Über Twitter und Blogs in der Wissenschaftskommunikation sprach Carsten Könneker, Chefredakteur bei Spektrum der Wissenschaft. Foto: Christof Rieken/WiD

3. Forum Wissenschaftskommunikation
29.11. - 01.12.2010 in Mannheim

Dokumentation

Welche Rolle spielen Twitter und Facebook bei der Institutskommunikation? Wie können Laien aktiv an der Forschung teilnehmen? Und welchen Nutzen haben Journalistenworkshops bei der Vermittlung kritischer Themen? Antworten auf diese und viele andere Fragen gab das 3. Forum Wissenschaftskommunikation in Mannheim. Eine Zusammenfassung der Vorträge und Diskussionen können Sie hier nachlesen. Die Texte werden außerdem in einem Tagungsband veröffentlicht, der Anfang Februar 2011 erscheint.


Klartext reden - Förderung der Kommunikationskompetenz von Wissenschaftlern; Renate Ries und Kim Orzol

Damit andere einen verstehen

Wenn Wissenschaftler über ihre Arbeit reden, kann es vorkommen, dass sie dabei in fragende Gesichter schauen – weil ihr Gegenüber schlichtweg die mit Anglizismen und Fremdwörtern durchsetzte Forschersprache nicht versteht. Mehr

 
Public engagement with the sciences – an emerging strategy from the UK; Eröffnungsvortrag: Sir Roland Jackson

Auf Augenhöhe mit der Gesellschaft

Auf die Leinwand hinter sich hat er ein Bild der Alpen projiziert, rechts davon steht Sir Roland Jackson am Pult und redet über vieles, nur nicht über Berge. Vielleicht ist das britischer Humor, vielleicht auch eine Anspielung auf die Kraftanstrengung, die das Erklimmen von Gipfeln und Erreichen von Zielen mit sich bringt. Mehr

 
Twitter, Foren, Blogs – Chancen und Grenzen neuer Medien; Carsten Könneker

Twitter versus FAZ

Im Netz ist es wie im richtigen Leben: Wer eine Botschaft verkünden will, sollte sich nicht in die Wüste stellen, sondern dahin, wo sich seine Zielgruppe bereits versammelt hat. Oder, um mit Carsten Könneker, Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft, zu sprechen: „Servieren Sie das Essen da, wo die Gäste bereits Platz genommen haben.“ Mehr

 
Wissenschaftskommunikation in der Praxis: Evaluation und Qualitätssicherung; Prof. Dr. Ortwin Renn

„Sie können nicht alle Ziele gleichzeitig erreichen“

Profis in der Öffentlichkeitsarbeit kennen das Dilemma: Das Budget ist begrenzt, die Wege vielfältig. Für was also entscheidet man sich? Einen Tag der offenen Tür speziell für Kinder oder eine Vortragsreihe mit Experten? Die Entscheidung fällt häufig auch deshalb so schwer, weil die Evaluation dieser Kommunikationsstrategien noch in den Kinderschuhen steckt. Mehr

 
Wissenschaftskommunikation in einer unsicheren Welt: Kommunikation für die kritische Öffentlichkeit; Stefan Rahmstorf

Mit Blogs gegen Medien und Lobbyisten

97 Prozent aller Wissenschaftler sehen genügend Belege für die These, dass der Mensch das Klima erwärmt, aber nur 58 Prozent aller Bürger sind der gleichen Meinung. Wie entstehen solche Diskrepanzen zwischen Forschungsergebnissen und öffentlicher Wahrnehmung? Mehr

 
Don’t PUSH – 40 Delphi-Experten zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation; Alexander Gerber

Nicht nur auf Emotionen setzen

Nicht nur die Wissenschaft ist dem Fortschritt verschrieben, auch die Wissenschaftskommunikation wandelt sich, wie Alexander Gerber, Geschäftsführer des INNOKOMM Forschungszentrums für Wissenschafts- und Innovationskommunikation, darlegte. Mehr

 
Feedback erwünscht – die 2.0-Kommunikation des DLR; Henning Krause und Marco Trovatello

Mit Twitter aus der Kommunikationskrise

Als das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) heraus fand, dass seine Kommunikation die 14- bis 29-Jährigen kaum erreicht, schrillten die Alarmglocken. Schließlich ist es ein Ziel der Organisation, sich als interessanter und moderner Arbeitgeber unter den Wissenschaftlern von morgen bekannt zu machen. Mehr

 
Strategien einer rezipientenorientierten Wissenschaftskommunikation mit Wissenschaftsfilmen; Jutta Milde

Alltagsnutzen ist wichtig im TV

Seit Mitte der neunziger Jahre erfreuen sich Wissenschaftsfilme im Fernsehen wachsender Beliebtheit. Ob Nano, Planet Wissen oder Abenteuer Forschung – kaum ein Sender verzichtet auf das populäre Format. „Bisher gibt es aber kaum Untersuchungen zur Wirkung von Wissenschaftsfernsehen“, so Jutta Milde. Ein Grund für die Jenaer Kommunikationswissenschaftlerin, sich diesem Thema zu widmen. Mehr

 
Astronomie und neue Medien: Forschung für alle? Markus Pössel (Moderation), Frederic V. Hessman, Florian Freistetter, Carolin Liefke

Was ist das für eine Galaxie?

Jedes Jahr im Dezember zieht es Zehntausende Freiwillige in den Vereinigten Staaten und in Kanada mit Block und Stift in die Natur. Sie zählen Vögel, registrieren Veränderungen zum Vorjahr und leiten ihre Ergebnisse an die Spezialisten der Audubon Society weiter. Mehr

 
Kommunikation kritischer Themen; Susanne Glasmacher (Moderation), Jann Gerrit Ohlendorf, Christoph Schreyer, Susanne Stöcker

Gute Kontakte zu Journalisten machen sich bezahlt

Synthetische Biologie, Nanotechnologien oder der Impfstoff gegen die Schweinegrippe – die journalistische Berichterstattung über umstrittene wissenschaftliche Entwicklungen kann Kommunikationsabteilungen mächtig ins Schwitzen bringen. Mehr

 
Science Center als Forum der Wissenschaftskommunikation; Charlotte Schulze (Moderation), Remo Besio, Lutz Fiesser, Wolfgang Hansch, Bernhard Kehrer

„Wissenschaft macht selten fröhlich“ – aber immer öfter!

Es ist ein erstaunlich bescheidenes Zitat, das einer der Pioniere erlebbarer Wissenschaft in den Raum warf: „Wenn wir gut sind“, sagte Remo Besio, „dann gelingt es uns, dafür zu sorgen, dass Nietzsches Wort ein kleines bisschen weniger wahr wird.“ Friedrich Nietzsche, selbst im Alter von gerade einmal 24 Jahren zum Professor ernannt, hatte dereinst den schönen Satz gesagt: „Wissenschaft macht selten fröhlich!“ Mehr

 
Follow me! Wissenschaftskommunikation 2.0: der Institutsblog des Fraunhofer IAO; Glaudia Garád, Tobias Hug, Florian Semle

Publizierst Du noch oder bloggst Du schon?

Zum 60-jährigen Jubiläum im Jahr 2009 hat die Fraunhofer-Gesellschaft nicht nur ihr Corporate Design modernisiert, sondern auch ihren Webauftritt weiterentwickelt. Das Fraunhofer IAO nahm den Relaunch zum Anlass, das Institut online noch transparenter zu positionieren und stärker zu vernetzen. Die Idee: Den neuen Webauftritt um einen Blog und einen Wiki sowie einer Optimierung für mobile Endgeräte zukunftsfähig zu erweitern. Mehr

 
„Wissenschaft debattieren!“ – Wissenschaftler und Bürger im Dialog; Eva-Maria Streier (Moderation), Sandro Schott, Rüdiger Goldschmidt, Jürgen-Friedrich Hake

Voller Energie in die Debatte

Was ist denn das? Ein Raum voller Menschen. Zu viert, fünft oder sechst stecken sie die Köpfe zusammen, ganz offenbar zutiefst ins Gespräch vertieft. Ein paar wandern einfach nur im Raum umher.Manche sind älter, andere jünger. Eine bunte Mischung. Mehr

 
Social Web Seeding - „Pflanzen von Inhalten im Web“; Julia Petschinka

Mit Flugblatt und Facebook

Im Internet verhält es sich mitunter so wie im eigenen Garten. Da gibt es viel Wildwuchs, aber durchaus auch Pflanzen, die gezielt gesät wurden – und nur langsam ihren Weg an die Oberfläche finden. Eine gezielte strategische Unterstützung kann da nicht schaden. Mehr

 
Wissenschaftskommunikation für Kinder; Pia Schreiber

Kinderunis unter der Lupe

So sieht wohl ein Erfolgsmodell aus: 2002 lud die Universität Tübingen zum ersten Mal zur Kinderuni in ihre Hörsäle ein. Mittlerweile wurde die Idee mehr als 100 Mal in ganz Deutschland kopiert. Wenn Professoren Kindern die Welt erklären, platzen die Hörsäle regelmäßig aus allen Nähten und die Medien berichten verlässlich über diesen Event. Aber wie sinnvoll ist dieses Format für die nachhaltige Vermittlung von Wissenschaft? Mehr

 
Prominente Wissenschaftler in populären Massenmedien; Beatrice Dernbach, Professorin für Journalistik an der Hochschule Bremen

„Aus Funk, Fernsehen und Kasperletheater“

Eigentlich, erklärte Beatrice Dernbach, wusste schon Alexander von Humboldt, wie es geht: Der große Naturforscher des 18. und 19. Jahrhunderts begründete mit seinem Bruder Wilhelm nicht nur das Prinzip der Einheit von Lehre und Forschung. Er lehrte auch das Volk. Seine Reiseberichte und Publikationen waren stets verständlich formuliert. Mehr 

 
Religion und Politik in den Medien – Warum der Exzellenzcluster der Uni Münster eine Marktlücke entdeckt hat; Viola van Melis und Holger Arning

Durch die Brille von Journalisten

Dass Geisteswissenschaftler zu den Nachzüglern in Sachen Wissenschaftskommunikation gehören – an der Uni Münster stimmt das nicht mehr: Wer „Religion und Politik“ im Internet eingibt, findet an erster Stelle die Website des gleichnamigen  Exzellenzclusters. Mehr als 200 Wissenschaftler aus 20 Fächern der Geistes- und Sozialwissenschaften erforschen dort das Spannungsfeld von Religion und Politik. Mehr

 
„Wissenschaft und Öffentlichkeit“ – Vorstellung eines interdisziplinären Forschungsprogramms; Dorothe Kienhues

Was will die Öffentlichkeit?

In Zeiten, in denen das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit immer mehr in den Fokus gerät, leistet auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ihren Beitrag auf einem lange unterbelichteten Feld. Unter dem Titel „Wissenschaftlichkeit und Öffentlichkeit. Zum Verhältnis fragiler und konfligierender Evidenz“ fördert die DFG in einem Schwerpunktprogramm 18 Projekte aus Psychologie, Kommunikationswissenschaften, empirischer Pädagogik, Fachdidaktik und Soziologie. Mehr

 
Interaktiver Workshop „Informelle Wissenschaftliche Angebote – Unterstützung für Pädagoginnen und Pädagogen?“; Sara Hossein und Kathrin Unterleitner (Moderation)

So viel Freiraum wie möglich

Welchen Nutzen haben Science-Center-Besuche oder andere informelle wissenschaftliche Angebote für Kindergarten- und Schulklassen? Wie lässt sich der Erfolg evaluieren? Und wie gibt man den begleitenden Pädagogen zu verstehen, dass sie für ein paar Stunden einmal nicht am Ruder sitzen? Mehr

 
Wissenschaftskommunikation durch Spiele; Steffen Winny (Moderation), Carla Cederbaum, Silvia Vertetics und Iris Grünert

Wissenschaft spielend entdecken

Kinder und Jugendliche müssen nicht lange überzeugt werden, wenn es darum geht, ein Spiel zu spielen oder im Internet zu surfen. Die Popularität von Spielen und Internet ist bekanntermaßen groß: Warum also nicht diese Beliebtheit und Motivation nutzen, um die junge Zielgruppe über diese Vermittlungswege für wissenschaftliche Themen zu begeistern? Mehr

 
„Wissenschaft und Wahrheit“ – Zum Umgang mit wissenschaftlichen Unsicherheiten in der Kommunikation; Dorothee Menhart (Moderation), Steve Ayan, Katja Herzig, Daniel Nölleke

Unsicheres Wissen: Im Alltag eher nicht erwünscht

Der Ist-Stand ist schnell erzählt: Der durchschnittliche Journalist, der jeden Tag oder jede Woche eine Zeitung oder ein Fernsehmagazin produziert, ist an Einerseits-Andererseits und Entweder-Oder häufig nicht besonders interessiert. Mehr

 
„Wissenschaftskommunikation: Wie erreicht man Bildungsferne?“; Manuela Welzel-Breuer und Monika Zimmermann (Moderation), Hartwig Weber, Endrik Ebel

Am Baggersee und beim Eierkochen

Seit dem Pisa-Schock im Jahre 2001 ist es die Gretchenfrage des deutschen Bildungssystems: Wie ziehen Angebote – und zwar von der Kita über die Schule und die Jugendhilfe bis zur Wissenschaft – auch jene an, die nicht schon qua Herkunft an allem Möglichen interessiert sind? Wie und womit begeistert man auch all die, die dem Bildungsbürgertum und damit viel zu häufig auch Bildungsinstitutionen an sich eher fernstehen? Mehr

 
Wissenschaftspreise als Werkzeug der Wissenschaftskommunikation; Matthias Mayer, Renate Ries, Christoph Drösser, Günter M. Ziegler

Wie Wissenschaftspreise wirken

Leibniz-Preis, Klaus TschiraPreis, Communicator-Preis: Die Spannbreite der in Deutschland vergebenen Wissenschaftspreise ist groß. Sie sollen die Wissenschaft fördern, auf Preisträger und -stifter aufmerksam machen, ein Forschungsthema promoten und um Akzeptanz für eine Forschungsrichtung werben. Sind Preise dafür tatsächlich ein geeignetes Instrument? Mehr

 
„Das Wichtigste aus dem Internet lasse ich mir ausgedruckt vorlegen“. Online Kommunikationsstrategien der Wissenschaftsorganisationen im Vergleich; Frank Stäudner (Moderation), Stephan Töpper, Thomas Gazlig, Cornelia Pretzer

Wer sich nicht anpasst, scheitert

Es ist ein schwieriger Spagat, den viele Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter in der Wissenschaftslandschaft derzeit vollziehen müssen. Sie wissen, dass sie junge Zielgruppen nur über deren Kommunikationskanäle erreichen – über das Internet und soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Doch das Beharrungsvermögen in den Chefetagen der häufig eher konservativen Wissenschaftsorganisationen ist groß. Mehr

 
World Café: Die Zukunft von Wissenschaftsausstellungen; Dr. Tobias Wolff, Dr. Kerstin Haller

Authentisch und überraschend

In zwei Stunden nicht nur Zukunftsstrategien für Wissenschaftsausstellungen entwickeln, sondern auch noch rund 30 Forumsbesucher kennenlernen: Das ermöglichte die Moderationsmethode World Café, mit der Dr. Tobias Wolff und Dr. Kerstin Haller vom Universum Bremen das Satellitenprogramm zum Thema Wissenschaftsausstellungen im Technoseum gestalteten. Mehr

 
 
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