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VERS

Innovative VERkehrszugangsSysteme durch Nutzerbeteiligung

Kontakt

Projektleiterin

Ricarda Ziegler

Tel.: 030 2062295-40

ricarda.ziegler@w-i-d.de

Projektmanager

Yannick Haan

Tel.: 030 2062295-36

yannick.haan@w-i-d.de
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Übersicht

Format

Aktuelles

14. Dezember 2016

Umfrage zum Online-Dialog

Bürger haben ihre Ideen für Berlin Zukunfsticket eingestellt, für die besten Ideen gestimmt und über das E-Ticketing diskutiert. Wie fanden die Nutzer die Online-Diskussion, möchte das VERS-Team wissen und lädt zur Umfrage ein: zukunftsticket.berlin/2016/12/22/umfrage-zum-online-dialog/

01. Dezember 2016

Was plant die BVG für die Zukunft?

Im Interview beantwortet Jean Hoffmann vom VBB Fragen auf www.zukunftsticket.berlin. Dort kann auch über die Zukunft des Berliner Ticketsystems mitdiskutiert werden. Wie soll das Zukunftsticket des ÖPNV 2.0 aussehen? VERS ist auf eure Ideen gespannt!

zukunftsticket.berlin/2016/12/01/was-plant-die-bvg-fuer-die-zukunft-ein-interview-mit-jean-hoffmann/

Wie soll das Zukunftsticket für Berlin aussehen?

Foto: VRR AöR/KCEFM
Foto: VRR AöR/KCEFM

Beim Einsteigen in den Bus einfach das Smartphone an ein Lesegerät halten und losfahren? Oder soll das Smartphone sich beim Betreten der U-Bahn automatisch einloggen und selbstständig zahlen? – Mit RFID (Radio Frequency Identification) kein Problem. Wie soll also das Zukunftsticket für Berlin aussehen?

Dieser Frage wollen das Fachgebiet Arbeitslehre/Technik der TU Berlin, das nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung sowie Wissenschaft im Dialog im Projekt VERS nachgehen. Dabei möchten sie nicht nur herausfinden, wie die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Nahverkehrsmittel in Berlin zukünftig zahlen wollen. Ziel ist es auch herauszufinden, wie sich eine Beteiligung der Nutzer bei der Entwicklung des Zugangskonzepts auf die Akzeptanz der neuen Verkehrszugangs- und Ticketinglösungen auswirkt.

Das Projekt besteht aus mehreren Stufen. Von Ende Februar bis Ende März 2016 wird in Bussen U- und S-Bahnen eine Befragung durchgeführt.

Im zweiten Schritt folgt eine Online-Diskussion. Auf der Seite zukunftsticket.berlin können alle Interessierten die Ergebnisse der Umfrage diskutieren und selbst Vorschläge machen, wie künftig der Zugang zum öffentlichen Verkehr in Berlin erfolgen soll.

Die Ergebnisse dieser Diskussion werden in einem öffentlichen Bericht zusammengefasst. Der Bericht liefert dann die Grundlage für ein Strategiepapier, das Maßnahmen zur nutzerfreundlichen Einführung RFID-basierter Verkehrszugangssysteme beschreibt

Partner

Wie ändert sich Technologieakzeptanz durch Partizipation?

Das Projekt VERS beschäftigt sich mit der Einführung neuer Zugangssysteme und Zahlungsverfahren im öffentlichen Personennahverkehr. Es will erforschen, wie sich die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer an der Entwicklung neuer Konzepte auf die Akzeptanz der neuen Systeme auswirkt.

Zu Beginn des Projektes erfolgen eine Analyse und ein Vergleich innovativer Verkehrszugangssysteme in anderen Städten. Die Einstellung der Bus- und Bahnfahrer in Berlin zu neuen Zugangssystemen wird durch eine Befragung ermittelt. 

Anschließend folgt eine öffentliche Diskussion der Ergebnisse und möglicher Zugangssysteme mithilfe partizipativer Verfahren. Eingesetzt werden eine Kurzplanungszelle und eine Plattform zur Online-Diskussion. Die Ergebnisse dieser Phase fließen in Workshops ein, an denen zentrale Akteure des öffentlichen Verkehrs teilnehmen. Zum Schluss des Projektes soll dann ein Strategiepapier erstellt werden, das Maßnahmen zur nutzerfreundlichen Einführung RFID-basierter Verkehrszugangssysteme beschreibt.

Einfluss der Nutzerbeteiligung auf Einstellungen zu Verkehrszugangssystemen

Im Projekt VERS werden die Einstellungen gegenüber IT-basierten, insbesondere RFID-gestützten, Verkehrszugangssystemen erforscht sowie die Gründe für eine ablehnende Haltung gegenüber dem System identifiziert. An einem Praxisbeispiel wird untersucht, ob durch Partizipationsverfahren einzelne Nutzer ihre Einstellungen zu den Technologien verändern. 

Auf der gesellschaftlichen Ebene geht es darum, die unproduktive Konfrontation zwischen IT-Wirtschaft und kritischer Zivilgesellschaft aufzubrechen. Das Projekt soll zweierlei: Es soll ergründen, wie Bürgerinnen und Bürger in einer zunehmend unübersichtlicher werdenden und diffuse Ängste auslösenden digitalen Welt mehr Selbstbestimmungsrechte erhalten können. Und es soll erforschen, wie Akzeptanzkonflikten durch das Konzept „Privacy by Design“ (Datenschutz durch Technik) schon im Vorfeld begegnet werden kann.

Konkret wird dazu das Bürgergutachten „RFID im Berliner ÖPNV“ entwickelt. Es soll den Verkehrsunternehmen Handlungsvorschläge zu einer nutzerfreundlichen Einführung neuer Technologien im Verkehrszugang bieten.

Verlauf

Zunächst wird mithilfe einer Befragung in Berlin ermittelt, welche Vorbehalte Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel gegenüber modernen Verkehrszugangssystemen empfinden. Gefragt wird auch, welche Anforderungen erfüllt sein müssten, damit die Bürger neue Zugangssysteme künftig nutzen würden.

Anschließend erarbeiten 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Strategien zur nutzerfreundlichen Entwicklung solch eines Verkehrszugangssystems. Diese Strategien werden in einem Bürgergutachten „RFID im Berliner ÖPNV“ zusammengefasst.

Die Einstellungen der Teilnehmer gegenüber den Zugangssystemen werden einmal vor und einmal direkt nach der Teilnahme an der Kurzplanungszelle erhoben. Dadurch sollen Einstellungsänderungen, die durch die Teilnahme an diesem Beteiligungsformat entstanden sind, sichtbar gemacht werden. Zusätzlich werden die Teilnehmer der Kurzplanungszelle in einem qualitativen Interview zu ihren Einstellungsänderungen befragt.

Ein Online-Diskussionsforum ergänzt die Kurzplanungszelle. Dort können Nutzerinnen und Nutzer des Berliner ÖPNV zwei konträre Thesen zur Einführung eines RFID-basierten Verkehrszugangssystems diskutieren  und ebenfalls am Bürgergutachten „RFID im Berliner ÖPNV“ mitwirken. Auch Teilnehmer der Online-Diskussion werden gebeten, Auskunft zu geben, ob sich ihre Einstellung durch die Teilnahme an der Diskussion geändert hat.

Schließlich werden zwei Strategieworkshops organisiert. Im erste Strategieworkshop diskutieren Kontrolleuren die möglichen Auswirkungen der Einführung der verschiedenen Ticketingsysteme. Wie ändert sich die Arbeit der Kontrolleure? Muss überhaupt noch kontrolliert werden?

Bei einem zweiten Strategieworkshop werden Vertreter aller am ÖPNV beteiligten Personengruppen eingeladen, auf Grundlage der Projektergebnisse und der Bürgergutachten eine Empfehlungen für Wirtschaft und Politik zu formulieren. Verkehrsbetreiber, Serviceunternehmen, Fahrgäste, Technologieentwickler, Datenschutzbeauftrage sowie Verkehrs- und Mobilitätsforscher diskutieren dann, welche Maßnahmen zur Förderung der Einführung von RFID-gestützten Anwendungen im Nahverkehrsbereich umgesetzt werden