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Martin Gora

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17. Januar 2020

Bioökonomie in die Öffentlichkeit bringen

Das Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie ist eröffnet. Im Futurium gab Bundesministerin Anja Karliczek gemeinsam mit WiD- Geschäftsführer Markus Weißkopf und Stefan Brandt, Direktor des Futriums, den Startschuss für das 20. Wissenschaftsjahr. In diesem Jahr steht die Frage nach dem Weg zu einer nachhaltigen und effizienten Erzeugung, Verarbeitung und Nutzung biologischer Ressourcen im Mittelpunkt. Dieses Konzept der Bioökonomie soll in vielen Veranstaltungen mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und weiterentwickelt werden. Wissenschaft im Dialog ist deutschlandweit mit fünf verschiedenen Projekten aktiv.

 

Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie

Bioökonomie ist das Thema des Wissenschaftsjahres 2020. Der Klimawandel, knapper werdende Ressourcen und eine stetig wachsende Weltbevölkerung sind globale Herausforderungen, die ein Umdenken auf allen Ebenen erfordern. Das Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie will Lösungsansätze aufzeigen und lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, den Wandel aktiv mitzugestalten.

In der Öffentlichkeit ist der Begriff Bioökonomie noch wenig bekannt, wohl aber einzelne Anwendungen wie beispielsweise Biokraftstoffe oder kompostierbare Kunststoffe. Die Bioökonomie setzt auf eine nachhaltige Wirtschaftsform, bei der sich Forschung und Industrie vom Kreislaufgedanke der Natur inspirieren lassen. Nachwachsende Rohstoffe aus Pflanzen, Pilzen und Bakterien sollen künftig fossile Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas ersetzen.

WiD organisiert im Wissenschaftsjahr 2020 bundesweit interaktive Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen, einen Wettbewerb und Hackdays, um das Konzept der Bioökonomie bekannter zu machen.

Unsere Projekte im Wissenschaftsjahr 2020

Ausstellungsschiff MS Wissenschaft – Das Schwimmende Science Center

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft startet seine Tour durch rund 30 Städte Mitte Juni 2020 in Berlin. Rund 20 Forschungseinrichtungen präsentieren im Bauch des umgebauten Frachtschiffs aktuelle Forschung zur Bioökonomie. Es geht um Mikroorganismen und Rohstoffkreisläufe, um neue Wirkstoffe aus der Natur, Lebensmittel der Zukunft und um politische und gesellschaftliche Fragen, die sich im Zusammenhang mit einer Umstellung auf eine biobasierte Wirtschaft stellen. Die MS Wissenschaft ist im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterwegs. Die Ausstellung wird empfohlen ab zwölf Jahren. Der Eintritt ist frei. 

Wissenschaft kontrovers – Diskussionsreihe

In der Diskussionsreihe Wissenschaft kontrovers bringt WiD Bürgerinnen und Bürger bundesweit direkt mit Forschenden ins Gespräch über Bioökonomie und gesellschaftliche Implikationen des ökonomischen Wandels. Das Projekt setzt dabei auf Diskussionsformate, die einen direkten Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen. Dazu zählen unter anderem Nachtcafés, Fishbowl-Diskussionen und Varieté-Veranstaltungen, die Wissenschaft und Kunst zusammenbringen.

Hochschulwettbewerb – Zeigt eure Forschung!

Der Hochschulwettbewerb zum Thema Bioökonomie gibt jungen Forschenden Gelegenheit, die gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeit aufzuzeigen. Die Nachwuchskräfte entwickeln Kommunikationskonzepte, mit denen sie Bürgerinnen und Bürgern ihre Forschung im Bereich der biobasierten Wirtschaft verständlich machen. Bundesweit 15 Teams werden von einer Fachjury ausgewählt und darin unterstützt, ihre Ideen bis Ende 2020 in die Tat umzusetzen.

Hack Your Fashion – Hackdays und Modenschauen für biobasierte Textilien 

Kleidung ist eines der wichtigsten Konsumgüter in Deutschland – und nur wenig davon wird bis dato umweltschonend produziert. Kleider aus Milchproteinen, T-Shirts aus recycelten PET-Flaschen, Hosen aus Bambusfasern – die Bioökonomie bietet viele innovative Textilprodukte, die einen nachhaltigen Gegenentwurf zu herkömmlicher Mode darstellen. Auch „Slow Fashion“ genannt, nutzt diese wachsende Bewegung Kenntnisse aus der Bioökonomie, um die Umweltbilanz der Textilherstellung und Produktion von Bekleidung maßgeblich zu verbessern. Hack your Fashion ist ein gemeinsames Projekt der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und WiD. In fünf mehrtägigen Hackdays stellt es den gesellschaftlichen Austausch über biobasierte Mode in den Mittelpunkt. Experimentierfreudige Menschen entwickeln mit jungen Forschenden aus den Bereichen der Bekleidungstechnik und Textilwissenschaft neue Ideen und Konzepte zu nachhaltiger Mode.

BioEconomy Now! – Das Escape Game 

Wie kann sie aussehen, die biobasierte Gesellschaft der Gegenwart und der Zukunft? Gemeinsam mit dem Haus der Wissenschaft Braunschweig schickt Wissenschaft im Dialog einen mobilen Escape Room auf Tour. Spielerisch werden dort gemeinsam Auswege aus der derzeitigen ressourcenfressenden Ökonomie gesucht. Der Raum voller Aufgaben und Rätsel, die mit Hilfe aktueller Forschung gelöst werden können, soll insbesondere dort zum Einsatz kommen, wo viele junge Menschen sind: auf Musikfestivals, bei Stadtfesten und Live-Events.

Inhalt

Bundesweit ein fächerübergreifendes Zukunftsthema diskutieren 

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ruft Wissenschaft im Dialog jedes Jahr ein Wissenschaftsjahr aus. Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Kultur und Politik öffnen die Türen ihrer Einrichtungen, informieren über die Entwicklungen in der Forschung des jeweiligen Mottos. In zahlreichen Veranstaltungen, darunter Ausstellungen, Wettbewerbe und Diskussionsrunden, rufen sie bundesweit dazu auf, Forschung kritisch zu diskutieren.

Ziele und Zielgruppen

Ziel der Wissenschaftsjahre ist ein lebhafter Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, um das gegenseitige Verständnis zu vertiefen und den gesellschaftspolitischen Dialog über Forschung zu fördern. Im direkten Gespräch lernen Forschende Wünsche und Sorgen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen kennen, die ihrerseits mehr über die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für den Menschen erfahren.

Die Wissenschaftsjahre sollen Entwicklungen in der Wissenschaft und Forschung transparenter und zugänglicher machen. Neben der Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten wollen sie Begeisterung für Wissenschaft entfachen und gesellschaftliche Debatten zum jeweiligen Motto anstoßen. Nicht zuletzt dienen die Wissenschaftsjahre auch der Nachwuchsförderung: Kinder, Jugendliche und Erwachsene erfahren, wie attraktiv Berufe in der Wissenschaft sein können.

WiD im Wissenschaftsjahr

Wissenschaft im Dialog beteiligt sich mit verschiedenen Projekten am Wissenschaftsjahr. Unter dem Motto des jeweiligen Wissenschaftsjahres schickt WiD jährlich die MS Wissenschaft auf den Weg. Das schwimmende Science Center ist in den Sommermonaten auf Deutschlands Wasserstraßen unterwegs. In der interaktiven Ausstellung an Bord können Besucherinnen und Besucher Wissenschaft durch Anfassen, Hinhören und Mitmachen erleben.

Regelmäßig lädt Wissenschaft im Dialog zu verschiedenen Diskussionsreihen ein. Ziel der Veranstaltungen ist es, sich über aktuelle Forschung zu informieren und mit Experten ins Gespräch zu kommen. Jeder Teilnehmende hat die Möglichkeit mitzudiskutieren. In innovativen Diskussionsformaten wie Fishbowl-Diskussionen, Barcamps und Wissenschaftlichen Nachtcafés stellt die Reihe „Wissenschaft kontrovers“ bundesweit aktuelle Themen zur Debatte.

Bundesweite Veranstaltungen rund um ein Motto

Das erste Wissenschaftsjahr wurde 2000 als das „Jahr der Physik“ ausgerufen. Auch in den darauffolgenden Jahren bildeten einzelne Forschungsdisziplinen das Motto der Wissenschaftsjahre. Seit 2010 stehen fächerübergreifende Zukunftsthemen im Fokus der Wissenschaftsjahre. Im Jahr 2015 drehte sich alles um die „Zukunftsstadt”, in den Jahren 2016*17 nahm das Wissenschaftsjahr unsere „Meere und Ozeane“ ins Visier und 2018 lud das Wissenschaftsjahr ein, über die „Arbeitswelten der Zukunft" nachzudenken. Das Wissenschaftsjahr 2019 fragte, welche Chancen und Risiken "Künstliche Intelligenz" mit sich bringt.

Die Wissenschaftsjahre im Überblick: