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Ziele

Das Projekt widmet sich der Frage, wer die bislang nicht erreichten Zielgruppen* der Wissenschaftskommunikation sind, aus welchen Gründe sie nicht erreicht werden und wie dies verbessert werden kann.

Zielgruppen

Welche Zielgruppen mit bestehenden Formaten der Wissenschaftskommunikation bislang nicht erreicht werden, wird erst im Verlauf des Projekts definiert. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse des Projekts vor allem Akteure in der Wissenschaftskommunikation erreichen, die die Erkenntnisse in ihre Arbeit integrieren können, sowie Akteure aus verschiedenen Bereichen, die bereits mit den bisher nicht erreichten  Zielgruppen zusammen arbeiten.

Vorgehen

Die bisher nicht erreichten Zielgruppen wurden zu Beginn des Projekts als solche identifiziert und klassifiziert. Grundlage hierfür war eine umfassende Literaturrecherche und Analyse des Forschungsstandes, die insbesondere von der Abteilung Wissenschaftskommunikation am Institut für Germanistik des KIT durchgeführt wurde. Mit Unterstützung eines wissenschaftlichen Beirats wurden dann drei nicht erreichte Zielgruppen ausgewählt, mit denen im weiteren Verlauf des Projekts zusammengearbeitet wird.

2018 werden Stakeholder sowie Expertinnen und Experten, die bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Zielgruppen haben, zur Teilnahme an je einer Fokusgruppe eingeladen. In einem nächsten Schritt werden ebenfalls Fokusgruppen mit den Zielgruppen selbst durchgeführt. Sie tauschen sich über persönliche Erfahrungen und Meinungen rund um Wissenschaft aus und diskutieren die Frage, warum Wissenschaft bisher in ihrem Leben keinen Platz gefunden hat. Zudem soll herausgefunden werden, wie Wissenschaft für sie zugänglicher und attraktiver gemacht werden kann und von welchen Kommunikationsformen sich die Teilnehmenden angesprochen fühlen.

Abschließend werden in einem Workshop die bisherigen Ergebnisse mit den Vertreterinnen und Vertretern der Zielgruppen sowie mit den Stakeholdern gemeinsam diskutiert und bearbeitet. Ziel ist es, Ende 2018 drei passgenaue Formate festzulegen, mit denen in Zukunft mehr Menschen aus den drei ausgewählten Zielgruppen für Wissenschaft und Forschung begeistert werden können.

Jedes dieser drei neuen Formate wird 2019 in einem Pilotprojekt getestet. Die Umsetzung wird vom KIT wissenschaftlich begleitet und evaluiert. So können am Ende Aussagen getroffen werden, ob die entwickelten Formate die gewünschte Wirkung erzielen. Die Ergebnisse der Evaluation werden schließlich in Form von Praxisleitfäden und Handlungsempfehlungen aufbereitet. Auf diese Weise sollen auch andere Akteure der Wissenschaftskommunikation von dem Projekt profitieren und Anregungen erhalten, um künftig selber nicht erreichte Zielgruppen mit Wissenschaft und Forschung in Kontakt zu bringen.

 

*Die zu Beginn des Projekts gewählte Formulierung „schwer erreichbare Zielgruppen“ wurde im Laufe der Recherchephase zu „nicht erreichte Zielgruppe“ abgeändert. Zwar ist die Bezeichnung „schwer erreichbar“ eine der geläufigsten Formulierungen, assoziiert oft aber auch eine unterschwellige Zuschreibung einer Teilschuld an die Nicht-Erreichten. Aufgrund der problematischen Konnotation wurde für den weiteren Projektverlauf deshalb die Bezeichnung „nicht erreicht“ gewählt, um die Anschlussfähigkeit an verschiedene Erklärmodelle und eine Einbeziehung verschiedener Faktoren bei der vertiefenden Analyse zu gewährleisten. Detaillierte Information dazu finden sich auch in dem im Mai 2018 veröffentlichten Literaturreview auf S. 4-6.