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Prof. Dr. Antje Boetius

Prof. Dr. Antje Boetius. Foto: AWI/Kerstin Rolfes
Prof. Dr. Antje Boetius. Foto: AWI/Kerstin Rolfes

Antje Boetius ist seit Januar 2015 Vorsitzende des Lenkungsausschuss von Wissenschaft im Dialog. Im November 2017 wurde sie für drei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Die Tiefseeforscherin leitet das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), und ist Professorin für Geomikrobiologie an der Universität Bremen. Geboren 1967 in Frankfurt am Main studierte sie von 1986 bis 1992 in Hamburg und San Diego Biologische Ozeanographie und promovierte in 1996 über Tiefseemikrobiologie.

Nach Aufenthalten an verschiedenen Meeresforschungsinstituten etablierte sie von 2003 bis 2008 eine Arbeitsgruppe zur Erforschung mikrobieller Habitate im Ozean am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie. Seit Ende 2008 ist sie Leiterin der Helmholtz-Max-Planck-Brückengruppe für Tiefseeökologie und -Technologie am Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung in Bremerhaven und im Vorstand des Excellenzclusters MARUM der Universität Bremen.

2009 erhielt Antje Boetius den hochdotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Darüber hinaus wurde sie zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz und des Wissenschaftsrates Deutschlands gewählt.

Seit 1. November 2017 leitet Antje Boetius das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI).

Die Wissenschaftlerin hat an mehr als 40 Expeditionen auf internationalen Forschungsschiffen teilgenommen und beschäftigt sich derzeit vor allem mit Fragen der Auswirkungen des Klimawandels auf die Biogeochemie und Biodiversität des Arktischen Ozeans.

Ihre Arbeit machte sie einer breiten Öffentlichkeit durch Publikationen, Fachartikel und auch zahlreiche TV-Auftritte zugänglich. Dazu zählen Beiträge in Wissenschaftssendungen wie makro (3sat), Quarks & Co (WDR) und Terra Xpress (ZDF) oder auch Auftritte bei Tietjen und Hirschhausen (NDR) und TV Total (Pro7). Insbesondere im Wissenschaftsjahr 2016*17 - Meere und Ozeane hielt Boetius zahlreiche Vorträge und beteiligte sich an Diskussionen, Ausstellungen und Workshops zu den Folgen des Klimawandels, zur Zukunft des Ozeans sowie der Naturräume und Artenvielfalt. Für ihr vielseitiges und langjähriges Engagement wurde sie 2018 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes ausgezeichnet. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeichnete sie 2018 für ihre wissenschaftlichen Leistungen in der Tiefsee- und Klimaforschung und für ihr Talent, die Bedeutung ihrer Forschung in die Gesellschaft zu kommunizieren aus.

 

Im Interview zu aktuellen Herausforderungen in der Wissenschaftskommunikation