbindung gesetzt. Die beliebtesten Stücke werden der Öffentlichkeit in Form einer GPS-gesteuerten, interaktiven Ausstellung präsentiert.

Interaktive Formate: Wissenschaft, Kommunikation, Journalismus – Alle an einem Strang oder jeder Berufsstand für sich?

Moderation: Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Wissenschaftskommunikation.de
Fishbowl-Session, 90 Minuten

Im Idealszenario für die Wissenschaftskommunikation kommunizieren Forschende begeistert und treten mit der Bevölkerung in Dialog. Inwiefern ist dieses Szenario eine Utopie? Wollen Forschende überhaupt kommunizieren? Müssen sie sogar? Was benötigen die Kommunikationsabteilungen, was Journalistinnen und Journalisten, damit es zu einem korrekten Wissenstransfer zwischen Expertinnen und Experten, Bevölkerung und Politik kommt? In der Fishbowl-Diskussion werden diese Fragen gemeinsam mit dem Publikum diskutiert.

Referentinnen und Referenten:

Dr. Emanuel Wyler, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft Prof.
Dr. Ismeni Walter, Hochschule Ansbach
Ralf Röchert, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Interaktives Format: Forschungsmarketing: Via Twitter erfolgreich mit internationalen Zielgruppen kommunizieren

Moderation: Ulrike Wolpers und Katharina Adick, science stories und Corinna Stefani, DLR Projektträger
Interaktives Format, 90 Minuten

Im interaktiven Workshop werden in kleinen Gruppen geeignete Tweets in englischer Sprache für internationale Zielgruppen erarbeitet. Thematisiert werden unter anderem die Vorteile der Internationalisierung der Wissenschaftskommunikation, die Konzeptionierung und Umsetzung von internationalen Wissenschaftskommunikationsstrategien sowie die Bedeutung und Anwendung von Storytelling. In praktischen Übungen wird realistischer Content (Text, Bild, ggf. Audio/Video) erarbeitet, der für den Twitter-Kanal @ResearchGermany oder die Twitter-Kanäle der Teilnehmenden geeignet wäre.

12:30 – 13 p.m.

Karneval und Nikolaus - der satirische Rückblick auf die Wissenschaftskommunikation

Moderation: Philipp Schrögel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Dr. Jens Kube, Agentur für Wissenschaftskommunikation (awk/jk), Lars Fischer, Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH und Dr. Julia Offe, scienceslam.de

Der Kalender macht es in diesem Jahr schwer: Für einen Jahresrückblick, den Nikolaus und eine Prunk- oder Stunksitzung ist es eigentlich zu früh – aber für ein Halloween mit den gruseligsten Wissenschaftskommunikationsgeschichten etwas zu spät. Alles zusammengenommen passt es dann aber im Mittel: Zum Abschluss des Forum Wissenschaftskommunikation wollen wir wieder einen Blick auf die guten und schlechten Taten in den eigenen Reihen werfen, Karnevalsorden der Wissenschaftskommunikation verleihen und aktuelle Gruselgeschichten teilen. Der humorvolle selbstkritische Blick auf die eigene Community soll zum Schmunzeln und Nachdenken anregen – ohne alles allzu ernst zu nehmen. Denn, das wusste schon Karl Valentin: „Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."

1–1:30 p.m. Lunch

1:30 p.m. End of the 11th Forum Wissenschaftskommunikation