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Wissenschaftsbarometer 2016

Eine repräsentative Meinungsumfrage

Kontakt

Markus Weißkopf

Tel.: 030 2062295-0

markus.weisskopf@w-i-d.de

Ricarda Ziegler

Tel.: 030 2062295-40

ricarda.ziegler@w-i-d.de

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Was Bürgerinnen und Bürger über Wissenschaft und Forschung denken

Wie groß ist das Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie stark ist das Vertrauen in die Wissenschaft und welche Forschungsbereiche sind am wichtigsten für die Zukunft? In einer repräsentativen Umfrage ermittelt Wissenschaft im Dialog einmal jährlich die Einstellungen der Bevölkerung zu Wissenschaft und Forschung.

Ergebnisse der Umfrage 2016

Das Wissenschaftsbarometer 2016 bestätigt einige Trends der letzten Jahre: So ist der Wunsch nach mehr Einbindung in Entscheidungen zu Wissenschaft und Forschung im Vergleich zum Vorjahr nochmal gestiegen. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass es für sie wichtig sei, in solche Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden. Auffällig ist auch, dass das allgemeine Interesse an wissenschaftlichen Themen zunimmt: 2014 äußerten sich 33 Prozent der Befragten entsprechend, in diesem Jahr waren es 41 Prozent.

Es scheint aber auch Bereiche zu geben, in der die Wissenschaft ihre Rolle in und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft noch stärker ausfüllen könnte: So werden die Aussagen von Wissenschaftlern sehr unterschiedlich bewertet – nur 17 Prozent der Befragten vertrauen im Bereich Grüne Gentechnik in die Wissenschaft, im Bereich Erneuerbare Energien sind es über 50 Prozent der Befragten. Insgesamt wird der Einfluss der Wissenschaft auf die Politik als zu gering erachtet, nur 18 Prozent finden diesen genau richtig.

Aktuelles Thema Flucht und Migration

Kaum ein Thema ist in den letzten Monaten in den Medien so präsent gewesen wie die Flüchtlingskrise. Doch wie sehr wird diese Debatte von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Flucht und Integration mitbestimmt? Nicht ausreichend, das finden zumindest 73 Prozent der Bevölkerung. Diese Ansicht hat quer durch alle Bildungsniveaus Bestand: Unter den Befragten mit hohem Bildungsniveau teilen 83 Prozent, mit mittlerem Bildungsniveau 75 Prozent und mit niedrigem Bildungsniveau 62 Prozent der Bevölkerung die Meinung, dass Forschungsergebnisse in der Diskussion zu wenig berücksichtigt werden. Vor allem die Aussagen von Politikern, Prominenten und ehrenamtlichen Helfern prägen die öffentliche Berichterstattung – so denkt nur ein Viertel der Befragten, dass Wissenschaftler als Personen ausreichend zu Wort kommen, bei den Schülern sind es insgesamt nur 12 Prozent.

Ausgewählte Fragen und Antworten sind in der Bildergalerie zu finden, alle Ergebnisse in den Downloads. 

Downloads

Broschüre zum Wissenschaftsbarometer 2016 (pdf)

Detaillierte Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2016 nach Subgruppen (pdf)

Einzelgrafiken zum Wissenschaftsbarometer 2016 (pdf) 

Einzelgrafiken im png-Format

Unter der Lizenz CC BY-ND 4.0, Anpassungen des Formats für redaktionelle Veröffentlichungen sind erlaubt.
Quelle: Wissenschaft im Dialog/TNS Emnid, CC BY-ND 4.0

Interesse an Wissenschaft
allgemeines Interesse an Wissenschaft
Informationsquellen zu Wissenschaft
Online-Informationsquellen zu Wissenschaft

Vertrauen in Wissenschaft
Vertrauen in und Nutzen der Wissenschaft
Vertrauen zu einzelnen Themen

Wissenschaft in der Gesellschaft
Einbezug in Wissenschaft und Forschung
Entscheidung über Forschungsgelder
Einfluss der Wissenschaft auf Politik
Ausgaben für Forschung

Wissenschaft in der Zukunft
wichtigste Forschungsbereiche der Zukunft
Einfluss von Wissenschaft auf zukünftige Generationen

Aktuelles Thema
Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Berichterstattung über Flucht und Integration
Personengruppen in Berichterstattung über Flucht und Integration 

Die Ergebnisse der Wissenschaftsbarometers 2014 und 2015 finden Sie im Archiv (rechter Reiter, oben).

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Inhalt

Ein Trend- und Themenscout für die Wissenschaft

Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre? Wie schätzen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland ein? Für die Politik, aber auch für die Wirtschaft, ist es längst selbstverständlich: Regelmäßig werden Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Einschätzung gefragt. Für Forschung und Wissenschaft fehlte ein solcher Trend‐ und Themenscout bislang. Wissenschaft im Dialog startete daher im Jahr 2014 das Wissenschaftsbarometer, das künftig in regelmäßigen Abständen die Einstellungen der Bundesbürger zu Wissenschaft und Forschung ermittelt.

Umfrage

Das Wissenschaftsbarometer wird von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften unterstützt und von der Philipp Morris Stiftung gefördert. Die Ergebnisse basieren auf Telefoninterviews (Festnetz), die vom renommierten Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid durchgeführt werden. Die erzielten Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren.

Ziele

Neben allgemeinen Fragen zum Interesse an Wissenschaft, zum Vertrauen in Wissenschaftler sowie zur Bedeutung von Forschung für die heutige Gesellschaft und dem Einfluss von Wissenschaft in der Zukunft beinhaltet das Wissenschaftsbarometer auch aktuelle Fragen. Damit ist es kurzfristig möglich, Einstellungen und Meinungen zu neuen Technologien oder aktuellen Entwicklungen zu erheben. Für die Zukunft sind Befragungsrunden in regelmäßigen Abständen geplant, um auch Veränderungen in den Einstellungen und Meinungen zu Wissenschaft und Forschung in Deutschland ermitteln zu können.

Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen und forschende Unternehmen, aber auch die Politik können so erstmals erfahren, welche Einstellungen, Wünsche und Interessen ganz unterschiedliche Bevölkerungsschichten und Altersgruppen gegenüber Wissenschaft und Forschung haben. Damit lernen sie die Einstellung zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Technologien frühzeitig kennen und können ihre Arbeit danach ausrichten.

Wissenschaftsbarometer 2015

Umfrageergebnisse Juni/Juli 2015

Wie bereits im Vorjahr zeigen die Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2015, dass die deutschen Bürgerinnen und Bürger an Wissenschaft interessiert sind und den Nutzen von Forschung für die Gesellschaft als hoch einschätzen. Mehr als ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger hat beispielsweise nach eigenen Angaben ein eher großes oder sehr großes Interesse an wissenschaftlichen Themen.

Dies zeigt sich auch im Informationsverhalten: Zwei Drittel schauen oft oder manchmal Fernsehsendungen zu wissenschaftlichen Themen. Bei Artikeln mit wissenschaftlichen Inhalt in Zeitungen und Magazinen sind es knapp die Hälfte der Befragten.

Auch das Internet ist eine wichtige Informationsquelle, wenn es um Wissenschaft und Forschung geht. Besonders die Websites und Mediatheken von Nachrichtenmedien, aber auch Videoplattformen wie Youtube, Blogs oder soziale Medien spielen hier eine Rolle.

Neu in den Fragenkatalog wurde in diesem Jahr aufgenommen, wie die Bürgerinnen und Bürger über neue Technologien denken, die sowohl einen Nutzen versprechen als auch unbekannte Risiken bergen. Die Meinung ist entsprechend gespalten: Rund ein Drittel spricht sich für den Stopp solcher Technologien aus, ein weiteres Drittel für die Fortführung der Entwicklung, der Rest ist unentschieden.

Entsprechend wünschen sich mehr als 40 Prozent der Befragten auch, dass die Öffentlichkeit stärker in Entscheidungen über Wissenschaft und Forschung einbezogen wird. Nur 23 Prozent sind der Meinung, dass dies bereits in ausreichendem Maße stattfindet. Mehr als die Hälfte der Befragten findet außerdem, dass der Einfluss von Wissenschaft auf Politik zu gering sei.

Downloads

Broschüre zum Wissenschaftsbarometer 2015

Detaillierte Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2015 nach Subgruppen

Einzelgrafiken zum Wissenschaftsbarometer 2015 (komplett, als pdf)

Einzelgrafiken im jpg-Format:

Einzelgrafik Interesse an Wissenschaft

Einzelgrafik Informationsquellen zu Wissenschaft

Einzelgrafik Online-Informationsquellen zu Wissenschaft

Einzelgrafik Besuche wissenschaftlicher Einrichtungen

Einzelgrafik Vertrauen in und Nutzen der Wissenschaft

Einzelgrafik Vertrauen zu einzelnen Themen

Einzelgrafik Einbezug in Wissenschaft und Forschung

Einzelgrafik Einfluss der Wissenschaft auf Politik

Einzelgrafik Investitionen in Grundlagenforschung

Einzelgrafik Finanzierung von Forschung

Einzelgrafik Wichtigste Forschungsbereiche der Zukunft

Einzelgrafik Einfluss von Wissenschaft in der Zukunft

Einzelgrafik Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft

Wissenschaftsbarometer 2014

Umfrageergebnisse Dezember 2014

Die Befragung im November/Dezember 2014 beschäftigte sich mit der Einstellung der Deutschen zu aktuellen Forschungsthemen. Die Umfrage zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger der Forschung bei der Energiewende, einer nachhaltigen Mobilität oder auch dem demografischen Wandel eine wichtige Rolle beimessen. Dual-Use-Forschung – also Forschung, die sowohl zivilen wie militärischen Zwecken dienen kann – wird durchaus ambivalent betrachtet. Knapp zwei Drittel der Befragten sprechen sich dafür aus, dass in Deutschland auch bei begrenztem Forschungsbudget verstärkt zu Infektionskrankheiten geforscht werden soll, die vor allem in ärmeren Ländern verbreitet sind.

Umfrageergebnisse Juli 2014

Ausgaben für Forschung sollten möglichst nicht gekürzt werden, eine stärkere Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in Entscheidungen über Wissenschaft und Forschung wäre wünschenswert und der Einfluss von Wissenschaft auf die Politik sei zu gering – so denken Bürgerinnen und Bürger über Wissenschaft und ihre Bedeutung für die Gesellschaft im Sommer 2014.

Die im Juli 2014 veröffentlichten Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers zeigen, dass ein Drittel der Deutschen an wissenschaftlichen Themen interessiert ist. Die Bedeutung und der Nutzen von Wissenschaft und Forschung für die Gesellschaft in Deutschland werden von einer großen Mehrheit als hoch eingeschätzt.

Im Hinblick auf den Einfluss von Wissenschaft und Forschung auf die Zukunft werden sowohl Verbesserungen als auch Probleme erwartet. „Gesundheit und Ernährung“ sieht die Mehrheit der Befragten als zentralen Forschungsbereich der Zukunft an.

Downloads Herbst 2014

Gesamtergebnisse als Grafik

Einzelne Ergebnisse als Grafiken

Detaillierte Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2014/2 nach Subgruppen 

Downloads Sommer 2014

Booklet Wissenschaftsbarometer 2014

Gesamtergebnisse in Tabellenform 2014

Gesamtergebnisse als Grafik 2014

Detaillierte Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2014 nach Subgruppen