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ScienceStation 2018 – Arbeitswelten der Zukunft

Wissenschaft im Bahnhof

Ausstellung

E-Mail ergänzt Telefax, Smartphone erweitert Festnetz, Livestream baut Fernsehen aus – wer hätte im Jahre 1989 gedacht, welche Veränderungen durch die Erfindung des Internets möglich wurden? Und welche technologischen Fortschritte warten wohl auf die nächsten Generationen? Der Kollege ein Roboter, der Arbeitsplatz im Grünen, neuartige Arbeitszeitmodelle – das Wissenschaftsjahr blickt über den Tellerrand hinaus in vielfältige und aufregende Arbeitswelten der Zukunft. 

Wie und wo wollen wir in Zukunft arbeiten? Und wie machen wir uns dafür fit? Wie können wir uns (fort-)bilden, um die neuen Chancen zu nutzen? Das sind Fragen, die uns alle etwas angehen – und denen wir im Rahmen der ScienceStation nachgehen. Unter dem Motto „Mitmachen, Staunen & Entdecken“ könnt ihr an den Experimentierstationen der ScienceStation auf Entdeckungsreise durch die Arbeit von morgen gehen. Dabei soll die Zukunft der Arbeit nicht als schicksalhaft, sondern als ein gestaltbarer Prozess erlebt werden. Denn jeder Computer und jede Maschine ist immer nur so schlau wie der Mensch, der sie bedient. 

Weitere spannende Fragestellungen der Ausstellung: Wie kann ich überflüssige Informationen aus dem Gedächtnis löschen und durch neue relevante Informationen ersetzen? Was hat es mit der Kunst des (Nichts-) Tuns auf sich? Und wie können wir sicherstellen, dass bei allem technologischen Fortschritt und den vielen kleinen digitalen Helferlein, wir das eigenständige, kreative und kritische Denken nicht außer Acht lassen. 

Noch Fragen?

Wer nach dem Experimentieren noch Fragen hat, kann sich an die Ausstellungsbetreuer vor Ort wenden, die euch eure Fragen beantworten. Oder ihr lest euch auf den Informationssäulen schlau, die weiteres Hintergrundwissen zu den einzelnen Experimentierstationen vermitteln. Der Informationsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hält darüber hinaus Materialien zum Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft bereit. Zudem könnt ihr euer Wissen bei einem Quiz prüfen und zum Beispiel ein kostenloses Abo der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ gewinnen. 

Die Ausstellung ist täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. 

Der Eintritt ist frei.

 

Tourplan

Die Exponate

Future Me

Unsere Arbeitswelt verändert sich, heute rasanter denn je. Schwere körperliche Arbeit wird automatisiert, mehr und mehr Dienstleistungen werden von leistungsfähigen IT-Systemen übernommen, zunehmend können Wissensarbeiter dank der globalen Vernetzung überall auf der Welt ihr Büro aufschlagen. Wie stelle ich mir die Zukunft der Arbeit vor? Wird mein zukünftiger Kollege ein Roboter sein oder wird eine Datenbrille mich bei meiner täglichen Arbeit unterstützen? An dieser Station könnt ihr euch an der Gestaltung der Zukunft beteiligen, indem ihr eine menschliche Figur euren Vorstellungen entsprechend mit Kleidungsstücken und Gegenständen für die Zukunft ausrüstet. 

Wertewelten der Arbeit 4.0

Nicht nur die Arbeit an sich befindet sich im Wandel, auch die Ansprüche an Arbeit und Leben und die damit verbundenen Bedürfnisse sind im Wandel begriffen. Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, aber auch Sinnerleben und Selbstverwirklichung gewinnen an Bedeutung. Den Wandel der Arbeitswelt auch im Sinne der Menschen zu gestalten, setzt eine genaue Kenntnis der Wünsche und Ansprüche voraus – dies gilt für Unternehmen, Sozialpartner und die Politik, aber auch für die Menschen selbst. Ziel an dieser Station ist es, die eigenen Wünsche und Werthaltungen für die Zukunft zu reflektieren. Die Zukunft soll als gestaltbar begriffen werden, nicht als schicksalhaft - und die Voraussetzung dafür ist es, sich der eigenen Vorstellungen bewusst zu werden.

Willentliches Vergessen

Im Quiz gewinnt nicht der, der am meisten weiß, sondern der, der für die Frage relevantes Wissen passgenau abrufen kann. Das menschliche Gehirn besitzt die sehr nützliche Fähigkeit, zu vergessen oder irrelevante oder unerwünschte Informationen zu unterdrücken. Damit ist der Mensch in der Lage, nur das Wissen abzurufen, das in einer bestimmten Situation wichtig ist. Aber lässt sich das Vergessen auch willentlich herbeiführen, um beispielsweise routinierte Handlungen durch Neu erlerntes zu ersetzen? An dieser Station werden wir es testen.

Berufswahl 4.0

Computer, Handy, Internet: Das sind nur drei Beispiele für herausragende Erfindungen, die unseren Alltag maßgeblich beeinflusst haben. Auch in Zukunft wird sich unsere Lebensweise unaufhaltsam wandeln - das gilt genauso für unsere Berufe. Künstliche Intelligenz, clevere Roboter, schlaue Software: Das zweite Maschinenzeitalter ist angebrochen. Es wird viele Berufe überflüssig machen – auch Jobs, in denen Geisteskraft gefordert ist. Kurze, provokante Aussagen laden euch ein, herauszufinden, was sich dahinter verbirgt und ihr erhaltet hilfreiche Tipps & Tricks für die Berufswahl.  

Lebenswege

Im Unterschied zu früher werden heute Aufgaben und Fähigkeiten viel schneller obsolet. Wer jetzt in den Arbeitsmarkt einsteigt, kann nicht mehr davon ausgehen, ein ganzes Berufsleben das Gleiche zu tun. Mehr noch: Für heutige Schüler und Studenten ist oft nicht einmal klar, welche Optionen sie in wenigen Jahren haben werden, wenn sie vor dem Berufseinstieg stehen. Hier erhaltet ihr spielerisch Einblicke in unterschiedliche Erwerbsbiografien, flexible Lebenspläne und die Relevanz lebenslangen Lernens. 

Fit bis ins hohe Alter

Der demografische Wandel stellt eine große Herausforderung unserer Zeit dar. Er bietet aber auch große Chancen! Alte Menschen bleiben länger fit, übernehmen auch im Rentenalter vielfältige Aufgaben und stehen mit ihrem Wissen- und Werteschatz der Gesellschaft länger zur Verfügung. Dadurch wird es möglich, das Wissen und die Erfahrung alter Menschen für die Weiterentwicklung der Gesellschaft weiter zu nutzen. Aber wie schaffe ich es, gesund alt zu werden? Unsere Lebensspanne wird nur zu 20 bis 30 Prozent durch unsere Gene bestimmt, der Rest durch unseren Lebensstil und diverse Umweltfaktoren. Welche das sind, erfahrt ihr an dieser Station.

Fit@Work

Die Arbeitswelt verändert sich radikal: Dank Handys, Laptops und freiem WLAN können wir arbeiten, wann und wo es uns passt. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Job und Privatem, wenn wir immer erreichbar sind. Das kann krank machen – muss es aber nicht. Kannst du abends abschalten oder musst du noch lesen, was Freunde, Kollegen oder die Chefin schreiben? Forscher wollen klären, ob solche Merkmale moderner Arbeit der Gesundheit schaden und wie wir Erschöpfung vermeiden können. Mit unserer Fit@Work App lernst du, schädliche Stressquellen zu erkennen. Bist du berufstätig? Dann klicke dich durch unsere Fragebögen. Anschließend erhältst du dein Gesundheitsprofil. 

Kunst und Arbeit

Wenn Maschinen und Softwareprogramme den Menschen überflüssig machen, stellt sich die Frage, was die Menschen stattdessen tun. Wird man die vielen abgeschafften Jobs durch neue ersetzen können? Eine stattliche Zahl der Technikforscher halten beispielsweise das Wiederaufblühen echter Handwerkskunst für möglich. Der Unternehmer und Erfinder Ryan Holmes fordert dazu auf, in Fähigkeiten zu investieren, die eine Maschine nicht reproduzieren kann: Kreativität, Problemlösung, Erfindungsgabe. Das Exponat vermittelt die facettenreiche und kontroverse Geschichte des Verhältnisses von Kunst und Arbeit und zeigt wie über die Jahrhunderte die Künstler in ihren Werken über ihren eigenen Status sowie den Wert der Handarbeit, der Phantasie und des Nichtstuns nachgedacht haben.