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Donnerstag, 6. Oktober

Forum Wissenschaftskommunikation 2022

8.30 – 9 Uhr Registrierung, Gepäckabgabe und Kaffee/Getränke

9 – 10.30 Uhr Paralleles Programm (Sessions bis 10.15 Uhr)

Wisskomm-Evaluation leicht(er) gemacht: Methodeneinblicke für Praktiker*innen – Session

Moderation: Dr. Philipp Niemann, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
Session, 75 Minuten
9 – 10.15 Uhr

Diese Session soll als Hilfestellung bei der Umsetzung von Evaluationen im Alltag von Praktiker*innen der Wissenschaftskommunikation dienen, indem Fallbeispiele aus der Praxis im Detail vorgestellt und diskutiert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf gängigen Methoden der empirischen Sozialforschung wie Befragungen und Beobachtungen. Auch Feedbackmethoden und Analysen von Nutzungsdaten digitaler Medien werden thematisiert. Neben der Vermittlung von methodischem Überblickswissen sollen Praktiker*innen die Möglichkeit bekommen, zu einzelnen Methoden genau die Detailfragen zu diskutieren, die sich aus ihrer eigenen Arbeit ergeben und die im Tagesgeschäft nur selten thematisiert werden können.

Referent*innen:
Vanessa van den Bogaert, Ruhr Universität Bochum
Prof. Dr. Till Bruckermann, Leibniz Universität Hannover

Die Standardberufsbildposition „Nachhaltigkeit“ aus Sicht von Wissenschaft und Praxis – Session

Moderation: Dr. Michael Scharp, Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung
Session, 75 Minuten
9 – 10.15 Uhr

Ein Berufsbild im Wandel: Die Ausbildungsordnung wird in diesem Jahr novelliert. Aus der Standardberufsbildposition „Umweltschutz“ wird „Nachhaltigkeit“. Das berufliche Handeln muss künftig negative Folgen für die Gesellschaft berücksichtigen. Was bedeutet es für Bäcker*innen, Fleischer*innen oder für Kaufleute, wenn sie Themen wie Klimaschutz, Ressourcenknappheit oder gesundheitliche Auswirkungen wie Adipositas, Feinstaubbelastung oder Mikroplastik in den Produkten in ihrem Alltag mitdenken müssen? Noch fehlen die Lehr-Lern-Module und praktische Beispiele in der Ausbildung. Hier ist die Wissenschaft gefragt, den Transfer zu gewährleisten. Wie das gelingen kann, diskutieren drei Expert*innen aus der Berufsschul- und Berufsberatungspraxis.

Referent*innen:
Sabine Schulz-Brauckhoff, Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis
Stefan Nowatschin, Berufsbildende Schulen Uelzen
Dipl.-Oecotroph. Marie Nölle-Krug, Fachhochschule Münster

Vertrauen braucht Vielfalt – Interaktives Format

Moderation: Kristin Raabe, Science with Society, Prof. Dr. Marylyn Addo, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Prof. Dr. Lisa Herzog, University of Groningen
Interaktives Format (Fishbowl), 90 Minuten
9 – 10.30 Uhr

Will Wissenschaftskommunikation das Vertrauen der gesamten Gesellschaft erlangen, dann muss sie auch die Vielfalt der Gesellschaft abbilden. Wie kann dieses Vorhaben gelingen, wenn der Wissenschaftsbetrieb überwiegend weiß und männlich ist? Muss sich nicht erst die Wissenschaft selbst ändern? Diese und andere Fragen diskutieren die Virologin Marylyn Addo, die Philosophin Lisa Herzog und die Wissenschaftsjournalistin Kristin Raabe gemeinsam mit den Teilnehmenden in dieser Fishbowl.

Auf einen Nenner gebracht: Mission formulieren, Slogan texten, sichtbarer werden – Interaktives Format

Moderation: Klaus Wingen, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
Interaktives Format, 90 Minuten
9 – 10.30 Uhr

Wie sich das Profil von Institutionen, Kooperations- und Forschungsprojekten so schärfen lässt, dass sie in einer sich stetig wandelnden Gesellschaft besser wahrnehmbar werden, darum geht es in diesem Workshop. Dies kann beispielsweise mit einer klar formulierten Mission gelingen, die unterstreicht, was ein Projekt antreibt und bewegt. Ein guter Slogan bringt im besten Fall das Alleinstellungsmerkmal eines Projekts auf den Punkt. Im Workshop werden gemeinsam Botschaften entwickelt – jenseits von beliebig und austauschbar.

Projektvorstellungen Block 4 – Vortragsrunde

Moderation: N. N., Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 90 Minuten
9 – 10.30 Uhr

Bürger*innenforschung als Bindeglied zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik
Referent*in:
Dr. Julia Gantenberg, Universität Bremen

Im Citizen-Science-Projekt „GINGER – Gemeinsam Gesellschaft erforschen“ der Universität Bremen werden geflüchtete Mädchen und junge Frauen als Bürgerforscher*innen zum Thema „Intersektionale Diskriminierungserfahrungen“ aktiv. Neben dem Empowerment der Citizen Scientists profitieren Wissenschaft und Politik von zielgerichteten Fragestellungen und politischen Handlungsempfehlungen. Die Projektvorstellung ergründet, wie Bürger*innenforschung einen Beitrag zur Mitgestaltung einer inklusiven, zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen kann.

Vitapolis – Wie wollen wir leben? Wissenschaftsjahr 2022
Referent*in:
Jakob Lassak, Haus der Wissenschaft Braunschweig

In einer Reihe von Streams wird der Städtebausimulator „Cities: Skylines“ gespielt und sich daran anknüpfend über aktuelle Forschung und die Stadt der Zukunft ausgetauscht. Das Spiel dient als Ausgangspunkt für Diskussionen und Simulation zum Ausprobieren. Das Publikum wird mithilfe des Chats in den Spiel- und Diskussionsverlauf einbezogen. Der Vortrag gibt einen Einblick in das Projekt, die Funktionsweise, Themen und Zielgruppen.

Planetary Health Policy: Kommunikation zwischen Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen
Referent*in:
Dr. Teresa Hollerbach, Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit 

Bei der Bewältigung der Klimakrise besteht die größte Herausforderung nicht mehr darin, Wissenslücken zu schließen, sondern vorhandenes Wissen in konkrete Transformation zur Nachhaltigkeit umzusetzen. Doch wie kann das gelingen? Der Beitrag diskutiert ko-kreative Formate, die Wissenschaftler*innen und politische Entscheidungsträger*innen zusammenbringen, um gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln – für eine Politik, die die Gesundheit der Menschen und des Planeten schützt.

Projekt „HerzSache – Unser Herz soll uns am Herzen liegen“
Referent*in:
Dr. Ariane Pessentheiner, Medizinische Universität Graz

Wie kann das Thema Herz-Kreislauferkrankungen an Zielgruppen kommuniziert werden, die sich (noch) nicht angesprochen fühlen? Das Projekt „HerzSache“ stellt mit den „HERZählungen“ persönliche Geschichten in den Mittelpunkt. Bei Live-Veranstaltungen mitgeschnitten, entstehen Podcasts in denen Betroffene, Wissenschaftler*innen oder Ärzt*innen ihre Erfahrungen schildern. Zudem bringen ein Wissenschaftscomic, ein HERZblog und Kunstaktionen im öffentlichen Raum diese Herzensangelegenheit auf unterschiedlichen Kanälen zu den Menschen.

Transformation durch Partizipation? – Wissenschaftskommunikation in der Technikentwicklung
Referent*in:
Dr. Florian Fischer, Bayerisches Forschungszentrum Pflege Digital

Partizipation in der Technikentwicklung kann zu sozialer Innovation und Transformation führen. Im Rahmen der Projektvorstellung sollen Erkenntnisse aus zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Begleitprojekten skizziert werden, welche interdisziplinäre anwendungsorientierte Verbundprojekte in der partizipativen Entwicklung gesundheits- und pflegebezogener Technologien unterstützen. Dabei wird der Umgang mit Herausforderungen im Zusammenhang mit der Wissenschaftskommunikation dargestellt.

DiPubHealth: Formatentwicklung auf Basis von Diskursdynamiken
Referent*in:
Babette Jochum, Wissenschaft im Dialog

Das Projekt DiPubHealth soll es möglich machen forschungsbasiert und zeitnah Kommunikationsformate zu entwickeln. Dazu erforschen das Karlsruher Institut für Technologie und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen gemeinsam die öffentliche Diskursdynamik ausgewählter gesellschaftlicher Debatten zu Public-Health-Themen. Die Projektvorstellung zeigt, wie Wissenschaft im Dialog auf Basis dieser Forschung Formate für die Wissenschaftskommunikation entwickelt, damit ein fruchtbares Wechselspiel zwischen Forschung und Praxis entsteht.

10.30 – 11 Uhr Pause

11 – 12.30 Uhr Paralleles Programm (Sessions bis 12.15 Uhr)

Von hier wech! – Wissenschaft trifft Bürgerschaft an der regionalen Datenquelle – Session

Moderation: Dr. Katharina Weiß, Universität Bielefeld
Session, 75 Minuten
11 – 12.15 Uhr 

Regionale Akteur*innen publizieren im wachsenden Maße Daten, von Unfallstatistiken bis zu Bildungsdaten. Ihr Einsatz in der Wissenschaft bietet der Wissenschaftskommunikation neue Ansatzpunkte, denn er erlaubt Bürger*innen einen direkten Bezug zur Forschung. Wie kann hierdurch eine engere Beziehung von Bürger*innen zu regionalen Wissenschaftseinrichtungen entstehen? Und wie kann diese Entwicklung durch interaktive Formate der Wissenschaftskommunikation unterstützt werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Session.

Referent*innen:
Dr. Annette Klinkert, city2science
Bürge Uprak, Stadt Bielefeld
Prof. Dr. Oliver Böhm-Kasper, Universität Bielefeld
Johannes Häußler, PD – Berater der öffentlichen Hand

Transformation und Strategie – Welche Rolle hat interne Wissenschaftskommunikation dabei? – Session

Moderation: Philipp Schrögel, Universität Heidelberg
Session (Wissenschaft im Dialog), 75 Minuten
11 – 12.15 Uhr

Die Grenzen zwischen interner und externer Wissenschaftskommunikation verschwimmen, wie die Coronapandemie oder politische Statements von Wissenschaftler*innen zum Transformationsbedarf zur Klimakrise zeigen. Für die strategische Kommunikation von Wissenschaftsorganisationen stellen sich die Fragen: Wie soll die Vielfalt an Positionen aufgegriffen werden? Ist es Teil der Aufgabe, auch interne Dialoge an der Schnittstelle zu Governance und wissenschaftlicher Praxis zu gestalten? 

Referent*innen:
Prof. Dr. Peter-André Alt, Hochschulrektorenkonferenz
Prof. Dr. Andrea Geier, Universität Trier
Katja Bär, Friedrich-Schiller-Universität Jena

„Bildreflektor“ – Bilder in der Wissenschaftskommunikation verantwortungsvoll einsetzen – Interaktives Format

Moderation: Dr. Esther Greussing, Technische Universität Braunschweig, Gesine Born, Fotografin und Julia C. Ahrend, Kiel Science Communication Network
Interaktives Format, 90 Minuten
11 – 12.30 Uhr

Anknüpfend an die Arbeit des Siggener Kreises 2021 bietet dieser Workshop Teilnehmenden den Raum, sich Fragen der Qualität und Wirkung von Bildern in der Wissenschaftskommunikation zu widmen. Anhand des Tools „Bildreflektor” sowie Erkenntnissen aus Forschung und Praxis werden Intentionen und Wirkweisen verschiedener Bildtypen diskutiert, reflektiert und praktisch erprobt. Ziel des Workshops ist es, zu einer erhöhten Bildkompetenz der Teilnehmenden beizutragen und sie für einen bewussten Umgang mit wissenschaftsbezogenen Bildern zu sensibilisieren.

Wissenschaft trifft Kunst – Interaktives Format

Moderation: Jan Gruß und Jan Finkbeiner, Hochschule Furtwangen
Interaktives Format, 90 Minuten
11 – 12.30 Uhr

Das Forschungsprojekt „Digitaldialog 21“ der Hochschule Furtwangen hat im ländlichen Raum Baden-Württembergs Bürger*innendialoge und Befragungen zum digitalen Wandel durchgeführt. Bürger*innen tauschten sich zu Herausforderungen, Potenzialen und Ideen für eine gemeinsame Gestaltung der Digitalisierung aus. Die Ergebnisse dieser Dialoge wurden im Film „Schauspiel zum digitalen Wandel“ künstlerisch aufgegriffen – mit einem dazugehörigen Konzept, das im Workshop zum Einsatz kommt: Nach Sequenzen des Films bekommen Teilnehmer*innen jeweils Aufgaben zur Diskussion oder werden selbst kreativ. So können sie diese neue Form der Wissenschaftskommunikation kennenlernen und sich in die Diskussion mit einbringen.

Projektvorstellungen Block 5 – Vortragsrunde

Moderation: N. N., Wissenschaft im Dialog
Vortragsrunde, 90 Minuten
11 – 12.30 Uhr

Eine Checkliste für ökologisch nachhaltigere Wissenschaftsevents
Referent*in:
Ronja Ewald, con gressa

Wissenschaftsevents ressourcenschonend(er) zu organisieren, hat viele Facetten und schließt die Sensibilisierung aller Beteiligter ein. Mit einer von der Agentur con gressa entwickelten Checkliste und anhand von Praxisbeispielen wird im Vortrag gezeigt, wie die Veranstaltungsorganisation nachhaltiger gestaltet werden kann.

Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen: Eine Ausstellung auf Basis von Partizipation
Referent*in:
Dr. Stefanie Seltmann, Berlin Institute of Health in der Charité 

Um Frauen in der Wissenschaft sichtbarer zu machen, hat das Berlin Institute of Health an der Charité gemeinsam mit Bürger*innen in drei Edit-a-thons Wikipedia-Einträge zu Berliner Wissenschaftlerinnen der Vergangenheit und Gegenwart erstellt oder ausgeführt. Auf dieser Grundlage ist auf Initiative des Regierenden Bürgermeisters von Berlin eine Wander- und Onlineausstellung entstanden, die zwanzig dieser Frauen präsentiert. Der Vortrag beleuchtet die Durchführung und Wirkung des partizipativen Projekts.

Aussagekräftige Evaluationen in der Wissenschaftskommunikation – Befragungen auf der Online-Evaluationsplattform
Referent*in:
Julia Panzer, Wissenschaft im Dialog  

Aussagekräftige Evaluationen können einen wichtigen Beitrag zu wirkungsvoller Wissenschaftskommunikation leisten. Die kostenfreie Online-Evaluationsplattform der Impact Unit von Wissenschaft im Dialog erleichtert Praktiker*innen die Durchführung von Evaluationen mithilfe von Befragungen. Auf der Plattform können Befragungen erstellt, durchgeführt und deskriptiv ausgewertet, sowie Evaluationsberichte erstellt werden. Die Projektvorstellung gibt einen Einblick in die Evaluationsplattform und ihren Nutzen für Praktiker*innen.

Deck50 – Ein neuer Ort für Wissenschaftskommunikation
Referent*in:
Mag.a Ines Méhu-Blantar, Naturhistorisches Museum Wien

Der offene Innovations- und Experimentierraum Deck 50 ist ein neuer Ort der Wissenschaftskommunikation am Naturhistorischem Museum Wien, der Wissenschaft und Gesellschaft miteinander verbindet. Im Zentrum steht die gemeinsame Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Themen wie Ressourcennutzung, Ernährung, Klimawandel und Artenvielfalt werden auf Deck 50 ganzheitlich behandelt und der Input sowie das Wissen der Besucher*innen fließen in aktuelle Forschung mit ein.

Das neue E-Learning Wissenschaftskommunikation des NaWik – Kompetenzerwerb online
Referent*in:
Michael Doktor, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation

Wie können Kompetenzen für gute Wissenschaftskommunikation in einer sich wandelnden Gesellschaft zeitgemäß und nachhaltig vermittelt werden? Dieser Frage hat sich das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation gewidmet und ein neues, modulares E-Learning-Angebot entwickelt. Im Vortrag wird der erste Kurs des neuen Lernortes präsentiert. Neben Lernziel und Methoden erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Inhalte und Vermittlungsformate wie beispielsweise Texttypen und Animationen.

Museen als Diskursort der Transformation. Epistemologie als Besuchserlebnis
Referent*in:
Dr. Christopher Garthe, studio klv

Wissenschaftskommunikation für eine Gesellschaft im Wandel bedarf neuer sozialer Orte. Der Diskurs muss gestaltet und moderiert werden. Museen können einen Raum bieten, um Forschung für Lai*innen zu öffnen, sie zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Sie können nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln, sondern Bürger*innen an Wissenschaft teilhaben lassen und sie für deren Prozesse sensibilisieren – und werden so zum zentralen Diskursort für die Transformation. Der Vortrag stellt diesen Ansatz vor, der Besucher*innen vom unmittelbaren Besucher*innenerlebnis hin zur Reflexion von erkenntnistheoretischen Prozessen führen soll.

12.45 – 13.30 Uhr Abschlussformat

13.30 – 14 Uhr Imbiss to Go

 

Das Programm für Dienstag, den 4. Oktober, finden Sie hier: Dienstag, 4. Oktober

Das Programm für Mittwoch, den 5. Oktober, finden Sie hier: Mittwoch, 5. Oktober