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The Sky is the Limit

Die zukünftige Nutzung des urbanen Luftraums

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Foto: Phonlamai Photo/iStock

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17. November 2020

Vorschläge für eine Zukunft mit Drohnen

Beim Co-Creation-Workshop von „Sky Limits“ diskutierten Bürger*innen mit Expert*innen unter der Moderation von Philipp Schrögel über Nutzen und Auswirkungen von Transport- und Lieferdrohnen. Gemeinsam formulierten sie Handlungsempfehlungen für eine mögliche Stadt der Zukunft. Alle weiteren Infos und der Link zu den 20 Empfehlungen und Abwägungsbedarfen: skylimits.info/gemeinsame-vorschlaege-fuer-die-stadt-der-zukunft-mit-transportdrohnen/.

Wie wollen wir in Zukunft den Luftraum über der Stadt nutzen?

Die täglichen Staus zeigen es: Städtische Verkehrswege sind vielerorts völlig überlastet. Sollte daher ein Teil des urbanen Güter- und Personenverkehrs künftig in die Luft ausweichen? Dazu stoßen Wissenschaft im Dialog (WiD) und die Technische Universität Berlin mit Sky Limits eine gesellschaftliche Debatte an.

Zivile Drohnen, die Päckchen und Personen transportieren, könnten bereits in naher Zukunft den Verkehr in Metropolen ergänzen. Eine historische Zäsur, denn der unmittelbar über den Städten liegende Luftraum gehört bislang fast ausschließlich der Vogelwelt. Seit einigen Jahren aber rückt dieser mögliche Verkehrsraum in den Fokus unterschiedlicher Interessengruppen. In dem Projekt The Sky is the Limit – Die zukünftige Nutzung des urbanen Luftraums (kurz: Sky Limits) haben WiD und die TU Berlin deshalb gefragt: Auf welchem Stand sind Forschung und Entwicklung in Bezug auf eine mögliche Nutzung des städtischen Luftraums für Logistik und Individualverkehr? Welche Potentiale stecken in der revolutionären Technik rund um Lieferdrohnen und „Flugtaxis“? Und auch: Welche Grenzen sollten ihr gesetzt werden?

Mit Sky Limits haben wir eine systematische Wissensgrundlage geschaffen, Diskussionsräume eröffnet, Einstellungen erforscht und untersucht, mit welchen Interessen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen oder Umweltinitiativen auf die Fluggeräte blicken. Ziel dieser Synthese aus Sekundärforschung, Einstellungsforschung und partizipativen Dialogplattformen war zu klären, wie der Luftraum über Städten in einer Weise erschlossen werden könnte, die der gesamten Gesellschaft zugutekommt und zugleich die sensiblen Bereiche von Umwelt und Privatsphäre schützt. Daraus wurden schließlich Handlungsempfehlungen und Szenarien für Politik, Stadtplanung und Forschung entwickelt, die einen Beitrag zur Zukunft der Mobilität in unseren Städten leisten sollen.

 

Hier geht es zu den Handlungsempfehlungen, dem Blogbeitrag zur Umfrage, den Ergebnissen der Umfrage auf Deutsch und Englisch und zum Blogbeitrag über den Comic-Workshop "Drohnendämmerung".

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Inhalt

Ziele und Zielgruppen

Das Projekt Sky Limits beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken der zukünftigen Nutzung des städtischen Luftraums durch Drohnen und Copter. Trotz des rasch steigenden Absatzes von Drohnen sowie der ständigen Weiterentwicklung von Coptern zum umfangreichen Personentransport wird dieses Thema bislang kaum öffentlich thematisiert. Sky Limits hat das Ziel, die Positionen und Interessen verschiedener Akteure aus Politik, Wirtschaft und aus der Öffentlichkeit zu identifizieren und diese zu einem ergebnisoffenen Austausch einzuladen. Damit soll die Grundlage für eine öffentliche Auseinandersetzung geschaffen sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft entwickelt werden.

Verlauf

Dem Projekt vorangestellt ist eine umfangreiche Literaturanalyse über den derzeitigen Stand der Technik zur Luftraumerschließung in Deutschland. Im Fokus steht die Analyse der Möglichkeiten, aber auch der Risiken einer Nutzung des städtischen Luftraums durch Drohnen und Copter.

Von den Ergebnissen dieser Analyse geleitet will Sky Limits ein weitreichendes Netzwerk an Expertinnen und Experten, Akteuren und Stakeholdern aufbauen. Deren Expertise und Meinungen werden durch Experteninterviews, Fokusgruppen und Bevölkerungssurveys eingeholt und umfassend dargestellt. Anschließend werden die Teilnehmenden in unterschiedlichen Formaten zusammengebracht, um über Fragen zu reflektieren wie: Wer soll in Zukunft in welcher Art den städtischen Luftraum nutzen können? Worauf ist bei der Regulierung des Luftraums besonders zu achten? Aus den Erkenntnissen der Befragungen und Diskussionen will Sky Limits eine Reihe konkreter Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft formulieren und eine breite öffentliche Debatte anstoßen.

Formate

Wissenschaftliche Expertinnen und Experten sowie Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und der Öffentlichkeit werden einerseits durch Experteninterviews involviert und andererseits in Workshops zusammengebracht, um einen Austausch zwischen unterschiedlichen Positionen zu ermöglichen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen diese Akteure dann auf Vertreter der Öffentlichkeit treffen, um in Co-Design Workshops gemeinsame Ideen und Anregungen zu entwickeln.

Speziell für Jugendliche will Sky Limits einen Science-Fiction Comic Workshop entwickeln und durchführen, indem mögliche Zukunftsszenarien interaktiv durchgespielt und diskutiert werden können.

Downloads

Eine Übersicht der finalen Ergebnisse findet sich auf unserer Projektseite, wo unter anderem Dokumente zu Handlungsempfehlungen ein Comic, die Foliensammlung und unsere Bevölkerungssurvey zu finden sind. Außerdem stellen wir in diesem Zwischenbericht (pdf, 0,5 MB) erste Ergebnisse aus unserer Einstellungsforschung vor.

Die hier analysierten Daten wurden in insgesamt fünf Fokusgruppen in Berlin, Stuttgart und Erfurt erhoben.

Partner

The Sky is the Limit - Die zukünftige Nutzung des urbanen Luftraums (kurz: Sky Limits) ist ein auf zwei Jahre angelegtes gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog und der TU Berlin. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).