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Portrait

Das Junior Science Café KI startet zum Schuljahr 2022/23 mit dem thematischen Schwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI). Interessierte Schulen sind dazu eingeladen, im Rahmen einer AG, von Wahlpflichtfächern oder Projekttagen Junior Science Cafés zu organisieren, die den Austausch mit Wissenschaftler*innen in lockerer Atmosphäre ermöglichen soll. Das Angebot richtet sich an Schüler*innen ab Klassenstufe 8 und stellt die Eigeninitiative der Jugendlichen in den Mittelpunkt.

Das Projekt umfasst vier Phasen: Zuerst entwerfen die Schüler*innen und die betreuende Lehrkraft ein Konzept, wählen selbständig ein Thema mit einem Bezug zu Künstlicher Intelligenz und bilden Teams für einzelne Aufgabenbereiche. In einer zweiten Phase arbeiten die Schüler*innen eigenverantwortlich in ihren Teams und führen in der dritten Phase die Caféveranstaltung(en) durch. Jedes Event wird schließlich von den Schüler*innen in einem Abschlussbericht dokumentiert. Die Schüler*innen treten dabei in Kontakt mit der Welt der Wissenschaft und setzen sich intensiv mit wissenschaftlichen Themen auseinander. Außerdem erwerben sie wertvolle Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Veranstaltungsorganisation, Kommunikationsfähigkeit Moderation, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation. Den Schüler*innen und Betreuer*innen steht das Projektbüro von Wissenschaft im Dialog beratend zur Seite. 

Hinter dem Projekt steht Wissenschaft im Dialog. Die Initiative macht sich seit Jahren erfolgreich für die Stärkung wissenschaftlicher Perspektiven an Schulen stark. Das Projekt findet in Kooperation mit dem RHET AI Center der Universität Tübingen statt und wird von der Volkswagenstiftung gefördert.

FAQ

Ist das Thema unseres Junior Science Cafés KI frei wählbar?

Grundsätzlich ja, einzige Bedingung ist, dass es einen Bezug zum Thema Künstliche Intelligenz hat. Wenn das Wunschthema der Schüler*innen partout nicht zu unserer Reihe passt, beraten wir gerne.

Das Thema: Warum Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz (KI) stellt unsere Gesellschaft vor neue soziale, kulturelle und ethische Herausforderungen. Aber wie funktionieren (selbst-)lernende Systeme und wie können sie genutzt werden? Mit welchen Risiken und Chancen ist der Einsatz von KI verbunden? Welche Systeme interagieren wirklich intelligent? Und wie verändern autonome algorithmische Entscheidungssysteme öffentliche Diskurse?


Während die KI-Forschung schnell voranschreitet, treffen in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung Faszination und Begeisterung, aber auch Zweifel, Skepsis und Ängste aufeinander. Zugleich beginnt die Politik auf nationaler und europäischer Ebene, die Regulierung von Anwendung und Forschung in diesem Bereich zu diskutieren. Das Projekt Junior Science Café hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schüler*innen mit Wissenschaftler*innen, die zum Thema KI forschen, in einen Dialog zu bringen. Den Jugendlichen soll so ermöglicht werden, sich intensiv mit einem Thema rund um KI zu beschäftigen, um die Perspektiven, aber auch die Herausforderungen kennenzulernen, die KI mit sich bringt.

Was haben Schüler*innen davon?

Ob Klassenclown, Nerd, Kreativling oder stille*r Beobachter*in: Beim Junior Science Café KI ist für alle etwas dabei. Die Schüler*innen können in der Organisationsphase verschiedene Rollen austesten und ihre persönlichen Stärken finden. Besonders gefördert werden ihre Kompetenzen in den Bereichen Organisation, Teamfähigkeit, Moderation und Mediennutzung. Außerdem fördert die Durchführung eines Junior Science Cafés die Eigeninitiative der Schüler*innen: Sie wählen Themen, die sie selbst interessieren, und kontaktieren „echte“ Wissenschaftler*innen. Dabei erfahren sie ganz nebenbei, dass Wissenschaft Spaß machen kann.

Was haben Sie als Lehrkraft davon?

Das Format Junior Science Café KI ermöglicht es Ihnen, in eine beratende und beobachtende Rolle zu schlüpfen: Sie überlassen den Schüler*innen Stück für Stück die Verantwortung für die gesamte Organisation des Junior Science Cafés. Außerdem bleiben Sie durch den Austausch mit Expert*innen in Ihrem Fachgebiet auf dem neuesten Stand und erhalten Kontakte in die Wissenschaft.

Wie profitiert Ihre Schule davon?

Mit einem Junior Science Café KI holen Sie sich aktuelle Forschungsthemen ins Haus und sind so als Schule ganz vorne mit dabei. Sie pflegen Ihre Kontakte in die Wissenschaft und ergänzen den Veranstaltungskalender Ihrer Schule um ansprechende Events. Mit dem Thema Künstliche Intelligenz setzen Sie einen aktuellen Diskurs auf Ihre Agenda und schärfen das Profil Ihrer Schule. Mit dem Start einer Junior Science Café-AG bzw. von JSC-Projekttagen erhält Ihre Schule auf unserer Website ein eigenes Profil, das mit Ihren Caféveranstaltungen verknüpft ist. Zeitgleich erhält Ihre Schule ein Webbanner zur Einbindung auf der Schulwebsite mit dem Inhalt „Junior Science Café Schule 2022“. In den Folgejahren erhalten Sie das aktuelle Webbanner jeweils nach der Durchführung der Caféveranstaltung. Des Weiteren unterstützt das Projektbüro Ihre Schule durch Materialien, persönliche Beratung und Hilfestellung bei der Expert*innensuche.

Welche Voraussetzungen müssen Sie mitbringen?

Unser Angebot ist kostenfrei. Für die Organisation eines Cafés brauchen Sie zwischen 8 und 25 Schüler*innen ab Klassenstufe 8. Die Betreuung der AG übernimmt eine Lehrkraft, ein*e Referendar*in oder eine externe Begleitperson – es sind keine Fachkenntnisse nötig. Die Organisation eines Cafés umfasst etwa zwölf wöchentliche Treffen à 90 Minuten oder alternativ drei Projekttage. Für die AG-Treffen eignet sich jeder Raum. Sie können das Café ohne Finanzmittel durchführen oder das Einwerben von Geldmitteln mit in die Organisation aufnehmen. Mögliche Ausgaben richten sich nach den Gestaltungswünschen der Schüler*innen. Wichtigste Voraussetzungen sind Freude am gemeinsamen Organisieren, Lust auf spannende Themen und Offenheit gegenüber wissenschaftlichen Fragestellungen.

Wie gestaltet sich ein Junior Science Café?

Ob soziale, ethische oder technische Fragestellungen: rund um das Thema Künstliche Intelligenz sind die Themen breit gefächert. 
Manche Cafés finden im geschlossenen Kreis innerhalb der Arbeitsgruppe statt, wohingegen andere öffentlich zugänglich sind und von externen Gästen besucht werden können. Die Wahl des Eventrahmens ist ganz den Schüler*innen überlassen. Sie entscheiden auch über die Dauer der Caféveranstaltung – 90 Minuten ist jedoch ein sinnvoller Richtwert. Bei weiteren Fragen zur Gestaltung eines Junior Sciencé Cafés können Sie sich gerne an das Projektbüro wenden.

Partner

Projektbüro

Wissenschaft im Dialog (WiD) ist die Organisation der Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Die gemeinnützige GmbH unterstützt Wissenschaft und Forschung mit Expertise zu wirkungsvoller Kommunikation mit der Gesellschaft, entwickelt neue Vermittlungsformate und bestärkt Wissenschaftler*innen im Austausch mit der Öffentlichkeit auch über kontroverse Themen der Forschung. Unter Bürger*innen schärft WiD das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung der Wissenschaft und fördert das Verständnis von Prozessen und Erkenntnissen der Forschung. Dafür organisiert WiD deutschlandweit Diskussionen, Schulprojekte, Ausstellungen, Wettbewerbe und betreibt Onlineportale rund um Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation. Wissenschaft im Dialog wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Stifterverbands von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Als Partner kamen wissenschaftsnahe Stiftungen hinzu. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird WiD durch Projektförderung unterstützt. www.wissenschaft-im-dialog.de

Projektpartner

Das interdisziplinäre Forschungszentrum RHET AI Center (Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence / Zentrum für rhetorische Wissenschaftskommunikationsforschung zur Künstlichen Intelligenz) an der Universität Tübingen analysiert den derzeitigen gesellschaftlichen Diskurs um KI und erforscht, wie wir über Künstliche Intelligenz kommunizieren und als Gesellschaft auf die Herausforderung durch den Einsatz von KI reagieren können.

Förderer

Die gemeinnützige VolkswagenStiftung fördert Forschungsvorhaben in allen Disziplinen. Im Rahmen der Initiative „Wissenschaftskommunikation hoch drei – Zentren für Wissenschaftskommunikationsforschung“ fördert sie das RHET AI Center und damit verbundene Formate zur Kommunikation von KI-Themen.