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Transmedia in der Wissenschaftskommunikation

22. Juni 2016

  • Erstellt von Esther Kähler
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  • A Wissenschaftskommunikation
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Protokoll zum Experiment  

Zusammenfassung

Das erste Fast Forward Science Barcamp hinterlässt seine Spuren – und eine spannende Frage: Transmedia in der Wissenschaftskommunikation. Geht das? Gibt’s das? Was ist das eigentlich genau? Am 29. Mai fanden insgesamt elf Sessions rund um das Thema Wissenschaft und Webvideos statt. Die Gespräche, Übungen und Diskussionen drehten sich unter anderem um den Elfenbeinturm der Geisteswissenschaften, Storytelling in Lernvideos und eben Transmedia – die Inspirationsquelle für das folgende Experiment

Einleitung

Analog und digital, online und offline, Print, Audio, Video –Medien haben viele Gesichter. Die Offline-Klassiker sind Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, für manchen gefühlt auch Rundfunk und Fernsehen. Elektronische Medien werden unter dem Begriff „digitale Medien“ gesammelt, gerne auch als „neue Medien“ bezeichnet: Blogs, Podcasts, Webseiten, Twitter, Facebook, …

Die Wissenschaftskommunikation nutzt bereits diese vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten. Ein großes Potential liegt darin, die verschiedenen Möglichkeiten miteinander zu verknüpfen und so transmedial, crossmedial oder multimedial zu kommunizieren. Doch wie kann das konkret für Wissenschaftskommunikation funktionieren? Vielleicht als transmediales Storytelling? Das soll hier untersucht werden. 

Theorie

Um das Experiment – Transmedia in der Wissenschaftskommunikation – aufzubauen, durchzuführen und die Ergebnisse auszuwerten,  gilt es zunächst den theoretischen Hintergrund zu beleuchten: Wie unterscheidet man Trans-, Cross- und Multimedia? Was heißt Transmedia Storytelling und welches Verständnis von Wissenschaftskommunikation liegt dem Experiment zugrunde? 

Transmedia, Crossmedia, Multimedia

Alle drei Begriffe beschreiben eine Verknüpfung verschiedener Medien, um ein Thema inhaltlich aufzubereiten. Multimedia legt besonderen Wert auf die Verbindung verschiedener Medien, wie Text, Animation, Fotografie und Film.  Crossmedia fokussiert sich auf die Nutzung verschiedener Kanäle, die inhaltlich, gestalterisch und auch redaktionell zusammen hängen, wie beispielsweise Zeitung, Online-Magazin und zugehörige Facebook-Seite. So entstehen viele Tore zum gleichen Inhalt. Transmedia mischt beide Ideen: Die Informationen schwemmen durch verschiedene Medien über unterschiedliche Kanäle zum Nutzer. Eine Art die Medien zu verknüpfen besteht darin, mit jedem neuen Klick, jedem neuen Medium, jedem Kommunikationskanal tiefer in das Thema einzutauchen: Ein Zeitungsartikel hat einen QR-Code, der zu einer Seite mit einem Podcast führt, in dem ein Video erwähnt wird, dass einen Link für eine zu erweiternde Bildergalerie enthält. Mit jedem Schritt wird weiter ins Thema geführt, aber auch ein neuer Einstieg ist auf diesem Weg auf jeder Ebene möglich. Um die Informationen so interessant wie möglich zu vermitteln, ist die passende Wahl des Kommunikationsmediums entscheidend, denn das Ziel ist: Der Konsument soll seine Zeit in das gewünschte Thema investieren wollen. 


Was ist Transmedia Storytelling?

 

Menschen nutzten schon immer Geschichten um zu kommunizieren und sich verbunden zu fühlen. Gute Geschichten sind Teil unseres Lebens und unserer Kultur – und können sich nun auch über die verschiedenen Dimensionen der On- und Offline-Medien erstrecken. Genau das macht  Transmediales Storytelling. Es nutzt die oben beschriebenen Eigenschaften von Transmedia um Spannung, Verbundenheit und Teilnahme an und in Geschichten zu erhöhen. 

 
Was ist Wissenschaftskommunikation?

Wissenschaftskommunikation ist, wie der Name verrät, die Kommunikation von, in und über Wissenschaft. 

Siggener Kreis 2014: „Wissenschaftskommunikation arbeitet an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit.“ „[Sie] ist international und arbeitet über die Grenzen von Fächern und Institutionen hinaus. Entsprechend sind auch die Themen, Trends und Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation international und institutionenübergreifend.“

Henning Krause im Augenspiegel: „Ich verstehe unter Wissenschaftskommunikation alles, was zum Thema Wissenschaft kommuniziert wird: also Kommunikation über und an die Wissenschaft sowie von, mit und innerhalb der Wissenschaft.“ 

Wikipedia: „Wissenschaftskommunikation (synonym Wissenschafts-PR) ist ein neues Feld der Public Relations und beschreibt das Management der öffentlichen Kommunikation in der Wissenschaft. Wissenschaftskommunikation ist ein wichtiger Teil des Wissenschaftsmanagements bzw. des Wissenschaftsmarketings. Im Bereich der Angewandten Forschung sowie im Hinblick auf Technologietransfer bestehen außerdem Parallelen zur Innovationskommunikation.“ 

Aufbau und Durchführung

Wissenschaftskommunikation und Transmedia mischen – wie funktioniert das? Man nehme ein wissenschaftliches Thema und überlege sich, welche Art von Transmedia man benutzen möchte. Im Experiment dient Transmedia – also verschiedene Formen der Medien (Text, Video, Bild, Grafik) und verschiedene Kanäle (Blogs, Youtube, Wikipedia) – dazu, tiefer in das Thema einzusteigen. Zielführend ist es auch einen thematisch passenden Rahmen zu haben, in dem die Fakten klar und anschaulich aufgebaut werden – ein Protokoll zum Experiment, vielleicht? Dann geht es los: Welche Information wird am besten mit welchem Medium verknüpft? Passt zu Transmedialem Storytelling ein Video zum Thema Cinderella 2.0 oder sind die Verknüpfungen von Definitionen mit Wikipedia-Einträgen und die Darstellung eines How-to-Guides in einer Grafik sinnvoll? Was interessiert den Nutzer, wie und wo werden Inhalte bereits gut dargestellt? Wie können bereits bestehende, aber auch neue Inhalte verknüpft werden? Was weckt Interesse beim Nutzer? Was lässt ihn tiefer in das Thema eintauchen?

Ergebnisse

Das Ziel war, mit diesem Beitrag Transmediales Storytelling für die Wissenschaftskommunikation vorzustellen und gleichzeitig das Prinzip bei der Darstellung zu nutzen um Ihr Interesse zu wecken und Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, über andere Kanäle tiefer ins Thema einzusteigen. Und? Hat es funktioniert?

Sehr gelungene „Experimente“ zu Transmedia in der Wissenschaftskommunikation sind lunaexploration.esa.int und das virtuelle Labor von dem Michael Bodekaer in seinem TED talk berichtet. 


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