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Programm

9. Forum Wissenschaftskommunikation 2016

Das 9. Forum Wissenschaftskommunikation findet vom 5. bis zum 7. Dezember 2016 in der Stadthalle in Bielefeld statt. Der diesjährige Themenschwerpunkt ist „Wissenschaft für alle!?".

Das gesamte Programm auf einen Blick (pdf, 1 MB)

Das Programmheft zum 9. Forum Wissenschaftskommunikation (pdf, 6 MB)

From 5 – 7 December the 9th Forum Wissenschaftskommunikation will take place in Bielefeld, Germany. The theme this year is ‘Science for everyone!?’. The conference language is German.

Montag, 05.12.2016

10:30 - 12:30 Satellitenprogramm/Satellite programme

Interaktives Format: Deutschland 2030 – Roadmaps in die Zukunft (11 – 13 Uhr)

Moderation: Jörg Krauthäuser, facts and fiction GmbH

Im Rahmen des im Mai 2016 gestarteten Projektes „D2030 – Eine Landkarte für die Zukunft“ entwickeln Zukunftsexperten gemeinsam mit Bürgern plausible Zukunftsszenarien für Deutschland. Eine der Methoden der partizipativen Zusammenarbeit, die dabei zum Einsatz kommen, ist das „Interaktive Roadmapping“. Zu ihr gehört es, Zukunftsbilder nicht bloß auszumalen, sondern den Weg dahin zu schildern und die vielfältigen Einflussfaktoren zu berücksichtigen. In einem Planspiel lernen die Teilnehmenden des Workshops, mögliche Entwicklungspfade in die Zukunft kausal zu beschreiben und dabei „Game Changer“ und Zielkonflikte zu identifizieren.

Referenten:

Klaus Burmeister, foresightlab
Beate Schulz-Montag, foresightlab
Dr. Karlheinz Steinmüller, Z-punkt GmbH

Treffpunkt: 11 Uhr
Stadthalle Bielefeld

Ende: 13 Uhr

Führung: Campus Bielefeld: Das Zukunftsprojekt.

Auf dem Campus Bielefeld tut sich was: Bis 2025 werden mehr als eine Milliarde Euro in den Wissenschaftsstandort Bielefeld investiert. Gemeinsam mit der Universität und der Fachhochschule Bielefeld stellt sich die Stadt den gestiegenen internationalen Anforderungen an Forschung, Lehre und Studium. Mit dem neuen Campus Bielefeld entsteht ein modernes Zentrum der Wissenschaft, das eine erstklassige Infrastruktur für optimale Forschungs- und Studienbedingungen bereitstellt.

Aktuelle Informationen zum Zukunftsprojekt bietet die Campus-Führung, die an der „BlueBox“ des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW startet. Nach der Besichtigung des Universitätshauptgebäudes führt die Route entlang des „Gebäude X“ weiter zur neuen Fachhochschule und zum CITEC-Gebäude der Universität auf dem Campus Nord.

Treffpunkt: 10:30 Uhr am Projektbüro „BlueBox“ (Campus Bielefeld, Konsequenz 37, 33615 Bielefeld)

Anfahrt: Mit der StadtBahn-Linie 4 vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Universität (Taktung max. alle 10 Minuten, Fahrtdauer 10 Minuten); 10 Minuten Fußweg von der Haltestelle zum Projektbüro "BlueBox"

Ende: 12:30 Uhr am Campus (mit der StadtBahn zurück zur Stadthalle)

Führung: CITEC – Technik, die versteht

Wie sieht die Technik der Zukunft aus? Dieser Frage gehen die Wissenschaftler des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld nach. Bei einer Laborführung in ihrem Forschungsgebäude auf dem Bielefelder Campus Nord demonstrieren sie, welche Konzepte sie für intelligente technische Systeme entwickeln – von Servicerobotern in der Wohnung bis hin zum Trainingsraum mit virtueller Realität.

„Technik, die versteht“ – Ein kurzer Überblick zur Forschung am CITEC

Referent: Dr. Sven Wachsmuth, Leiter des CITEC-Zentrallabors 

„Forschungsprototypen als Marketingfaktor“ – Ein kurzer Input

Referenten:
Jörg Heeren, Referent für Wissenschaftskommunikation am CITEC
Eva Winkelmann, Referentin Kommunikation und Forschungsmarketing am CITEC

Treffpunkt: 10:30 Uhr
im Foyer des Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie CITEC, Inspiration 1, 33619 Bielefeld 
Fahrt mit der Stadtbahnlinie 4 Richtung Lohmannshof bis Haltestelle Wellensiek (Fahrzeit vom Hauptbahnhof ca. 12 Minuten), Lageplan und Wegbeschreibung

Ende: 12:30 Uhr 
Fahrt mit der Stadtbahnlinie 4 zur Stadthalle bzw. zum Hauptbahnhof (Fahrtzeit zum Hauptbahnhof ca. 12 Minuten)

Führung: Bielefeld historisch entdecken: Zeugen der Industriearchitektur.

Anhand beeindruckender Industriedenkmäler lässt sich die Geschichte der Industrialisierung in Bielefeld nachvollziehen. In der Führung entdecken die Teilnehmenden zum Beispiel die Ravensberger Spinnerei, ehemals eine der größten Flachsspinnereien Europas, heute ein Kultur- und Veranstaltungszentrum. Auch die ehemaligen Dürkopp-Werke zeugen von einer lebendigen Industriekultur. Ihre heutigen Umnutzungskonzepte sind preisgekrönt.

Treffpunkt: 10:30 Uhr am Alten Rathaus
zu Fuß vom Hauptbahnhof: 1 km, ca. 10-15 Minuten (Stadtplan)
Mit der StadtBahn: alle Linien halten an der Haltestelle „Rathaus“, Fahrtzeit vom Hauptbahnhof ca. 2 Min

Ende: 12:30 Uhr an der Ravensberger Spinnerei
Zu Fuß zur Stadthalle: 1 km, ca. 10-15 Minuten (Stadtplan)

9.00 - 12.30 Programm Spezial/Special programme

Workshop: Leitlinien-Coaching – Gute Wissenschafts-PR in der Praxis

Moderation: Dr. Elisabeth Hoffmann, TU Braunschweig und Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog

Hype und Übertreibung sind in der Wissenschaft(skommunikation) leider keine seltenen Ausnahmen mehr. Veränderungen in der Wissenschaft, im Wissenschaftsjournalismus und bei den Kommunikationskanälen beeinflussen auch die Wissenschafts-PR. Kollegen müssen sich zwischen der positiven Image-PR unter Wettbewerbsdruck einerseits und dem Anspruch auf Transparenz und Glaubwürdigkeit andererseits positionieren. Sind Wissenschaftskommunikatoren Dienstleister oder Gestalter? Sprachrohr oder Stratege? Ein Orientierungsangebot sind die “Leitlinien für gute Wissenschafts-PR”. Doch was bedeutet es im Alltag, auch “Grenzen der Aussagen und Methoden von Forschung sichtbar” zu machen oder “wertegeleitet und strategisch” zugleich zu arbeiten? Welche praktischen Schwierigkeiten sind hiermit verbunden und welche Auswirkungen haben die Leitlinien auf unsere Rolle im eigenen Haus? Diesen Fragen soll in einem Workshop nachgegangen und basierend auf Fallbeispielen der Teilnehmenden ein Austausch zur Durchsetzung und Umsetzung guter Wissenschafts-PR ermöglicht werden.

Für diesen Workshop wird eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 25,00 € fällig./For this workshop an additional fee of 25,00 € will be charged.

ab 12.30 Registrierung/Registration

Registrierung und Begrüßungskaffee in der Stadthalle Bielefeld

13.30 Begrüßung/Welcoming

Begrüßung: Markus Weißkopf, Wissenschaft im Dialog gGmbH
Grußwort: Martin Knabenreich, Bielefeld Marketing GmbH

13.45 - 14.30 Keynote:  Reden gegen die Gewalt! Was kann Kommunikation in radikalen Zeiten überhaupt leisten?

Referent: Prof. Dr. Andreas Zick, Universität Bielefeld

2016 wird als ein Jahr in Erinnerung bleiben, in dem Gewalt und Terror Europa erschüttert haben. Politik, Medien und Gesellschaft suchen nach Erklärungen, die die Wissenschaft zumindest teilweise anbieten kann. Andreas Zick leitet das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld. Als Sozialpsychologe ist seine Expertise gefragter denn je, weil der Terror die Gesellschaft massiv verunsichert. Von Interviews in Hörfunk und Printmedien bis zu TV-Portraits – Zick ist gleichzeitig Forscher, Politik-Berater und Wissenschaftskommunikator auf allen Kanälen. In seiner Keynote spricht er über Chancen und Risiken bei der Vermittlung aktueller und heikler Themen an eine breite Öffentlichkeit. Kann Wissenschaftskommunikation Vorurteile abbauen? Welche Zielgruppen erreicht man überhaupt? Und über welche Kanäle? Zick geht auf konkrete Forschungsprojekte ein, in denen das Institut versucht, Praxis gegen Diskriminierung, Gewalt und Rassismus mit Vereinen, Verbänden und Firmen zu entwickeln. 

 

 

14.30 - 15.15 Pause/Break

Networking mit Speed-Dating
Moderation: Achim Englert, Phänomenta e. V.

15.15 - 16.30 Sessions
15.15 - 16.45 Interaktive Formate

Session: „Wenn ich mal groß bin, werde ich Wissenschaftler“ – Über Chancengleichheit und Inklusion

Moderation: Bettina Jorzik, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Gleiche Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für alle ohne Rücksicht auf Herkunft und soziale Verhältnisse.“ – Das ist Chancengleichheit laut Duden. Wie ist es in der Realität und besonders in der Wissenschaft um sie bestellt? Kann die Wissenschaftskommunikation zur Chancengleichheit im Bildungsbereich beitragen?

In dieser Session diskutieren die Teilnehmenden über Strategien und konkrete Projekte, die sich frühzeitig an einen potenziellen wissenschaftlichen Nachwuchs richten – und zwar unabhängig von Herkunft und sozialen Verhältnissen. Welche Formate gibt es bereits? Was haben Initiativen wie „Studienpioniere“ oder „ArbeiterKind.de“ schon erreicht und wo fehlt es noch? Wer sind wichtige Akteure und Förderer? Der Zugang zu Bildung und besonders zur Hochschulwelt soll hier ganz pragmatisch beleuchtet und diskutiert werden: Was gibt es? Was braucht es? Wie wird es angegangen?

Speakers:

Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Fachhochschule Münster
Katja Urbatsch, arbeiterkind.de
Friederike Menz, Studienpioniere, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, KOM – Institut für Kompetenzentwicklung

Session: Wissenschaft für alle – die Algorithmen hinter der Technik begreifbar machen

Moderation: Şenol Keser, Move – Moderationsverein Bielefeld e.V.

Technische Systeme intuitiv bedienbar machen: Das ist das Ziel des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld. Diese Aufgabe schließt ein, dass die technischen Entwicklungen – vom Roboter bis zum Smart Home – nachvollziehbar und durchschaubar handeln. Um das zu gewährleisten, bezieht CITEC künftige Nutzer früh in den Forschungsprozess ein. Doch wie lassen sich Laien an der Forschung beteiligen? Prof. Dr. Helge Ritter und Jörg Heeren von CITEC diskutieren, wie die Partizipation von Laien so klappt, dass auch die Forschung davon profitiert und wie virtuelle Realität und technische Systeme wie Avatare helfen können, wissenschaftliche Erkenntnisse zu verbreiten.

Referenten:

Jörg Heeren, Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld
Prof. Dr. Helge Ritter, Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld

Interaktives Format: „It Takes Two to Tango“ – Internationales Forschungsmarketing und universitäre Öffentlichkeitsarbeit

Moderation:
Dr. Gernot Gad, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Dagmar Bankamp, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Welche Rolle kann die Wissenschaftskommunikation bei der Querschnittsaufgabe „internationales Forschungsmarketing“ wahrnehmen – ist sie Katalysator, Mediator, Macher? In einer Fishbowl-Diskussion mit Praktikern, Preisträgern und Jurymitgliedern des Ideenwettbewerbs „Internationales Forschungsmarketing“ werden Erfolgsrezepte aus verschiedenen Perspektiven und bei unterschiedlichen Interessenlagen thematisiert. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an diejenigen, die sich über internationales Forschungsmarketing informieren wollen, als auch an Kollegen, die selbst Aktionen anschieben oder begleiten wollen.

Referenten:

Norbert Käthler, Stadt- und Regionalmarketing Karlsruhe
Volker Kurz, Eberhard Karls Universität Tübingen
Susann Morgner, con gressa GmbH
Dr. Bettina Trüb, Eberhard Karls Universität Tübingen
Petra Berkner, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Referat 211 - Grundsatzfragen, Internationalisierunsstrategie, Bonn

Interaktives Format: „Erzähl schon!“ – Storytelling als Kommunikationsmethode

Moderation: Livia Rüger, Technische Universität Dortmund

Die Wissenschaft fürchtet Anekdoten, die Menschen aber lieben Geschichten. Der Ansatz des „Storytelling“ berücksichtigt das, indem er anschaulich kommuniziert, was sonst umständlich zu erklären wäre. Ziel des Workshops ist es, Storytelling für wissenschaftliche Themen in den Bereichen Ausstellung, PR und Forschung praktisch zu erproben. Es wird eine Einführung in der Gesamtgruppe geben. Anschließend bearbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen ein Thema aus einem der drei Bereiche.

Referenten:

Jörg Fecke, Freier Journalist
Dr. Bernd Holtwick, Bundesanstalt für Arbeitsschutz u. Arbeitsmedizin/DASA
Michael Milewski, Fachhochschule Dortmund

16.45 - 17.15 Pause/Break

17.15 - 18.30 Sessions
17.15 - 18.45 Interaktive Formate

Session: Zwischen Lobbyismus und guter Beratung: Wenn Wissenschaft politisch wird

Moderation: Dr. Jan-Martin Wiarda, Journalist für Bildung und Wissenschaft

Vertreter aus Forschung sowie Bundes- und Kommunalpolitik diskutieren in dieser Session über die Schnittstelle von Wissenschaft und Politik: Welche Beratung erwarten und brauchen Politiker von Wissenschaftlern, um fundierte Entscheidungen zu treffen? Wie sehen aktuelle Abläufe an dieser Schnittstelle aus? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Welche Herausforderungen entstehen, wenn Politik und Wissenschaft enger zusammenarbeiten? Und wie kann es gelingen, dass sich wissenschaftliche Politikberatung deutlich von Lobbyarbeit abgrenzt? 

Dabei soll auch die Rolle der Wissenschaftskommunikation betrachtet werden. Wie können Öffentlichkeitsarbeiter ihre Expertise einbringen und den Dialog unterstützen? Sollte es eine strategischere Verbindung von Politikberatung und Wissenschaftskommunikation geben und wie könnte diese aussehen?

Referenten:

Prof. Dr. Martin Lohse, Vizepräsident der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften
Kai Gehring, Mitglied des Deutschen Bundestages
Gerold Leppa, Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig

Session: Mehr als bunte Inszenierungen?! – Zur strategischen Dimension von Science Events in der wissensbasierten Stadt- und Regionalentwicklung

Moderation: Dr. Iris Klaßen, Wissenschaftsmanagement Lübeck

Es ist wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei: Führt der Weg von der gemeinsamen Strategie zu konkreten Projekten oder von Projekten zur Strategie? Wie lässt sich Wissenschaft als ein zentrales Thema wissensbasierter Stadtentwicklung in den Kommunen etablieren? Und wie lässt sich dies nachhaltig in den Köpfen der Entscheidungsträger verankern? In dieser Session soll es um die Frage nach der Verbindung von Science-Events und strategischer Stadt- und Regionalentwicklung gehen.

Referenten:

Gesa Fischer, Bielefeld Marketing GmbH
Dr. Annette Klinkert, city2science GmbH
Johanna Löwen, Bochum Marketing GmbH

Interaktives Format: Keine Kommunikation für die Tonne! – Wie projektbezogene Wissenschaftskommunikation ihre Zielgruppen erreichen kann

Moderation: Beatrice Lugger, NaWik gGmbH

Es gibt kaum ein Forschungsprojekt, das nicht eine eigene Website hat und von diversen Outreach-Aktivitäten flankiert ist. Das liegt auch daran, dass Drittmittelgeber bei Förderanträgen häufig gesonderte Gelder für Kommunikationsmaßnahmen anbieten. Was aber genau mit dem Geld geschehen soll, was gute Kommunikation ausmacht, bleibt meist offen.

Anhand einer Untersuchung der Kommunikation dreier Sonderforschungsbereiche eröffnet sich eine Diskussion im Fishbowl-Format mit Playern und Publikum.

Referenten:

Julia Gantenberg, Universität Bremen
Dr. Jutta Rateike, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Prof. Dr. Wolfgang Reichel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), SFB 1173

Interactive Workshop: Engaging new communities in Science through folk dance & the arts

Moderator: Lewis Hou, University of Edinburgh/Science Ceilidh 

Too often science communication only engages those already interested in science and permeating new communities is a real challenge. Could integrating science with culture be the solution? This session will present and discuss lessons learnt from two projects using the arts to reach new audiences: the Fun Palaces campaign for culture in the community, celebrating „everyone an artist, everyone a scientist“ internationally every October, and the Science Ceilidh which mixes science with Scottish folk dance. This session will be hands-on with a chance to try these sci-dances yourself, with lively music and discussion.

18.45 Ende des Tagesprogramms/End of the event programme

ab 19.00 Abendprogramm/Evening programme

Transfer zur Hechelei im Ravensberger Park

ab 19.30 Abendempfang auf Einladung des Verkehrsvereins Bielefeld in der Hechelei im Ravensberger Park/Reception upon invitation of the Verkehrsverein Bielefeld at Hechelei in Ravensberger Park

Begrüßung durch Cornelia Delius (Vorsitzende Verkehrsverein Bielefeld) und Martin Knabenreich (Geschäftsführer Verkehrsverein Bielefeld)

Dienstag, 06.12.2016

9.00 - 10.00 Keynote: Communicating science in “post-truth” Europe

Speaker: Melanie Smallman, University College London, UK

Die Keynote wird auf English gehalten.

From Brexit to Donald Trump, over the past few years we have seen a rise of nationalism and what has been termed 'post-truth' across Europe and beyond. For many science communicators, this shift has made the need to promote rational and evidence-based thinking more urgent.
In this talk, science communicator and UCL academic Melanie Smallman will look at the recent history of science communication in the UK and Europe, to argue that more than simply a matter of getting our message across, the challenge ahead for science communicators is to fully understand our audience, and to think about the role that our own standpoints play in shaping attitudes to science, technology and the wider world.

10.00 - 10.30 Pause/Break

Networking mit Speed-Dating
Moderation: Achim Englert, Phänomenta e. V.

10.30 - 11.45 Sessions
10.30 - 12.00 Interaktive Formate und Projektvorstellungen

Session: Gefühlte Wissenschaft?

Moderation: Volker Stollorz, Science Media Center Germany gGmbH

Nicht erst der öffentliche Diskurs zur Flüchtlingswelle im vergangenen Jahr hat gezeigt: Gegen die Ängste und Emotionen von Bürgern sowie die Stimmungsmache von politischen Akteuren kommt man mit reinen Fakten und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen nur sehr bedingt an. Doch was ist die richtige Strategie, wenn mit Gefühlen und Stimmungen argumentiert wird und wissenschaftliches Wissen und die Ergebnisse von Forschung einfach ignoriert oder gar unter dem Stichwort der ‚Lügenwissenschaft’ abgetan werden?
Hilft es dann auf dem rationalen und damit oftmals auch abstrakten Standpunkt der Wissenschaft zu verharren oder sollte man sich in die Tiefen emotionaler Argumente und Diskussionen begeben? Soll die Wissenschaftskommunikation also mehr emotionale Geschichten erzählen, um gehört zu werden? Oder schadet dies ihrer Neutralität und damit letztendlich auch ihrer Glaubwürdigkeit?
In dieser Session diskutieren die Experten auf dem Podium über ihre Erfahrungen und empirische Erkenntnisse zu diesem Thema.

Referenten:

Dr. Elisabeth Hoffmann, TU Braunschweig
Prof. Dr. Peter Weingart, Universität Bielefeld
Prof. Dr. Monika Taddicken, TU Braunschweig

 

 

 

Projektvorstellungen I

Moderation: Rebecca Rabe, Wissenschaft im Dialog

Diskursprojekte zur Wissenschaftskommunikation: Förderung der Meinungsbildung von Bürgerinnen und Bürgern?
Referentin: Sabine Bossert, Medizinische Hochschule Hannover

Wissenschaftskommunikation dient nicht allein einer Akzeptanzsteigerung, sondern soll eine ergebnisoffene Meinungsbildung der Teilnehmenden anregen. An die Durchführung entsprechender Projekte sowie an deren Evaluation ergeben sich daher verschiedene Anforderungen. Anhand der Evaluationsergebnisse des vom BMBF geförderten Diskursprojektes „Evaluation der Ethik-Universität zur Regenerativen Medizin“ (EUREM) wird besprochen, welche Wirkungen die angebotenen Formate (Expertenvorträge und -fragestunden, interaktive Lernstationen, Gruppendiskussionen) auf die Meinungsbildung der teilnehmenden Bürger haben und welche hinderlichen und förderlichen Faktoren für die Meinungsbildung sich identifizieren lassen.

Die Ozeanwerkstatt
Referent: Yannick Haan, Wissenschaft im Dialog gGmbH

In diesem Jahr hat Wissenschaft im Dialog (WiD) auf der MS Wissenschaft die Ozeanwerkstatt durchgeführt. In der Werkstatt tüftelten meeresbegeisterte Bürger gemeinsam mit Interessierten aus Wissenschaft, Design und Informatik, um Ideen für den Meeresschutz zu entwickeln. Die Meereswerkstatt und vor allem ihre Ergebnisse werden vorgestellt und diskutiert.

Fokus Neukölln – ein Stadtbezirk als Forschungsfeld
Referent: Simon Hauser, Hauser Kommunikation

Es gibt in Deutschland keinen zweiten Stadtbezirk, der aus so vielen unterschiedlichen Perspektiven beforscht wurde wie der Berliner Bezirk Neukölln. Entwicklungen, die der gesamten Gesellschaft bevorstehen, werden in dem Schmelztiegel Neukölln sehr früh sicht- und messbar. Die Bürgerstiftung Neukölln, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Wissenschaft im Dialog (WiD) haben eine Veranstaltungsreihe entworfen, die diese Forschungsergebnisse in die Gesellschaft zurückspiegeln.

Citizen Science Communication – Einsichten in und aus der Praxis
Referentin: Susanne Hecker, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ/ Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

„Citizen science is one of the most dramatic developments in science communication in the last generation.” schreibt Bruce V. Lewenstein. Kommunikation ist die Basis für diesen Ansatz in der Wissenschaft, bei dem alle Forscher, von Astronomen über Gesundheitsforscher und Vogelkundler bis zu Zoologen, mit Bürgern gemeinsam Wissen generieren und Fragen auf den Grund gehen. Doch: Was haben Citizen Science und Wissenschaftskommunikation miteinander zu tun? Sind die Bürgerwissenschaften tatsächlich eine der großen Entwicklungen in der Wissenschaftskommunikation? Susanne Hecker präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage unter internationalen Citizen Science-Projekten über die Kommunikation innerhalb ihrer und über ihre Projekte.

MyOSD: Marine Mikrobiologie zum Mitmachen
Referentin: Dr. Julia Schnetzer, Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie

Gut zwei Drittel unseres blauen Planeten sind von Wasser bedeckt und darin tummeln sich rund 80 Prozent aller Lebewesen auf der Erde – auch wenn viele mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen sind: die Mikroorganismen. Sie sind nicht nur extrem wichtig für das marine Ökosystem, sondern auch für das Leben an Land, z. B. als Großproduzent von lebenswichtigem Sauerstoff. Daher entnehmen Wissenschaftler seit 2014 an jedem 21. Juni, am sogenannten Ocean Sampling Day (OSD), weltweit Wasserproben, um die marinen Mikroorganismen besser zu verstehen. Mit dem Citizen Science-Projekt My Ocean Sampling Day (MyOSD) Deutschland am 21. Juni 2016 hat das MyOSD Team Bürger aufgefordert, ihnen dabei zu helfen, eine Bestandsaufnahme der Bakterien der deutschen Küsten sowie den darin mündenden Flüssen durchzuführen.

Haus der Zukunft - Ein Ort der Wissenschaftsvermittlung
Referentin: Rosmarie Tomasch, Fachhochschule St. Pölten

Die Fachhochschule St. Pölten in Niederösterreich wurde mit der Ausarbeitung eines innovativen Detailkonzeptes für das „Haus der Zukunft“, einem Ort der Wissenschaftsvermittlung in St. Pölten, betraut. Die Entwicklungsschritte sowie das erarbeitete Detailkonzept werden vorgestellt.

Interaktives Format: „Schreib doch mal `nen Antrag!“ – Finanzierungsmöglichkeiten für Wissenschaftskommunikation

Moderation: Isabell Harder, Projektträger DESY

Immer mehr auch kleinere Institute und einzelne Wissenschaftler möchten sich in der Wissenschaftskommunikation engagieren. Manch einer hat da sicher schon häufiger gedacht: Dann schreib ich halt mal ’nen Antrag! Leichter gesagt als getan? In diesem World Café tauschen sich die Teilnehmenden über das Einwerben von Drittmitteln für die Wissenschaftskommunikation aus. Anhand konkreter Beispiele werden neue Möglichkeiten aufgezeigt, bestehende Möglichkeiten bekannter gemacht und Informationslücken geschlossen.

Gefördert durch die DFG: mikromal Status
Referent: Malte Behlau, Universität Bremen, SFB 747 Mikrokaltumformen

Gefördert durch Crowdfunding: Auf der Suche nach den Nachkriegskindern
Referent: Sascha Foerster, Zentrum für Alternskulturen (ZAK), Universität Bonn

Gefördert durch die Klaus Tschira Stiftung: Wissenschaft präsentieren - aber wie?
Referent: Dr. Philipp Niemann, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Interaktives Format: „MOOCst Du schon?“ – Mit einfachen Mitteln zum eigenen offenen Online-Kurs

Moderation: Frank Wittmann, Hasso-Plattner-Institut

Offene Online-Kurse (sogenannte MOOCs) sind in aller Munde. Für die Wissenschaftskommunikation und das Erklären komplexer Zusammenhänge bieten sie große Potentiale. Aber wie verfasse ich ein MOOC-Konzept? Und welche Tools gibt es, um einen offenen Online-Kurs zu erstellen? In diesem Workshop werden mithilfe kurzer Eingangsvorträge und in interaktiven Gruppenarbeiten Antworten auf diese Fragen gegeben. Ziel ist es, gemeinsam ein eigenes Konzept für einen offenen Online-Kurs zu erarbeiten. Von der Zielgruppendefinition über die Planung der Lerninhalte bis zur technischen Aufnahme und dem Hosting werden den Teilnehmenden Einstiegsmöglichkeiten in die Welt der MOOCs aufgezeigt und Hilfestellung gegeben.

Referenten:

Jan Renz, Hasso-Plattner-Institut
Stefanie Schweiger, Hasso-Plattner-Institut

Interaktives Format: Das Informationsportal Wissenschaftskommunikation.de ist online. Was steckt drin? Warum überhaupt und für wen?

Moderation:

Prof. Dr. Annette Leßmöllmann und Christian Humm, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)/Inst. für Germanistik, Abt. Wissenschaftskommunikation

Beatrice Lugger und Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) gGmbH

Thorsten Witt und Esther Kähler, Wissenschaft im Dialog gGmbH

Informationen über Jobprofile, Fortbildungswege und Kommunikationsformate, Standpunkte und Einwürfe zu aktuellen Debatten und der Blick in die Forschung über Wissenschaftskommunikation – alles an einem digitalen Ort mit der Möglichkeit zur Diskussion: das ist die Idee des Online-Portals wissenschaftskommunikation.de. Mit einem World Café laden wir Sie zur analogen Diskussion des digitalen Auftritts ein. Klicken ist erwünscht, diskutieren erhofft und Fragen stellen ein Muss.

12.00 - 13.00 Mittagspause/Lunch break

13.00 - 14.15 Sessions
13.00 - 14.30 Interaktive Formate

Nikolaussession: Von den Wünschen, den guten und den schlechten Taten der Wissenschaftskommunikation

Moderation: Philipp Schrögel, Büro für Wissenschafts- und Technikkommunikation 

Die Wissenschaftskommunikatoren – die unbekannten Wesen? Mitnichten! Die Session wirft einen Blick auf die Wünsche und Einstellungen der Kommunikatoren: mit einer Befragung unter den Teilnehmenden des Forums Wissenschaftskommunikation und anhand von Ergebnissen einer Befragung unter Kommunikatoren aus Großbritannien. Als besonderer Gast ist, passend zum Datum, der Nikolaus eingeladen, der aus seinem Buch der gelungenen Pressemitteilungen, misslungenen Überschriften und kontextlosen Forschungs-Pressebildern (#konForPreBiTa) berichtet.

Referenten:

Mike Beckers, Spektrum der Wissenschaft
Lars Fischer, Scilogs
Jens Kube, Agentur für Wissenschaftskommunikation

Session: Empirische Sozialforschung in der öffentlichen Wahrnehmung

Moderation: Björn Schwentker, freier Datenjournalist

Die empirische Sozialforschung hat ein Problem: Immer mehr Menschen erachten die Teilnahme an Umfragen weder als sinnvoll noch als relevant. Die Session diskutiert, welchen Nutzen sozialwissenschaftliche Datenerhebungen allgemein für Politik und Gesellschaft haben können und fragt, wie Sozialforschung die Ergebnisse ihrer Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit besser vermitteln und die Relevanz ihres Forschungsfeldes deutlicher hervorheben kann.

Die gesellschaftliche Bedeutung von Sozial- und Wirtschaftsdaten
Referent: Stefan Bender, Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten, Deutsche Bundesbank

Was erwartet Politik von empirischer Sozialforschung?
Referentin: Dr. Anika Rasner, Bundeskanzleramt, Bürgerdialog \"Gut Leben in Deutschland\"

Probleme der Datenerhebung und Ergebnisvermittlung aus Sicht der Sozialforschung
Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Interaktives Format: Partizipative Gesundheitsforschung als Weg zur mehr Beteiligung in den Gesundheitswissenschaften

Moderation: Prof. Dr. Reinhard Burtscher, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Institut für Soziale Gesundheit

Das Ziel der Partizipativen Gesundheitsforschung (PGF) ist es, die Menschen, deren Leben oder Arbeit erforscht werden, maximal am gesamten Forschungsprozess zu beteiligen. Der Forschungsprozess wird als Partnerschaft zwischen allen Beteiligten („Stakeholdern“) gestaltet, zu denen u. a. Wissenschaftler, Fachkräfte des Gesundheits-, Sozial- oder Bildungswesens, Entscheidungsträger und engagierte Bürger gehören.

In dem vom Netzwerk Partizipative Gesundheitsforschung und der International Collaboration for Participatory Health Research (ICPHR) organisierten World-Café werden anhand der Qualitätskriterien der ICPHR die Potenziale und Herausforderungen der Partizipation in der Forschung diskutiert.

Die Kernmerkmale der Partizipativen Gesundheitsforschung
Referent: Prof. Dr. Michael T. Wright, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Institut für Soziale Gesundheit

Interaktives Format: Keine schwarze Kunst - Produktionsabläufe für Wissenschaftsfilme

Moderation: Kerstin Hoppenhaus, Hoppenhaus & Grunze Medien

Videoproduktionen werden oft als komplexe und undurchsichtige Prozesse wahrgenommen. Ziel des Workshops ist es, die Produktionsabläufe transparent zu machen und die Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, schon im Vorhinein Zeiträume und Aufwand abzuschätzen und sich bei Ausschreibungen sowie Projekt- und Budgetplanungen besser auf Filmprojekte einstellen zu können. Wie behält man die Kontrolle über Aufwand, Zeit und Kosten?

Referentin:

Sibylle Grunze, Hoppenhaus & Grunze Medien

14.30 - 15.00 Pause/Break

15.00 - 16.15 Sessions
15.00 - 16.30 Interaktive Formate und Projektvorstellungen

Session: Frei und ungebunden? – Wissenschaftskommunikation außerhalb der Institutionen

Moderation: Michael Sonnabend, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Nicht alle, die Wissenschaft kommunizieren, arbeiten als Wissenschaftskommunikatoren an Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder in Stiftungen. Einige sind solo unterwegs – und das sehr erfolgreich. In dieser Session diskutieren die Psychologieprofessorin und Bloggerin Jule Specht, die Germanistin und Podcasterin Annika Brockschmidt und der Journalist und YouTuber Mirko Drotschmann über unkonventionelle und freie Wissenschaftskommunikation. Welche Zielgruppen erreichen die „Freien“ im Gegensatz zu den „institutionellen Kommunikatoren“? Wie groß ist deren Reichweite? Was können sich institutionelle von unabhängigen Kommunikatoren abschauen? Und wie ist es umgekehrt? Welche Rolle spielen die „Leitlinien für gute Wissenschafts-PR“? Die Diskussion ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen moderner, unabhängiger, digitaler Wissenschaftskommunikation und wird moderiert vom Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Stifterverbandes, Michael Sonnabend, dort unter anderem verantwortlich für den YouTube-Kanal und den Podcast Forschergeist.

Referenten:

Annika Brockschmidt, Science Pie Podcast
Mirko Drotschmann, Mr Wissen2Go/YouTube
Prof. Dr. Jule Specht, Freie Universität Berlin/Blog "jule schreibt."

Projektvorstellungen II

Moderation: Gisela Lerch, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Visual ArtScience: Bilder zwischen Kunst und Wissenschaft 
Referent: Thomas Abel, Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS), Universität Bielefeld
Referent: Prof. Nils Hoff, Fachbereich Gestaltung, Fachhochschule Bielefeld

Im Rahmen visueller Art&Science-Projekte entstehen neuartige Bildformen zwischen Kunst und Wissenschaft. Sie sind sowohl für den wissenschaftlichen Diskurs, als auch für die Kunstwelt von Interesse und eröffnen Dialoge mit einer interessierten Öffentlichkeit. Die Projektvorstellung gibt Einblicke in die bisherigen Art&Science Projekte der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) mit dem Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld. Möglichkeiten und Potenziale visueller Art&Science-Projekte für die Wissenschaftskommunikation werden daran anschaulich und visuell erlebbar.

Darüber hinaus wird auf dem Forum das Art&Science Projekt „Visualising Research“ ausgestellt. Studierende der Studienrichtung Grafik und Kommunikationsdesign der Klasse Professor Hoff haben mit Doktorandinnen und Doktoranden der BGHS in Projektgruppen zusammengearbeitet und präsentieren deren Dissertationsprojekte in zeichnerisch vielschichtigen und stilistisch eigenständigen Illustrationen.

Campus Bielefeld: Kooperatives „Campus-Marketing“ zur Verankerung eines neuen Stadtquartiers im Bewusstsein einer jungen Hochschulstadt

Referent: Giovanni Fusarelli, Bielefeld Marketing GmbH

Die beiden staatlichen Hochschulen Universität und Fachhochschule Bielefeld, das Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing GmbH und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW arbeiten bereits seit 2010 gemeinsam an der Kommunikation der Campus-Erweiterung in Bielefeld. Die Partner sind überzeugt, mit dem kooperativen Konzept und den bisher durchgeführten Maßnahmen die Präsenz der Hochschulen im Bewusstsein der Stadt und der Bevölkerung gestärkt zu haben und weiterhin zu stärken. Das Konzept hat aus Sicht der Kooperationspartner „Good Practice“-Charakter für andere Hochschulstädte.

Hochschulkommunikation in Deutschland. Ergebnisse einer Umfrage unter HochschulkommunikatorInnen
Referentin: Christiane Hauser, Karlsruher Institut für Technologie, Abteilung Wissenschaftskommunikation am Institut für Germanistik

In Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation hat das Karlsruher Institut für Technologie Hochschulkommunikatoren in Deutschland befragt. Dabei ging es sowohl um Rahmenbedingungen, wie die finanzielle und personelle Ausstattung der Kommunikationsabteilungen, als auch um die Aufgabenvielfalt, die strukturelle Einbindung in die Hochschulen und strategische Aktivitäten, in die Hochschulkommunikatoren eingebunden sind.
Ergebnisse dieser Befragung werden vorgestellt und diskutiert.

Persönlichkeiten hinter der Forschung - "2 im..." ein neues Format der Wissenschaftskommunikation aus Dresden
Referenten:
Lena Herlitzius, Triple Helix DIALOG Herlitzius & Diedrichs GbR
Florian Frisch, Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik

„2 im …“ ist ein neues Format der Wissenschaftskommunikation aus Dresden, das für Wissenschaft begeistern will, aber vor allem die Persönlichkeiten hinter der Forschung an ungewöhnlichen und wechselnden Orten in Dresden vorstellt – mit ihren Geschichten, ihren Visionen und dem, was sie antreibt und fasziniert. Wissenschaftler haben meist interessante Biographien und Hobbys. Es lohnt sich durchaus, sie privat ein wenig zu entdecken.

Hochschulinterne Kompetenzen stärken: das htw saar Zertifikat Wissenschaftskommunikation
Referent: Matthias Mallmann, htw saar

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) wurde 2014 im Rahmen der hochschulinternen Weiterbildung ein modular aufgebauter Zertifikatskurs Wissenschaftskommunikation gestartet. Er sensibilisiert Wissenschaftler und Mitarbeiter für dieses Thema und stattet sie mit Basiswissen und dem nötigen Handwerkszeug aus. Der Autor Matthias Mallmann, Koordinator der internen Qualifikation an der htw saar, stellt den Kurs und erste Erfahrungen vor.

Kommunikations-HUB: Förderung von Wissenschaftskommunikation für Nachwuchsforscher
Referent: Tobias Reckling, Universität Wien

Das Wissenstransferzentrum Ost (WTZ Ost), ein Kooperationsprojekt unter Beteiligung aller Wiener Universitäten, versteht sich als Plattform, um neue Forschungsergebnisse, Technologien, Erfindungen und Know-How zu kommunizieren und sinnvolle Synergien zwischen Universitäten zu stärken. Das Ziel ist ein lebendiger und transdisziplinärer Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Als ein erfolgreiches Unterstützungsformat hat sich hier der Kommunikations-HUB etabliert. Im Rahmen dieses HUBs werden Kleingruppen bei der Umsetzung eigener Projektideen im Bereich Wissenschaftskommunikation begleitet und unterstützt. Künstler begleiten Quantenphysiker, Kognitionswissenschaftler kochen mit Astrophysikern die Geburt eines Sternes nach und Kultur- und Sozialanthropologen vermitteln in Videos und Workshops ihr Wissen über die Kulturen des arabischen Raums. Mit den interdisziplinär spannenden Ergebnissen des Kommunikations-HUBs 2015/16 wird das HUB-Format des WTZ Ost vorgestellt.

wissenschaftskommunikation.de - Das Portal rund um die Wissenschaftskommunikation
Referent: Thorsten Witt, Wissenschaft im Dialog

Im Dezember 2016 geht das Internet-Portal www.wissenschaftskommunikation.de online. Mit dem Portal möchte Wissenschaft im Dialog (WiD) gemeinsam mit den Projektpartnern Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Germanistik und dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) die wichtigsten Informationen rund um die Wissenschaftskommunikation zusammenfassen, verständlich aufbereiten und gemeinsam mit den Nutzern diskutieren.

Interaktives Format: Wissenschaft und Zivilgesellschaft – Wie passt das zusammen?

Moderation: Dr. Susann Beetz, Humbolt-Universität zu Berlin

Es gibt immer intensivere Überschneidungen zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen einerseits und Wissenschaftlern und Wissenschaftskommunikatoren andererseits. Welche Chancen verspricht eine Zusammenarbeit? Welche Themen und Formate eignen sich? Welche Herausforderungen und Schwierigkeiten gibt es? In einem World Café werden Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Wissenschaft(skommunikation) für die Zusammenarbeit gesammelt und Perspektiven für ein zukünftiges Miteinander entwickelt.

Referenten:

Dr. Andreas Marx, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Dr. Steffi Ober, Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende 
Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog

Interaktives Format: Wortwerkstatt

Moderation: 
Dr. Tobias Maier, NaWik gGmbH
Klaus Wingen, NaWik gGmbH

Ist gute Sprache Wissenschaft oder Handwerk? In diesem Workshop entscheiden sich Klaus Wingen und Dr. Tobias Maier für das Handwerk. Die Teilnehmenden des Workshops können tief in die Werkzeugkiste greifen, wenn sie an einem selbst zusammengesetzten Satz feilen. Damit es nicht langweilig wird, treten in dieser Session Teams gegeneinander an – spielerisch, denn klares und verständliches Formulieren soll schließlich Spaß machen!

16.30 - 17.00 Pause/Break

17.00 - 18.15 Sessions
17.00 - 18.30 Interaktive Formate und Projektvorstellungen

Session: Der blaue Faden – Konzept, Planung und Umsetzung zentraler Mottos bei Wissenschaftsevents

Moderation: Britta Eisenbarth, Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

Um bei einer wissenschaftlichen Großveranstaltung die zahlreichen diversen Programmpunkte unterschiedlicher Einrichtungen und Disziplinen unter einen Hut zu bekommen, eignen sich zentrale Mottos als Dach – nicht nur, um Kommunikationskonzepte zu gestalten, sondern auch um dem Programm eine Struktur zu geben. 

In dieser Session wird zunächst aus kulturwissenschaftlicher Sicht diskutiert, inwieweit der Begriff und die Arbeit des „Kuratierens“ hilfreich für die Entwicklung von Leitthemen sein kann. Daran schließt sich an, wie mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Einrichtungen und Disziplinen ein Programm gestaltet werden kann. Abschließend wird in der Session auf die Markenkommunikation von Langen Nächten mit zentralem Motto eingegangen.

Kuratieren von Wissenschaftsprogrammen - eine Perspektive für Wissenschaftsevents? 
Referentin: Dr. Saskia Frank, Technische Universität Braunschweig, Stabsstelle Presse und Kommunikation 

Zentrale Mottofindung und die Umsetzung in den beteiligten Einrichtungen - Lange Nacht der Wissenschaft Magdeburg
Referentin: Janine Lehmann, Landeshauptstadt Magdeburg, Team Wissenschaft

Die Markenkommunikation von zentralen Mottos - Lange Nacht der Wissenschaft Magdeburg
Referentin: Janine Koska, eingebrand. Agentur für Markenkommunikation

 

 

Projektvorstellungen III

Moderation: Christian Mrotzek, Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

Next Generation Scientific Poster
Referent: Konrad Rappaport, Science Communication Lab, Labor für Wissenschaftskommunikation

Das Science Communication Lab ist eine Ausgründung der Muthesius Kunsthochschule und hat sich auf die Produktion von interaktiven wissenschaftlichen Postern spezialisiert. Eine besonders enge Kooperation besteht mit dem Exzellenzcluster für Meeresforschung „The Future Ocean“ in Kiel, für das verschiedene Formate entwickelt wurden. Das „Next Generation Scientific Poster“ ist aktuell auch auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft zu sehen und wurde mit den renommiertesten Designpreisen ausgezeichnet, darunter ein „Red Dot best of the best” und der „German Design Award in Gold 2016“. Konrad Rappaport berichtet über die Entwicklungsarbeit und die Perspektiven von visueller Wissenschaftskommunikation. 

Apotheken Umschau elixier: Storytelling, das gesund macht
Referent: Dr. Hans Haltmeier, Wort und Bild Verlag

Das interaktive Tablet-Magazin „Apotheken Umschau elixier“ verbindet digitales Storytelling mit klassischem Gesundheitsjournalismus. Wie ergänzen sich die Stärken von Print mit den technischen Möglichkeiten mobiler Kommunikation? Ein Fallbeispiel, wie sich das Beste aus beiden Welten zu einem Magazin vereinen lässt.

Meer entdecken! Eine Webdokumentation zum Schutz der Ozeane
Referent: Alexander Lahl, mobyDOK medienproduktion

Das mehrteilige Webprojekt „Meer entdecken!“ entstand in Zusammenarbeit mit mobydok, ARTE und dem Wissenschaftsjahr 2016*2017 für die Online-Plattform future.arte.tv. Es greift über den Zeitraum von mehr als einem Jahr aktuelle Fragen der Meeresforschung auf und vertieft sie mit Experteninterviews, Filmclips und Animationen.

Der Wissenschaftscomic KLAR SOWEIT?
Referentin: Veronika Mischitz, Helmholtz-Gemeinschaft

KLAR SOWEIT? ist ein monatlicher Online-Wissenschaftscomic. Er erzählt Geschichten aus der Wissenschaft – unterhaltend, lehrreich oder kritisch kommentierend. Mit diesem Projekt konnte die Helmholtz-Gemeinschaft das Genre Comic als regelmäßig erscheinendes Format der Wissenschaftskommunikation in Deutschland erfolgreich etablieren. Das Feedback zeigt, dass der Comic neue Interaktionsgruppen erschließt, die sich über dieses Medium erstmals mit wissenschaftlichen Inhalten auseinander setzen.

Steuerung von interner und externer Wissenskommunikation in Forschungsmuseen

Referentin: Hendrikje Brüning, Deutsches Schiffahrtsmuseum

Die Dissertation untersucht die Zusammenhänge zwischen internen Kommunikationsprozessen innerhalb von Museen und der Kommunikation aus den Museen heraus. Was findet hier überhaupt statt? Welche Formen des Wissens existieren in Museen und wer kommuniziert sie wie? Welche Rolle spielen dabei das Management und welche die äußeren Bedingungen? Die Erkenntnisse fließen auch in das Rahmenprojekt NAVI für Forschungsmuseen (gefördert vom BMBF) ein, das parallel die Verwertung digitaler Inhalte untersucht.

Das Verständnis für Forschungsprozesse fördern: Die wissenschaftliche Publikation in Bilder übersetzt
Referentinnen: Dr. Kathleen Röllig und Dr. Alexandra Weyrich, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Inwieweit lassen sich spezifische Forschungsergebnisse unterhaltsam in anschauliche Geschichten verpacken, um insbesondere ein junges Publikum zielgerichtet anzusprechen und spielerisch für Forschungsthemen zu begeistern? Zwei Projekte werden vorgestellt, die sich genau damit befassen: Das Kinderbuch „Der Supertrick – wie Oryxantilopen in der Wüste überleben“ und ein Comic für (junge) Erwachsene zum Thema „Epigenetik und Anpassung“.

Interaktives Format: Gamification in der Wissenskommunikation

Moderation: David Weigend, Futurium gGmbH

Spielen macht Spaß. Und Spaß ist das beste Doping für unser Gehirn. Mit Spaß lernen wir schneller, wir fühlen uns besser, wir sind produktiver und kreativer. Spiele sind ideal zur Wissensvermittlung. Mit ihnen lassen sich z. B. komplexe Zusammenhänge erfahrbar machen – ein Grund dafür, dass Spiele immer häufiger in Ausstellungen oder im Unterricht verwendet werden. Auch in der Wissenschaftskommunikation setzen Einrichtungen vermehrt auf Spiele. Der Workshop zeigt, wie Spaß entsteht und welche Tricks und Kniffe Spieledesigner nutzen, um ihn zu erzeugen. In vielen kleinen Übungen können unterschiedliche Spielemechaniken ausprobiert und diskutiert werden.

Referenten:

Monique Luckas, Futurium gGmbH

Interaktives Format: Was heißt Citizen Science und Dialog in den Geisteswissenschaften?

Moderation: Dr. Stefanie Rentsch, Forum Transregionale Studien

Der Begriff Citizen Science wird häufig mit den Naturwissenschaften in Zusammenhang gebracht, legendär ist das erste Citizen Science Projekt, der „Audubon Bird Count“ in Nordamerika, der alljährlich zu Weihnachten stattfindet. Citizen Science beschreibt aber nicht nur das Mitsammeln von Daten, sondern auch die aktive Einbettung von Bürgern in wissenschaftliche Fragestellungen. Inwiefern ist dieser Begriff auf die Geisteswissenschaften übertragbar? Gibt es spezifische Formate der Wissenschaftskommunikation, die sich gerade in Bezug auf geisteswissenschaftliche Inhalte etabliert haben? Was und wo und wie kann hier von den Bürgern mitgeforscht werden? In diesem World Café sollen Erfahrungen, Beispiele und Theorien der dialogischen Wissenschaftskommunikation und der Bürgerwissenschaften in den Geisteswissenschaften diskutiert werden. Es geht um Living Publications und ums Bloggen, um Podcasts, das Museum 2.0 und World Cafés.

World Cafés – Salonkultur zwischen Fachcommunities und neuen Zielgruppen
Referentin: Dr. Stefanie Rentsch, Forum Transregionale Studien

Abgucken beim Museum 2.0 – Wo sich die Wissenschaftskommunikation von der Museumspädagogik eine Scheibe abschneiden kann
Referentin: Dr. Insa Gülzow, Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft

Blog-Praxis in den Geisteswissenschaften
Referenten: Susanne Hetzer und Dr. Dirk Naguschewski, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin

Potential Podcast
Referentin: Dr. Anne Tilkorn, Humboldt-Universität zu Berlin, Interdisziplinäres Labor Bild Wissen Gestaltung

Living Publications
Referent: Florian Wiencek, Donau Universität Krems

18.30 Ende des Tagesprogramms/End of the event programme

18.30 - 19.00 Empfang/Reception

ab 19.00 Abendprogramm/Evening programme

Stadthalle Bielefeld

Preisverleihung „Fast Forward Science“, dem Webvideo-Wettbewerb für die Wissenschaft. Ein Projekt von Wissenschaft im Dialog und Stifterverband, gesponsert von ZEISS.

Moderator: Ulrich Grünewald, Quarks und Co

Prize giving ceremony of the Fast Forward Science-competition, a project by Wissenschaft im Dialog gGmbH and Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V., sponsored by Carl Zeiss AG

Moderation: Ulrich Grünewald, Quarks & Co.

20.30 - 23.00 Imbiss, Getränke & Live-Musik/Snacks, drinks & live music 

Mittwoch, 07.12.2016

9.00 - 12.30 Programm Spezial/Special programme

Scicamp: Das Barcamp zum Forum Wissenschaftskommunikation

Moderation: Yannick Haan, Wissenschaft im Dialog

Einfach machen, einfach diskutieren, einfach Themen setzen! Am dritten Tag des 9. Forums Wissenschaftskommunikation organisieren wir ein kleines Barcamp, dessen Programm die Teilnehmer vor Ort selbst zusammenstellen. Brandaktuelle Fragen rund um die Wissenschaftskommunikation – daher Scicamp – können so thematisiert und vertieft werden.

Barcamps sind sogenannte Unkonferenzen, geprägt von einer offenen, informellen Workshop-Atmosphäre. Die Veranstaltung lebt von ihren Teilnehmern und deren Interaktion: Sie stellen spontan ein gemeinsames Programm auf, das sie selbst mit ihren Beiträgen füllen. In dieser so genannten Sessionplanung werden Themen angekündigt, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten – ganz nach den Wünschen der Teilnehmer.

Bitte beachten Sie: Dieser Workshop läuft bis 12.30 Uhr!

9.00 - 10.15 Sessions
9.00 - 10.30 Interaktive Formate und Projektvorstellungen

Session: Ändert Citizen Science das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Reflektionen zum Boom der Bürgerforschung

Moderation: Dr. Katrin Vohland, Museum für Naturkunde Berlin

Citizen Science bildet eine besondere Schnittstelle zwischen dem Wissenschaftssystem und weiteren gesellschaftlichen Akteuren. Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Bürgern birgt viele Potentiale: Die Wissenschaft verspricht sich Daten, Ideen und eine besser informierte Gesellschaft. Bürger und Zivilgesellschaft erhoffen sich Forschung an gesellschaftlich relevanten Fragen und mehr Partizipation. Citizen Science ist daher ein aktuelles Thema der Wissenschaftspolitik: Die gegenseitigen Erwartungen, Bedenken und der Mehrwert von Citizen Science wurden in den vergangenen Jahren analysiert und diskutiert, in Deutschland maßgeblich getrieben von den Dialogforen des BürGEr schaffen WISSen (GEWISS) Konsortiums. In dieser Session wird reflektiert, welche Veränderungen es in der Wahrnehmung und der Praxis von Citizen Science in den vergangenen zwei Jahren gegeben hat. Zum anderen wird diskutiert, in welche Richtungen sich Citizen Science gegenwärtig entwickelt und wie diese Entwicklung auch in der Praxis weiter verlaufen muss, um dem Ziel einer „Wissenschaft für alle“ näher zu kommen.

Führt Citizen Science wirklich zu einer Demokratisierung von Wissen(schaft)?
Referent: Dr. Leonhard Hennen, Karlsruhe Institute of Technology (KIT), Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Warum das BMBF Citizen Science fördert
Referent: Christian Herbst, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Welche Hindernisse sind in der praktischen Anwendung zu überwinden – Das Beispiel der Experimentellen Archäologie
Referent: Dr. Claudia Merthen, Archäologie. Museumspädagogik. Kulturmanagement

Warum Citizen Science für die Wissenschaft wichtig ist
Referenten: Prof. Dr. Johannes Vogel und David Ziegler, Museum für Naturkunde Berlin

Projektvorstellungen IV

Moderation: Achim Englert, phaenomenta

Integration durch Wissenschaft?! Ein Fallbeispiel aus der Praxis: Physik für Flüchtlinge
Referent: Prof. Dr. Arnulf Quadt, Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V./Lehrstuhl für Experimentelle Teilchenphysik an der Georg-August-Universität Göttingen

Die Anwesenheit mehrerer hunderttausend Flüchtlinge in Deutschland ist eine große Herausforderung. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft möchte mit „Physik für Flüchtlinge“ auf Geflüchtete zugehen und ihnen Brücken in die Gesellschaft bauen. Im Vordergrund steht neben der menschlichen Begegnung von Flüchtlingen und Freiwilligen auch das Wecken der Neugierde auf Wissenschaften. Es soll eine positive Einstellung gegenüber Wissen und Bildung vermittelt und so die Integration erleichtert werden.

FlüKiPro – Wissenschaft für Flüchtlingskinder
Referentin: Dr. Silvia Prock, Universität Innsbruck, Junge Uni

Die Initiative „FlüKiPro – Flüchtlingskinderprogramm“ von Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Tirol, der Jungen Uni Innsbruck und der Kinderuni der Universität Innsbruck arbeitet mit Flüchtlingskindern aus dem Flüchtlingsheim Trappschlössl in Innsbruck und möchte die Kinder mit Wissenschaft und Forschung in Kontakt zu bringen, um ihnen aufzuzeigen, dass Bildung in Österreich für alle offen steht. Im Kurzvortrag wird das Projekt vorgestellt und mit anderen Initiativen vernetzt.

Raus aus der großen Stadt
Referent: Dr. Philipp Burkard, Stiftung Science et Cité

Als kleine Organisation in der Landschaft der Wissenschaftskommunikation und neben den großen Kommunikationsabteilungen der Hochschulen ein Plätzchen zu finden, ist eine Herausforderung. Wo sind die weißen Flecken und die Nischen? Eine Möglichkeit besteht darin, nicht die großen Universitätsstädte zu bedienen, sondern kleinere und teilweise abgelegene Orte. Aufgrund der Erfahrungen aus drei verschiedenen Projekten in sogenannten Randregionen wird zusammengefasst, was funktioniert – und was eben nicht.

Explore Science-Partnerschulprogramm
Referentin: Alev Kaynak, Klaus Tschira Stiftung gGmbH

Seit 2011 haben alle weiterführenden Schulen der Rhein-Neckar-Region unabhängig von der Schulform die Möglichkeit, sich aktiv mit eigenen Angeboten an „Explore Science“ zu beteiligen und sich mit ihren Ideen als Explore Science-Partnerschule zu bewerben. Hierbei stehen die Schüler und deren persönliche Entwicklung im Vordergrund. Außerdem soll die Vernetzung von wissenschaftlichen Einrichtungen und Schulen ermöglicht werden.

UniStem Day – erster Stammzellforschungs-Tag für Schüler in Deutschland
Referentin: Stefanie Mahler, German Stem Cell Network (GSCN)

Beim ersten UniStem Day 2016 sprachen 1000 Schüler in Deutschland in acht Städten und 17 Forschungsinstituten und Universitäten über Stammzellen. Das German Stem Cell Network GSCN hat den UniStem Day am 11. März 2016 in Deutschland entwickelt, organisiert und koordiniert: Wie wurde der deutschlandweite Aktionstag für Schüler organisiert? Wie lief es? Was kann besser gemacht werden? Ein Aktionstag als Best-Practice-Beispiel für Outreach für Schüler.

Teilchenphysik für alle!? – Die Initiative „Teachers + Scientists“ als Kooperation von Schule und Universität
Referent: Thomas Sawatzky, Gesamtschule Hüllhorst

Teilchenphysik für alle!? – Ja! Das haben sich Thomas Sawatzky, Physiklehrer an der Gesamtschule Hüllhorst, und Prof. Dr. Dominik Schwarz von der Fakultät für Physik an der Universität Bielefeld vorgenommen. Seit fast zwei Jahren treffen sie sich regelmäßig, um die hochkomplexe und theoretische Disziplin für Schüler verständlich aufzubereiten. In den Schulbüchern wird dieses neu im Kernlehrplan NRW verankerte Thema zwar als eigenständiges, aber auch isoliertes Thema behandelt, weshalb Sawatzky und Schwarz nun einen integrierenden Unterrichtsentwurf mit passenden Materialien entwickeln.

Interaktives Format: Wissenschaft in 30 Sekunden – aber wie?

Moderation: Marcus Flatten, Mann beißt Hund - Agentur für Kommunikation GmbH 

Wissenschaft braucht Zeit. Doch in der Kommunikation bleiben oft nur wenige Sekunden, um Interesse zu wecken. In diesem Workshop werden drei Formate getestet, in denen sich eine wissenschaftliche Entdeckung in nur 30 Sekunden verständlich darstellen lässt: Text, Video und Grafik. Es wird über die Erkenntnisse der Verständlichkeitsforschung gesprochen, Snapchat-Videos werden produziert und Infografiken skizziert. Am Ende zeigt der direkte Vergleich, was diese Formate auszeichnet und wo ihre Grenzen liegen.

Referenten:

Erik Tuckow, sichtagitation
Nicola Wessinghage, Mann beißt Hund - Agentur für Kommunikation GmbH

10.30 - 11.00 Pause/Break

11.00 - 12.15 Sessions
11.00 - 12.30 Interaktive Formate

Session: Gemeinsam sind wir mutig – Pro-Aktive Kommunikation schwieriger Themen

Moderation: Jens Rehländer, VolkswagenStiftung

Tierversuche sind für Universitäten und Forschungseinrichtungen eine kommunikative Herausforderung. Einerseits will man nicht in den Fokus von Tierschützern geraten und fürchtet einen Imageverlust. Andererseits kann ohne transparente Information Akzeptanz weder in der Öffentlichkeit noch bei Entscheidungsträgern erreicht werden. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat das Problem erkannt und eine Informationsinitiative gestartet, die in dieser Session zur Diskussion gestellt wird.

Wir nehmen es persönlich: Wie Pro-Test Deutschland über Tierwohl, Ethik und Forschung spricht.
Referent: Florian Dehmelt, Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften, Universität Tübingen 

Tierversuche verstehen – eine Informationsinitiative der Wissenschaft
Referent: Dr. Susanne Diederich, Deutsches Primatenzentrum GmbH – Leibniz-Institut für Primatenforschung

Tierversuche und die öffentliche Meinung: Aktuelle Forschungsbefunde und Folgerungen für die Wissenschaftskommunikation
Referent: Christoph Klimmt, Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Session: Virtuelle Realität und die Vermittlung von Kulturerbe

Moderation: Dr. Ralf Schneider, ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Der Einsatz von VR-Technologien steht nach den frühen Experimenten in den 1990ern durch die enorme Steigerung des Realitätseindruckes kurz vor dem massentauglichen Einsatz. Kann das Erleben von Kulturerbe davon profitieren? Werden der Zugang und die Vermittlung von Kultur dadurch intuitiv und allgegenwärtig? Wie werden sich kulturvermittelnde und -bewahrende Einrichtungen darauf einstellen können oder müssen? Kann die Zerstörung von Kulturerbe dadurch zum Teil kompensiert werden?

Herausforderungen digitaler Erhaltung von Kulturerbe
Referent: Pedro Santos, Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Ich sehe was, was Du nicht siehst. Augmented Reality und Virtual Reality in Kultur und Wissenschaft
Referent: Prof. Dr. Holger Simon, pausanio akademie

(Ein)Blicke 1400 v. Chr. und 2016: Eine altägyptische Gartendarstellung für Museumsbesucher virtuell rekonstruiert
Referent: Dr. Christian E. Loeben, Museum August Kestner Hannover

Interaktives Format: „Ihr grinst uns an mit euren aufgeweichten Phrasen!“ – Umgang mit Glaubenskriegern und Verschwörungstheoretikern in den sozialen Medien

Moderation: N.N.

Ob Pseudomedizin, Klimawandel, Chemtrails oder Impfen: Wann immer Wissenschaftler über Falschbehauptungen und Verschwörungstheorien aufklären, sehen sie sich einer Kommentarflut von „Glaubenskriegern“ gegenüber. Was tun? In diesem Workshop betrachten die Teilnehmenden exemplarisch Kommentare aus Blogs, Webseiten und Facebook-Gruppen und formulieren anschließend mögliche Antworten darauf. Gemeinsam wird aktiv nach Lösungen gesucht, um die Kommunikation nicht abreißen zu lassen.

Referenten:

Dr. Natalie Grams, Informationsnetzwerk Homöopathie
Bernd Harder, Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP)
Dr. Claudia Preis, Wissenschaft & Skeptizismus/Facebook

12.30 - 13.00 Abschlussformat/Closure format

Moderation: Markus Weißkopf, Wissenschaft im Dialog gGmbH

13.00 - 13.30 Mittagsimbiss/Lunchtime snack

13.30 Ende des 9. Forums Wissenschaftskommunikation/End of the 9. Forum Wissenschaftskommunikation