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Freitags nach Eins ...

10. Februar 2017

  • erstellt von Artur Krutsch
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  • y News

 

Aktuelle Beiträge, spannende Fundstücke aus der digitalen Welt, ein Blick in die internationale Wissenschaftskommunikation und eine kleine Frage zum (Nach-)Denken – jetzt im Blog. Freitags nach Eins macht jeder … Wissenschaftskommunikation.

Hans Rosling gestorben

Datenkönig“, „Superstar der Statistik“, „Jedi-Meister der Datenvisualisierung“. Der schwedische Mediziner Hans Rosling konnte aus den komplexesten Statistiken die spannendsten Geschichten erzählen und mit Optimismus und Leidenschaft begeisterte er die Menschen für das scheinbar Leidenschaftsloseste überhaupt: datenbasierte Wissenschaft. Hans Rosling starb am 7. Februar 2017 im Alter von 68 Jahren und wir teilen mit ihm noch einmal „The Joy of Stats“:

Netzfang

„Unlocking Frontier Research“ hat sich die neue Video-Plattform Latest Thinking auf die Fahnen geschrieben. Wissenschaftler präsentieren ihre aktuellen Forschungsergebnisse offen, strukturiert, verständlich und barrierefrei. Ob das klappt? Schauen wir z.B., was der Meteorologe Bjorn B. Stevens über den Zusammenhang von Aerosolpartikeln in der Atmosphäre und dem Treibhauseffekt sagt.

Wissen auf die Schnelle. In 100 Sekunden, um genau zu sein. Mehr braucht die Sendungsreihe vom SRF 2 nicht, um aus einem Stichwort oder Begriff eine knackige und witzige Portion Wissen zu generieren.

Jede Woche übernimmt ein Wissenschaftler den Twitter-Account @realscientists und gibt einen Einblick in sein Leben und seine Forschung. Das kommt an. Über 40.000 Follower hat der Account und will jetzt expandieren. Die deutschsprachige Version @realsci_DE startet nächste Woche und wir sind voller Vorfreude. Wer auch mal über echte Wissenschaft zwitschern möchte, meldet sich beim Admin: dasistsciencetwitter (at) gmail (dot) com

#scicomm

Ratten trainieren, Übelkeit erzeugen, Fische ausnehmen. Popular Science stellt die 10 schlimmsten Jobs in der Wissenschaft vor (und warum Wissenschaftler sie trotzdem lieben). Auch Geowissenschaftler lieben ihren Arbeit, obwohl sie auch mal durch Dreck und Schlamm gehen müssen. Um den Rest der Welt von ihrer Forschung in Kenntnis zu setzen, sollten sie Wikipedia-Artikel überarbeiten, empfiehlt Earth & Space Science News. Und wenn sie gerade schon mal dabei sind, können sie sich und ihre Arbeit auch bei Twitter vorstellen. Der Biologe David Steen hatte es satt, dass die meisten Amerikaner keinen lebenden Wissenschaftler nennen konnten und twitterte „So...Hi, I'm Dave.“ Tausende weltweit machten es ihm nach und ein neuer Hashtag wurde geboren: #actuallivingscientist.

Kopf an

Der metallische Wasserstoff geisterte Ende Januar durch die Medien. Zwei amerikanischen Forschern soll es gelungen sein, durch extrem starke Komprimierung Wasserstoff in festes Metall zu verwandeln. Die Veröffentlichung des Papers in der Science folgte prompt. Doch dass die Versuche nicht ganz sauber abliefen und die Datenbasis sehr dünn ist, merkten Kollegen und Medien sofort

Die Forscher seien entweder „bodenlos naiv“ oder sie bewegten sich „an der Grenze zum wissenschaftlichen Betrug“ schreibt Lars Fischer bei Spektrum.de und erklärt die wissenschaftlichen und publizistischen Hintergründe.

Oder gehören zurückgezogene Tatsachenbehauptung nicht einfach zu „gesunder wissenschaftlicher Debattenkultur“ und ist nicht Fehleraufdeckung die „Paradedisziplin der Wissenschaft“, fragt Sibylle Anderl auf faz.de und nennt metallischen Wasserstoff einen „Fakten-Embryo“, der sich noch entwickeln müsse.


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