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Wissenschaftssommer 2011: Vorträge und Diskussionen im Kurfürstlichen Schloss

20. Mai 2011

Einladung zu Veranstaltungen zum Thema Gesundheitsforschung

Vorträge am Abend im Spiegelsaal des Kurfürstlichen Schlosses laden während des Wissenschaftssommers 2011 in Mainz ein zur Diskussion über Themen der Gesundheitsforschung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften geben Einblicke in ihre Forschungsfelder. Inhaltlich geht es zum Beispiel um Übergewicht, Behandlungsmöglichkeiten von Diabetes mellitus und Demenzerkrankungen. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. 

Die Vorträge im Überblick:

Samstag, 4. Juni, 17 Uhr

Übergewicht entsteht im Kopf – Ess-Störungen aus Sicht der Hirnforschung 

Diabetes und Übergewicht sind zwei Krankheitsbilder, deren Ursachen noch immer nicht genau geklärt sind. Die Theorie des „Selfish Brain“ zeigt, dass möglicherweise eine fehlerhafte Energieverwaltung des Gehirns dahinter stecken könnte, und sie schafft die wissenschaftliche Grundlage für neue Behandlungsstrategien.
Referent: Prof. Dr. med. Achim Peters ist Hirnforscher und Internist an der Universität zu Lübeck. Seine Theorie des „selbstsüchtigen Gehirns“ entwickelt er seit 2004 im Rahmen einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Klinischen Forschergruppe weiter – gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Diabetologie, Hirnforschung, Psychiatrie, Neurobiologie und Mathematik.

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Sonntag, 5. Juni, 17 Uhr

Auf der Suche nach Therapien bei Diabetes mellitus

Weltweit ist die Wissenschaft auf der Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes mellitus, weil immer mehr und in zunehmendem Maße jüngere Menschen von dieser schweren Stoffwechselkrankheit betroffen sind. Elmar Peschke von der Universität Halle-Wittenberg, Leiter des Projekts „Zeitstrukturen endokriner Systeme“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, berichtet in seinem Vortrag über Melatonin-Insulin-Antagonismen und die mögliche klinische Bedeutung des Hormons Melatonin für den Diabetes mellitus.
Referent: Prof. Dr. Elmar Peschke von der Universität Halle-Wittenberg ist Leiter des Projekts „Zeitstrukturen endokriner Systeme“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

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Montag, 6. Juni, 17 Uhr

Gesundheitswissenschaft in der griechisch-römischen Antike

Einen lehrreichen und amüsanten Blick auf die Idee von Gesundheit in der griechisch-römischen Antike verspricht der Vortrag des Hamburger Professors für Klassische Philologie, Christian Brockmann. Der Erhaltung von Gesundheit und der Vorbeugung gegen Krankheit kommen angesichts des demografischen Wandels und steigender Kosten im Gesundheitswesen immer größere Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten und der zahlreichen Gesundheitsprogramme und Ratgeber zur richtigen Lebensweise verweist Christian Brockmann auf die antike Konzeption einer ganzheitlichen Gesundheitswissenschaft, die alle Lebensbereiche zu fördern versprach.
Referent: Prof. Dr. Christian Brockmann von der Universität Hamburg ist Projektleiter des Akademienvorhabens „Galen“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

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Dienstag, 7. Juni, 17 Uhr 

Angst vor dem Vergessen

Aufgrund der demografischen Entwicklungen wird die Zahl an Demenzerkrankungen in den kommenden Jahrzehnten dramatisch ansteigen und unsere Gesellschaft vor große medizinische, ethische und ökonomische Herausforderungen stellen. Bereits heute geht man von 1,2 Millionen Erkrankten in Deutschland aus. Für den angemessenen Umgang mit Demenz wird künftig für Forschung und Therapie eine neuartige Form interdisziplinärer Zusammenarbeit nötig sein. Wie diese aussehen kann, darüber diskutieren Dieter Sturma, Wolfgang Maier und Andreas Bauer mit Dirk Lanzerath. 
Referenten: Prof. Dr. Dieter Sturma, Universität Bonn, Prof. Dr. Wolfgang Maier, Universität Bonn, Prof. Dr. Andreas Bauer, Universitätsklinikum Düsseldorf
Moderation: Dr. Dirk Lanzerath, Geschäftsführer des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)
Eine Veranstaltung des Projekts „Ethik in den Biowissenschaften“ der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

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Mittwoch, 8. Juni, 17 Uhr

Kampf der Viren

Vor einigen Jahren wurde erstmals darüber berichtet, dass HIV-Patienten offenbar länger leben, wenn sie ein zweites Virus, das GB-Virus C, in sich tragen. Befallen HIV und GB-Viren gleichzeitig einen Organismus, konkurrieren sie miteinander. Ein Oberflächenprotein verhindert die Aufnahme des Aids-Erregers in die Wirtszelle und somit dessen Vermehrung. Solche Mechanismen bezeichnen Experten als virale Interferenz. Sie tragen zur Entwicklung neuer viruswirksamer Medikamente bei, wie der Vortrag von Heide Reil in anschaulicher Weise zeigen wird.
Referentin: Dr. med. Dr. rer. nat. Heide Reil ist Mitarbeiterin im Projekt „Neue persistierende Viren“ der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.

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Die Vortragsreihe ist Teil des Wissenschaftssommers 2011. Der Wissenschaftssommer, das große Forschungsfestival der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD),  gastiert vom 4. – 9. Juni 2011 in Mainz. WiD organisiert das Festival im Wissenschaftsjahr 2011 gemeinsam mit Forschungseinrichtungen aus Mainz und der Region und lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein zu Ausstellungen, Workshops und Diskussionsveranstaltungen. Der Wissenschaftssommer wird unterstützt von der Landeshauptstadt Mainz und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

Das komplette Programm der Wissenschaftssommer-Woche finden Sie unter:
www.wissenschaftssommer2011.de 

Weitere Informationen:
www.wissenschaftssommer2011.de 
www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de 

Fotos zum Wissenschaftssommer: www.wissenschaft-im-dialog.de >> Presse >> Bilder >> Wissenschaftssommer

Ihre Ansprechpartnerinnen bei Wissenschaft im Dialog:

Projekt Wissenschaftssommer
Marie Vigener 
Tel.: 030/206 22 95 61 
Mobil: 0172/180 19 41 
marie.vigener@w-i-d.de 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  
Dorothee Menhart
Tel.: 030/206 22 95 55 
Mobil: 0162/248 81 08
dorothee.menhart@w-i-d.de