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Forum Wissenschaftskommunikation
29.11. - 01.12.2010 in Mannheim

zum Programm

 

Dienstag, 30.11.2010

 
Plenarvortrag

Don't PUSH – 40 Delphi-Experten zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation

Alexander Gerber, INNOKOMM Forschungszentrum
Wie kann die Wissenschaft in Zeiten des Web 2.0 am besten überzeugen? Was fördert Veränderungsbereitschaft? Wurden Wirtschafts- und Medienkrise für Innovationen im Wissenschaftsjournalismus genutzt – investigativer, interaktiver, professioneller? Wie könnte eine gute Wissenschaftskommunikation auch bei Berufungen und Förderanträgen eine Rolle spielen? Solche Fragen diskutieren 40 der renommiertesten Experten im Rahmen einer Trendstudie, deren Ergebnisse erstmals in Mannheim präsentiert werden.

 
Plenarvortrag

Feedback erwünscht – Die 2.0-Kommunikation des DLR

Henning Krause und Marco Trovatello, Deutsches Zentrum für Luft- und RaumfahrtDie DLR-Kommunikation nutzt Social Media, um die Reichweite ihrer Inhalte zu erhöhen und um mit dem Nachwuchs zu interagieren. Henning Krause stellt zwei Anwendungen der Web 2.0-Kommunikation des DLR vor: Der Twitter-Kanal @DLR_de war beispielsweise während der Vulkanasche-Wolke im April 2010 hilfreich. Auch die DLR-Blogs auf der Webseite www.dlr.de/blogs öffnen den Rückkanal und ermöglichen eine transparente und authentische Kommunikation. Zur Diskussion steht die Frage, wie die Social Media-Aktivitäten des DLR eingeschätzt werden.

 
Plenarvortrag

Strategien einer rezipientenorientierten Wissenschaftskommunikation mit Wissenschaftsfilmen

Dr. Jutta Milde, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Wissenschaftsfilme sind Bestandteil von TV-Wissenschaftsmagazinen, mit denen Wissenschaftsthemen an ein „Laien-Publikum“ vermittelt werden. Die Aufbereitung der Themen variiert dabei deutlich, was Einfluss auf das Verständnis hat. Es zeigt sich, dass einige Filmvarianten wissenschaftliche Fakten zwar gut vermitteln, erst eine diskursive Darstellung jedoch weiterführende Auseinandersetzungen anregt. Die Studie liefert damit Anhaltspunkte für eine rezipientenorientierte Produktion von Wissenschaftsfilmen.

 
Session 1

Astronomie und neue Medien: Forschung für alle?

Moderation: Dr. Markus Pössel, Haus der Astronomie, Heidelberg


Die Astronomie ist ein Paradebeispiel für wissenschaftliche Anwendungen des Web 2.0. Noch nie zuvor hatte die Öffentlichkeit so direkten Zugang zu astronomischen Daten und Instrumenten wie heute. In dieser Diskussionsveranstaltung mit Kurzvorträgen erkunden die Referenten um Moderator Dr. Markus Pössel die Auswirkungen der neuen Entwicklungen auf die Wissenschaftskommunikation. Wie verändert sich das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit im Zeitalter von „Wissenschaft für alle“ („Citizen Science“)?


Kurzübersicht Astronomie, Neue Medien und Citizen Science
Dr. Markus Pössel, Haus der Astronomie, Heidelberg

Online von der Schule zum Profiteleskop: Das Projekt Astronomie & Internet
Dr. Frederic V. Hessman, Universität Göttingen

Virtuelle Observatorien: Der Blick ins digitale Weltall
Dr. Florian Freistetter, Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg

Mit dem WWW auf den Mars: Schüler betreiben Planetenforschung mit
Dr. Cecilia Scorza, Haus der Astronomie, Heidelberg

 
Session 2

Kommunikation kritischer Themen

Moderation: Susanne Glasmacher, Robert Koch-Institut

 

Nanotechnologie, Synthetische Biologie, Impfung gegen Schweinegrippe – Ansätze, denen viele Chancen, aber auch Risiken zugeschrieben werden oder wurden. Kann es gelingen, eine Fokussierung der öffentlichen Diskussion auf Negativschlagzeilen zu vermeiden und einer Diskussion „skandalisierende“ Tendenzen zu nehmen? Ist eine sachliche Berichterstattung überhaupt dauerhaft erreichbar? In der Session werden verschiedene Ansätze vorgestellt und diskutiert, unter anderem ein besonderer Journalistenworkshop und eine besonders schnelle Reaktion eines Netzwerks.

 

Neues Leben für ein altes Format – ein besonderer Journalistenworkshop zu einem besonderen Thema
Jann Gerrit Ohlendorf, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Aufstand in der Nanoszene: Vom Missverständnis zur Medienkrise
Christoph Schreyer, NanoBioNet e. V.

Impfstoffkommunikation zur Schweinegrippe
Dr. Susanne Stöcker, Paul-Ehrlich-Institut (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel)

 
Session 3

Science Center als Forum der Wissenschaftskommunikation

Moderation: Prof. Charlotte Schulze, ExploHeidelberg – Stiftung Jugend und Wissenschaft Heidelberg

Der PUSH-Prozess hat in Deutschland eine Welle von Aktivitäten zum besseren Verständnis von Wissenschaft und Forschung ausgelöst. Die Neugründungen von Science Centern sind sprunghaft in die Höhe geschossen: Welcher Methoden in der Darstellung und welcher Didaktik kann sich ein Science Center in der Wissenschaftskommunikation bedienen? Wo liegen Anspruch und Wirklichkeit einer solchen Einrichtung, um wissenschaftliche Studien, kontroverse Debatten oder aktuelle Forschungsprojekte einer kritischen Öffentlichkeit zu kommunizieren?

Dr. Wolfgang Hansch, experimenta Heilbronn

Prof. Dr. Lutz Fiesser, Universität Flensburg

Remo Besio, Technorama Winterthur

 
Panoramavortrag

Wissenschaft online debattieren

Katja Machill, Wissenschaft im Dialog
Die Ideenplattform www.deine-idee-zu-energie.de ist Teil des Forschungsprojekts „Wissenschaft debattieren!“. Darin untersucht Wissenschaft im Dialog (WiD) gemeinsam mit dem Forschungsinstitut ZIRN der Universität Stuttgart, mit welchen Mitteln und mithilfe welcher Formate sich Bürger am besten am Diskurs über Forschungsthemen beteiligen. Der Vortrag präsentiert die Funktionsweise der Plattform und gibt einen Einblick in die Erkenntnisse, die während der Laufzeit des Projekts gemacht wurden.

 
Panoramavortrag

Klingende Zahlen

Michael Bradke, MobilesMusikMuseum
Die interaktive Wanderausstellung „Klingende Zahlen“ lädt Besucherinnen und Besucher ab fünf Jahren ein, auf spielerische Weise die Zusammenhänge zwischen Mathematik und Musik kennenzulernen. „Herzschlag – Tempo und Takt“, „Hertzflimmern – Töne und Parameter“, „Schwingungen und ganze Zahlen“ und „Mit Mustern Musik machen“ – so lauten die vier Themenbereiche der Ausstellung, die mit ihren Klangskulpturen bereits im ZOOM-Kindermuseum Wien, in der Autostadt Wolfsburg, im rock’n‘popmuseum Gronau und beim Science Festival Luxemburg zu Gast war.

 
Panoramavortrag

„Radio KIT“ – ein Plattform-Konzept für die Wissenschaftskommunikation

Justus Hartlieb, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Gegenstand des Beitrags ist das im April 2010 gestartete Unternehmensradio des Karlsruher Instituts für Technologie, einer der bedeutendsten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Gefragt wird nach den spezifischen Möglichkeiten des Mediums Radio auf dem Feld der Wissenschaftskommunikation sowie nach ersten Erfahrungen mit dem Plattform-Konzept, bei dem das eigentliche Radioprogramm zugleich als Andockzone unterschiedlicher edukativer und crossmedialer Angebote fungiert.

 
Panoramavortrag

MVschlau.de – Wissenschaft als Motor regionaler Entwicklungen

Michael Lüdtke, [Rostock denkt 365°] e.V./Universität Rostock
Der Norden ist mehr als Urlaubsregion oder strukturschwach. Das Wissenschafts-Internetportal MVschlau.de vermittelt, dass es im Norden Hansestädte mit jahrhundertealter Universitätstradition gibt und viele Standorte neuer, wissensbasierter Technologien. Das Non-Profit-Portal vermittelt tagesaktuell die Leistungen, Projekte, Köpfe und Macher aus Wissenschaftseinrichtungen und forschenden Unternehmen. Und das unter konsequenter Nutzung der modernen Medien wie Facebook, StudiVZ oder Twitter.

 
Panoramavortrag

Synoptischer Salon und Gläsernes Labor München

Ildyko Meny, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Medizinische Psychologie
Die Initiative „Syntopischer Salon“ hat eine interdisziplinäre Plattform für Wissenschaft und Kunst im südlichen Bahnhofsviertel in München initiiert. Die Plattform soll den globalen Austausch im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich fördern in unmittelbarer Wechselwirkung mit der Stadt. Der dafür geschaffene drei mal drei Meter große durchsichtige Kubus bietet die Möglichkeit verschiedenster interdisziplinärer Präsentationen.

 
Panoramavortrag

Die Forschungsbörse in den Wissenschaftsjahren

Dr. Franka Ostertag, Büro Wissenschaftsjahre
Erstmalig im Wissenschaftsjahr 2010 wurde die Forschungsbörse als neues „Tool“ der Wissenschaftsvermittlung eingeführt. Forscher kommen an Schulen statt Schüler in Labore. Das Büro Wissenschaftsjahre präsentiert, wie Schulklassen auf der Webseite www.forschungsboerse.de in Kontakt mit Wissenschaftlern treten können, um ein Treffen in der Schule zu vereinbaren. Eine erste Bilanz wird gezogen, auf Chancen und Hürden eingegangen und Ausblick auf die Fortführung im Wissenschaftsjahr 2011 gegeben.

 
Panoramavortrag

Attraktion Forschung – Das neu entwickelte Bluehouse-Konzept für die Biologische Anstalt Helogoland

Dr. Emanuel Hensel, Biologische Anstalt Helgoland
Mit dem neuen Bluehouse-Konzept wird Forschung zum Erlebnis: Gäste der Biologischen Anstalt Helgoland sollen die Nordsee – ein Meer im Klimawandel – forschend erkunden und sich dabei von aktuellen wissenschaftlichen Fragen leiten lassen. Das Bluehouse-Konzept einer öffentlichen Meeresforschungslandschaft sieht eine Kombination aus Aquarien und Forschungsmodulen vor, an denen Besucher aktiv in wissenschaftliche Fragen eingebunden werden. In dem Vortrag werden das Konzept, die Umsetzungsideen und die Chancen und Risiken des neuen dialogischen Ansatzes der Wissenschaftskommunikation aufgezeigt.

 
Panoramavortrag

ROBOTIK-Tagung – Interesse wecken durch Mitgestaltung

Stefanie Uhe, Hochschule Bremerhaven
Tagungen und Kongresse leben von der aktiven Mitgestaltung. Deshalb veranstaltet die Hochschule Bremerhaven am 26./27. November 2010 erstmals eine ROBOTIK-Tagung, die Oberstufenschüler selbst organisiert haben. Durch die Auszeichnung vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Nixdorf-Stiftung im Wettbewerb „Nachhaltige Strategien für mehr MINT-Absolventen“ kann die Hochschule Bremerhaven diese neue Tagungsart in Bremerhaven anbieten und in dem Vortrag ein aktuelles Resümee ziehen.

 
Panoramavortrag

Via Spiel zum Plan: Wissenschaftskommunikation für Kinder und Jugendliche

Anna Hassemer, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
Die „Forschungsexpedition Stadt“ – ein Planspiel im Rahmen des Projekts „Städte im Wissenschaftsjahr 2009“ – wurde gemeinsam mit den „Treffpunkten der Wissenschaft“ im April 2010 evaluiert. Anna Hassemer und Sebastian König präsentieren die Ergebnisse, ob positiv oder negativ, und zeigen, wie das aktuelle Projekt „Planspiel Energie – Schafft ihr die Energiestadt der Zukunft?“ im Wissenschaftsjahr 2010 hiervon profitiert und wie die Evaluation sich auf das Konzept für das kommende Jahr auswirkt.

 
Panoramavortrag

Wissenschaft zum Anfassen: Die Herzforscher – Riskier 'n Blick!

Doris Niederhoff, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Wie entstehen medizinische Bilder des Herzens? Und was haben Physik, Chemie, Pharmazie, Mathematik und Informatik damit zu tun? Diesen Fragen gehen Schülerinnen und Schüler mit Wissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs 656 Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung der Universität Münster nach. Das Team möchte Interesse an Naturwissenschaften wecken und den Nachwuchs in den MINT-Qualifikationen fördern. Ein Beispiel für die Arbeit mit Schülern, bei der mitmachen und ausprobieren im Fokus stehen.

 
Parallele Sessions

Session 1 – Interaktiver Workshop

Follow me! Wissenschaftskommunikation 2.0: der Institutsblog des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

In einer interaktiven Session erläutern Claudia Garád, Marketingleiterin am Fraunhofer IAO, Tobias Hug, Webentwickler am Fraunhofer IAO und Florian Semle, Social Media Berater, Konzeption und Hintergründe eines erfolgreichen Blogstarts für die Wissenschaftskommunikation am Beispiel des IAO-Blogs. Teilnehmer erhalten Einblick in die Entwicklung redaktioneller Blog-Konzepte sowie erfolgreiche Maßnahmen für Suchmaschinenplatzierung, Coaching und Mobilisierung von Mitarbeitern als Autoren.


Möglichkeiten der Online-Kommunikation für Wissenschaftseinrichtungen
Tobias Hug, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Web 2.0 begins at home: Erfolgsfaktoren für Social Media-Strategien
Claudia Garád, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Lernen, öffnen, motivieren: Professionelle Konzeption und Entwicklung eines wissenschaftlichen Institutsblogs
Florian Semle, freelations Kommunikationsberatung

 
Parallele Sessions

Session 2

„Wissenschaft debattieren!” – Wissenschaft und Bürger im Dialog
Moderation: Dr. Eva-Maria Streier, Deutsche Forschungsgemeinschaft

Mit dem Fokus auf Partizipationsformate untersucht das Forschungsprojekt „Wissenschaft debattieren!“ der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Universität Stuttgart, mit welchen Möglichkeiten sich der Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit intensivieren lässt. Die Session diskutiert folgende Leitfragen: Bürger und Wissenschaftler – wie profitieren beide Seiten vom Dialog? Wie geht man mit Ergebnissen von Veranstaltungen um, etwa mit einem Bürgergutachten? Wie können verschiedene Zielgruppen für den Dialog gewonnen werden?

Was sind Partizipationsformate?

Rüdiger Goldschmidt, Universität Stuttgart – Forschungsinstitut ZIRN

Partizipationsformate in der Wissenschaftskommunikation
Sandro Schott, Wissenschaft im Dialog

Dialog mit Bürgern aus der Sicht eines Experten
Jürgen-Friedrich Hake, Forschungszentrum Jülich

 
Plenarvorträge

Social Web Seeding – „Pflanzen“ von Inhalten im Web

Julia Petschinka und Helmuth Bronnenmayer, datenwerk innovationsagentur
Das Social Web kann nicht mehr nur als „privater Spielplatz“ gesehen werden, sondern muss strategisch in die Kommunikation mit eingebunden werden. Julia Petschinka bespricht Beispiele, Möglichkeiten und Grenzen von „Seeding im Social Web“ für die Wissenschaftskommunikation. „Social Web Seeding“ ist das „Pflanzen“ bestimmter Inhalte im Internet durch Anwendungen des Web 2.0. Die zentrale Fragen sind: Welche Strategien führen beim Seeding im Social Web zum Ziel, und wie kann der Erfolg gemessen werden?

 

Besucherevaluation in einem mehrsprachigen Science Center

Dr. Claudia Bade, freiberufliche Bildungsberaterin
Im Zeitraum Sommer 2006 bis Sommer 2007 wurde im dreisprachigen Science Center Le Vaisseau in Strasbourg eine Besucherevaluation durchgeführt. Die Evaluation widmete sich zwei Schwerpunktthemen: der Annahme des Science Center als Lernort und die Wahrnehmung des Mehrsprachigkeitskonzepts durch die Besucher. Im Rahmen der Präsentation werden sowohl Methoden, Ergebnisse also auch mögliche weitere Evaluationen vorgestellt und zur Diskussion gestellt.

 

Wissenschaftskommunikation für Kinder

Pia Schreiber, Hochschule Bremen
Die Zielgruppe Kinder ist in den vergangenen Jahren stark in den Fokus der Wissenschaftskommunikation gerückt. Pia Schreiber beschäftigt sich mit kindgerechter, nachhaltiger Wissenschaftskommunikation. Die Doktorandin wird in ihrem Vortrag an Hand ausgewählter Thesen erste Ergebnisse aus Tiefeninterviews mit Kinder-Uni-Professoren sowie einem Feldversuch vorstellen und auf die Rolle von pädagogischen Lerntheorien eingehen.

 
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