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Unermesslich

Ein Theaterstück über das Messen

Kontakt

Maren Grüber

Tel.: 030 2062295-60

maren.grueber@w-i-d.de
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Übersicht

Format

Welche Einheit steht auf dem Zollstock, wenn man eine Seele ausmisst?

Was ist messbar und was nicht? Welche Einheit steht auf dem Zollstock, wenn man die Seele vermisst? Wie groß ist der Unterschied zwischen Mensch und Affe? Finde ich mit einer Messung heraus, ob etwas lebendig ist oder tot? Messungen und Maßeinheiten sind grundlegende Elemente jeder Forschung, jedes wissenschaftlichen Experiments. Sie bestätigen oder widerlegen Ideen und Beobachtungen, ermöglichen aber auch neue Gedanken, Maßstäbe und Begriffe. 

In Zusammenarbeit mit dem „Theater an der Parkaue“ hat Wissenschaft im Dialog ein Theaterprojekt initiiert, das sich mit dem Thema Messbarkeit in der Wissenschaft auseinandersetzt. Entstanden ist das Stück „Unermesslich“. Es wurde im September 2014 in Berlin uraufgeführt und war insgesamt sieben Mal im „Theater an der Parkaue“ zu sehen. Weitere Aufführungen fanden im Mai 2015 in Göttingen und Braunschweig statt. Zu ausgewählten Vorstellungen organisierte Wissenschaft im Dialog ein Begleitprogramm, bei dem die Besucher mit Wissenschaftlern und Künstlern über das Stück ebenso wie über die wissenschaftlichen Hintergründe ins Gespräch kommen konnten.

Theaterstück Unermesslich
Am 4. September feierte das Theaterstück „Unermesslich“ Premiere. Foto: David Baltzer
Szene aus dem Theaterstück „Unermesslich“
Laborassistent Herrmann in Aktion. Foto: David Baltzer
Szene aus dem Theaterstück „Unermesslich“
Anneliese versucht sich als Testperson. Foto: David Baltzer
Szene aus dem Theaterstück „Unermesslich“
Ab wann wird man für tot erklärt? Foto: David Baltzer
Szene aus dem Theaterstück „Unermesslich“
Alles ist messbar! Foto: David Baltzer
Szene aus dem Theaterstück „Unermesslich“
Bleiben 250g Erbsen immer 250g Erbsen? Foto: David Baltzer

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Inhalt

Wissenschaft trifft Kunst

Das Theaterstück „Unermesslich“ greift die Thematik des Messens und Bewertens auf. Es setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, wie objektiv Wissenschaft ist, die auf Messwerten und vorgefertigten Versuchsanordnungen basiert, wie genau Wissenschaft die Wirklichkeit abbilden kann und ob umgekehrt die Wirklichkeit erst dann real wird, wenn sie durch Messung und Experiment von der Wissenschaft erfasst wurde. Diese Thematik betrifft alle Bereiche der Forschung. Sie spielt auch in der Neurologie, die unter anderem Fragen zum menschlichen Bewusstsein und zum freien Willen erforscht, eine wichtige Rolle. 

Grundlage für das Stück lieferten zahlreiche Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen, die der Regisseur Carlos Manuel in ihren Laboren und an ihren Arbeitsplätzen besuchte.

Ziele und Zielgruppen

„Unermesslich“ wurde in erster Linie für Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren entwickelt, spricht aber auch Erwachsene an. Durch das Format eines Theaterstücks erleben die Zuschauer einen neuen Zugang zu wissenschaftlichen Themen und werden gleichzeitig zur kritischen Auseinandersetzung mit wissenschaftlich-philosophischen Fragestellungen angeregt. In Begleitveranstaltungen wie Barcamps und Fishbowl-Diskussionen können sie das Stück – ebenso wie die wissenschaftlichen Hintergründe – mit Wissenschaftlern und Künstlern diskutieren.

Beteiligung

Für ihre Gesprächsbereitschaft und die Bereitschaft, Einblicke in ihre Arbeit zu gewähren, danken wir: 

Dr. Renate Schweizer und Prof. Dr. Reinhard Jahn
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen

Dr. Dr. Jens Simon
Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Standort Braunschweig

Dr. Bernd Ittermann, Dr. Rüdiger Brühl, Dr. Frank Seifert, Dr. Florian Schubert und Prof. Dr. Lutz Thrams
Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Standort Berlin

Dr. Valeska Stephan
Deutsches Primatenzentrum GmbH – Leibniz-Institut für Primatenforschung, Göttingen

Dr. rer. nat. Benedikt Reuter
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Psychologie

Svenja Köhne und Annemarie Miano
Freie Universität Berlin, Languages of Emotion