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Programme

12. Forum Wissenschaftskommunikation 2019

The 12th Forum Wissenschaftskommunikation takes place from 10 to 12 December 2019 in Essen at the Congress Center West of the Messe Essen. The thematic focus this year is “science meets art”.

Please note: The conference language of the 12th Forum Wissenschaftskommunikation is mainly German. Only those sessions and project presentations that have an English description will be held in English. The full programme is available in German only. 

The programme with the abstracs (pdf)

Tuesday, 10.12.2019

10:30 a.m.–12:30 p.m. Satellite programme

Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets

Führung
10:30–12 Uhr

In seiner Dauerausstellung präsentiert das Ruhr Museum die faszinierende Geschichte einer der größten Industrieregionen der Welt. In einer modernen und populären Konzeption verbindet es die Natur- und Kulturgeschichte in einem integrativen Konzept und präsentiert die Mythen, Bilder und Phänomene des Ruhrgebiets. Dabei nimmt das Ruhr Museum die wechselnden und imposanten Raumkonstellationen seines Ausstellungsgebäudes, der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, bewusst auf und verwebt sie mit seinen Inhalten.

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Treffpunkt: 10:30 Uhr im Besucherzentrum Zollverein A 14 (Schacht XII, Kohlenwäsche), 24m Ebene

Adresse: Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

Anfahrt: ab Essen Hbf mit der Straßenbahn KulturLinie 107 Richtung Gelsenkirchen bis Haltestelle „Zollverein“

Rückfahrt: zurück nach Essen Hbf mit der Straßenbahnlinie 107, dann in die Linie U11 umsteigen bis Haltestelle Messe West/Süd/Gruga

Über Kohle und Kumpel – Der Weg der Kohle auf der Zeche

Führung
10:30–12:30 Uhr

Bei dieser Führung erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die authentisch erhaltenen Übertageanlagen von Zollverein Schacht XII. Der Weg führt von der Schachthalle, in der früher die Kohle ankam, durch die Sieberei bis zur Kohlenwäsche, wo die Kohle aufbereitet und anschließend verladen wurde. Die Teilnehmenden lernen die Produktionsabläufe der einst größten und leistungsstärksten Steinkohlenzeche der Welt kennen und erfahren spannende Details über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zollverein-Bergleute. Der Gästeführer vermittelt außerdem interessante Fakten zu Architektur, Natur und den Wandel des Zollvereins vom Bergwerk zum modernen Kulturstandort.

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Treffpunkt: 10:30 Uhr am Besucherzentrum Zollverein A 14 (Schacht XII, Kohlenwäsche), 24m Ebene

Adresse: Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

Anfahrt: ab Essen Hbf mit der Straßenbahn KulturLinie 107 Richtung Gelsenkirchen bis Haltestelle „Zollverein“

Rückfahrt: zurück nach Essen Hbf mit der Straßenbahnlinie 107, dann in die Linie U11 umsteigen bis Haltestelle Messe West/Süd/Gruga

„Der montierte Mensch“: Sichtweise von Kunstschaffenden auf die digitalisierte Welt

Führung
11–12 Uhr

Die medien- und epochenübergreifende Ausstellung „Der montierte Mensch“ widmet sich den großen gesellschaftlichen Umbrüchen der letzten 150 Jahre: Sie präsentiert Kunst als Spiegel der Industrialisierung, Technisierung und Digitalisierung. Im Vordergund steht das Verhältnis von Mensch und Maschine von der Industriellen Revolution bis ins digitale Zeitalter. Dabei reichen die Exponate vom Realismus im ausgehenden 19. Jahrhundert über die Kunst der Moderne und den Futurismus, die Experimente mit neuen technologischen Bildmedien in den 1960er Jahren und die Kybernetik bis in die Bereiche der digitalen Welten und der künstlichen Intelligenz.

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Treffpunkt: Museum Folkwang

Adresse: Museumsplatz 1, 45128 Essen

Anfahrt: www.museum-folkwang.de

Folkwang Universität der Künste: Führung Fachbereich Gestaltung

Führung: Christoph Dorsz, Folkwang Universität der Künste
10–11:30 Uhr

Folkwang gilt als eine der ältesten Ausbildungsstätten für Fotografie in Deutschland und wurde in den 1950er Jahren unter Otto Steinert zum Inbegriff für Fotografieausbildung. Auch die Disziplinen Kommunikationsdesign und Industrial Design sind der besonderen Folkwang Tradition verpflichtet. Dafür stehen zahlreiche bedeutende Lehrende und das große Spektrum der interdisziplinären künstlerischen, wissenschaftlichen und praktischen Ausbildung. Auf dieser Grundlage pflegt der gesamte Folkwang Fachbereich Gestaltung das transdisziplinäre Arbeiten mit internationalen Partnerinnen und Partnern und den engen Kontakt zu Wirtschaft und Industrie. So wird die Folkwang-Idee lebendig und realitätsnah in die Zukunft getragen.

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Treffpunkt: 9:45 Uhr an der Folkwang Universität der Künste, Campus Welterbe Zollverein

Adresse: Martin-Kremmer-Straße 21, 45327 Essen

Künstliche Intelligenz im Smart Hospital

Vortrag und Führung: Prof. Dr. Jochen Alfred Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen
10:30–12 Uhr

Teilnehmende haben die Gelegenheit, die Universitätsmedizin Essen mit zwei ihrer herausragenden Alleinstellungsmerkmale kennenzulernen. Zum einen erfahren sie den neuesten Stand des Projektes „Künstliche Intelligenz im Smart Hospital“ durch den Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Essen Prof. Dr. Jochen A. Werner. Zum anderen haben Sie die Möglichkeit, im Rahmen einer Führung das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen (WPE) - eines der innovativsten Strahlentherapiezentren Deutschlands sowie Europas größte Strahlentherapie für pädiatrisch-onkologische Patientinnen und Patienten – zu besichtigen.

Maximale Teilnehmerzahl: 50

Treffpunkt: 10:30 Uhr am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE)

Adresse: Am Mühlenbach 1, 45147 Essen

Ablauf:
10:30–11:15 Uhr: Vortrag zum Thema „Künstliche Intelligenz“, Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor des WPE
11:15–12 Uhr: Führung durch das WPE

Innovation und Technik – Der Evonik Standort Essen Goldschmidtstraße

Führung
10:15–12:15 Uhr

Der 1889 gegründete Standort Essen Goldschmidtstraße der Evonik Industries AG ist der größte produzierende Industriebetrieb der Stadt. Heute ist das Werk ein moderner Produktions- und Verwaltungsstandort mit Marketing und Vertrieb, Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik. Rund 1.200 verschiedene Produkte werden hier hergestellt, unter anderem Additive für die Farb- und Lackindustrie sowie Kunststoffadditive. Teilnehmende bekommen eine vollautomatische Misch- und Testanlage für Lackformulierungen – die erste ihrer Art in der chemischen Industrie – zu sehen. Außerdem erhalten sie einen Einblick in das Technikum für Polymeradditive, in dem Evonik die Eigenschaften der Produkte im industriellen Einsatz testen kann.

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Treffpunkt: 10:00 Uhr am Evonik-Standort Essen Goldschmidtstraße, Tor 3

Adresse: Gerlingstraße 65, 45139 Essen

Essener Stadtrundgang auf Bauhaus-Spuren

Führung
10:30–12:30 Uhr

Teilnehmende können auf einer Entdeckungsreise durch die Essener Innenstadt erleben, wie die „Bauhaus“-Bewegung und die von ihr inspirierten Architekten das Bild der Essener City geprägt haben – und das bis heute. Der Rundgang führt zu baulichen Zeugen aus der Zeit der Essener Aufbrüche, die Essen zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu einer kulturell bedeutenden Großstadt werden ließen. Auf dem Programm stehen unter anderem das Deutschlandhaus (Edmund Körner), die Theaterpassage (Georg Metzendorf) und die Essener Lichtburg (Ernst Bode) mit dem größten Kinosaal Deutschlands. Auch der Essener Dom und ein Besuch der Alten Synagoge dürfen nicht fehlen.Text

Maximale Teilnehmerzahl: 25

Treffpunkt: Touristikzentrale Essen

Adresse: Am Hauptbahnhof 2, 45127 Essen

From 12:30 p.m. Registration

Registration and coffee reception at Congress Center West of the Messe Essen Messeplatz 1, 45131 Essen

1:30 p.m. Greeting

Greeting: Markus Weißkopf, Geschäftsführer der Wissenschaft im Dialog gGmbH

Welcoming words: Prof. Dr. Stefan Heinemann, Vorstandsvorsitzender der Initiative Wissenschaftsstadt Essen, FOM Hochschule / Universitätsmedizin Essen

1:45–2:30 p.m. Keynote

Speaker: Prof. Dr. Michael John Gorman, BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern/LMU München

2:30–3:15 p.m. Break

Networking with Speed-Dating
Moderation: Achim Englert, Phänomenta Flensburg e.V.

3:15–4:45 p.m. Parallel programme/sessions until 4:30 p.m.

Interaktives Format: Das Barcamp der FOM Hochschule zu Gast beim 12. Forum Wissenschaftskommunikation

Moderation: Yasmin Lindner und Holger Gottesmann, FOM Hochschule und Philip Dunkhase, Leuphana Universität Lüneburg
Interaktives Format − Barcamp, 210 Minuten
15:15–18:45 Uhr

Einfach machen, einfach diskutieren, einfach Themen setzen! Die FOM Hochschule, die seit 2014 jährlich ein großes Hochschulbarcamp veranstaltet, ist beim 12. Forum Wissenschaftskommunikation mit einem kompakten Barcamp zu Gast. Hier können brandaktuelle Fragen rund um die Wissenschaftskommunikation thematisiert und vertieft werden! Barcamps sind geprägt von einer offenen, informellen Workshop-Atmosphäre. Die Veranstaltung lebt von ihren Teilnehmenden und deren Interaktion: Sie stellen spontan ein gemeinsames Programm auf, das sie selbst mit ihren Beiträgen füllen.

Bei dieser Session-Planung schlagen Teilnehmende Themen für Vorträge, Diskussionen und Workshops vor. Basierend auf den Reaktionen der anderen entwickelt sich so ein vielseitiges, auf die Wünsche und aktuellen Fragestellungen der Teilnehmenden zugeschnittenes Programm.

Session: Von der Schönheit der Wissenschaft und dem Wissen der Künste

Moderation: Margrit Lichtschlag, Stiftungsverband Rat für Kulturelle Bildung e.V.
Session, 75 Minuten

Im Rat für Kulturelle Bildung kommen künstlerische und wissenschaftliche Expertisen zusammen, um die Qualität und den Stellenwert kultureller Bildung zu stärken. Doch was bedeutet das für die praktische Zusammenarbeit? Wie kann Kommunikation, Austausch und gemeinsames Arbeiten zwischen Kunst und Wissenschaft gelingen? Welche Hürden müssen genommen, welche Perspektivwechsel vollzogen, welche Sprache gefunden werden? Und wie lassen sich die Erkenntnisse für eine Politik und Öffentlichkeit übersetzen, die evidenzbasierte Argumentationen gewohnt sind? Diese Fragen werden in der Session diskutiert.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Diemut Schilling, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Prof. Dr. Johannes Bilstein, Folkwang Universität der Künste Essen

Unermesslich!? Wie können wir das Engagement von Forschenden für die Wissenschaftskommunikation erfassen?

Moderation: Dr. Philipp Niemann, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)
Session, 75 Minuten

An vielen Stellen wird gefordert, das Engagement in der Wissenschaftskommunikation als Kriterium für Förderungen und Berufungen heranzuziehen. Auch in der Bewertung von Organisationen soll dieser Bereich stärker gewichtet werden. Aber wie kann Engagement für den Dialog mit der Gesellschaft gemessen werden? International gibt es bereits einige Ansätze, diese Leistungen auch quantitativ zu erfassen. Über erste Erfahrungen und Herausforderungen, eine mögliche Übertragbarkeit für Deutschland und die weitere Entwicklung soll in dieser Session diskutiert werden.

Referentinnen und Referenten:

Dr. Max Voegler, Elsevier
Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog
Dr. Benedikt Fecher, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)

Interaktives Format: Facts, fake oder fiction – Wissenschaftskommunikation zwischen Populismus und fachlicher Qualität

Moderation: Verena Menz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Interaktives Format, 90 Minuten

Populistische Thesen verbreiten sich häufig schneller, lauter und manchmal sogar politisch bestimmender als differenzierte wissenschaftliche Argumentationen. Die Wissenschaftskommunikation gerät dabei manchmal in eine passive, reaktive Rolle, anstatt selbst Themen zu setzen und besetzen. Beispiele hierfür sind die Klimaskepsis, die Argumentationen von Impfgegnerinnen und -gegnern, die Stick-oxid-Debatte oder die Diskussion um die Wirkung von Homöopathie.

In einem World Café soll erörtert werden, welche Lösungsansätze es für die Wissenschaftskommunikation geben kann. Was kommt auf uns zu und wie können wir gut vorbereitet sein? Die Zeit der sozialen Medien erfordert eine schnelle – fast umgehende – Antwort auf Debatten. Wie kann dies in fachlicher Qualität geleistet werden? Und werden neue Wege im Wissenschaftssystem selbst benötigt?

Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Markus Große Ophoff, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Prof. Stefan Rahmstorf, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Christian Schwägerl, RiffReporter

Der Hochschulwettbewerb 2019: Junge Forschende kommunizieren ihre Arbeit

Moderation: Dr. Julia Gantenberg, Universität Bremen

Unter dem Motto „Zeigt eure Forschung!“ waren im Hochschulwettbewerb zum Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz Studierende, Promovierende und junge Forschende aller Fachbereiche aufgerufen, Projekte zum Thema des Wissenschaftsjahres zu entwickeln. Mit ihren Wettbewerbsbeiträgen sollten sie ihre Forschung auf interaktive Art und Weise verständlich machen. Die 15 besten Projekte wurden mit je 10.000 Euro ausgezeichnet und hatten ein Jahr Zeit, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Im Rahmen des Forum Wissenschaftskommunikation werden die Projekte vorgestellt – und die besten drei Umsetzungen ausgezeichnet.

4:45–5:15 p.m. Break

5:15–6:45 p.m. Parallel programme

Verleihung der Lorenz Oken Medaille der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e.V. an den Journalisten Gert Scobel

Moderation: Hannes Schlender, scienceRelations
Laudatio: Prof. Dr. Julika Griem, Kulturwissenschaftliches Institut Essen
Preisübergabe: Prof. Dr. Martin Lohse, Präsident der GDNÄ
Preisverleihung, 60 Minuten

Ein wesentliches Ziel der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) ist es, die Faszination und Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse gegenüber der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dazu braucht man Persönlichkeiten, die diese Aufgabe mit großer Begeisterung und Engagement übernehmen und dabei mit allgemeinverständlicher Interpretation eine große Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit genießen. Solchen Persönlichkeiten verleiht die GDNÄ seit 1983 in Erinnerung an den Gründer der GDNÄ die Lorenz-Oken-Medaille.

Gert Scobel stellt wöchentlich mit in seiner Sendung „scobel“ bei 3sat unter Beweis, dass er zu den Persönlichkeiten gehört, die diesen Preis mit Nachdruck verdienen. Er steht für die Leitmotive des Wissenschaftsjournalismus, nämlich Aufklärung, gesellschaftliche Emanzipation und Stärkung der Urteilskraft. Das ist gerade heute in Zeiten der „Fake News“ besonders wichtig. Gerd Scobel nutzt das Massenmedium Fernsehen in vorbildlicher Weise, um den Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft zu stärken. Dabei versteht er es immer wieder hervorragend, die Brücke zwischen Wissenschaft und medialer Vermittlung zu bauen.

 

Vortrag: Humboldt 2.0 – Wissen schaffen in turbulenten Zeiten, Prof. Gert Scobel

Wilhelm von Humboldt hatte, zusammen mit seinem Bruder Alexander von Humboldt, das deutsche Bildungssystem seiner Zeit vollständig erneuert, revolutioniert und zukunftsfähig gemacht. Das daraus resultierende Humboldtsche Bildungsideal sicherte lange Zeit deutschen Universitäten den Spitzenplatz im internationalen Bildungswettlauf. Gleichzeitig stellen Wilhelm von Humboldts berühmte, öffentlich gehaltene Berliner Kosmos-Vorlesungen nicht nur einen kulturellen Höhepunkt der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts dar, sondern galten als weithin sichtbares Zeichen, dass sich ernsthafte Wissenschaft und populäre Kommunikation dessen, was sie erforscht und an Erkenntnis hervorbringen kann, durchaus miteinander vereinbaren lassen. Heute scheint beides, echte Wissenschaft und ihre populäre Kommunikation, ausgerechnet im Zeitalter des Internets weiter denn je auseinanderzufallen. Verdummender Massenkommunikation und Fake News auf der einen Seite steht eine hoch wissenschaftliche, aber in vielerlei Hinsicht in Verruf geratene Forschungslandschaft gegenüber. Sieht man von der Zeit des Nationalsozialismus ab, mussten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schon lange nicht mehr derart hart und bewusst ihren Weg politisch bahnen, ihn strategisch absichern und geschickt massentauglich kommunizieren. Der Vortrag wirft ein Licht auf die derzeitigen Probleme der politisch unter Druck geratenen, aber auch durch internationale Konkurrenz und neue Medien bedrängten Wissenschaften und untersucht, wie ein möglicher Ausweg gefunden werden könnte.

Interaktives Format: Erfolgsmessung im internationalen Forschungsmarketing

Moderation: Prof. Dr. Michael Bernecker, Deutsches Institut für Marketing und Corinna Stefani, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Interaktives Format, 90 Minuten

Die Forderungen nach Transparenz und Return on Investment im Marketing sind omnipräsent, auch im internationalen Forschungsmarketing. Das World Café beschäftigt sich mit Herangehensweisen und konkreten Key Performance Indicators (KPI), die für Transparenz sorgen und eine Optimierung aller Kommunikationsmaßnahmen im Forschungsumfeld erlauben. Für verschiedene Gattungen von Kommunikationsmaßnahmen werden gemeinsam KPIs auf den Ebenen Reichweite, Interaktion und Transaktion erarbeitet.

Interactive workshop: Come for the comics, stay for the science – Science communication through comic art

Moderation: Annie Voigt, Charité Berlin
Interactive workshop, 90 minutes

This workshop aims to get participants involved in the creation, application and discussion of comics as an artistic form of science communication. By using BotsAndBrainz as a case study, the workshop introduces the concept of comics, and how a character’s adventure can be used to get an audience interested in science. In the hands-on part of the workshop, participants will choose an adventure topic and draw their very first science communication comic. Based on their new experience, participants discuss the question: Comics as an artistic form of science communication – is it for me?

Speaker:

Julia Uraji, Max Planck Institute for Biophysical Chemistry
Marie Niederleithinger, Ludwig Boltzmann Gesellschaft

6:45 p.m. The end of the daily programme

From 7 p.m. Evening programme

Transfer to the evening reception at RWE Pavillon

From 7:30 p.m.

Evening reception at the invitation of the city of Essen at RWE Pavillon

Welcoming words: Rudolf Jelinek, 1. Bürgermeister der Stadt Essen

Wednesday, 11.12.2019

9 –10:30 a.m. Parallel programme/ sessions until 10:15 a.m.

Session: We share our office with a giant squid – this and other stories when creativity meets research

Moderation: Calum McAndrew, University of St Andrews
Session, 75 minutes

Creativity is the key to innovation in education, and often budget, and health and safety regulations are the only limit to our imagination. From life-size dinosaur puppets to hands-on anatomical models, storytelling, animations, and co-design - this session explores the diversity of creativity in practical public engagement and science communication. With creativity (and super glue) it brings research stories to life and puts the audience at the centre of engagement.

Speaker:

Dr Mhairi Stewart and Henry Rae, University of St Andrews
Dr Alina Loth, University of Cambridge

Session: Kunst trifft Wissenschaft: Aufprall oder Umarmung?

Moderation: Felix Sattler, Tieranatomisches Theater der Humboldt-Universität zu Berlin
Session, 75 Minuten

Vier Jahre lang stellte das von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt „Kunst/Natur. Künstlerische Interventionen im Museum für Naturkunde Berlin“ ein Experimentierfeld für den Dialog von Wissenschaft und Kunst dar. Kunstschaffende aus Literatur, Bildender Kunst und Klangkunst entwickelten neue Werke in Auseinandersetzung mit dem Museum, seiner Forschung, den Sammlungen und Ausstellungen. In der Session werden unterschiedliche Erwartungen und Erkenntnisse, Hürden und Voraussetzungen für eine gelungene Begegnung zur Diskussion gestellt.

Referentinnen und Referenten:

Anita Hermannstädter, Museum für Naturkunde Berlin
Sabine Scho, Schriftstellerin
Justin Time, Justin Time Productions

Projektvorstellungen I

Moderation: Dr. Susanne Kiewitz, Max-Planck-Gesellschaft
Kurzvorträge, 90 Minuten

Literatur.Wissenschaft für ‘digital natives’
Referent: Dr. Claudius Sittig, Universität Rostock

Vorgestellt wird ein Kooperationsprojekt zwischen Expertinnen und Experten aus Literaturwis-senschaft, künstlerischer Sprecherziehung sowie Motion-Typographie und Interface-Design. Es nutzt Möglichkeiten der multimodalen Kommunikation in den digitalen Medien, um auf der Basis von „Stimme“ und „Schrift“ neue Räume für die intuitive ästhetische Erfahrung von Literatur zu eröffnen, literaturwissenschaftliches Wissen neu zu vermitteln und neue Wege der künstlerischen Forschung zu gehen.

Die Hybrid Plattform (UdK Berlin & TU Berlin) verbindet Künste, Wissenschaft und Technik
Referentin: Nina Horstmann, Hybrid Plattform – Universität der Künste Berlin & Technische Universität Berlin

Die Hybrid Plattform dient dem Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik. Seit 2011 besteht sie als gemeinsame Einrichtung der Universität der Künste Berlin und der Technischen Universität Berlin für disziplinenübergreifende Kooperationsprojekte, Lehrformate und Veranstaltungen. Sie agiert als Türöffnerin und Vermittlerin in die jeweils andere Institution und schafft Verbindungen mit weiteren Partnern. Mit dem Vorstellen von Beispielen, Erfahrungen und Evaluationsergebnisse soll inspiriert, jedoch auch ein Einblick in die Realitäten solcher Kooperationen zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen gegeben werden.

Bot or not? – Künstliche Intelligenz gegen echte Kreativität
Referentin: Vanessa Krogmann, Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

„Bot or not?“ vereint Wissenschaft mit Kunst/Literatur. Angelehnt an Poetry-Slams tragen drei Poetry-Slammerinnen und -Slammer jeweils zwei Gedichte vor. Dabei wird je einer der Texte von der vortragenden Person und einer von einer künstlichen Intelligenz (KI) geschrieben. Im Anschluss stimmt das Publikum ab: Bot or not? Vom Menschen oder von der Maschine geschrieben? Kann KI kreativ sein?

Wissenschaft trifft Kunst – der Gastkommentar
Referentin:
Dr. Chantal Eschenfelder, Städel Museum

Was sehen ein Klimaforscher oder eine Chemikerin in den Werken des Städel-Museums? Welche Verbindung gibt es zwischen der europäischen Rechtsgeschichte und der bildenden Kunst? In der Reihe „Gastkommentar“ eröffnen Forschende der Max-Planck-Gesellschaft den Museumsbesucherinnen und -besuchern auf jeweils individuell zusammengestellten Rundgängen ihre ganz eigenen Sichtweisen auf die Werke des bekannten Kunstmuseums in Frankfurt a.M.. Die Bilder dienen als Inspirationsquelle, um über ihre jeweilige Forschung zu sprechen.

Beats & Bits, der Musikwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz
Referent: Martin Gora, Wissenschaft im Dialog

„Beats & Bits“ ist ein bundesweiter Wettbewerb für KI-Kompositionen. Bürgerinnen und Bürger werden dazu aufgerufen, durch den Einsatz von online zugänglichen KI-Softwares ihr eigenes Musikstück zu komponieren. Dabei werden sie dazu animiert, sich persönlich und kreativ mit den Möglichkeiten von KI auseinanderzusetzen – in einem künstlerischen Bereich, der häufig nicht auf Anhieb mit Künstlicher Intelligenz verbunden wird.

Fishbowl: …und dann kam Greta Thunberg

Moderation: Dr. Jens Kube, Agentur für Wissenschaftskommunikation awk/jk
Fishbowl, 90 Minuten

Mit freitäglichen Schulstreiks hat Greta Thunberg eine globale Klima-Protestwelle losgetreten, die auch von Forschenden als Scientists For Future aufgenommen wurde. Warum schafft eine 16-jährige Schülerin, was jahrzehntelang den Klimaforschenden nicht gelang – nämlich aufrüttelnde Aufmerksamkeit zu erlangen, die in den politischen Raum ausstrahlt? Was kann und muss die Wissenschaftskommunikation daraus lernen? In der Fishbowl-Diskussion wird untersucht, was zu Scientists For Future geführt hat und warum der simple Kommunikationsweg von Thunberg anscheinend neue Tore geöffnet hat.

Referentinnen und Referenten:
Dr. Josef Zens, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Ulrike Prange, MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Prof. Dr. Hannah Schmid-Petri, Universität Passau
N.N., Fridays for Future

Interaktives Format: Science-Streetart: Subversion oder Kommunikation?

Moderation: Mathilde Bessert-Nettelbeck, Sabrina Livanec und Ludmilla Bartscht, Universität Freiburg, Philipp Schrögel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Gianna Reich, NETSYNO und Dellephant
Interaktives Format, 90 Minuten

Begegnungen zwischen Wissenschaft und Kunst finden häufig eher im Bereich der bildungsbürgerlichen Hochkultur statt. Während dies wichtige Impulse sowohl an Wissenschaft und Kunst als auch an die Bevölkerung weitergeben kann, stellt sich die Frage, wie auch andere Bevölkerungsgruppen einbezogen werden können. Ein Beispiel dafür kann Streetart sein, ob Graffiti, Wandgemälde oder andere visuelle Interventionen im Stadtraum. Der Streetart-Kultur haftet ein Ruf des Subversiven an, dabei können dadurch wirkmächtige Impulse in gesellschaftlichen und politischen Diskursen gesetzt werden – auch zu Wissenschaftsthemen. Die Kunstform spricht Bevölkerungsgruppen außerhalb des akademischen Milieus an und bringt ein junges urbanes Publikum zum Diskutieren. Der Workshop stellt die Kunstform Streetart vor, reflektiert deren Möglichkeiten und gibt Gelegenheit, an konkreten Beispielen selbst kreativ tätig zu werden.

10:30–11 a.m. Break

Networking with Speed-Dating
Moderation: Achim Englert, Phänomenta Flensburg e.V.

11 a.m.–12:30 p.m. Parallel programme/sessions until 12:15 p.m.

Session: The creative power of scientifc ignorance

Moderation: Philippe Bischof, Pro Helvetia
Session, 75 minutes

Transdisciplinary approaches between art and science can help to rethink and to advance how our manifoldly networked and therefore increasingly complex world is shaped. More than ever, the ability to fathom and rethink the systems in which we live seems called for. This applies to both cultural and scientific production. However, the question arises whether the “right” and thus the most effective models already exist or still need to be found. Together with the speakers, we want to critically discuss existing transdisciplinary formats and reflect on forward-looking models as well as the role of knowledge and culture promotion.

Speaker:

Monica Bello, European Organization for Nuclear Research (CERN)
Aparna Rao, freelance Artist

Session: MIND THE FUNGI!

Moderation: Martin Weinhold, Menschenfotograf
Session, 75 Minuten

Die Pilzbiotechnologie liefert Lösungsansätze für den Übergang von einer erdölbasierten zu einer nachhaltigen, auf nachwachsenden Rohstoffen basierten Welt. Schimmelpilze und Baumpilze werden genetisch zu Zellfabriken umprogrammiert, die Medikamente, Enzyme, Verpackungsmaterialien, Baustoffe und sogar Leder produzieren. In dem Berliner Citizen-Science-Projekt „Mind the Fungi!“ gehen Wissenschaft und Kunst einen gemeinsamen Weg, um neue Ideen für die Pilzbiotechnologie der Zukunft zu diskutieren, umzusetzen und an die Öffentlichkeit zu tragen. In der Session geht es um Ziele, (Un)Mögliches, Erreichtes und einen Paradigmenwechsel im Projekt.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Vera Meyer, Technische Universität Berlin
Regine Rapp, Art Laboratory Berlin
Nina Fabert, ZVNDER

Projektvorstellungen II

Moderation: Christin Liedtke, Helmholtz-Gemeinschaft
Kurzvorträge, 90 Minuten

Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie
Referentin:
Sindy Duong, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Nahrung, Kleidung, Wärme – schon immer haben Menschen die Natur für Ihre Zwecke und Bedürfnisse genutzt. Mit dem Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie will das Bundesministerium für Bildung und Forschung aufzeigen, welchen Beitrag eine biobasierte, an natürlichen Stoffkreisläufen orientierte Wirtschafts- und Lebensweise zur Bewältigung globaler Herausforderungen, wie der Klimaerwärmung oder der Verschmutzung von Land und Wasser, leisten und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen eröffnen kann. Forschung und Wissenschaft sind dabei die maßgeblichen Treiber, um tragbare und zukunftsfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Mit dem Wissenschaftsjahr 2020 möchte das BMBF den gesellschaftlichen Dialog zu einer nachhaltigen Bioökonomie befördern. Hierfür wird das BMBF im 20. Jahr seiner Wissenschaftsjahre wieder ein reiches Spektrum an bewährten aber auch innovativen Aktivitäten und Formaten nutzen.

Global Young Faculty: künstlerische Darstellung wissenschaftlicher Arbeit in der Metropole Ruhr
Referentin:
Dr. Anne Volkenhoff, Mercator Research Center Ruhr GmbH

Im Netzwerkprojekt Global Young Faculty (GYF) kommen herausragende Nachwuchsforschende der Metropole Ruhr sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der regionalen Wirtschaft zusammen. In interdisziplinären Arbeitsgruppen bearbeiten sie Themen von gemeinsamem Interesse und können dabei Wissenschaft und Kunst miteinander vereinen. Präsentiert werden das Konzept der GYF und ihre verschiedenen Wege, Wissenschaft künstlerisch darzustellen. Zudem werden Erfahrungen geteilt, die während der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Kunst gesammelt wurden.

Evidence matters – wissenschaftliche Fakten als Entscheidungsgrundlage für Abgeordnete im EU-Parlament
Referent:
Jean-Paul Bertemes, Fonds National de la Recherche

Inwiefern sollten im EU-Parlament wissenschaftliche Fakten und Studien als Entscheidungsgrundlage genutzt werden? Und sollten die Wahlberechtigten erfahren, auf welche Fakten sich die Politikerinnen und Politiker berufen, wenn sie abstimmen? Der FNR hat hierzu Diskussionsworkshops zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Forschenden organisiert. Das Resultat: Ein draft of expectations, das den Angehörigen des EU-Parlaments überreicht wurde, um danach in einen Dialog mit den Abgeordneten zu treten. Was kam dabei heraus? Wie soll es weitergehen? Und welche Rolle kann die Wissenschaftskommunikation in der Politikberatung spielen?

Wissenschaftskommunikation im ländlichen Raum – Ein Praxisbericht der Universität Greifswald
Referentin: Julia Lammertz, Universität Greifswald

Wie kann Wissenschaftskommunikation den ländlichen Raum erreichen? In der Vortragsreihe „Universität in der Region“ präsentieren Forschende in allgemeinverständlichen Vorträgen neueste Erkenntnisse zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Digitalisierung, Klimaschutz, Demokratie oder Demenz, aber auch regionale Forschungsprojekte. Die Vorträge finden in der Region Vorpommern statt, im Museum, im Krankenhaus oder in der Kirche – die Orte sind so vielfältig wie die Themen. Ziel ist, den Austausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirt-schaft zu fördern und die Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Vorpommern zu stärken.

„Physik war damals mein Hassfach“ – Echtes Forschen in Kindergarten und Grundschule
Referent: Christoph Larssen, Haus der kleinen Forscher

Kinder sind in der Regel begeistert, wenn sie ihrer Neugier freien Lauf lassen und Dinge ausprobieren können. Doch im MINT-Unterricht reicht es in den meisten Fällen bestenfalls dazu, vorgefertigte Experimente abzuarbeiten. In diesem Erfahrungsbericht geht es um Workshops, die Fach- und Lehrkräfte dazu ermutigen, mit Kindern frei und offen zu forschen. Das führt nicht nur zu einem besseren Verständnis von Wissenschaft, sondern ganz nebenbei zum Beispiel auch zu einer Verbesserung von Feinmotorik, Sprach- und Sozialkompetenz.

La La Lab - wie Musik Mathematik und Mathematik Musik vermittelt
Referent: Dr. Andreas Matt, Imaginary gGmbH

La La Lab – die Mathematik der Musik ist ein open source Ausstellungslabor zur Vermittlung aktueller Forschung in Mathematik und Musik. Musikerinnen und Musiker, Mathematikerinnen und Mathematiker haben gemeinsam rund 20 Exponate entworfen, die Besucherinnen und Besucher auf eine Entdeckungsreise einladen. In der Projektvorstellung werden die Erfahrungen in der Konzeption von La La Lab dargestellt. Sie können als Inspiration und Motivation dienen, Ausstellungsformate im Spannungsfeld „Kunst und Wissenschaft“ umzusetzen.

Fishbowl: Wissenschaft. Kunst. Wissenschaftskommunikation – Perspektiven einer Dreiecksbeziehung

Moderation: Dr. Anett Holzheid, Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Fishbowl, 90 Minuten

Was haben Mikroorganismen, künstlerische Forschung und Wissenschaftskommunikation als Kunst der visuellen Übersetzung von Information gemeinsam? Kunst ist als kritischer Kommentar, als lösungsorientiertes Explorieren gesellschaftsorientiert und nähert sich den angewandten Wissenschaften. Zugleich bezieht sie Inspiration aus wissenschaftlichen Erkenntnissen. Für Wissenschaft und Kunst ist die Mediatorenrolle der Wissenschaftskommunikation wiederum unverzichtbar. In der Fishbowldiskussion geht es um die Notwendigkeiten eines je eigenen spezifisch disziplinären Denkens und Handelns als auch die Möglichkeiten und Visionen neuer Allianzen.

Referentinnen und Referenten:

Dr. Theresa Schubert, Medienkünstlerin
Chris Spatschek, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)
Dr. Thomas Böttcher, Universität Konstanz

Interaktives Format: „Herzlich willkommen“ – beim Workshop Grußworte

Moderation: Klaus Wingen und Beatrice Lugger, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)
Interaktives Format, 90 Minuten

Kulturelle Veranstaltungen sind ein hervorragender „Türöffner“, um als wissenschaftliche Einrichtung mit unterschiedlichen Zielgruppen ins Gespräch zu kommen – von Partnern im Forschungsverbund bis hin zur breiten Öffentlichkeit. Die Begrüßung der Gäste ist Sache der Einrichtungsleitung, der Text der Rede entsteht häufig in der Kommunikationsabteilung – und es lohnt sich, ein entsprechendes Grußwort als Chance zur gezielten Ansprache zu nutzen. Der Workshop befasst sich daher mit den Besonderheiten von geschriebener und gesprochener Sprache. Dabei werden die Teilnehmenden in die die Ghostwriter-Rolle schlüpfen und selbst ein kurzes Grußwort formulieren.

12:30–1:30 p.m. Lunch break

1:30–3 p.m. Parallel programme/sessions until 2:45 p.m.

Session: Pecha Kucha „Die Gruppentherapie“ – Wenn das Publikum macht, was es will

Moderation: Achim Englert, Phänomenta e.V.
Session, 75 Minuten

Wissenschaftskommunikation soll Botschaften transportieren, komplexe Themen verständlich und interessant verpacken. Was aber, wenn das nicht klappt? Wenn Fakten falsch interpretiert oder Exponate vom Publikum nicht wie vorgesehen genutzt werden? Im Workshop wird das Format „Pecha Kucha“ in den Vordergrund gestellt. Dabei werden auch humorvolle Geschichten erzählt, in denen das Publikum neue Sichtweisen auf Dinge ermöglicht. Man lernt schließlich nie aus.

Referentinnen und Referenten:

Christina Rühlmann, Archimedes Exhibitions GmbH
Beate Langholf, Wissenschaft im Dialog
Stefanie Mahler, German Stem Cell Network (GSCN) e.V.
Dr. Susann Beetz, Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Session: Rot oder Grün? Bei der Wahrnehmung der Gentechnik herrscht keine Farbenblindheit

Moderation: Hannes Schlender, scienceRELATIONS
Session, 75 Minuten

Die Genom-Editierung lässt sich in der Medizin sowie in der Landwirtschaft anwenden. Beide Anwendungsbeispiele werden allerdings öffentlich sehr unterschiedlich bewertet. Wie kann eine breitere Öffentlichkeit frühzeitig in Diskussionen über die Nutzung einbezogen werden? Zwei Praxisbespiele werden vorgestellt: Eine Supermarkt-Intervention zur Pflanzenzüchtung mit Klangkunstarbeiten sowie Planspiele und Unterhausdebatten zur medizinischen Anwendung. Die Ergebnisse werden in einen ethischen Kontext eingeordnet und kommunikative Herausforderungen diskutiert.

Referentinnen und Referenten:

Dr. Arwen Cross, European XFEL
Dr. Julia Diekämper, Museum für Naturkunde Berlin
Dr. Robert Ranisch, Universität Tübingen

Projektvorstellungen „spezial“: Präsentation von Studienergebnissen

Moderation: Dr. Jutta Rateike, Deutsche Forschungsgemeinschaft
Kurzvorträge, 90 Minuten

Perspektivwechsel: Wissenschaftliche Sammlungen im Kunstdiskurs
Referentin:
Kirsten Vincenz, TU Dresden

(Historische) Universitäre Lehrsammlungen bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für Wissenschaft und Kunst. Forschung und Wissen befinden sich in kontinuierlichem Wandel – der materielle Bestand der gesammelten Forschungs- und Kunstobjekte muss deshalb immer wieder neu befragt, in aktuelle Kontexte eingebunden und an die Öffentlichkeit gebracht werden. Wie kann dies gelingen? Die Projektvorstellung „spezial“ beleuchtet unterschiedliche Vermittlungsformate und Forschungsprojekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Forschung, Kunst und Gesellschaft. Dabei wird hinterfragt und analysiert, wo die Potenziale, aber auch Gründe für ein Scheitern liegen können.

Plastics: The Good, The Bad & The Ugly. Understanding science through art.
Referentin: Dr. Cordula Weiss, Waterford Institute of Technology

Plastic pollution is at the forefront of public consciousness and is of concern to the EU. How can we reconcile our dependency on plastic with protecting the environment? These inquiries span many disciplines: in order to investigate the issues and imagine solutions, the technical and the creative must meet. In the STEAM Project ‘Plastics: The Good, The Bad & The Ugly’, students researched plastics-related environmental issues and created thought-provoking art installations using plastic toys and materials found on local beaches. The programme was developed by a team of scientists and artists for post-primary and primary students and can be replicated else-where.

The rise of Science Comedy: Comparing shows at science and arts festivals
Referentin:
Dr. Hannah Little, UWE Bristol

Live science comedy shows have exploded in the past decade in the UK. These shows can range from stand-up comedy to musical theatre to panel shows and variety shows. In this contribution, a comparison between the comedy shows at the Edinburgh Festival Fringe and the Edinburgh International Science Festival will be presented. This talk outlines how prevalent science comedy is at these venues, how they are advertised, and who presents these shows (scientists or comedians). This study provides a first step in understanding the cultural phenomena of science comedy in terms of its objectives and reception in different venues.

Interaktives Format: Die Kunst, Wissenschaft mit Humor zu kommunizieren

Moderation: Dr. Benjamin Hartwig, Neuroblitz
Interaktives Format, 90 Minuten

Wissenschaftskommunikation vermittelt Informationen auf Basis von Fakten. Kann Humor als Werkzeug dienen und den Zugang zu wissenschaftlichen Themen erleichtern? Humor erzeugt Emotionen und kann helfen, Wissen längerfristig im Gehirn zu verankern. Der Workshop beschäftigt sich mit verschiedenen Möglichkeiten, mit Humor effektiver zu kommunizieren.

Interaktives Format: ArtScience 101: So organisiere ich eine Kunst-Wissenschafts-Kollaboration

Moderation: Dr. Christian Rauch, STATE Experience Science
Interaktives Format, 90 Minuten

Der Workshop richtet sich an Wissenschaftskommunikatorinnen und Wissenschaftskommunikatoren, die sich für die Organisation einer Kunst-Wissenschafts-Kollaboration interessieren. Ein Ideenmarktplatz mit Expertise-Werkstätten gibt den Teilnehmenden einen exemplarischen Leitfaden für die Organisation eines transdisziplinären Projektes an die Hand. Im Vordergrund stehen folgende Fragen: Welche Besonderheiten müssen bei Kollaborationen zwischen Kunst und Wissenschaft beachtet werden? Was sind Kernelemente eines erfolgreichen Projektes? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden und wie kann eine erfolgreiche Vorbereitung und Abwicklung aussehen?

Referentinnen:

Katja Naie, Schering Stiftung
Agnes Meyer-Brandis, Künstlerin
Ellen Blumenstein, Kuratorin

3–3:30 p.m. Break

3:30–5 p.m. Parallel programme/sessions until 4:45 p.m.

Session: Beyond Storytelling: was (Film-)Kunst und Wissenschaft gemeinsam entwickeln können

Moderation: Katrin Unterleitner. IMAGINARY gGmbH
Session, 75 Minuten

Das Verhältnis von Kunst und Wissenschaften ist kompliziert und wird oft dominiert von Ängsten und Vorbehalten auf beiden Seiten: Während die Wissenschaft bei künstlerischen Verfahren wie dem Storytelling eine homöopathische Verdünnung des wissenschaftlichen Inhalts befürchtet, sieht sich die Kunst in die Rolle des bloßen Dienstleisters gedrängt, dessen Leistung rein dekorativ und vermittelnd ist. Wie das anders gehen könnte, wird in der Session anhand konkreter Projekte diskutiert.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Angelica Böhm und Beate Hetényi, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Prof. Dr. Marian Dörk, Fachhochschule Potsdam
Jan Reimann, Humboldt-Universität zu Berlin

Session: Position beziehen? – Forschende in gesellschaftlichen Debatten

Moderation: Ulrich Schnabel, DIE ZEIT
Session, 75 minutes

Sind die Scientists for Future noch Forschende oder bereits Aktivisten? Wie politisch ist Wissenschaft oder darf sie sein? Immer wieder wird von Forschenden eine Einmischung in gesellschaftliche Debatten erwartet, gleichzeitig soll Wissenschaft möglichst neutral und objektiv sein. In dieser Session wird die Rolle von Forschenden und wissenschaftlichen Organisationen in aktuellen und kontroversen gesellschaftlichen Debatten zur Diskussion gestellt – und ihre Wahrnehmung in den Augen von Politik und Bevölkerung thematisiert.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Julika Griem, Kulturwissenschaftliches Institut Essen
Jeannine Hausmann, Stiftung Mercator

Projektvorstellungen „spezial“: Präsentation von Studienergebnissen an der Schnittstelle Wissenschaft/Kunst

Moderation: Dr Jutta Rateike, Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.
Short presentations, 90 minutes

Carlotta's Face – ein animierter Kurzfilm über das Hirndefizit der Gesichtsblindheit
Referent:
Dr. Valentin Riedl, Technische Universität München

Als Kind denkt Carlotta, ihre Mitmenschen hätten keine Gesichter. Auch ihr eigenes Gesicht erkennt sie nicht. Erst viele Jahre später erfährt sie von dem seltenen, unheilbaren Defizit ihres Gehirns. Schließlich eröffnet ihr die Kunst den entscheidenden Zugang, sich endlich selbst zu erkennen. „Carlotta’s Face“ ist ein Kurzfilm über ein wenig bekanntes Hirndefizit, der Zuschauerinnen und Zuschauern mit seiner speziellen Animationstechnik eine Welt ohne Gesichter näherbringt.

Would you want to live forever? How to form working relationships between art and science.
Referentin: Dr. Luiza Bengtsson, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

Imagine a future where you can inhale a little bit of dCas9, activate your Yamanaka factors and live a little bit or quite a lot longer – would you inhale? Emilia Tikka's thought-provoking art piece “ÆON – trajectories of rejuvenation and CRISPR” is a result of the first European residency on genome editing and a successful collaboration between the MDC, STATE Studio and the EU Pro-ject ORION. The ÆON case study will be used to explore the why and how of art-science collaborations and their future.

Dream Team – Wie Kunst und Wissenschaft eine gemeinsame Sprache entwickeln
Referentin:
Caroline Sinders, Interface Designerin und Designforscherin

Eine multimediale Ausstellung der Schering Stiftung beleuchtet ab April 2020 aktuelle technologische und soziale Entwicklungen, darunter das in künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen. Die Ausstellung erläutert Aspekte wie die Funktionsweise und Manipulierbarkeit von Algorithmen oder das Management von Datensammlungen und zeigt ihre Chancen und Risiken auf. Die Projektvorstellung gibt Einblicke in die interdisziplinäre Forschung des Projektteams, erste Ergebnisse und den Mehrwert der Kunst-Wissenschafts-Kollaboration.

Interaktives Format: Alles neu. Innovativität verstehen, kommunizieren und fördern

Moderation: Prof. Dr. Inga Gryl und Swantje Borukhovich-Weis, Universität Duisburg-Essen
Interaktives Format, 90 Minuten

Formate wie Innovation Hubs oder Makerspaces zeigen: Innovativ und kreativ zu sein, prägt den Duktus einer Generation. Wie genau Innovation gefördert werden kann, ist Gegenstand der Forschung. In diesem Workshop lernen Teilnehmende die Methode der Simulation zur Förderung von Innovativität kennen: In einem Zukunftsszenario durchlaufen sie fiktive Innovationsprozesse. Im Anschluss werden das Potenzial der Methode und die Chancen und Grenzen des Ansatzes für die Wissenschaftskommunikation reflektiert.

Interaktives Format: Virtual reality – analog. Wissenschaft mit anderen Augen. Der besondere Theaterworkshop

Moderation: Katja Tannert, Theaterkünstlerin
Interaktives Format, 90 Minuten

Jedem forschenden Geist wohnt ein grenzüberschreitendes Ansinnen inne. Die Neugier auf das Unbekannte. Spekulation. Was, wenn? In der Neugier und dem, was entdeckt werden will, wohnt der Narr. Er kann alles verkörpern. Und nimmt das Publikum mit. Ein praktischer Workshop für Forschende, Kommunikatorinnen und Kommunikatoren. Er gibt Einblick in die englische Methode des FOOLING, einer darstellenden Kunst mit grenzenloser Fantasie. Teilnehmende lernen das Prinzip des look-see-be-fly kennen – das Eintauchen in einen Zustand, aus dem heraus Wissenschaft sich abgekoppelt von reinen Fakten erleben lässt: Virtual reality ganz analog.

4–4:30 p.m. Break

 5:30 – 6:30 p.m. Keynote

Speaker: Prof. Dr. Antje Boetius, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

6:30 p.m. The end of the daily programme

6:30–7:15 p.m. Meet & Greet

7:15–8:30 p.m. Evening programme

20 Jahre PUSH – Wohin führt der Weg der Wissenschaftskommunikation?
Place:
Congress Center West, Messe Essen

Vor 20 Jahren wurde das PUSH-Memorandum verabschiedet – ein Meilenstein für die Wissenschaftskommunikation in Deutschland und ein guter Grund zum Feiern. Wie immer ist ein Jubiläum aber auch ein guter Anlass für einen Moment der Selbstreflexion.

Im Rahmen des Abendevents soll deshalb kurz zurückgeblickt werden auf 20 ereignisreiche Jahre. Dann soll der Blick nach vorne gerichtet werden, denn die Wissenschaftskommunikation befindet sich mitten im Wandel. Wo steht sie heute? Ist sie in einer Krise, wie manche behaupten? Und wie sieht ihre Zukunft in einer sich weiterhin rapide verändernden Gesellschaft und Umwelt aus? Diese und weitere Fragen sollen mit Expertinnen und Experten aus Kommunikation, Wissenschaft und Politik und den Teilnehmenden der Tagung diskutiert werden.

8:30–11 p.m. Snack & Get Together

Thursday, 12.12.2019

9–10:30 a.m. Parallel programme/sessions until 10:15 a.m.

Third Mission und gesellschaftliche Verantwortung an Hochschulen

Moderation: Matthias Mayer, Körber-Stiftung
Session, 75 Minuten

Die Third Mission an Hochschulen – ein viel diskutiertes Thema. Es geht um gesellschaftsrelevante Aktivitäten über Forschung und Lehre hinaus. Aber welche Rolle spielt sie heute und wie sieht ihre Zukunft aus? Nehmen Hochschulen mit der Third Mission ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr - oder arbeiten sie eine politische Anforderung ab? Hier geht es um das Engagement von Hochschulen im Bereich Third Mission.

Referentinnen und Referenten:

Prof. Dr. Anja Steinbeck, Universität Düsseldorf
Dr. Volker Meyer-Guckel, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Prof. Dr. Barbara Buchenau, Universität Duisburg-Essen

Session: Theater trifft Wissenschaft

Moderation: Roland Koch, Helmholtz-Gemeinschaft
Session, 75 Minuten

Was haben Forschende auf der Bühne zu suchen? Wie kommen sie in einen Dialog mit Schauspielerinnen und Schauspielern, in dem beide Seiten einander verstehen? Und welches Publikum erreichen Kunstschaffende und Forschende gemeinsam? In der Kooperation des Berliner Ensembles und der Helmholtz-Gemeinschaft wurde dieses Experiment unternommen. Die gemeinsamen Veranstaltungen sind ausgebucht. Kann „Theater trifft Wissenschaft“ ein Best-Practice-Beispiel für andere Häuser und Städte sein?

Referentinnen und Referenten:
Sibylle Baschung und Corinna Kirchhoff, Berliner Ensemble
Dr. Andreas Kosmider, Helmholtz-Gemeinschaft
Eva Verena Müller, Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft

Fishbowl: Zukunft gestalten - Design Fiction als Methode für bidirektionale Wissenschaftskommunikation

Moderation: Dr. Marie Lena Heidingsfelder, Lynn Harles und Antonia Muschner, Fraunhofer IAO CeRRi
Fishbowl, 90 Minuten

Design Fiction ist ein Ansatz aus dem Design(-Research), der (Technologie-)Szenarien objekthaft umsetzt und narrativ einbettet. So sollen Entwicklungspfade aufgezeigt, Debatten angestoßen und Handlungsoptionen definiert werden. In der Fishbowl geht es um den Nutzen von Design Fiction für eine bidirektionale Wissenschaftskommunikation, die Anwendungsfelder, Chancen und Risiken. Die Grundannahme: Die Zukunft ist ein Möglichkeitsraum, den es gemeinsam zu gestalten gilt.

Interaktives Format: Prof. Dr. Edith Wicki – Oder: Der Vermittlungsschritt @Wikipedia!

Moderation: Peter Limacher und Matthias Ammann, Science et Cité
Interaktives Format, 90 Minuten

Um Wissen dahin zu bringen, wo eine große Anzahl Menschen sich informiert, müssen aktuelle Forschungserkenntnisse auf Wikipedia! Da Forschende häufig weder Zeit noch die nötigen Skills besitzen, ihr Wissen dort unterzubringen, braucht es eine vermittelnde Rolle der #WissKomm: für die technische Bearbeitung der einzelnen Artikel, die Verlinkung der verwandten Themen und die Formulierung in verständlicher Sprache. Im Workshop werden Lösungen erarbeitet, um diese vermittelnde Rolle als Person oder Institution zu übernehmen.

Interactive Workshop: Creativity and communication: From constrained art to liberated science

Moderation: Brian Reffin Smith, Collège de 'Pataphysique Paris
Interactive Workshop, 90 minutes

The goal of this workshop: Provoking creativity and communication in science using art. Participants will use aspects from art and literature, using serious fun and rigorous play. They will then work in groups to find scientific analogues of these processes, and use them to generate new ideas. Participants will be “zombified”, so that they have no pre-existing qualities, prejudices etc. This painless process will be symbolised by wearing a Zombie bandage around their heads.

10:30–11 a.m. Break

11 a.m.–12:30 p.m. Parallel programme/sessions until 12:15 p.m.

Session: Dumm gelaufen, aber viel dazu gelernt – Wenn Wissenschaftskommunikation nicht gelingt

Moderation: Josef Zens, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Session, 75 Minuten

Nicht immer läuft alles rund in der Wissenschaftskommunikation – aber aus Fehlern kann man lernen. Die Session ist der missglückten Kommunikation und den gescheiterten Projekten gewidmet. Wissenschaftskommunikatorinnen und Wissenschaftskommunikatoren sollen ermuntert werden, ihre Erfahrungen zu teilen: Was ist schief gelaufen? Warum? Was lässt sich in Zukunft besser machen?

Die Session ist an die sogenannten „FuckUp Nights“ angelehnt: Hier werden gescheiterte Projekte vorgestellt, um einen offenen Umgang damit zu ermöglichen und eine innovative Fehlerkultur auf den Weg zu bringen. Wer traut sich, ein misslungenes Projekt vorzustellen? Wissenschaft im Dialog sucht noch Mutige aus der Wissenschaftskommunikation, die sich aktiv mit einer kurzen Projektvorstellung einbringen möchten. Vorschläge können eingereicht werden an forum@w-i-d.de.

Projektvorstellungen III

Moderation: Moderation: Nadine Bühring, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
Kurzvorträge, 90 Minuten

Das Wissenschaftsvarieté Salon Fähig
Referent:
David Ziegler, Ensemble Salon Fähig

Das Wissenschaftsvarieté Salon Fähig ist inspiriert von den künstlerischen und wissenschaftlichen Salons des 18. und 19. Jahrhunderts. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren ihre Forschung, zusammen mit musikalischen, akrobatischen und weiteren künstlerischen Darbietungen. Durch die besondere Atmosphäre und Ästhetik einer Varieté-Abendveranstaltung werden wissenschaftliche Themen für ein breites Publikum zugänglich gemacht.

Technologie trifft Kunst und Geschichte – Ein Experiment des Barkhausen Instituts
Referentin: Dr. Tiphaine Cattiau, Barkhausen Institut gGmbH

Das Barkhausen Institut, eine unabhängige Forschungseinrichtung für eingebettete IoT-Systeme (Internet of Things), hat ein Experiment gewagt: Technologie, Kunst und Geschichte in einem historischen Wohnhaus Dresdens zu verbinden. Dabei ging es unter anderem um die Visualisierung abstrakter technologischer Verfahren mit einem künstlerischen Ansatz. So wird eine Brücke geschlagen zwischen 1919 und 2019: zwischen der Entstehung neuer Lebenskonzepte Anfang des vorigen Jahrhunderts und der gegenwärtigen Entwicklung der IoT-Technologie für modernes Wohnen im Smart Home.

Kunstresidenzen im Labor – eine Methode für die Wissenschaftskommunikation?
Referentin:
Lisett Frankhänel, Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Das Netzwerk »Wissenschaft, Kunst und Design« der Fraunhofer-Gesellschaft widmet sich der Förderung des interdisziplinären Diskurses. Als wesentliches Instrument lobt das Netzwerk das jährliche Programm »Artist in Lab« aus. Ausgewählte Künstlerinnen und Künstler erhalten dabei die Möglichkeit, im intensiven Austausch mit Forschenden der teilnehmenden Fraunhofer-Institute Projekte zu entwickeln und über deren öffentliche Präsentation wissenschaftliche Inhalte anschaulich zu vermitteln. Die sozioökonomische Begleitforschung trägt dazu bei, die Wirkung der interdisziplinären Projekte im Kontext der Wissenschaftskommunikation und in Hinblick auf eine Bereicherung von Forschungsleistungen auszuwerten.

w/k – Zwischen Wissenschaft und Kunst: Konzept und Realisierung
Referent:
Prof. Dr. Peter Tepe, Online-Journal w/k und Dr. Anna-Sophie Jürgens, Australian National University

Das Online-Journals w/k – Zwischen Wissenschaft und Kunst stellt die vielfältigen individuellen Verbindungen zwischen Wissenschaft und bildender Kunst sowie die dahinterstehenden künstlerischen Konzepte in den Mittelpunkt. Hier erscheinen Interviews, Beiträge über Kunstschaffende, Beiträge von Kunstschaffenden. So soll ein vertieftes Verständnis dieser Kunstformen ermöglicht werden.

Die Veranstaltungsreihe Age Art
Referentin:
Dr. Maren Berghoff, Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

Die Veranstaltungsreihe „AGE ART“ des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns verbindet Kunst und Wissenschaft. Ein AGE ART Abend besteht aus drei Komponenten: einem wissenschaftlichen Vortrag, einer Kunstdarbietung und einem anschließenden Empfang, der Gelegenheit zum Austausch bietet. Ob am Institut oder im Auditorium eines Museums, ob klassische Musik, Installationskunst oder Malerei – der Vielfalt bei der Konzeption der Veranstaltungen sind keine Grenzen gesetzt. Die Besucherinnen und Besucher werden immer wieder mit einzigartigen Zusammstellungen überrascht und können in lockerer Atmosphäre mit Forschenden und Kunstschaffenden ins Gespräch kommen.

Wetter, Kunst und Wissenschaftskommunikation
Referent:
Franz Ossing, ehem. Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Sind Wolkengemälde Klimaarchive? Können Gemälde Einblicke in die Klimaforschung vermitteln? Und vor welchen Problemen steht die kunsthistorische Erforschung solcher Bilder? Wissenschaftliche und künstlerische Wahrnehmungen werden aus der Sicht der Wetterforschung erläutert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Malerei seit dem 17. Jahrhundert.

Interaktives Format: Where Art meets Science: Wo die Kunst von Naturwissenschaften erzählt

Moderation: Julia Ellrich und Katharina Loderstädt, Archimedes Exhibitions GmbH
Interaktives Format, 90 Minuten

Kunst und Wissenschaft: zwei grundverschiedene Betrachtungen der Welt? Wie Kunstwerke naturwissenschaftliche Phänomene vermitteln können, zeigt dieser Workshop. Ausgangspunkt sind ausgewählte Gemälde, die naturwissenschaftliche Phänomene zeigen – und in interaktive Exponate verwandelt werden. Welche mathematischen Formeln beinhaltet ein Mondrian? Wie lässt sich anhand eines Warhols die Farbenlehre erklären? Wie nutzt Pollock die Bewegung? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Interaktives Format: Futuren für Profis (kein Vorwissen nötig)

Moderation: Monique Luckas und David Weigend, Futurium
Interaktives Format, 90 Minuten

Wie sieht das Jahr 2100 aus? Welche Kleidung werden wir tragen? Welche Filme werden wir schauen? Mit wem oder was führen wir eine Liebesbeziehung? Um sich die Zukunft vorzustellen, reichen Analysen der Wissenschaft nicht aus: Die Mittel der Kunst und des Designs können helfen, aktuelle Forschung, Technologie, Träume und Wünsche zu verschmelzen. Im Workshop können die Teilnehmenden die Zukunft selbst designen. In kleinen Visionsateliers werden unterschiedliche Techniken ausprobiert, die visuelle Gestaltung, Foresight und Wissenschaftskommunikation zusammenbringen.

12:30–1:30 p.m: Keynote

„Wechsel/Wirkung“ in Wuppertal – Uwe Schneidewind und Berthold Schneider zum Ämtertausch in Wissenschaft und Kunst

Speaker: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH and Berthold Schneider, Wuppertaler Bühnen

Im März 2019 tauschten der Intendant der Wuppertaler Oper, Berthold Schneider, und der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Uwe Schneidewind, für drei Wochen ihre Jobs. Ausgangspunkt für den Tausch war ein im Herbst 2018 erschienenes Buch zur „Großen Transformation“ des Wuppertal Institutes. Es führt den Begriff der „Zukunftskunst“ ein und plädiert dafür, dass das Verständnis von komplexen Transformationsprozessen erheblich von den Beobachtungs- und Interventionsformen der Kunst profitieren kann. Im Rahmen der Buchvorstellung in der Wuppertaler Oper machte Berthold Schneider dann das Angebot zum Jobtausch. In ihrem Vortrag berichten Berthold Schneider und Uwe Schneidewind über die Erfahrungen während dieser Zeit. Im Zentrum stehen die Impulse, die beide aus der jeweils anderen Sphäre Wissenschaft/Kunst für ihre Arbeit mitgenommen haben.

1:30–2 p.m. Lunch snack

2 p.m. The End of the 12th Forum Wissenschaftskommunikation