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Ideen für eine nachhaltige Zukunft: Fünf besonders gelungene Projekte ausgezeichnet

30. November 2021

Wie können wir unsere Wirtschaft nachhaltig gestalten? Wie können wir verschiedene Bereiche unseres Lebens – von den Häusern, die wir bauen, bis zu den Lebensmitteln, die auf unserem Teller landen – klimafreundlich machen? Um diese Fragen ging es im Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie. Fünf Teams von jungen Forschenden aus Aachen, Berlin, Greifswald, Kassel und Mittweida konnten dabei mit ihren Ideen und deren Umsetzung besonders überzeugen. Sie werden im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Wissenschaftsjahres 2020|21 am Montag, 29. November, im Berliner Museum für Naturkunde geehrt. Am Abend verleihen Forschungsministerin Anja Karliczek und Prof. Günter M. Ziegler, Vorsitzender des Lenkungsausschuss von Wissenschaft im Dialog, den fünf erfolgreichen Teams ihre Urkunden. Die Verleihung findet digital statt, die jeweiligen Gewinnerteams werden live zugeschaltet. 

Der Hochschulwettbewerb lädt Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler dazu ein, kreative und innovative Kommunikationsideen für ihre Forschungsthemen zu entwickeln. Insgesamt 25 Teams sind im doppelten Wissenschaftsjahr 2020|21 für ihre Kommunikationskonzepte ausgezeichnet worden und erhielten je 10.000 Euro für die Umsetzung ihrer Ideen. Nun, zum Ende des Wissenschaftsjahres, sind die Projekte noch einmal begutachtet worden. Dabei ging es vor allem darum, welche Teams es besonders gut geschafft haben, die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Forschung einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit ihrem Forschungsthema anzuregen. Fünf Projekte haben in dieser finalen Auswahlrunde überzeugt: 

Mit KRAUTNAH haben drei Forschende der RWTH Aachen einen Podcast entwickelt, bei dem sich alles um Pflanzenforschung, Pflanzenzüchtung und Grüne Biotechnologie dreht. In insgesamt 20 Episoden treffen die Nachwuchsforschenden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Landwirtschaft und sprechen mit ihnen über digitalen Pflanzenschutz, Nahrungswelten der Zukunft oder Gewächshäuser in der Antarktis. Der Podcast stieß auf eine durchweg positive Resonanz in den Medien, seine Folgen wurden mittlerweile über 15.000 Mal heruntergeladen.  

Das Projekt Spree & Berlin der weißensee kunsthochschule berlin hat es sich zum Ziel gesetzt, der Spree eine eigene politische Stimme zu geben und Mensch und Umwelt einander wieder näherzubringen. Dafür entwickelt das Projektteam eine WebApp, mit der sich Bürgerinnen und Bürger über den Zustand der Spree informieren und mehr über den Fluss erfahren können. Zusätzlich wurde das Projekt bei einer analogen Ausstellung in Berlin sowie im Rahmen verschiedener Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert. Spree & Berlin unterscheidet sich von den anderen Projekten vor allem durch die künstlerische Aufarbeitung der Thematik. 

Schilf im Schallschutz, Rohrkolben in der Wand, Erle in den Paneelen: Das Tiny House for Mo(o)re Bioeconomy der Universität Greifswald zeigt, wie nachhaltiges Bauen aussehen kann. Zwei Wochen lang war das Projektteam mit dem Tiny House in Deutschland unterwegs, um Bürgerinnen und Bürgern das Thema klimafreundliches Bauen auf vielfältige und anschauliche Weise näherzubringen. So wurden zahlreiche unterschiedliche Zielgruppen – von der interessierten Bevölkerung, Politikerinnen und Politikern bis hin zu Landwirtinnen und Landwirten – erreicht. 

Forschung offener und transparenter zu machen, dieses Ziel hat sich das Team des Projekts CoLab – Das Community Labor der Universität Kassel gesetzt. Mit Workshops und Veranstaltungen im eigenen Community Labor sollte das Projekt einen niedrigschwelligen Zugang zu Wissenschaft und Forschung rund um das Thema Bioökonomie schaffen. In der Corona-Pandemie hat das Team kreative Lösungen gefunden und CoLab kurzerhand neu gedacht. Veranstaltungen und gemeinsame Experimente im Labor fielen aus, stattdessen wurden Experimentier-Kits für zuhause verteilt. Damit erreichte das Projekt mehr als 300 Menschen in fünf Ländern. 

Auch das Team der Hochschule Mittweida ging konstruktiv mit der Situation um, nachdem Corona die ursprünglichen Pläne des Projekts zunächst durchkreuzte. Das ARCHE-Naturprojekt wollte gemeinsam mit Schulklassen die Entwicklung ehemaliger Abbauflächen fossiler Rohstoffe begleiten und erforschen. In der Pandemie konnte dieses Vorhaben lange Zeit nicht umgesetzt werden. Das Team entwickelte sein Projekt daher weiter, indem es beispielsweise digitale Schulstunden organisierte und „Snackable Learning Nuggets“ entwarf, und zeigte dabei großes Engagement und Kreativität. 

Der Hochschulwettbewerb wird einmal im Jahr von Wissenschaft im Dialog in Kooperation mit der Hochschulrektorenkonferenz und dem Bundesverband Hochschulkommunikation ausgerufen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Wissenschaftsjahre.

Informationen zum Wettbewerb: www.hochschulwettbewerb.net  
Pressefotos: www.wissenschaft-im-dialog.de/medien/publikationen-fotos-videos/hochschulwettbewerb-202021

So erreichen Sie die Gewinnerinnen und Gewinner: 

(Die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulstandorte. Die genannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind Pressekontakte.)

RWTH Aachen
KRAUTNAH – der Pflanzenforschungs-Podcast für Jedermensch

Kontakt: Sebastian Dreher | Dezernat Presse- und Kommunikation | sebastian.dreher@zhv.rwth-aachen.de | 0241 80 90933
Weitere Informationen: www.hochschulwettbewerb.net/2020/aachen2 

weißensee kunsthochschule berlin
Spree & Berlin – Die Stimme eines Flusses 
Kontakt: Birgit Fleischmann | Pressestelle | presse@kh-berlin.de | 030 47705222
Weitere Informationen: www.hochschulwettbewerb.net/2020/berlin 

Universität Greifswald
Tiny House for Mo(o)re Bioeconomy

Kontakt: Jan Meßerschmidt | Presse- und Informationsstelle | pressestelle@uni-greifswald.de | 03834 420 1150
Weitere Informationen: www.hochschulwettbewerb.net/2020/greifswald 

Universität Kassel
CoLab – Das Community Labor

Kontakt: Sebastian Mense | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | presse@uni-kassel.de | 05618041961
Weitere Informationen: https://www.hochschulwettbewerb.net/2020/kassel 

Hochschule Mittweida
ARCHE-Naturprojekt

Kontakt: Alexander Maack | Hochschulkommunikation | maack@hs-mittweida.de | 03727581380
Weitere Informationen: www.hochschulwettbewerb.net/2020/mittweida 


Ihr Kontakt bei Wissenschaft im Dialog (WiD):
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dorothee Menhart
Tel.: 030 2062295-55
dorothee.menhart@w-i-d.de     

Projektleitung Wissenschaftsjahre
Martin Gora
Tel.: 030 2062295-61
martin.gora@w-i-d.de