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Programm

Forum Wissenschaftskommunikation DIGITAL

Das Forum Wissenschaftskommunikation DIGITAL fand vom 4. bis 6. Oktober 2021 statt. Der Themenschwerpunkt war:

„Auf den Punkt gebracht – Wissenschaftskommunikation und Sprache"

Hier finden Sie das Programm mit den Abstracts zum Download (PDF).

Das Programm des Forums wird über die Plattform Howspace gehostet. Angemeldete Teilnehmende erhalten eine Woche vor Veranstaltungsbeginn einen individualisierten Registrierungslink für die Veranstaltungsplattform. Sobald die Registrierung bestätigt wurde, haben die Teilnehmenden Zugriff auf die Veranstaltungsseite, können diese erkunden sowie Informationen zu ihrem gewählten Workshop abrufen.

Programm

Montag, 4. Oktober

9.00 – 11.30 Uhr Pre-Conference-Workshop

Wissenschaftskommunikation unter der Lupe – erste Schritte zum eigenen Evaluationskonzept
Moderation: Liliann Fischer, Imke Hedder, Bastian Kremer und Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog
Interaktives Format, 90 Minuten
9.00 – 11.30 Uhr, 4. Oktober

Macht mein Projekt einen Unterschied? Was nehmen Teilnehmende aus dem Erlebnis mit? War das Projekt ein Erfolg und wenn ja, warum genau? Diese Fragen beschäftigen viele Wissenschaftskommunikator*innen. Eine Evaluation kann hier Antworten liefern – sofern sie gut durchdacht ist. In diesem Workshop der Impact Unit von Wissenschaft im Dialog erfahren Teilnehmende, wie sie mithilfe der von diesem Team entwickelten Evaluationstools ihre Ziele reflektieren und eine aufschlussreiche Evaluation systematisch planen können. Des Weiteren geben sie Feedback zu den Tools und diskutieren mit, wie die Impact Unit die Evaluationspraxis weiter unterstützen kann.

Hinweis: Teilnehmende bekommen vorab Vorlagen zur Vorbereitung zugeschickt und sollten ein konkretes Beispielprojekt (oder eine Projektidee) mitbringen, dessen Evaluation sie im Workshop planen wollen.

10.30 – 11.00 Uhr Willkommen in der virtuellen Lobby

Das Programm des Forums wird über die Plattform Howspace gehostet. Angemeldete Teilnehmende erhalten eine Woche vor Veranstaltungsbeginn einen individualisierten Registrierungslink für die Veranstaltungsplattform. Sobald die Registrierung bestätigt wurde, haben die Teilnehmenden Zugriff auf die virtuelle Tagungsplattform und können diese selbstständing erkunden und alle Informationen zum Programm finden.

Netzwerken und interaktiver Austausch, Ausstellerbereich mit Multimediawand, Posterausstellung, WiD-Goodiebag: Alles digital!

11.00 – 11.30 Uhr Begrüßung

11.30 – 12.30 Uhr Keynote zum Auftakt

„Auf den Punkt? – wenn es so einfach wäre! Verstehensumgebungen für Wissenschaftskommunikation aus Perspektive der Angewandten Linguistik“

Prof. Dr. Nina Janich, Technische Universität Darmstadt

Wissenschaftskommunikation muss verständlich sein, und natürlich muss sie für die Gesellschaft relevante wissenschaftliche Erkenntnisse korrekt und präzise und aufgrund der herrschenden Medienlogiken meist knapp und spannend auf den Punkt bringen. Und dennoch gibt es für „gute Wissenschaftskommunikation“ kein einfaches Rezept. Dies liegt nicht nur daran, dass sich manchmal schon die Sprache selbst gegen die gewünschte Eindeutigkeit sperrt, insbesondere wenn es um unsichere oder vorläufige Erkenntnisse geht. Der Vortrag diskutiert unter dem Konzept der „Verstehensumgebung“ die zentralen Aspekte, die für die Verständlichkeit und funktionale Angemessenheit von Wissenschaftskommunikation aus Sicht der Angewandten Linguistik relevant sind – und warum es nicht nur um gute Texte, sondern auch um empathische Kommunikator*innen mit klaren Rollen im Diskurs geht.

12.30 – 13.30 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

 13.30 – 14.45 Uhr Paralleles Programm

Mehr Kommunikation wagen?! Ergebnisse und Implikationen einer Befragung von Forschenden

Moderation: Beatrice Lugger, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
Session, 60 Minuten
13.30 – 14.30 Uhr, 4. Oktober

Wie stehen Wissenschaftler*innen zu Wissenschaftskommunikation? Welche Erfahrungen haben sie gemacht und wie bewerten sie ihr Engagement? Dies haben Wissenschaft im Dialog, das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation sowie das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung in einer Befragung unter Wissenschaftler*innen in Deutschland erhoben. Auf dem Panel werden die zentralen Ergebnisse vorgestellt und sowohl aus wissenschaftlicher als auch politischer Perspektive eingeordnet.

Referent*innen:
Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog: Präsentation der zentralen Ergebnisse der Forschendenbefragung
Prof. Dr. Christoph Markschies, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften: Kommentierung der Ergebnisse aus wissenschaftspolitischer Perspektive
Dr. Elisabeth Hoffmann, TU Braunschweig: Kommentierung der Ergebnisse aus wissenschaftspolitischer Perspektive

Gesundheitskommunikation in Leichter Sprache – Widerspruch oder Notwendigkeit?

Moderation: Julia Geulen, Krebsinformationsdienst
Session, 60 Minuten
13.30 – 14.30 Uhr, 4. Oktober

In der wissenschaftlichen (Gesundheits-)Kommunikation ist es sehr wichtig, die Präferenzen, aber auch den Bildungsstand und das Sprachverständnis der informationssuchenden Gruppen zu kennen. Hochwertige Gesundheitsinformationen für Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten sind jedoch oft zu lang und zu kompliziert. Dadurch bleibt ihnen der Zugang oft verschlossen – trotz juristisch verbrieften Rechts. Und dabei macht diese Zielgruppe einen erheblichen Teil der Bevölkerung aus: 16,8 Mio. Menschen zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland weisen Einschränkungen beim Lesen fachlicher Informationen auf. Adäquate Angebote sind dringend notwendig. Im Rahmen der Session werden „Leichte Sprache“, „Leichte Sprache Plus“ sowie „Einfache Sprache“ anhand von Beispielen vorgestellt und diskutiert.

Referent*innen:
Corinna Schäfer, Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: Wie lassen sich evidenzbasierte Informationen in Leichter Sprache umsetzen?
Sarah Ahrens, Universität Hildesheim: Ausgleich zwischen Verständlichkeit und Akzeptabilität: Leichte Sprache Plus
Dr. Kristin Leyerer, Krebsinformationsdienst: Leichte und Einfache Sprache – ein Beispiel aus der Praxis

„Akustisches Charisma“ für Clubhouse, Twitter-Spaces und Podcasts

Moderation: Andrea König, Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation und Katrin Prüfig, Die Medientrainer
Interaktives Format, 75 Minuten
13.30 – 14.45 Uhr, 4. Oktober

Mit Podcasts, Clubhouse und Twitter-Spaces wächst die Bedeutung des stimmlichen Auftritts vor dem Mikro. „Akustisches Charisma“ beschreibt Faktoren, die die Wirkung und Verständlichkeit eines Beitrags fördern. Wie können Inhalt und Präsentation aufeinander abgestimmt werden? Wie eignen sich diese Audioformate für die Wissenschaftskommunikation? Medientrainerin Katrin Prüfig und Kommunikationsberaterin Nicola Wessinghage verbinden einen Überblick über die neuen Apps mit praktischen Übungen.

Zirkeltraining mental: verständlich formulieren

Moderation: Klaus Wingen und Virginia Albert, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
Interaktives Format, 75 Minuten
13.30 – 14.45 Uhr, 4. Oktober

Bei diesem mentalen Zirkeltraining rund um „Wissenschaftskommunikation und Sprache“ werden vier Stationen durchlaufen, die der NaWik-Lehre zum guten Schreiben entstammen: „kurz und prägnant“, „lebendig und wendig“, „vom Fachjargon zur Alltagssprache“ sowie ein „Kreativitätstraining“. Beispielsweise wird ein Hürdenlauf in Sachen Wortlängen bewältigt, gestohlene Verben werden an ihre rechtmäßige Eigentümerin – eine lebendige Sprache – zurückgegeben und Fachbegriffe werden entzaubert. So wird das Sprachvermögen der Teilnehmenden spielerisch trainiert, um die Dinge künftig noch klarer zu formulieren, noch anschaulicher zu beschreiben und noch besser auf den Punkt zu bringen.

Projektvorstellungen Block 1

Moderation: Anna Henschel, Wissenschaft im Dialog
Projektvorstellungen, 75 Minuten
13.30 – 14.45 Uhr, 4. Oktober

„Exzellent erklärt – Spitzenforschung für alle“: Der Wissenschaftspodcast der Exzellenzcluster
Referentin: Doreen Böttcher, Technische Universität Dresden

57 Exzellenzcluster – ein Podcast: Regelmäßig berichtet „Exzellent erklärt – Spitzenforschung für alle“ aus einem der Forschungsverbünde, die im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert werden. Die Reise geht quer durch die Republik und die Themen sind vielfältig: von A wie Afrikastudien über K wie Künstliche Intelligenz bis Z wie Zukunft der Medizin. Im Beitrag wird der Weg von der Idee bis zur fertigen Podcastreihe vorgestellt.

Auf den Frame gebracht – Sprachgebrauch in der Corona-Pandemie
Referentin: Theresa Schnedermann, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache

Das letzte Jahr hat gezeigt, dass das gesellschaftliche Interesse an der Frage, wie wir sprachlich auf die Corona-Pandemie reagieren, und der Wunsch nach linguistischer Orientierung enorm sind. Sprachwissenschaftliche Wissensvermittlung während der Pandemie ist damit Pflicht und Chance zugleich: Menschen zum Nachdenken über die Wirkung von Sprache zu ermutigen und linguistische Bewertungskriterien anzubieten. Das vorgestellte Projekt, das im Frühsommer 2021 am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache umgesetzt wurde, basiert auf einer Reihe von Expert*innenvideos, die an Beispielen aus der Corona-Berichterstattung Frames, Metaphern oder Verben erklären. Begleitet wird die Reihe durch Social-Media-Beiträge zu neuen Wörtern im Kontext der Pandemie. Ziel ist es, einer breiten Adressat*innengruppe verschiedene Forschungsperspektiven zu Framing zu vermitteln und einen Kulturvergleich anzuregen.

Audiochats mit Clubhouse: Interaktive Livereportagen aus der Raumfahrt und Expert*innen-Q&As
Referent: Henning Krause, Helmholtz-Gemeinschaft

Kann Interaktion in Liveformaten mit der App Clubhouse auf Augenhöhe funktionieren? Der Social-Media-Manager Henning Krause berichtet von ersten Versuchen, Clubhouse für die Wissenschaftskommunikation zu nutzen: zum Beispiel einem Q&A mit einer Polarforscherin am Vorabend ihres Expeditionsbeginns und einer Livereportage mit einem Planetenforscher, während ein NASA-Rover auf dem Mars landet. Neben Datenschutz- und Barrierefreiheitsproblemen werden auch positive Aspekte der Zugänglichkeit für Blinde und Sehbehinderte sowie Analphabet*innen thematisiert.

Best-Practice-Beispiel eines virtuellen Ausstellungs- und Konferenzformats
Referentin: Antje Nestler, Humboldt-Universität zu Berlin

Zur Durchführung digitaler Konferenzen hat das Kommunikationsteam des Exzellenzclusters „Matters of Activity“ (Humboldt-Universität Berlin) ein Best-Practice-Modell entwickelt. Der Vortrag beschreibt einen für die Jahrestagung 2020 geschaffenen Virtual Cluster Space und seine Konzeption, Inhalte und Nutzung. Teilnehmende wurden dabei über eine 3D-Präsentation ausgewählter Forschungsobjekte in individuell begehbare Wissensräume geführt, die als 360°-Umgebungen gestaltet wurden und diverse Forschungsinhalte auf multimediale Weise präsentierten. Auf zuvor aufgezeichnete Videovorträge folgten digitale Diskussionsrunden, die den Charakter einer Livekonferenz bewahrten. 

No Front, sadge und wyld – Wissenschaftskommunikation auf Twitch und Instagram
Referentin: Alisa Zaugg, Science et Cité, CHE

Wie können nicht akademische Jugendliche auf digitalen Plattformen wie Twitch und Instagram für Wissenschaft und Forschung begeistert werden? Das Projekt „WuDu! – Wissenschaft und Du!“ der Schweizer Stiftung Science et Cité führt ihren Instagram-Kanal bewusst in Schweizer Dialekten, um so der Interaktionsgruppe näher zu sein. Auf der Streamingplattform Twitch wird gemeinsam mit einem Schweizer Influencer auf wissenschaftliche Themen aufmerksam gemacht.

I AM A.I. und Goethe-Institute: KI und Deutsch gleichzeitig lernen
Referent: Dr. Andreas Matt, IMAGINARY 

In diesem Vortrag werden das Curriculum eines Online- und Open-Source-KI-Workshops mit Goethe-Instituten in 15 Ländern sowie die dort gemachten Erfahrungen vorgestellt. Die Workshops sind Wissenschaftskommunikation und Deutschkurs in einem. Vorgestellt wird eine Auswahl der verwendeten interaktiven Programme – beispielsweise zur Gradientenmethode oder zu neuronalen Netzen – und es gibt Einblicke in Content and Language Integrated Learning (CLIL), mit Diskussionsspielen, Vokabellisten und dem Thema „Sprache“ parallel zu Wissenschaftskommunikation.

14.45 – 15.15 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

 15.15 – 16.30 Uhr Paralleles Programm

Vermittelte Medizinkommunikation zum gesellschaftlichen Zusammenhalt: Räume, Sprache, Modi und Tools

Moderation: Rudaba Badakhshi, Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur
Session, 60 Minuten
15.15 – 16.15 Uhr, 4. Oktober

Wie können medizinische Themen so kommuniziert werden, dass sie für Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus verständlich sind und nachhaltig wirken? Medizinkommunikation ist in ihrer Wirksamkeit und Durchdringung sehr komplex und setzt eine Sprache für eine heterogene und inklusive Gesellschaft voraus. Wie können durch sie soziale Räume geschaffen werden, die das Potential für Vernetzung und einen verständnisorientierten Dialog sowie für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts besitzen? In dieser interdisziplinären Session (Kommunikationswissenschaft, Medizin und Zivilgesellschaft) liegt der Fokus auf Wissenschaftskommunikation im Bereich der Medizin, in dem es oft – dies der Hauptunterschied im Vergleich zu anderen Formen der Wissenschaftskommunikation – um unmittelbare und hochsensible Belange des eigenen Körpers, der Individuen oder Gruppen geht.

Referenten:
Dr. Kefa Hamidi, Universität Leipzig: Transformative Gesundheitskommunikation
Dr. Harun Badakhshi, Klinikum Ernst von Bergmann: Kommunikation und Gesundheitskompetenz
Prof. Dr. Jalid Sehouli, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Überbringen guter Nachrichten

Gespräche im Grünen? Wissenschaftskommunikation im ländlichen Raum

Moderation: Jörg Weiss, con gressa
Session, 60 Minuten
15.15 – 16.15 Uhr, 4. Oktober

Die üblichen Formate der Wissenschaftskommunikation konzentrieren sich meist auf Hochschulstandorte – in ländlichen Gebieten sind sie kaum präsent. Dabei betreffen viele Wissenschaftsthemen ländliche Räume mindestens im gleichen Maße, wenn nicht sogar mehr: sei es Klimawandel, Gesundheit oder kulturelle Teilhabe. Beheben lässt sich dies zum einen durch Wissenschaftler*innen, die in ihrer Heimat gezielt mit Menschen im persönlichen/lokalen Umfeld in ein ungezwungenes Gespräch gebracht werden. Zum anderen durch dezentrale Vorträge oder „Wissenschaftsmobile“. In der Session werden Eindrücke von Wissenschaftskommunikation im ländlichen Raum vorgestellt sowie deren Möglichkeiten und Grenzen mit den Teilnehmenden diskutiert.

Referent*innen:
Philipp Schrögel, Universität Heidelberg: Erfahrungen aus dem Projekt „Und was machst du so?“
Julia Lammertz, Universität Greifswald: Universität in der Region – ein Third-Mission-Projekt aus Vorpommern
Christine Haeger, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Erfahrungen aus dem Projekt Mobil im Havelland

Ausgelotet – Wissenschaftskommunikation in den sozialen Medien

Moderation: Marina Kem, Sterntaucher Filmproduktion
Interaktives Format, 75 Minuten
15.15 – 16.30 Uhr, 4. Oktober

Anhand von Thesen von Wissenschaftler*innen, Wissenschaftskommunikator*innen und Influencer*innen soll ein Gespräch über die Herausforderungen und Chancen von Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien entstehen. Das moderierte, interaktive Format in Form einer Fishbowl-Diskussion soll die Gelegenheit bieten, sich über Inhalte, Rollen und Formate der Wissenschaftskommunikation auszutauschen.

Referent*innen:
Prof. Dr. David Kaldewey, Universität Bonn
Prof. Dr. Hannah Schmid-Petri, Universität Passau

Lights, Camera, Science! Buch und Regie für Wissenschaftsvideos

Moderation: Sebastian Scherrer, Regisseur und Autor für Wissenschaftsfilm
Interaktives Format, 75 Minuten
15.15 – 16.30 Uhr, 4. Oktober

Wissenschaftskommunikation und Videos – zwei Welten, die sehr eng miteinander verbunden sind. Doch während Kameras, Licht und Ton günstig zu beschaffen sind, ist das Schreiben und Produzieren von Videos alles andere als leicht. Dieser praxisorientierte Workshop schlägt die Brücke zwischen Idee und Umsetzung und gibt Impulse, die die Teilnehmenden direkt in ihre Projekte weitergeben können. Referent ist Regisseur Sebastian Scherrer, der für das ZDF zahlreiche Dokumentationen realisierte sowie als ehemaliger Pressesprecher eines Forschungszentrums die Herausforderungen in den Wissenschaftseinrichtungen sehr gut kennt.

Expert*innentalks Aussteller Block 1

Moderation: Janne Steenbeck, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
15.15 – 16.30 Uhr, 4. Oktober

Die Aussteller und Unterstützer geben in diesem Programmpunkt Einblicke in Ihre Arbeit – mit verschiedenen Medien, Projekten oder Zielgruppen.

Wissenschaftsjahr 2022
„#FactoryWisskomm 2.0 – wie geht es weiter?“ mit Cordula Kleidt, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Über 150 Expert*innen haben sich in der #FactoryWisskomm neun Monate lang damit beschäftigt, wie sich Wissenschaftskommunikation und -journalismus in den nächsten Jahren weiterentwickeln sollten. Im Juni 2021 wurden die Ergebnisse der Denkfabrik, die „Handlungsperspektiven für die Wissenschaftskommunikation“, der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie geht es nun weiter? Wie können die entwickelten Ideen gemeinsam umgesetzt werden? Wie lässt sich der Austausch fortführen? Dieser Talk gibt Teilnehmenden einen Einblick in die Planung der #FactoryWisskomm 2.0 sowie die Möglichkeit, Anregungen für die Fortführung der Denkfabrik zu formulieren.

KI-Campus – die Lernplattform für Künstliche Intelligenz
„Mit digitalen Lernangeboten für Künstliche Intelligenz begeistern“ mit Lucas Laux, KI-Campus, Stifterverband

Wie gelingt es, das Thema Künstliche Intelligenz ansprechend zu vermitteln und KI- und Datenkompetenzen in der Breite zu stärken? Dieser Aufgabe hat sich der KI-Campus gestellt. Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz bietet Lernenden kostenlose Onlinekurse, Videos und Podcasts in unterschiedlichen Themenfeldern. Illustrationen, Erklärfilme und Quizze werden gezielt eingesetzt, um KI-Inhalte niedrigschwellig zu kommunizieren. Der Stifterverband, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Hasso-Plattner-Institut (HPI), NEOCOSMO und das mmb Institut entwickeln den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten KI-Campus gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen.

SILBERSALZ Science & Media Festival

"The SILBERSALZ Science & Media Festival - A look at the opportunities for scientists and science communicators" with Irem Couchouron, SILBERSALZ

Interdisciplinary collaboration, new contacts, a space for exchange: The SILBERSALZ Science & Media Festival, initiated in 2018 by Documentary Campus and the Robert Bosch Stiftung, offers a variety of opportunities for scientists and science communicators interested in establishing longterm collaborations between scientific and artistic worlds, and sharpen their public engagement skills. 

Irem Couchouron, Head of Film & Live Events sketches upcoming initiatives for 2022 and beyond.

Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
„Leitfaden Präsentieren – Tipps für Forschende aus Praxis und Wissenschaft“ mit Virginia Albert, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation

Es gibt unzählige Ratgeber zum Thema Präsentieren. Was ist also das Besondere an diesem Leitfaden? Zum einen richtet er sich explizit an Wissenschaftler*innen, die mit einem fachfremden Publikum kommunizieren wollen. Zum anderen gibt der Leitfaden konkrete Tipps zu typischen Visualisierungsvarianten und Formaten der Wissenschaftskommunikation – etwa Science Slams oder Ringvorlesungen mit Tafel, Modell oder PowerPoint. Zudem sind in den Leitfaden aktuelle Forschungserkenntnisse eingeflossen – auch aus dem Forschungsprojekt „Science In Presentations“ des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation (NaWik). Im Expert*innentalk können Teilnehmende mehr über die Hintergründe und Inhalte des Leitfadens erfahren.

16:30–17:00 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

17:00–18:15 Uhr Paralleles Programm

Replik oder Rückzug? - Vom Umgang mit Anfeindungen auf Wissenschaftler*innen

Moderation: Kristine August, Helmholtz-Gemeinschaft
Session, 60 Minuten
17.00 – 18.00 Uhr, 4. Oktober

Immer häufiger gerät Wissenschaft und damit auch die Wissenschaftler*innen selbst in kontroversen gesellschaftlichen Debatten zwischen die Fronten. Dabei werden Forscher*innen vermehrt Opfer von persönlichen Angriffen. Diese beginnen zumeist mit Beleidigungen in den sozialen Medien und entwickeln sich zuletzt immer häufiger zu ernsthaften Bedrohungen gegen die Personen selbst oder sogar ihre Familien. Deshalb scheuen viele Wissenschaftler*innen verständlicherweise das Licht der Öffentlichkeit, wenn es um besonders umstrittene Themen, wie Impfung, Klimawandel oder Gender geht. Das steht in klarem Widerspruch dazu, dass aktiv kommunizierende Forscher*innen gebraucht werden, um innerhalb der Gesellschaft informiertes Vertrauen auszubilden. Was also kann getan werden, um Wissenschaftler*innen dagegen zu schützen und sie zu unterstützen? Wie kann ein Rückzug verhindert werden? Und wann können und sollten wir in welcher Art und Weise intervenieren? Mit den Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen wird die aktuelle Situation beleuchtet und mögliche Lösungsansätze werden diskutiert - sowohl individuelle, als auch institutionelle. 

Referent*innen:
Prof. Dr. Günter M. Ziegler, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Andreas Archut, Universität Bonn
Dr. Sibylle Bolik, Wissenschaftsrat
Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Die Suche geht weiter – Einsatz von KI-Tools in der Wissenschaftskommunikation

Moderation: Gabriele Horcher, Kommunikationswissenschaftlerin und Autorin für KI-Themen
Session, 60 Minuten
17.00 – 18.00 Uhr, 4. Oktober

Der Einsatz von KI-Tools verändert und bereichert den Arbeitsalltag von Wissenschaftskommunikator*innen. In dieser Session wird aus Forschungs- und Praxissicht beleuchtet, was diese Tools konkret leisten, wo sie zielführend eingesetzt und wie sie weiterentwickelt werden können. Neben Praxisbeispielen aus der Wissenschaftskommunikation wird über den Einsatz von KI-Tools in der Sportberichterstattung berichtet und gemeinsam geprüft, inwieweit die hier gesammelten Erfahrungen auf die Wissenschafts-PR übertragbar sind. 

Referent*innen:
Prof Dr. Günter Neumann und Reinhard Karger, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz: Ein Plädoyer für Werkzeugrealismus – wie KI die Wissenschafts-PR verändert
Fabian Frühwirth, Bayerischer Fußball-Verband: Mit Robotertexten ins Rampenlicht – wie KI das Ehrenamt im Fußball entlastet
Svenja Niescken, Informationsdienst Wissenschaft: Vom Schlagwort zur semantischen Suche – KI-Tools beim idw

Der perfekte Teaser für LinkedIn, ResearchGate und Twitter

Moderation: Dr. Jens Kube und Denise Müller-Dum, Agentur für Wissenschaftskommunikation, Dr. Jens Kube
Interaktives Format, 75 Minuten
17.00 – 18.15 Uhr, 4. Oktober

Die Pressemitteilung ist verfasst, ein Nachrichtenvideo beim Informationsdienst Wissenschaft hochgeladen. Nun sollen diese wertvollen Kommunikationsbeiträge auf Twitter, LinkedIn und ResearchGate verbreitet werden: Aber wie formuliere ich ohne Füllwörter, ohne versehentliches Framing, kurz, kompakt und interessant, sodass die Ankündigung in einen Tweet passt? Und wie ist das bei LinkedIn und ResearchGate? In diesem Workshop werden kompakte Sprache geübt und die Eigenheiten der Plattformen analysiert – in Gruppenarbeit und im Erfahrungsaustausch.

Erfolgreiche Kommunikation im Raum: Wie bringt man eine Ausstellung zum Sprechen?

Moderation: Kai Heller, Archimedes Exhibitions
Interaktives Format, 75 Minuten
17.00 – 18.15 Uhr, 4. Oktober

Können Orte sprechen? Welche Textarten gibt es in einer Ausstellung? Wie lenkt man Aufmerksamkeit? Und wie viel Text ist eigentlich zu viel Text? Julia Ellerich und Katharina Loderstädt sind erfahrene Ausstellungsmacherinnen und legen mit den Workshopteilnehmenden den Konzept-Turbo ein: vom ersten Briefing zur fertigen textlichen Raumgestaltung in 75 Minuten! Keine Scheu vor der Herausforderung; Überforderung ist Sinn und Zweck der Übung – ein neues Gefühl für Raum und Text wird garantiert. 

Referent*innen:
Julia Ellerich, Archimedes Exhibitions: Inhalten eine Form geben
Katharina Loderstädt, Archimedes Exhibitions: Texte zum Sprechen bringen 

Projektvorstellungen „Spezial“ Block 1

Moderation: Anna Henschel, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
17.00 – 18.15 Uhr, 4. Oktober

Texte in der Wissenschaftskommunikation – linguistisch betrachtet
Referentin: Franziska Nojack, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Das Verfassen von Texten zur erfolgreichen Wissenschaftskommunikation stellt angesichts unterschiedlichster Themen, Formate und Zielgruppen eine Herausforderung dar. Zudem müssen Wissenschaftskommunikator*innen komplexe Themen nicht nur verständlich vermitteln, sondern idealerweise auch Interesse wecken, einen nachhaltigen Informationsgewinn ermöglichen und nicht zuletzt das öffentliche Vertrauen in die Wissenschaft bewahren. In ihrer Präsentation stellen Franziska Nojack (BBAW) und Natalie Sürmeli (Universität Potsdam) Ergebnisse einer explorativen linguistischen Studie zur Evaluation solcher Texte vor und unterbreiten Vorschläge zum Einsatz spezifischer sprachlicher Merkmale für gelingende Wissenschaftskommunikation.

Gespräche über Wissenschaft – eine Analyse deutschsprachiger Wissenschaftspodcasts
Referentin: Lisa Leander, Karlsruher Institut für Technologie

Podcasts sind ein sehr beliebtes Format (nicht nur) für die Wissenschaftskommunikation. Bisherige Studien beschäftigen sich vor allem mit Nutzung und Produktion von Podcasts, jedoch wenig mit inhaltlicher Gestaltung oder Sprache. Die in der Projektvorstellung präsentierte Untersuchung konzentriert sich auf die Form des Gesprächs in deutschsprachigen Wissenschaftspodcasts: Welche Akteur*innen tauschen sich in Podcasts über Wissenschaft aus? Wie präsentieren und vermitteln sie ihre Themen? Wie wird das Publikum angesprochen? Und zeigen sich dabei Unterschiede zwischen Produzierenden aus Öffentlichkeitsarbeit, Wissenschaftsjournalismus oder anderen Bereichen?

Konnotiert und stereotypisiert: wie Adjektive unser Denken beeinflussen
Referentin: Stephanie Lieboldt, Leibniz Universität Hannover

Alle Menschen sehen sich täglich mit Genderstereotypen konfrontiert, indem ihnen bestimmte Eigenschaften in Form von Adjektiven zugeschrieben werden. Die vorgestellte Studie soll Einblicke in den aktuellen Stand genderlinguistischer Forschung geben: Es wird der Frage nachgegangen, welche typischen Eigenschaften über die bloße Personenbezeichnung hinaus Frauen und Männern in Form von Adjektiven attribuiert werden und welche Fragen sich daraus für den Umgang mit wissenschaftlichen Texten ergeben.

Expert*innentalks Aussteller Block 2

Die Aussteller und Unterstützer geben in diesem Programmpunkt Einblicke in Ihre Arbeit – mit verschiedenen Medien, Projekten oder Zielgruppen

Moderation: Lara Kristiansen, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
17.00 – 18.15 Uhr, 4. Oktober

DIE ZEIT Verlagsgruppe
„Bühne frei für den digitalen ,ZEIT Forschungskosmos‘“ mit Anke Raloff, DIE ZEIT Verlagsgruppe

Der Forschungskosmos auf ZEIT ONLINE bietet eine große Bühne für die Wissenschaftskommunikation. Das Verlagsangebot ermöglicht über verschiedene Formate ein digitales Storytelling für spannende Einblicke in Wissenschaftseinrichtungen, zur Entwicklung innovativer Forschungsbereiche und für Geschichten exzellenter Persönlichkeiten aus der Wissenschaft. In diesem Expert*innentalk wird das Konzept und die Idee hinter dem Forschungskosmos auf ZEIT ONLINE vorgestellt. DIE ZEIT freut sich auf anschließende Fragen und über das Interesse der Teilnehmenden, mit dabei zu sein.  

Deutsche Forschungsgemeinschaft
„Expedition #fürdasWissen – ein experimenteller Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit“ mit Dr. Jutta Rateike, Deutsche Forschungsgemeinschaft und Nicola Wessinghage, Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation

Als Teil ihrer Jubiläumskampagne DFG2020 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Performancekollektiv Kompanie Kopfstand (KoKo) und der Agentur Mann beißt Hund die „Expedition #fürdasWissen“ entwickelt – eine experimentelle Reise durch Deutschland. Die Idee: In einem künstlerischen Setting kommen Bürger*innen mit Wissenschaftler*innen ins Gespräch. Die Themen: Alles, was die Menschen mitbringen. Das Ziel: direkten Austausch ermöglichen, Fragen sammeln und Impulse aufgreifen für den weiteren Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Pandemiebedingt konnte nur eine Veranstaltung stattfinden. DFG und Agentur stellen das Konzept vor und berichten über Erfahrungen: Was waren die Herausforderungen? Wie haben die Menschen auf das Format reagiert? Welche Erfahrungen gab es in der Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wissenschaft? Und welche Erkenntnisse ergeben sich für künftige Projekte?

Gesine Born Photographie
„Visualisierung von Wissenschaft – was wollen wir sichtbar machen?“ mit Gesine Born, Photographin und Franz Orschulik, Lucid.Studio 

Seit über acht Jahren arbeitet die Fotografin Gesine Born mit wissenschaftlichen Instituten zusammen und erstellt Fotografien für Pressemitteilungen, Portraits, Konzepte und Imagefilme. Dabei begeistern sie besonders die Menschen hinter der Forschung. Ein besonderes Anliegen ist ihr zudem die Sichtbarmachung von Frauen in Wissenschaft und Forschung. Im Talk werden die von ihr in Zusammenarbeit mit Lucid.Studio angebotenen Dienstleistungen – neben Foto und Film auch umfassende Software- und Medienlösungen wie beispielsweise Wissensplattformen sowie Kampagnen und Apps zur Visualisierung und Vermittlung von Wissenschaft – vorgestellt. 

Wissenschaftskommunikation.de
„Mitreden über Wissenschaftskommunikation“ mit Sina Metz, Wissenschaft im Dialog, Ulrike Brandt-Bohne, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation und Inga Dreyer, Karlsruher Institut für Technologie

Wie sollte Wissenschaftskommunikation in Zukunft aussehen? Was sind die besten Formate für welches Ziel? Wo erhalten Wissenschaftler*innen Inspiration und Unterstützung für ihre Kommunikation? Und was sagt eigentlich die Forschung dazu? Auf Wissenschaftskommunikation.de stehen die Community und ihre Fragen zu Theorie und Praxis im Mittelpunkt. In diesem Expert*innentalk möchten die Referentinnen mit den Teilnehmenden ins Gespräch darüber kommen, welche Tools und welches Hintergrundwissen das Portal bereits bietet und wie Leser*innen hier ihre eigenen Impulse setzen können – ob im Gastbeitrag oder als Themenvorschlag an die Redaktion.

18:15 – 18:30 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

18.30 – 19.15 Uhr Digitales Get Together

19.15 – 19.30 Uhr Verabschiedung

 

Dienstag, 5. Oktober

8.30 Uhr Willkommen in der virtuellen Lobby

Netzwerken und interaktiver Austausch, Ausstellerbereich mit Multimediawand, Posterausstellung, WiD-Goodie-Bag: Alles digital! 

9.00 – 9.25 Uhr Interaktiver Start in den Tag

Wissenschaft im Dialog lädt zu einer aktivierenden Bewegungseinheit ein!
“Relax your neck!” mit Sandra Wegeng, Bewegungstherapeutin.

9.30 – 10.30 Uhr -Begrüßung und Keynote

Begrüßung: Markus Weißkopf, Wissenschaft im Dialog

Science and storytelling (EN)
Keynote:
Dr. Jessica Wade, Imperial College London

The past year has shown how central science is to society; and how crucial scientific literacy will be in the future of our planet. Dr. Jessica Wade believes scientists have an important role to play in public policy: in communicating their research beyond seminars and technical conferences. Effective science communication can build public trust in research, as well as challenge outdated misconceptions of who actually does science. In this talk, Dr. Jessica Wade will talk about why scientists talk about matters, and their role in public engagement and building a better scientific community. She will also discuss her efforts to increase visibility of scientists from historically marginalised groups on Wikipedia, her research in materials science and nanotechnology, the power of social media for early career researchers and her new picture book “Nano, the Spectacular Science of the Very (Very) Small,”

 

10.30 – 11.00 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

11.00 – 12.15 Uhr Paralleles Programm

Keine Angst vor Social Media: Wie Forschungskommunikation im Social Web gelingt

Moderation: Jens Rehländer, VolkswagenStiftung
Session (VolkswagenStiftung), 60 Minuten
11.00 – 12.00 Uhr, 5. Oktober

Immer mehr Forschende teilen ihre eigene Forschung in den sozialen Medien und diskutieren zu aktuellen Themen der Wissenschaft. Den Chancen der selbstvermittelten Kommunikation mit Peers und Interessierten stehen Herausforderungen gegenüber: Sie müssen das mediale Handwerkszeug erlernen, treffen auf eine Medienlogik, die dem Wissenschaftsbetrieb fremd ist und setzen sich nicht zuletzt dem Risiko gezielter Angriffe auf ihre Person und Reputation aus. Die Antwort vieler Wissenschaftler*innen: Rückzug, Vermeidung brenzliger Themen oder zeitraubende Gegenangriffe –das alles kann zu großer Frustration führen. In dieser Session diskutieren Expert*innen aus Wissenschaftskommunikation und -forschung: Wie gelingt die selbstvermittelte Kommunikation? Wer steht Wissenschaftler*innen bei, wenn sie plötzlich einem Shitstorm ausgesetzt sind? Und wie kann das Netz insgesamt freundlicher und menschlicher werden?

Referent*innen:
Dr. Valentin Gold, Universität Göttingen
Prof. Dr. Jule Specht, Humboldt Universität zu Berlin
Dr. Marlene Heckl, Ärztin und Wissenschaftsjournalistin
Prof. Holger Wormer, Universität Dortmund

Communicating sustainability – Art as a means to transform narratives in society? (EN)

Moderation: Alexandra Tost, Institute for Advanced Sustainability Studies
Session, 60 Minuten
11.00 – 12.00, 5. Oktober

What role does art play in changing dominant narratives in society? What are the roles of art and science in democracy? And are there ethical and aesthetical limits for the use of art to communicate science? In this session, the role of art in the communication of sustainability and the reshaping of our imaginaries are discussed from a transdisciplinary point of view between art, science and society. A key element that obstructs the scientifically demanded eco-social transformation is the form in which our societies and democracies are historically marked by carbon rationalities. Art can create access to questioning and redefining these rationalities in a profound and personal way thus unfolding unique transformative forces.

Referent*innen:
Dr. Kat Austen, Studio Austen: Radically changing environmental relations through transdisciplinary art
Stefanie Holzheu, Futurium: Potentials in speculative design for societal engagement and scientific advances
Dr. M. Cecilia Oliveira, Institute for Advanced Sustainability Studies: Scientific performance about the political images of the Amazon rainforest

When it gets political: Strategies for taking part in public controversies (EN)

Moderation: Robin Tschötschel, University of Amsterdam, NLD
Interaktives Format, 75 Minuten
11.00 – 12.15 Uhr, 5. Oktober

Currently highly relevant topics combine epistemic with normative questions, and blur the boundaries between science and politics. In many areas, scientists’ opinions and interpretations are as sought-after as their research results, and the expectation to take part in public conversations about contentious issues is rising. How should scientists respond to this demand, and how can they communicate about politically controversial topics in a way that does not undermine public trust in science? This interactive workshop offers the opportunity to reflect on the wishes of researchers to partake in public discourse and experiences with doing so. The participants will discuss possible threats to individual and collective scientific trustworthiness, and develop communication strategies to deal with them. The latter are chiefly informed by empirical insights from the field of climate change communication, Robin Tschötschel’s research area.

SDGs on Stage – aktuelle Forschung zu Themen der Nachhaltigkeit trifft auf Bürger*innen

Moderation: Prof. Dr. Marco Beeken, Universität Osnabrück und Prof. Dr. Verena Pietzner, Universität Oldenburg
Interaktives Format, 75 Minuten
11.00 – 12.15 Uhr, 5. Oktober

Obwohl Nachhaltigkeit in den letzten Jahren zu einem multidimensionalen Thema in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft geworden ist, werden interessierte Bürger*innen trotz ihres hohen Interesses selten in aktuelle Forschungsprojekte und Diskussionen eingebunden. In diesem Workshop wird anhand von Praxisbeispielen vorgestellt, wie Forschungsthemen zu den Nachhaltigkeitszielen der UN (Sustainable Development Goals) von der Wissenschaft in die Gesellschaft kommuniziert werden können. Am Beispiel der Themen Stickstoff- und Plastikproblematik sowie der COVID-19-Pandemie werden drei innovative Wissenschaftskommunikationsformate mit Kurzsimulationen für die Teilnehmer*innen zu erleben sein.

Projektvorstellungen „Spezial” Block 2 (EN)

Moderation: Anne Weißschädel, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
11.00 – 12.15 Uhr, 5. Oktober

Learning awe from science picture books: The role of language and emotions in children’s science communication
Speaker: Daniel Silva Luna, University of Otago, NZL

This presentation looks at the role of language in the construction of emotions in the context of science picture books and the culture of science communication. The results of a series of content analyses on children’s picture books are presented, showing the centrality of awe-related language in the culture of science communication and the variety of ways in which this emotion is depicted in this space. The findings suggest that children enculturated into the culture of science communication through picture books learn these varieties of awe more readily than those confronted with alternative materials. Navigating this cultural space may increase people’s ability to experience and express this distinctive emotion. 


Can science communication in the mother tongue foster science motivation of migrant pupils?
Speaker:
Joana Moscoso, Native Scientist, GBR

Inspiring ethnic minority and migrant students to pursue higher education or careers in STEM challenges many European countries. This target group often underperforms in STEM subjects due to various reasons, including specific linguistic and educational needs. In this presentation, the outcomes of a science education and outreach project targeting underserved/under-represented migrant communities and using a content and language integrated learning approach will be shared. Results on the outcomes for both students (the beneficiaries of the project) and scientists (the instructors in the project) were obtained from a randomised controlled trial, interviews, and feedback forms, and show multiple positive outcomes.


A world of potential: The power (and pitfalls) of digital academic events
Speaker:
Sebastian Horndasch, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

As online and hybrid events are expected to stay also in a post-covid world, in this presentation, insights and best practices for creating successful digital academic events will be shared. When the world shifted online in March 2020, so did the Hochschulforum Digitalisierung. That meant that their team had to move their “University:Future Festival” online, an event that had been in the making for years. The result dramatically exceeded the expectations, drawing in almost 2000 attendees from around the world to experience three days of lively workshops, BarCamp sessions and talks. By shedding light on these best practices, the team hopes that participants learn to harness online formats and make the goal of inclusion a reality. 

Workshop Unterstützer ZEIT Verlagsgruppe

Storytelling in der Wissenschaftskommunikation
Moderation: Dr. Hanna Proner, Team University & Research, DIE ZEIT Verlagsgruppe
Interaktives Format (Vortrag mit Fishbowl-Diskussion, 75 Minuten)
11.00 – 12.15 Uhr, 5. Oktober

Storytelling in der Wissenschaftskommunikation ist eine von vielen Formen, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich in die Gesellschaft zu kommunizieren. Aber wann eignet sich Storytelling zum Informations-Transfer? Welche Formate bieten sich an? Wo liegt der Grad zwischen „Geschichten“ und evidenzbasierten Fakten? Welche Grenzen hat Storytelling? Das soll hier auf der Basis einer theoretischen Einführung der Möglichkeiten mit den TeilnehmerInnen und ihren Erfahrungen diskutiert werden.


Referent*innen:
Beatrice Lugger, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
Robert Hoffie, Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung
Henning Krause, Helmholtz-Gemeinschaft

12.15 – 13.15 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

13.15 – 14.30 Uhr Paralleles Programm

Authentisch, befremdlich, erlebnisorientiert: Wissenschaft übersetzen und vermitteln

Moderation: Thomas Abel, Leibniz Universität Hannover
Session, 60 Minuten
13.15 – 14.15 Uhr, 5. Oktober

Das Ziel von Wissenschaftskommunikation ist es, verschiedene Gruppen über Wissenschaft ins Gespräch zu bringen, sich auszutauschen, mitzuteilen und zu verständigen. Eine gemeinsame Sprache ist dabei nicht entscheidend, sondern vielmehr sind es geeignete Übersetzungen und Vermittlungen für und über Wissenschaft. Wie geeignete Ansprachen funktionieren und warum, darüber diskutieren in der Session drei Gäste, die zum Übersetzen und Vermitteln von Wissenschaft ganz unterschiedliche „Sprachen“ nutzen.

Referent*innen:
Dr. Ariane Walsdorf, Leibniz Universität Hannover: Sprache als Spiegel des Verstandes: Gelehrtenlatein und Volkssprache bei Leibniz
Prof. Dr. Jan-Hendrik Passoth, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder): Übersetzung als Diplomatie: Befremdung und Vermittlung als Erkenntniswerkzeuge
Gesa Fischer, Wissenschaftsbüro, Bielefeld Marketing: Wissenschaft erlebnisorientiert zum Sprechen bringen: Formate als Vermittler

Rewarding scholarship in all languages: Addressing inequalities with fairer assessments (EN)

Moderation: Helen Sitar, European Molecular Biology Organization
Session, 60 Minuten
13.15 – 14.15, 5. Oktober

Hinweis: Diese Session findet leider nicht statt, da sie von den Sessionorganizern kurzfristig abgesagt werden musste.

Alternative modes of evaluation, inclusion and exclusion of knowledge from non-English authors, and new modes of publishing: Along these and other topics this panel will debate the risks associated with research assessments that preferentially reward science communication and scholarly works in some languages over others. Options for addressing systemic inequalities will be discussed – towards increased inclusivity of knowledge from around the globe. 

Referent*innen:
Emanuel Kulczycki, Adam Mickiewicz University, POL: Research evaluation, metrics, scholarly communication and policy
Joy Owango, AfricArXiv, KEN: Science communication training, preprints, capacity building and evaluation in the African context
Alicia Fátima Gómez Sánchez, Technische Universität Wien, AUST: Open science, open access, responsible evaluation and social impact of research

 

Game of phrasemongers – ein interaktives Sprachtraining

Moderation: Roland Koch, Helmholtz-Klima-Initiative
Interaktives Format, 75 Minuten
13.15 – 14.30 Uhr, 5. Oktober

In diesem interaktiven Format gibt die Helmholtz-Klima-Initiative ihre Erfahrungen aus einem Jahr Medientrainings weiter. Anhand typischer Killerbegriffe aus der Klimaforschung und anderer Disziplinen wird gezeigt, mit welchen Methoden sich sperrige Fachausdrücke verständlich übersetzen lassen: Ist CO2-Offsetting ein klimafreundliches Druckverfahren? Gehen Negativemissionen wieder zurück in den Auspuff? Und wer sind die Phrasemonger? „Finde eine verständliche Erklärung oder Übersetzung für den Killerbegriff“ – so lautet die Aufgabe. Teams aus 5 Personen treten gegeneinander an, eine Jury bewertet. Gecoacht werden die Teams mit dem „Best-of“ der 50 Schreibtipps des Poynter-Instituts. Auf die Sieger*innen wartet die kostenlose Teilnahme an einem Medientraining.

Coaching der Teilnehmenden:
Katja Flieger, Wolfgang Richter und Monika Wimmer, Medientrainings für Wissenschaftler

Wissenschaft digital und nachhaltig kommunizieren – Interaktionskonzepte für virtuelle Events

Moderation: Jörg Weiss und Susann Morgner, con gressa
Interaktives Format, 75 Minuten
13.15 – 14.30 Uhr, 5. Oktober

Alle Welt macht Onlineevents, aber stundenlang stumm vor Laptops und Bildschirmen zu verharren ist weder anregend noch gesund. Interaktion, die Goldwährung virtueller Events, kann hier abhelfen. Wo immer möglich und sinnvoll sollten interaktive Elemente eingeplant und sichtbar werden. Tipps, wie Teilnehmende von Onlineveranstaltungen aktiviert und müde Geister geweckt werden können, gibt es in diesem Workshop. 

Projektvorstellungen Block 2

Moderation: Imke Hedder, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
13.15 – 14.30 Uhr, 5. Oktober

Die Zukunft erleben: der wissenschaftliche Prototyp als Mittel der Wissenschaftskommunikation
Referentin:
Tina Bobbe, Technische Universität Dresden

Erleben, Experimentieren und Interagieren wecken Neugierde, sorgen für Aha-Erlebnisse und üben Faszination aus. Bei dem am Exzellenzcluster „Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop“ (CeTI) entwickelten interaktiven Prototyp „Schere, Stein, Papier“ ermöglichen direkt in den Handschuh eingestrickte Sensoren das Steuern eines Roboterarms. So werden Bewegungen der eigenen Hand übertragen, Theorie auf spielerische Weise greifbar gemacht und eine Grundlage für den Austausch über zukünftige Mensch-Roboter-Interaktion geschaffen. Um dieses Best-Practice-Beispiel und das Potential interaktiver Prototypen als Mittel in der Kommunikation von Technologie wird es in dieser Projektvorstellung gehen. 

Wissenschaftsvermittlung mittels Schauspiel
Referentin:
Ulrike Pfeiffenberger-Blaas, Junge Uni Innsbruck, AUT

Seit 2019 verwandelt die Junge Uni Innsbruck beim „Wissenschaftstheater“ Kinderbücher mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen in kurze Theaterstücke. Ob geistes- oder naturwissenschaftliche Themen dabei aufkommen, spielt keine Rolle – oder eben eine ganz große Rolle! Gezeichnete Elemente werden zu spielenden Figuren, aktuelle Erkenntnisse werden ins Schauspiel mit aufgenommen und Theorien durch hinzugefügte Dialoge und neu erfundene Personen oder Dinge lebendig erzählt. In dieser Projektvorstellung wird das Konzept des Wissenschaftstheaters vorgestellt und diese kreative, innovative und reproduzierbare Vermittlungsmöglichkeit den Teilnehmenden nähergebracht.

Slammen und schreiben mit Sprache über Sprache!
Referent:
Dr. François Conrad, Leibniz Universität Hannover 

Science-Slams und hochwertige populärwissenschaftliche Bücher („Edutainment“) schlagen hervorragende Brücken zwischen Expert*innen und Lai*innen: Für alle zugänglich, bieten sie einen direkten und niederschwelligen Zugang zu Fachwissen. Im Vortrag wird es darum gehen, warum gerade das Sprechen über Sprache ausgezeichnet zu dieser Kunstform zwischen Performance und Wissenschaft passt und wie der erfolgreiche Weg von „Sprache als Wissenschaft“ auf die Bühne und von der Bühne zum Buch verlaufen kann. 

Escape Covid-19 – spielerische Wissensvermittlung in Zeiten der Pandemie
Referentin:
Julia C. Ahrend, Muthesius Kunsthochschule Kiel

In diesem Vortrag wird das Format „Escape Game“ als moderne und spielerische Wissensvermittlung präsentiert und über Evaluation, Zielgruppen und interdisziplinäre Kooperation reflektiert. „Escape Covid-19“ ist ein digitales Escape Game zur Wissens- und Wissenschaftsvermittlung rund um SARS-CoV-2, das Wissenschaft in ein Erlebnis verwandelt. Die Teilnehmenden benötigen keine Vorbildung, sondern bringen lediglich Lust am Knobeln mit. Die Spielenden stehen – wie Forschende – immer wieder vor neuen Fragen und „verschlossenen Türen“, die es zu lösen gilt.

Geniale Wissenschaft: Spitzenforschung für Jugendliche mit schwieriger Sprach-/Lesekompetenz
Referent:
Dr. Mathias Rösch, Universität Erlangen-Nürnberg/Schulmuseum

Wie können Jugendliche mit Herausforderungen in der Sprach- und Lesekompetenz für moderne Spitzenforschung begeistert werden? Durch innovative didaktische Zugänge und den persönlichen Kontakt mit Top-Wissenschaftler*innen. In diesem Vortrag wird ein Projekt mit Hauptschüler*innen vorgestellt, dass von 2018 bis 2020 mit folgender Vision umgesetzt wurde: Wissenschaftler*innen und Jugendliche bauen ihre jeweilige Skepsis ab und stärken gemeinsam den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Science Pub Quiz: Wissenschaft mit Fragen, Freunden und Knobelei!
Referentin:
Lisa Ringena, Science Pub Quiz

Wie können Menschen dazu gebracht werden, selbst über Wissenschaft zu diskutieren? Wie kann ein Interview mit Gäst*innen aus der Wissenschaft so interaktiv wie möglich gestaltet werden? Das Science Pub Quiz in Heidelberg probiert seit 2019 ein neues Konzept, um all das zusammenzubringen. Mitbegründerin Lisa Ringena stellt das Format sowie bisherige Erfahrungen vor und präsentiert wie Fragen und Interview so formuliert werden können, dass auch Nichtwissenschaftler*innen einen einfachen Einstieg ins Thema bekommen.

Workshop Unterstützer 3: „Nachgefragt! 2022” – partizipative Prozesse und Wissenschaftskommunikation in der Praxis

Moderation: Michael Wingens und Dr. Anna Henschel, Wissenschaft im Dialog
Interaktives Format, 75 Minuten
13.15 – 14.30 Uhr, 5. Oktober

Die Partizipationsinitiative „Nachgefragt! – Meine Frage für die Wissenschaft“ möchte Bürger*innen dazu auffordern, wissenschaftliche Fragen direkt an die Forschung heranzutragen. Der Aufruf soll den Startschuss für einen einjährigen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bilden. Dieser Workshop im Worldcafé-Format möchte einen Blick auf die Chancen und Besonderheiten bei der Kommunikation von und in partizipativen Prozessen bieten. Expert*innen führen durch theoretische Aspekte, erörtern gemeinsam mit den Teilnehmenden die neuralgischen Punkte von institutionenübergreifenden Partizipationsprojekten und laden dazu ein, das Thema aus der Sicht von unterschiedlichen Rollen – etwa der von Forschenden, Wissenschaftsfunktionär*innen oder Kommunikator*innen – zu betrachten.

Referent*innen:
Dr. Steffi Ober, Naturschutzbund Deutschland
David Weigend, Futurium

14.30 – 15:00 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

15:00 – 16.15 Uhr Paralleles Programm

Freiheit im Elfenbeinturm - Wer darf eigentlich noch was sagen?

Moderation: Prof. Dr. Annette Leßmöllmann, Karlsruher Institut für Technologie
Session, 60 Minuten
15.00 – 16.00 Uhr, 5. Oktober

Die öffentliche Diskussion rund um eine vermeintliche Cancel Culture in den deutschen Hochschulen hat sich zwar etwas abgekühlt, dennoch bleibt das Thema aktuell. Wer darf und soll in den deutschen Hörsälen sprechen? Wo sind die Grenzen dessen, was im Rahmen eines wissenschaftlichen Diskurses gesagt werden kann? Und welche Rolle spielt dabei die Kommunikationsabteilung? Soll sie die Meinungsbildung an ihrer Institution abwarten oder forcieren? Wie kann eine gute Diskussion zu dem Thema gelingen, um den nächsten Kriseneinsatz vermeiden?Dieses Fragen und insbesondere die Bedeutung für die praktische Wissenschaftskommunikation sollen auf dem Panel diskutiert werden. 

Referent*innen:
Prof. Dr. Andrea Geier, Universität Trier
Luca Kienel, Technische Universität Braunschweig
Prof. Dr. Anja Steinbeck, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Dr. Olaf Kaltenborn, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Das Forum Deutsche Sprache oder: Was ist eigentlich eine Sprachspende?

Moderation: Dr. Simone Burel, LUB GmbH – Linguistische Unternehmensberatung
Session, 60 Minuten
15.00 – 16.00 Uhr, 5. Oktober

Bis 2027 entsteht in Mannheim das „Forum Deutsche Sprache“, das die Funktionen eines Museums und eines Forschungszentrums miteinander vereinen soll. Das Ausstellungs- und Forschungsobjekt bringen Besucher*innen selbst mit: ihre eigene Sprache. Wie aber funktioniert Sprache als Exponat? Welche Funktion kann das „Forum Deutsche Sprache“ im öffentlichen Sprachdiskurs übernehmen? Und was ist eigentlich eine „Sprachspende“? In dieser interaktiven Session sollen diese und andere Fragen mit den Teilnehmenden diskutiert werden.

Referent*innen:
Prof. Dr. Carsten Könneker, Klaus Tschira Stiftung: Die Relevanz von Sprachspenden für die datenbasierte Wissenschaft
Prof. Dr. Henning Lobin, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache: Wie wurde und wird das Thema Sprache in der Öffentlichkeit verhandelt?
Elena Schoppa, Forum Deutsche Sprache: Wie lässt sich das Thema Sprache in Ausstellungen vermitteln?

The rhetoric of scientific knowledge (EN)

Moderation: Dr. Markus Gottschling und Michael Pelzer, Universität Tübingen
Interaktives Format, 75 Minuten
15.00 – 16.15 Uhr, 5. Oktober

Science is shaped and framed by the words and images we use to promote it. Examples of these processes of transformation are manifold, be it the introduction of plain English as the language of science in the early modern period, Darwin’s diary entries aboard the Beagle or the usage of technically engineered visual evidence in contemporary neuroscience. In this interactive workshop, the rhetorical aspects behind the creation and transformation of scientific knowledge is explored. Through examples from recent research, the participants will examine the mechanisms of illustration, persuasion and target group orientation. Equipped with a rhetorical perspective, they will be able to deepen their understanding of linguistic and visual strategies behind science communication.

Exponattexte in Science Centern: analog oder digital – Papier oder Bildschirm?

Moderation: Mareike Wiese und Dominik Essing, phaeno
Interaktives Format, 75 Minuten
15.00 – 16.15 Uhr, 5. Oktober

Science Center ermöglichen mit interaktiven Exponaten das selbständige Entdecken von naturwissenschaftlichen Phänomenen. Doch wie sollen die Ausstellungstexte gestaltet werden und welche Informationen sollen sie umfassen? Sollen sie analog oder digital sein? Die Teilnehmenden des Workshops entwickeln Drucktexte und digitale Alternativen für ein Beispielexponat. Mit diesen Ideen sowie analogen und digitalen Beispieltexten aus einer phaeno-Ausstellung werden Pro und Kontra, die Möglichkeiten und Grenzen beider Varianten diskutiert.

Projektvorstellungen Block 3 (EN)

Moderation: Anne Weißschädel, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
15.00 – 16.15 Uhr, 5. Oktober

Tackling the wicked: Privacy by design
Referentin: Annemarie Hofer, Universität Graz, AUT

Communicating legal issues, especially privacy, is often difficult as it is perceived as boring, abstract, and too distant from our everyday lives. How can this be improved? At the University of Graz’ “Design Sprint 2020” law and design were combined with the aim of making legal issues more tangible. This interdisciplinary approach helped spotlight the gaps in scientific communication of legal issues and suggest new ways of engagement.

Written communication in an oral era – How to reach an unwilling audience
Referentin:
Jenny Björkman, Stiftelsen Riksbankens Jubileumsfond, SWE

Traditionally humanities and social sciences are predominantly written research. Books, articles and essays are of course read and spread also today, but it is harder to reach new audiences, and even older audiences can have difficulties finding the time to read long books. To face this problem, the speaker’s project team invented an “Annual Box” made up of five small booklets written by five different scholars on one topic. Together the booklet constitutes a prism reflecting different angles of the theme. It was also launched as a podcast and broadcasted in a conversation on Swedish national television, thus broadening the researcher’s audience. 

Cartas com Ciência: “Letters with science” to inspire children in Portuguese-speaking countries
Referent:
Dr. Rafael Galupa, Cartas com Ciência, PRT

Creating opportunities for social development and knowledge sharing – Cartas com Ciência organizes educational programmes of letter exchanges between pupils in Portuguese-speaking countries and scientists across the globe. The idea is to mitigate barriers and prejudices associated with higher education and scientific careers through one-to-one, lasting written conversations, simultaneously promoting scientific and language literacy. Since May 2020 nearly 100 pupils have exchanged letters. For most of them, this was the first time they met a scientist and for many the first time exchanging letters. The co-founder of the initiative will share experiences on overcoming challenges while keeping focused on the mission and impact of a multi-continental operating spin-off.

Expert*innentalks Aussteller Block 3

Moderation: Lara Kristiansen, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
15.00 – 16.15 Uhr, 5. Oktober

DUZ Medienhaus
„Sichtbarkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse schaffen“ mit Astrid Niederberger und Felix Kriszun, DUZ Verlags- und Medienhaus 

Kleine Druckauflagen und hohe Preise für Leser*innen: Dies sind Hürden, die eine umfassende Sichtbarkeit zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen in ihren jeweiligen Zielgruppen verhindern. In diesem Expert*innentalk werden drei auf Open Access basierende Plattformen präsentiert, die hier Abhilfe schaffen: „ConDoc“ ersetzt den klassischen Tagungsband, der oft nur in kleiner Auflage und lange nach der Veranstaltung erscheint, durch eine dynamisch gestaltbare Webseite. „DUZ open“ ermöglicht Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus dem Third Space unkomplizierte und preisgünstige Veröffentlichungen. „OpenD“ informiert und begleitet Promovierende und solche, die es werden wollen. Herzstück sind die Open-Access-Veröffentlichung und journalistische Aufbereitung der Dissertation. 

Research in Germany
„Wissenschaftskommunikation und internationales Forschungsmarketing – gemeinsam stärker“ mit Helga Soer-Sodmann, Universität Münster und Dr. Gernot Gad, Deutsche Forschungsgemeinschaft

Internationales Forschungsmarketing hat sich an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der vergangenen Dekade sehr dynamisch entwickelt. Seit 2010 wird das Handlungsfeld von der Initiative Research in Germany aus BMBF-Mitteln gefördert. Forschungsmarketing ist von den anhaltenden universitären Transformationsprozessen maßgeblich betroffen. Die mitunter argwöhnisch betrachtete „kleine Schwester“ der Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit hat sich gemausert und in vielen Hochschulen und Forschungseinrichtungen einen sichtbaren und anerkannten Platz gefunden. Mit ihrer weiten internationalen Ausrichtung bei scharf fokussierten Zielgruppen bietet sie ganz eigene erhellende Perspektiven, die für die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und die institutionelle Profilbildung wertvoll sind. Wie Forschungsmarketing und Öffentlichkeitsarbeit in der institutionellen Transformation voneinander profitieren konnten und können, darüber sprechen Helga Soer-Sodmann von der Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) und Gernot Gad von der DFG. Die WWU Münster ist dreimal im Ideenwettbewerb Forschungsmarketing prämiert worden. Die DFG richtet diesen vom BMBF-geförderten Wettbewerb seit 2014 aus. 

Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation
„Wissenschaft barrierefrei: Wie erreichen wir die ‚breite Öffentlichkeit‘?“ mit Alexandra Mankarios, Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation

Aktuell wird viel über eine Intensivierung der Wissenschaftskommunikation debattiert und auch darüber, wie Institutionen und Wissenschaftler*innen diese leisten können. Genauso wichtig wie die Frage, ob hinreichend kommuniziert wird, sind jedoch auch Strategien, die gewährleisten, dass die Wissenschaft gehört und verstanden wird – und zwar auch von jenen Gruppen, die sich erfahrungsgemäß nur schwer erreichen lassen. In diesem Expert*innentalk werden Ansätze aus der praktischen Arbeit der Agentur vorgestellt und Erkenntnisse aus der Wissenschaft präsentiert. 

Informationsdienst Wissenschaft
„Wissenschaft bewegt – Erfahrungen mit einem Videostandard für Nachrichtenvideos“ mit Svenja Niescken, Informationsdienst Wissenschaft und Pajam Sobhani, Latest Thinking

Mit #wissenschaftbewegt hat der Informationsdienst Wissenschaft (idw) zusammen mit einer Pilotgruppe und Unterstützung der Agentur „Latest Thinking“ ein Video-Nachrichtenformat für Pressemitteilungen entwickelt. Dieses soll den routinemäßigen und professionellen Umgang mit Bewegtbild in der Wissenschafts-PR erleichtern. In seinen Videoworkshops hat der idw bisher über 100 Wissenschaftskommunikator*innen geschult und wird über die Erfahrungen mit dem angebotenen Video-Werkzeugkoffer sowie die geplante Weiterentwicklung des Formats berichten. Der Fokus liegt dabei auf den Prozessen nach dem Dreh wie etwa Postproduktion, Abnahme, Verbreitung über soziale Medien, Impact-Analyse und die Rolle der idw-Community.

16.15 – 16.30 Uhr Pause

Digitaler Ausstellerbereich, digitale Posterausstellung, interaktiver Bereich.

16.30 – 17.30 Uhr Digitales Get Together

17.30 – 17.45 Uhr Verabschiedung

 

Mittwoch, 6. Oktober

8.30 Uhr Willkommen in der virtuellen Lobby

Netzwerken und interaktiver Austausch, Ausstellerbereich mit Multimediawand, Posterausstellung, WiD-Goodie-Bag: Alles digital!  

9.00 – 9.25 Uhr Interaktiver Start in den Tag

Wissenschaft im Dialog lädt zu einer aktivierenden Bewegungseinheit ein!
,,Gesunder Rücken” mit Sandra Wegeng, Bewegungstherapeutin

9.30 – 10.45 Uhr Paralleles Programm

Was macht die (Gender-)Linguistik falsch? Die Rolle der Linguistik in der Gender-Diskussion

Moderation: Dr. Kristina Bedijs, Studienzentrum der evangelischen Kirche Deutschland für Genderfragen
Session, 60 Minuten
9.30 – 10.30 Uhr, 6. Oktober

„Gendern“ ist populär, aber auch kontrovers. In den Medien diskutieren Personen mit unterschiedlichsten Hintergründen darüber – auch Linguist*innen. Welche Fachvertreter*innen kommen zu Wort? Wie positionieren sich Expert*innen für Genderlinguistik öffentlich, und wie werden sie mit ihrer jeweiligen Haltung wahrgenommen? Und wie politisch darf die Wissenschaftskommunikation der Linguistik eigentlich bei einem Thema sein, das gerade aufgrund seiner politischen Implikationen so stark polarisiert?

Referent*innen:
Prof. Dr. Bettina Kluge, Universität Hildesheim: Präsenz und Positionen der akademischen Linguistik in medialen Debatten
Dr. Dinah K. Leschzyk, Universität Gießen: Linguistik und identitätspolitische Diskurse – Einmischung oder Zurückhaltung?
Prof. Dr. Horst Simon, Freie Universität Berlin: Die Rolle männlicher Linguisten in der Diskussion ums Gendern

Der Kampf ums Expertentum - wer bestimmt wer spricht?

Moderation: Josef Zens, Deutsches GeoForschungsZentrum
Session, 60 Minuten
9.30 – 10.30 Uhr, 6. Oktober 

Die Corona-Pandemie hat in der Wissenschaftskommunikation und in Teilen der Gesellschaft eine Diskussion um das Expertentum losgetreten. Die Aussagen der Expert*innen bekamen plötzlich sowohl in der politischen als auch in der gesellschaftlichen Debatte ein extremes Gewicht. Dadurch gewann die Frage an Brisanz, weshalb bestimmte Expert*innen stark im Fokus der Berichterstattung und Politikberatung standen und andere nicht. Und warum einzelne wissenschaftliche Disziplinen anscheinend nicht genügend in die Debatten einbezogen wurden. Wer bestimmt, wer ein*e Expert*in ist? Wer ist vertrauenswürdig? Welche Disziplinen werden gehört und welche nicht? Und welche Rolle spielt die Auswahl der Expert*innen durch Medien für den gesellschaftlichen Diskurs? Diese und weitere Fragen rund um die Rolle von Expert*innen sollen auf dem Panel diskutiert werden. Dabei soll der Fokus darauf gelegt werden, wie man in Zukunft einen diversen und multiperspektivischen Diskurs zu gewährleisten.

Referent*innen:
Manuela Zingl, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Volker Stollorz, Science Media Center
Dr. Daniel Nölleke, Universität Wien
Prof. Dr. Mark Eisenegger, Universität Zürich

Wie Rhetorik Wissen schafft

Moderation: Dr. Markus Gottschling und Michael Pelzer, Universität Tübingen
Interaktives Format, 75 Minuten
9.30 – 10.45 Uhr, 6. Oktober

Von der Einführung des „Plain English“ als Wissenschaftssprache über Darwins Tagebücher bis zum Einsatz visueller Evidenzverstärker in der gegenwärtigen Hirnforschung: Nicht nur Wissenschaftskommunikation ist rhetorisch, sondern auch die Wissenschaft selbst wird durch Worte und Bilder geformt und geframet. In diesem Workshop wird das rhetorische Design von Wissenschaft am Beispiel aktueller Forschung untersucht. Anhand konkreter Szenarien können die Teilnehmenden hierbei die rhetorischen Mechanismen der Veranschaulichung und Adressat*innenorientierung als Vermittlungstools ausprobieren – und ihre eigenen sprachlichen und visuellen Gestaltungsfähigkeiten vertiefen.

Wenn's politisch wird: Strategien zur Teilnahme an öffentlichen Kontroversen

Moderation: Robin Tschötschel, University of Amsterdam, NLD
Interaktives Format, 75 Minuten
9.30 – 10.45 Uhr, 6. Oktober

Gegenwärtig hochrelevante Themen vereinen epistemische mit normativen Fragen und verwischen die Grenzen zwischen Wissenschaft und Politik. In vielen Bereichen sind die Meinungen der Wissenschaftler*innen ebenso gefragt wie ihre Forschungsergebnisse. Doch wie soll mit der Aufforderung, vermehrt an öffentlichen Debatten teilzunehmen, umgegangen werden? Und wie lässt sich die Kommunikation zu politisch kontroversen Fragen gestalten, ohne dabei öffentliches Vertrauen in die Wissenschaft zu untergraben? Dieser Workshop schafft auf der einen Seite Raum für Reflexion über den eigenen Wunsch zur Teilnahme an öffentlichen Kontroversen und der damit verbundenen wahrgenommenen Bedrohungen der eigenen oder kollektiven wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit. Auf der anderen Seite werden Kommunikationsstrategien erarbeitet, die es ermöglichen, mit den wahrgenommenen Bedrohungen umzugehen.

 

Projektvorstellungen Block 4

Moderation: Arno Fricke, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
9.30 – 10.45 Uhr, 6. Oktober

Ostdeutsche Migrationsgesellschaft selbst erzählen: das Citizen-Science-Projekt „MigOst“
Referentin:
Dr. Karoline Oehme-Jüngling, Technische Universität Dresden

Das Projekt „MigOst“ dient dem Austausch lebensgeschichtlicher Erzählungen innerhalb der ostdeutschen Migrationsgesellschaft, um die Sichtbarkeit ihrer spezifischen Geschichte zu stärken. Denn obwohl auch Ostdeutschland eine Migrationsgeschichte hat, wird den Erfahrungen von ostdeutschen Migrant*innen öffentlich bislang kaum Gehör geschenkt. Die Präsentation gibt erste Einblicke in das Projekt, in partizipative Methoden sowie in die Arbeit der „MigOst“-Geschichtswerkstätten in Cottbus, Halle und Dresden, in denen Forscher*innen und migrantische Vereine gemeinsam mit Bürger*innen an vielstimmigeren (Stadt-)Geschichten arbeiten und diese in verschiedenen kulturellen Formaten, wie Theaterstücken, Ausstellungen und Stadtführungen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. 

Shared Decision Making: evidenzbasierte Informationen allgemeinverständlich kommunizieren
Referentin
: Karoline Weik, TAKEPART Media + Science

Das „SHARE TO CARE“-Projekt (2017 – 2021) implementierte ein Programm zur gemeinsamen Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Neben dem Training von Ärzt*innen und Pflegepersonal wurden Patient*innen motiviert, sich aktiv an Therapieentscheidungen zu beteiligen. Um eine informierte Entscheidung zu unterstützen, standen evidenzbasierte Entscheidungshilfen in Form von Texten und Videos online zur Verfügung. In „User Testings“ beurteilten Patient*innen jede Entscheidungshilfe hinsichtlich Textverständnis, Wirkung der Sprache, ausgewogener Darstellung und Nutzen für die Therapieentscheidung und anhand dieser Rückmeldungen wurde das sprachliche Konzept weiter verfeinert. Im Vortrag werden Erkenntnisse für die Erstellung allgemeinverständlicher evidenzbasierter Gesundheitsinformationen präsentiert. 

Virtuell und bürgernah – Kommunikation digitaler Themen im StadtLABOR Soest
Referentin:
Elisabeth Söllner, StadtLABOR Soest 

Wie kann Digitalisierung bürgernah vermittelt werden? In der städtischen Einrichtung StadtLABOR Soest können Bürger*innen und Stadtverwaltung gemeinsam über diese und andere digitale Zukunftsfragen nachdenken. Die verständliche Aufbereitung digitaler Themen in unterschiedlichen Medien – digital wie analog – ist ein ständige und sehr wichtige Arbeitsaufgabe für das StadtLABOR-Team. Das Ziel: Menschen neugierig machen und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu informieren und ihre eigene Meinung zu bilden. 

Wisskomm crossmedial – für die Bürger*innen, mit den Bürger*innen
Referentin:
Susanne Rytina, Hochschule für Technik Stuttgart

Die angewandte Forschung in Reallaboren bietet eine gute Voraussetzung, um mit Bürger*innen im Sinne der „Third Mission“ in den Dialog zu treten. Beispielhaft hat die Hochschule für Technik Stuttgart im Zuge der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ die Inhalte eines solchen Projekts aus dem Bereich der Stadtplanung crossmedial für verschiedene Zielgruppen aufbereitet. Stil, Sprache und Darstellung orientierten sich an journalistischen Kriterien. Deutlich wurden Potential und Übertragbarkeit des Ansatzes, aber auch Limitationen.

Experimentallabore für Wissenschaftskommunikation – ein Berliner Netzwerk
Referent:
Fabian Kruse, Berlin University Alliance

Das Berliner Netzwerk für Wissenschaftskommunikation stellt sich vor. Sechs Verbundprojekte werden als Experimentallabore für Wissenschaftskommunikation der Berlin University Alliance (BUA) gefördert. Im Vordergrund steht eine neue Form der Wissenschaftskommunikation – Knowledge Exchange –, bei der nicht nur Wissen in die Gesellschaft kommuniziert wird, sondern die Wissenschaft neue Perspektiven durch die Teilhabe der Gesellschaft erhält.

Forschungsprogramm Sparkling Science: innovative Wissenschaftsvermittlung in der Schule
Referentin:
Petra Siegele, Österreichische Austauschdienst-Gesellschaft – Agentur für Bildung und Internationalisierung, AUT

Im österreichischen Forschungsprogramm „Sparkling Science“ arbeiteten von 2007 bis 2019 mehr als 101.000 Schüler*innen in 299 Forschungsprojekten mittels partizipativer Methoden gemeinsam mit Forschenden an aktuellen wissenschaftlichen Fragen. Drei Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen zeigen, wie es „Sparkling Science“ gelungen ist, komplexe Forschungsprozesse spannend und innovativ Jugendlichen und weiteren Bevölkerungsschichten aufzuzeigen.

Projektvorstellungen „Spezial“ Block 3

Moderation: Imke Hedder, Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 75 Minuten
9.30 – 10.45 Uhr, 6. Oktober

Wissen, was wirkt: Erkenntnisse zu Wirkungen von Wissenschaftskommunikation
Referentin:
Liliann Fischer, Wissenschaft im Dialog 

Wie wirken unterschiedliche Arten der Kommunikation bei verschiedenen Zielgruppen und welche Rolle spielen dabei verschiedene Einflussfaktoren? Eine systematische Literaturrecherche aktueller Forschung zu Wissenschaftskommunikation bietet einen Einblick in interdisziplinäre Erkenntnisse für wirkungsorientierte Wissenschaftskommunikation an der Schnittstelle von Praxis und Forschung.

Research = Me-Search? – Kommunikation persönlicher Betroffenheit und Vertrauen in Wissenschaft
Referentin:
Marlene Altenmüller, Ludwig-Maximilians-Universität München

Wenn Forschungsideen durch persönliche Interessen motiviert sind – wenn also Research „Me-Search“ ist – kann sich das auf die Wahrnehmung von Forschenden und deren Befunde auswirken. Zwei Studien zeigen, dass die Vertrauenswürdigkeit persönlich betroffener Forschender und die Glaubwürdigkeit ihrer Befunde sowohl positiv als auch negativ durch „Me-Search“ beeinflusst werden können: Die Richtung des Effekts wird durch die Voreinstellungen der (fachunkundigen) Rezipient*innen zum Forschungsthema bestimmt. Im Vortrag werden Implikationen für zukünftige Forschung und Praxis diskutiert.

Lobbying für die Wissenschaft – politische Interessenvertretung von Hochschule und Forschung
Referentin:
Dipl.-Journ. Antje Eichler, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Die Studie „Lobbying für die Wissenschaft“ nimmt erstmals die kommunikativen Beziehungen zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf der einen und Politik auf der anderen Seite in den Blick und definiert dabei Interessenvertretung als grundlegende Funktion strategischer Kommunikation. Die Ergebnisse der in diesem Vortrag präsentierten Studie zeigen, dass Wissenschaft durchaus Lobbying betreibt, wenn auch wenig strategisch ausgerichtet. Insbesondere die Interessenvertretung in Verbünden bleibt hinter deren eigenen Erwartungen zurück.

10.45 – 10.50 Kurze Pause

10.50 – 11.45 Uhr Keynote und Verabschiedung

Keynote: Ideologie versus Empirie? Wie Verschwörungserzählungen unsere Welt beeinflussen

Die Erde ist eigentlich flach, die amerikanische Regierung versteckt in der Area 51 seit Jahren außerirdisches Leben und Wissenschaftler*innen versuchen durch COVID-19 im Geheimen die Weltherrschaft an sich zu reißen? Alles absurd? Trotzdem glaubt ein substanzieller Teil der Menschen eben genau an solche Narrative. Verschwörungserzählungen sind als gesellschaftliches Thema in den letzten Jahren zunehmend – insbesondere seit der Pandemie – in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Warum Menschen an solche Dinge glauben und welche Konsequenzen es haben kann, wenn der Glaube an Verschwörungen zum stabilen Weltbild wird, sind Fragen, die sich gerade viele Menschen stellen. Pia Lamberty zeigt in ihrem Vortrag, welche psychologischen Erkenntnisse zum Thema Verschwörungserzählungen existieren und was man als Gesellschaft tun kann, wenn sich Menschen immer stärker in den Kaninchenbau alternativen Wahrheiten begeben.

Pia Lamberty, CeMAS Center für Monitoring, Analyse und Strategie gGmbH

Verabschiedung: Markus Weißkopf, Wissenschaft im Dialog

11.45 – 12.00 Kurze Pause

12.00 – 12.45 Uhr Digitales Get Together