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Forschung zum Mitmachen: 15 partizipative Projektideen ausgezeichnet

17. Februar 2022

Gemeinsam inklusive Mode gestalten, „Cyber Storys“ über Künstliche Intelligenz erzählen oder beim Radfahren meteorologische Daten tracken: Im Hochschulwettbewerb 2022 laden junge Forschende Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich aktiv am Forschungsprozess zu beteiligen und gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Aus 270 Einreichungen hat die Jury nun die besten 15 Projektideen gekürt. Die Gewinnerteams erhalten jeweils 10.000 Euro, um damit bis Ende des Jahres ihre Ideen in die Praxis umzusetzen. 

Die 15 ausgezeichneten Projekte umfassen eine Vielfalt an gesellschaftlichen Themen und wissenschaftlichen Disziplinen: Von Inklusion über Asylgeschichte bis zur Digitalisierung, vom Modedesign über Mikrobiologie bis zur Rechtswissenschaft. Die thematische Vielfalt spiegelt sich auch in der Diversität der angesprochenen Zielgruppen wider. So richten sich einige Projekte an Seniorinnen und Senioren, andere an Schulklassen oder an Gärtnerinnen und Gärtner. Regional verteilen sich die Teams über ganz Deutschland, wobei rund die Hälfte der ausgezeichneten Projekte an ostdeutschen Hochschulen angesiedelt ist. 

Für die 15 Projektteams geht es nun direkt weiter: Im März nehmen sie an einem Auftakt-Workshop von Wissenschaft im Dialog zum Thema Wissenschaftskommunikation teil, im Laufe des Jahres folgen weitere Schulungen und Veranstaltungen, bei denen sich die Teams auch untereinander vernetzen können. Ende des Jahres werden die Projekte dann ein weiteres Mal begutachtet und bewertet, welche Teams ihre Projektidee besonders kreativ umgesetzt und dabei die Bevölkerung erfolgreich eingebunden haben. Über Fortschritte und Herausforderungen bei der Projektumsetzung informieren die Teams regelmäßig auf dem Blog des Hochschulwettbewerbs: www.hochschulwettbewerb.net

Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD) in Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation und der Hochschulrektorenkonferenz ausgerufen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres gefördert. 

Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner:

(Die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulstandorte. Die genannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind Pressekontakte.)

Berlin
weißensee kunsthochschule berlin

Kontakt: Veronika Breuning | Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | presse@kh-berlin.de | 030 477 05 222
NOW - Interaktive Bewegungsübungen für Menschen mit Demenz
Im Projekt „NOW“ sollen Bewegungsübungen und interaktive auditive Inhalte für Menschen mit Demenz entwickelt und miteinander kombiniert werden. Dabei werden Menschen mit Demenz und deren Angehörige von den Forschenden gleichberechtigt in die Entwicklung und Gestaltung einbezogen.


Bremen
Hochschule Bremen

Kontakt: Bettina Schürkamp | Kontakt Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation | bettina.schuerkamp@hs-bremen.de | 0421 5905-2269
Stadtmaterialien
Die Stadt als Ressource: Gemeinsam mit der Bevölkerung möchte das Projektteam aussortierte Baumaterialien zusammentragen und wiederverwerten. In einem offenen Atelier wird eine Material- und Nutzungsstudie durchgeführt, an der interessierte Bürgerinnen und Bürger aktiv mitwirken können. Begleitend finden Themenabende und weitere Aktionen statt, zudem ist das Atelier als „wachsende Ausstellung“ für alle Interessierten begehbar. 


Chemnitz
Technische Universität Chemnitz

Kontakt: Mario Steinebach | Leiter der Pressestelle | mario.steinebach@verwaltung.tu-chemnitz.de | 0371 531 31658
Schlaue Technik. Tolle Helfer?
Vom Türalarm bis zur automatischen Heizung: Smarte technische Systeme für zuhause versprechen älteren Menschen Sicherheit und Komfort. Aber wie stehen Seniorinnen und Senioren dazu, was wünschen sie sich an Unterstützung? Diesen Fragen möchte das Projekt „Schlaue Technik. Tolle Helfer?“ nachgehen. In Workshops sollen gemeinsam Visionen und Nutzungsszenarien für smarte Technik entwickelt sowie Infomaterialien erstellt werden. 


Dresden
Technische Universität Dresden

Kontakt: Dipl. Journ. Anne-Stephanie Vetter | Komm. Pressesprecherin | anne-stephanie.vetter@tu-dresden.de | 0351 463-33807
Alles im grünen Bereich?
Unter dem Titel „Alles im grünen Bereich?“ entwickelt das Projekt einen Mitmach-Podcast für Schülerinnen und Schüler. Der Podcast soll gemeinsam mit den Jugendlichen in zehn Episoden konzipiert werden und sich mit Fragen aus den Bereichen Urheber-, Patent-, Marken-, Design- und Medienrecht sowie Datenschutz beschäftigen. Begleitend ist eine Kommunikation über Social Media-Kanäle geplant. 


Großbeeren
Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) e.V.

Kontakt: Ine Haesaert | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | haesaert@igzev.de | 033701 78 165
Urban Cycles - ein citizen science Projekt zu nachhaltiger Düngung mit urinbasierten Recyclingdüngern in Berliner Gemeinschaftsgärten
Für die sozial-ökologische Transformation ist eine zirkuläre Betrachtung der Dünger- und Nahrungsproduktion zentral. Im Projekt „Urban Cycles“ soll in Berliner Gemeinschaftsgärten ein Recyclingdünger aus Urin getestet werden. Die Gärtnerinnen und Gärtner führen dabei selbst Experimente durch und dokumentieren ihre Ergebnisse. Beobachtungen werden in Dialogrunden gemeinsam mit Forschenden ausgewertet.


Hamburg
Universität Hamburg/ HAW Hamburg

Kontakt: Matthias Echterhagen | Leitung Presse und Kommunikation | matthias.echterhagen@haw-hamburg.de | 040428759280
Rolez- die Zukunft inklusiver Mode
Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung werden in der Textilindustrie zu wenig berücksichtigt, kritisiert das Team des Projekts „Rolez“. Gemeinsam mit Rollstuhlfahrenden möchten sie daher inklusive Mode entwickeln, die für sitzende Menschen gedacht ist. Dafür sollen Workshops organisiert werden, in denen partizipativ Schnitt-, Material- und Werkstoffe erforscht werden. 


Hildesheim
Universität Hildesheim

Kontakt: Sara Reinke | Leitung Stabsstelle Kommunikation und Medien | kommunikation@uni-hildesheim.de | 05121 883-90230
kT Fellows
Das Projekt „kT Fellows“ möchte Bürgerinnen und Bürger, Kunstschaffende und Forschende zusammenbringen. Gemeinsam soll erkundet werden, was künstlerische Forschung bedeutet und was sie leisten kann. Unter dem Rahmenthema „Tension“ finden Workshops und ko-kreative Prozesse statt, die letztendlich in eine gemeinsame Ausstellung münden.


Jena
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Kontakt: Axel Burchardt | Bereichsleitung Presse und Information  | axel.burchardt@uni-jena.de | 03641-9401421
Leben neben Stacheldraht
Wie verändert sich Geschichte durch die individuelle Biografie der Person, die sie erzählt oder erforscht? Am Beispiel der Geschichte der ersten Asylunterkunft Thüringens möchte das Projekt aufzeigen, wie individuell die Intepretation von Quellen im wissenschaftlichen Arbeiten ist. Dazu werden mehrere Quellen zur Asylunterkunft mit verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern gelesen und interpretiert. Darüber hinaus möchte das Projekt die Geschichte des Asyls in Thüringen nach 1990 gemeinsam mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen beleuchten. 


Jena
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Kontakt: Axel Burchardt | Bereichsleitung Presse und Information  | axel.burchardt@uni-jena.de | 03641-9401421
Mikrobenjäger gesucht! Auf der Pirsch nach Bakterien mit Magnetsinn
Die Natur beherbergt viele Bakterien mit besonderen Fähigkeiten, etwa die biotechnologisch interessanten magnetotaktischen Bakterien (MTBs). Sie sind beispielsweise im Boden relativ einfach zu finden, zugleich werden noch viele bislang unbekannte MTBs vermutet. Im Rahmen des Projekts sollen Bürgerinnen und Bürger mithilfe von Explorer Kits ihre eigene Umgebung erkunden und magnetotaktische Bakterien identifizieren. Die Proben werden im Labor gesammelt und untersucht. 


Kaiserslautern
Technische Universität Kaiserslautern

Kontakt: Corinna Hecht | Abt. Universitätskommunikation | presse@uni-kl.de | 0631 205-4367
Next Level: Im Spielelabor Unterricht gemeinsam (weiter-)entwickeln
Das Projekt „Next Level“ möchte mit Schülerinnen und Schülern digitale Spielwelten erforschen, um daraus Erkenntnisse für die Konzipierung von Unterrichtseinheiten zu gewinnen, die auf Spielen basieren. Der gesamte Forschungsprozess wird gemeinsam mit den Jugendlichen gestaltet. Aus dem Spielelabor heraus werden über das Live-Streaming-Videoportal Twitch Gespräche mit Zuschauerinnen und Zuschauern über Forschung und Lehre angeboten.


Kempten
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

Kontakt: Sybille Adamer | Leitung Abteilung Hochschulkommunikation | presse@hs-kempten.de | 0831 2523-494
SilverScience - Seniorische Sozialforschung
Im Projekt „SilverScience“ sollen Seniorinnen und Senioren als Co-Forschende die empirische Sozialforschung kennenlernen. In Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten werden Fragestellungen zum Thema Digitalisierung erarbeitet und die Forschungsvorhaben im Anschluss gemeinsam durchgeführt. Die Ergebnisse werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgewertet und der Öffentlichkeit präsentiert.


Leipzig
Universität Leipzig

Kontakt: Michael Lindner | Pressesprecher | michael.lindner@zv.uni-leipzig.de | 0341 97-35021
Meteorologie hautnah
Das Projekt „Meteorologie hautnah“ beschäftigt sich mit dem Stadtklima in Leipzig. Teilnehmende Bürgerinnen und Bürger erhalten einen MeteoTracker, den sie am Rad oder Auto befestigen können, und mit dem sie einen Monat lang (Wetter-)Daten sammeln. Diese werden gebündelt ausgewertet und sollen Fragen des Stadtklimas, insbesondere der Hitzebelastung, beantworten. In Workshops und gemeinsamen Messfahrten werden erste Daten gemeinsam ausgewertet und interpretiert.


Nürnberg
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Kontakt: Immanuel Reinschlüssel | Stv. Leitung Stabsstelle Presse und Kommunikation |  immanuel.reinschluessel@fau.de | 09131 85-70227
Einfach informiert! Zum Zusammenhang von Lokalnachrichten in einfacher Sprache und der Ortsverbundenheit
„Einfach informiert!“ ist ein Citizen Science-Projekt, in dem gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Lokalzeitung in einfacher Sprache erstellt werden soll. Im Rahmen des Projekts soll auch untersucht werden, inwiefern Lokalnachrichten in einfacher Sprache die Ortsverbundenheit der Menschen fördern können. Dafür wird zusammen mit den Teilnehmenden eine Umfrage konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. 


Stuttgart
Universität Stuttgart

Kontakt: Melina Danieli | Cyber Valley Communications Manager, Hochschulkommunikation | melina.danieli@cyber-valley.de | 0711 685 81187
Cyber Storys
Wie stellen sich Kinder und Jugendliche die Zukunft mit Künstlicher Intelligenz vor? Im Rahmen des Projekts „Cyber Storys“ sollen junge Menschen narrative Impulse für die zukünftige KI-Forschung liefern. Unterstützt von Lernmaterialien und Schreibwerkstätten schreiben sie Geschichten, die im Anschluss im Dialogformat sowie in Buch und Hörbuch zwischen Forschenden und Gesellschaft diskutiert werden. Die Teilnehmenden sollen dabei lernen, den wissenschaftlichen KI-Fortschritt sozial-ethisch zu reflektieren.

Ulm
Technische Hochschule Ulm

Kontakt: Dorothee Barsch | Presse, Marketing und Kommunikation | dorothee.barsch@thu.de | 0731 50-28279
RADar macht SAFE – Radar macht Sicheren Abstand fürs Fahrrad Erlebbar
Das Projekt „RADar macht SAFE“ möchte Fahrradfahren als nachhaltige Mobilitätsform in Ulm sicherer machen und dabei Bürgerinnen und Bürger auf eine Reise durch den Forschungsprozess mitnehmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fertigen in einem Reallabor zunächst selbst Radarsensoren und befestigen sie an ihrem Fahrrad. Die Sensoren messen den Abstand und die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge. So können gefährliche Stellen identifiziert und sichtbar gemacht werden. Eine breitere Nutzung der Sensoren wird gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ausgearbeitet.

 

Ihr Kontakt bei Wissenschaft im Dialog (WiD):
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dorothee Menhart
Tel.: 030 2062295-55
dorothee.menhart@w-i-d.de     

Projektleitung Wissenschaftsjahre
Martin Gora
Tel.: 030 2062295-61
martin.gora@w-i-d.de