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Verliert Nationalität an Bedeutung in der postmodernen Welt?

29. Mai 2017

  • C Geistes- und Sozialwissenschaften
Fahnen als Zeichen für Nationalität (Foto: Pixabay, CCO)

Fahnen als Zeichen für Nationalität (Foto: Pixabay, CCO)

Verlieren Nationalität und kulturelle Zugehörigkeit an Bedeutung in der transkulturell geprägten postmodernen Welt?

Eine Person kann mehrere Zugehörigkeiten parallel fühlen: Man kann sich gleichzeitig als Städter, Deutscher, Europäer und Weltbürger wahrnehmen und fühlen. Denn diese lokalen, regionalen, nationalen und supranationalen Identitäten schließen sich nicht aus.
Die zunehmende Transnationalisierung der Gesellschaft führt also nicht zwangsläufig zu einem Verlust der nationalen Zugehörigkeiten. Im Gegenteil bringen nationale Zugehörigkeitsgefühle für manche Individuen ein Empfinden der Sicherheit gegenüber des zunehmenden Drucks der Globalisierung.
Um Angstgefühle gegenüber Folgen der Globalisierung (wie zum Beispiel die zunehmende ethnische Diversität unserer Gesellschaft oder die zunehmende politische Macht von supranationalen Institutionen wie die EU) zu bewältigen, stärken manche Individuen ihre nationalen Zugehörigkeitsgefühle.
Das Gefühl zu einer nationalen Gemeinschaft zu gehören, kann also Sicherheitsgefühle mit sich bringen und verliert nicht zwangsläufig an Bedeutung.

Bei der Beantwortung der Frage hat uns Prof. Dr. Céline Teney unterstützt. Sie ist Leiterin der Arbeitsgruppe Transnationalisierung der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft am Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik SOCIUM an der Universität Bremen.

Redaktion WiD: EH

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