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Nachgefragt – bei Wolfgang M. Heckl

05. Oktober 2017

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Wolfgang M. Heckl. Foto: Ausstellungskatalog Science & Art, 2011, 2012 (ISBN:978-3-940396-36-5)

Wolfgang M. Heckl. Foto: Ausstellungskatalog Science & Art, 2011, 2012 (ISBN:978-3-940396-36-5)

In der Reihe „Nachgefragt“ stellen wir in loser Folge Menschen vor, die in der Wissenschaftskommunikation arbeiten. Mit 17 Fragen und 17 Antworten – mal ernsthaft, mal humorvoll.

In der zweiundzwanzigsten Ausgabe sprechen wir mit Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl, Wissenschaftskommunikator aus Überzeugung, Professor für Experimentalphysik an der TU München, Generaldirektor des Deutschen Museums und – ganz privat – auch Künstler.

Nachgefragt – bei Wolfgang M. Heckl

Ein guter Kommunikator braucht…

Ein Stück Extrovertiertheit, ein Stück Sendungsbewusstsein, etwas Fachkenntnis, ein wenig Persönlichkeit und viel Liebe zu den Menschen.

Was hat Sie dazu bewogen, in der Wissenschaftskommunikation aktiv zu werden? 

Siehe Frage 1.

Ihr Arbeitsalltag in drei Schlagworten?

Multidimensional, intensiv, erfahrungsreich.

Was war Ihr schönstes Erlebnis als Kommunikator?

Als mich nach meinem Vortrag über Nanotechnologie beim G7 Gipfel im Schloss Elmau die Gattin des japanischen Premiers Shinzo Abe zu einer Privataudienz nach Tokyo eingeladen hat.

Was war Ihr größtes Kommunikationsdesaster?

Als einmal bei meiner Vorlesung an der George Washington University mehrere Studenten Zeitung gelesen haben.

Welche Ihrer Eigenschaften stört Sie im Arbeitsalltag am meisten? 

Meine Ungeduld und mein Antreibertum zum Tempo.

Mit welcher (historischen) Person würden Sie gerne essen gehen?

Oskar von Miller.

Ihre Lieblingswissenschaft?

Physik.

Welches Forschungsthema würden Sie äußert ungern kommunizieren?

Man sollte alles versuchen zu kommunizieren. So lernt man selbst dazu, auch bei schwierigen Themen.

Ohne Hindernisse wie Geld oder Zeit: Welches Projekt würden Sie gerne umsetzen?

Was ist Leben und wie entstand es? Da ich schon in diesem Bereich tätig bin, würde ich ein Forschungsprojekt zum Thema Origins of Life machen. Tatsächlich auch ein Kunstwerk, genauer ein Gemälde, denn ich mache das jetzt schon manchmal, dass ich die Ergebnisse meiner Forschungen auf dem Gebiet der Lebensentstehung in meine Gemälde einfließen lasse (ich bin ja auch Maler, mein Stil ist der Molekularismus, den ich so genannt habe, weil ich mit Nanoteilchen male). Siehe www.Wolfgang-Heckl.de.

In welchem Bereich würden Sie gerne arbeiten, wenn nicht in der Wissenschaftskommunikation?

In der Forschung, was ich eh mache, im Management, was ich eh mache, als Musiker, als Maler und als Reparierer was ich nur hobbymäßig mache.

Wissenschaftskommunikation im Jahr 2030 ist … ?

Der Wunsch eines jeden Wissenschaftlers und jeden Bürgers.

Was halten Sie für die größte Errungenschaft der Wissenschaftsgeschichte? 

Die Etablierung der wissenschaftlichen Methodik.

Wie haben Sie sich als Kind die Zukunft vorgestellt?

Ich wollte schon als Kind Wissenschaftler werden, so wie meine Vorbilder Bernhard Grzmeck, Horst Stern, Hoimar von Dietfurth, Carl Sagan und meine Mathe- und Physiklehrer.

Wie bekommen Sie bei Stress am besten Ihren Kopf frei?

Indem ich mit meiner Rock-Cover-Band Next Generation probe.

Kollegen helfe ich gerne bei ... ?

… möglichst allen Fragen, die sie bewegen, und zu denen ich einen kleinen Rat/Input geben kann.

Wem würden Sie den Fragebogen gerne schicken und welche Frage würden Sie ihm/ihr gerne stellen?

Carl Sagan, posthum.

Wolfgang M. Heckl 

Wolfgang M. Heckl  ist Professor für Experimentalphysik und forscht auf dem Gebiet der Nanowissenschaften und der Wissenschaftskommunikation. Seit 2004 ist er Generaldirektor des Deutschen Museums, seit 2009 Inhaber des Oskar-von-Miller-Lehrstuhls für Wissenschaftskommunikation der Technischen Universität München. Die Kommunikation von Wissenschaft ist eines seiner besonderen Anliegen, das zu zahlreichen Film- und Fernsehbeiträgen sowie populärwissenschaftlichen Publikationen führte. In seiner Freizeit kommuniziert er Wissenschaft auch als Künstler: Er versucht, die mit Hilfe seiner Mikroskopie gewonnenen neuen Einsichten in die Nanowelt der Atome und Moleküle in Kunstwerke zu übertragen, und begründete die Stilrichtung des Molekularismus. 

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