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VERS

Innovative VERkehrszugangsSysteme durch Nutzerbeteiligung

Kontakt

Projektleiterin

Ricarda Ziegler

Tel.: 030 2062295-40

ricarda.ziegler@w-i-d.de

Projektmanager

Yannick Haan

Tel.: 030 2062295-36

yannick.haan@w-i-d.de
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Übersicht

Format

Aktuelles

07. August 2017

Strategiepapier vorgestellt

Mit welchem Ticket wollen Berlinerinnen und Berliner in Zukunft U- und S-Bahn fahren? Bieten Smartphone oder Chipkarte eine gute Alternative zum Fahrschein aus Papier? Und was braucht es für die Einführung eines digitalen Verkehrszugangs in Berlin? Das hat das Forschungsprojekt VERS (VERkehrszugangsSysteme) seit September 2015 untersucht. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Die Zusammenfassung sowie das gesamte Paper zum Download befinden sich hier: zukunftsticket.berlin/2017/07/28/strategiepapier-vorgestellt/

24. Mai 2017

Stakeholder-Workshop

Die bisherigen Forschungsergebnisse aus der Fahrgastbefragung, der Kurzplanungszelle und dem Online-Dialog wurden auf dem VERS-Stakeholder-Workshop am 23. Mai in Berlin präsentiert. Auf der Basis wurden mit verschiedenen Vertretern aus Verkehrswirtschaft und -forschung die Zukunftsperspektiven eines innovativen Berliner Verkehrszugangs diskutiert. Im Anschluss werden die Resultate des Workshops mitsamt der Forschungsergebnisse in einem Strategiepapier zusammengefasst und an relevante Akteure weitergeleitet.

Wie soll das Zukunftsticket für Berlin aussehen?

Foto: VRR AöR/KCEFM
Foto: VRR AöR/KCEFM

Beim Einsteigen in den Bus einfach das Smartphone an ein Lesegerät halten und losfahren? Oder soll das Smartphone sich beim Betreten der U-Bahn automatisch einloggen und selbstständig zahlen? Alles möglich mit RFID (Radio Frequency Identification). Wie soll also das Zukunftsticket für Berlin aussehen?

Dieser Frage wollen das Fachgebiet Arbeitslehre/Technik der TU Berlin, das nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung sowie Wissenschaft im Dialog im Projekt VERS nachgehen. Dabei möchten sie nicht nur herausfinden, wie die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Nahverkehrsmittel in Berlin zukünftig zahlen wollen. Ziel ist es auch herauszufinden, wie sich eine Beteiligung der Nutzer bei der Entwicklung des Zugangskonzepts auf die Akzeptanz der neuen Verkehrszugangs- und Ticketinglösungen auswirkt.

Das Projekt begann mit einer Literaturstudie und Fallbeispielbetrachtung, an die sich eine Fahrgastbefragung anschloss, die wiederum den komparativen Grundstein für die unterschiedlichen Partizipationsverfahren Kurzplanungszelle und Online-Dialog legte.

Partner

Wie ändert sich Technologieakzeptanz durch Partizipation?

Das Projekt VERS beschäftigt sich mit der Einführung neuer Zugangssysteme und Zahlungsverfahren im öffentlichen Personennahverkehr. Es will erforschen, wie sich die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer an der Entwicklung neuer Konzepte auf die Akzeptanz der neuen Systeme auswirkt.

Zu Beginn des Projektes erfolgten eine Analyse und ein Vergleich innovativer Verkehrszugangssysteme in anderen Städten. Die Einstellung der Bus- und Bahnfahrer in Berlin zu neuen Zugangssystemen wurde durch eine Befragung ermittelt. 

Anschließend folgte eine öffentliche Diskussion der Ergebnisse und möglicher Zugangssysteme mithilfe partizipativer Verfahren. Eingesetzt wurden eine Kurzplanungszelle und eine Plattform zur Online-Diskussion. Die Ergebnisse dieser Phase flossen in einen Stakeholder-Workshop ein, an dem zentrale Akteure des öffentlichen Verkehrs teilgenommen haben. Zum Schluss des Projektes wird ein Strategiepapier erstellt, das Maßnahmen zur nutzerfreundlichen Einführung RFID-basierter Verkehrszugangssysteme beschreibt.

Ziele des Projekts

Im Projekt VERS wurden die Einstellungen gegenüber IT-basierten, insbesondere RFID-gestützten, Verkehrszugangssystemen erforscht sowie die Gründe für eine ablehnende Haltung gegenüber dem System identifiziert. An einem Praxisbeispiel wurde untersucht, ob durch Partizipationsverfahren einzelne Nutzer ihre Einstellungen zu den Technologien verändern. 

Auf der gesellschaftlichen Ebene geht es darum, die unproduktive Konfrontation zwischen IT-Wirtschaft und kritischer Zivilgesellschaft aufzubrechen. Das Projekt hat zwei zentrale Forschungsfragen: Wie stellen sich Bürgerinnen und Bürger einen innovativen Zugang und entsprechende Ticket-Systeme im ÖPNV vor? Und inwiefern kann Partizipation von Nutzerinnen und Nutzer Einstellungen ändern und ggf. zu einer höheren Aufgeschlossenheit gegenüber neuen, technischen Lösungen im ÖPNV führen?

Verlauf

Zunächst wurde mithilfe einer Fahrgast-Befragung in Berlin ermittelt, welche Vorbehalte Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel gegenüber modernen Verkehrszugangssystemen empfinden. Gefragt wurde auch, welche Anforderungen erfüllt sein müssten, damit die Bürger neue Zugangssysteme künftig nutzen würden.

Anschließend erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kurzplanungszelle Empfehlungen zur nutzerfreundlichen Entwicklung solch eines Verkehrszugangssystems. Diese Strategien wurden in einem Bürgergutachten „RFID im Berliner ÖPNV“ zusammengefasst.

Die Einstellungen der Teilnehmer gegenüber den Zugangssystemen wurden einmal vor und einmal direkt nach der Teilnahme an der Kurzplanungszelle erhoben. Dadurch sollten Einstellungsänderungen, die durch die Teilnahme an diesem Beteiligungsformat entstanden sind, sichtbar gemacht werden. Zusätzlich wurden die Teilnehmer der Kurzplanungszelle in einem qualitativen Interview zu ihren Einstellungsänderungen befragt. 

Das Online-Diskussionsforum zukunftsticket.berlin ergänzte die Kurzplanungszelle. Dort konnten Nutzerinnen und Nutzer des Berliner ÖPNV neun in der Kurzplanungszelle entstandene Startideen bewerteten und eigene Ideen zu innovativen Verkehrszugangssystemen vorschlagen. Die Teilnehmer der Online-Diskussion wurden im Anschluss gebeten, an einer Online-Umfrage teilzunehmen, um herauszufinden, ob sich ihre Einstellungen im Laufe des Verfahrens verändert hatten. 

Schließlich wurde ein Strakeholder-Workshop organisiert, bei dem mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen (Politik, Forschung, Praxis, Zivilgesellschaft) die bisherigen Forschungsergebnisse diskutiert wurden. Verkehrsbetreiber, Serviceunternehmen, Fahrgäste, Technologieentwickler, Datenschutzbeauftrage sowie Verkehrs- und Mobilitätsforscher entwickelten dabei Zukunftsszenarien und identifizierten Do's and Don't's  bei der Umsetzung innovativer Zuganggsysteme.