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Highlights des Programms

12. Forum Wissenschaftskommunikation 2019

Hier haben wir einige Highlights aus dem umfangreichen Programm zusammengestellt. Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier. Die Anmeldephase für das 12. Forum Wissenschaftskommunikation ist beendet. 

 

Dienstag, 10.12.2019

13:45–14:30 Uhr Keynote

Where next for art and science?

Speaker: Prof. Dr. Michael John Gorman, Founding Director BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern/LMU München, formerly founder Science Gallery Dublin/Science Gallery International

In the first two decades of the 21st century, we have witnessed a remarkable explosion of new spaces and programmes bringing together art and science. From SymbioticA in Perth, to Café ArtScience in Cambridge Massachusetts, from Wellcome Collection in London to Science Gallery in Dublin (and now the Global Science Gallery Network), from Laboratoria in Moscow to ArtScience Museum in Singapore, from the Centre for Art, Science and Technology (CAST) at MIT to Pioneer Works in Brooklyn and STATE Studio in Berlin, the list goes on and on, building on trail-blazing earlier projects such as Exploratorium in San Francisco, ZKM in Karlsruhe and Ars Electronica in Linz.

From being something of a fringe phenomenon, met with scepticism by scientists and journalists and largely ignored by the “art world”, art and science has gone mainstream, with musicians like Björk and Will.i.am launching ambitious science-art projects and visual artists like Olafur Eliasson, Tomas Saraceno and Anicka Yi at the pinnacle of the Biennale art world working closely with scientific researchers. Through events like the World Science Festival, scientists have tasted the power of art to attract media attention beyond their wildest dreams.

This talk will ask “where next for art and science?” and will draw on professor Gormans personal experiences as founder of Science Gallery in Dublin and as director of the new Biotopia museum planned in Munich, but also from other actors in this growing global movement. It will explore the always uneasy relationship between art and science communication, and where this can go at a moment when the “science wars” have shifted direction, and where science faces a crisis of trust.

Mittwoch, 11.12.2019

17:30–18:30 Uhr Keynote

Aufbruch in die Natur ! – Expeditionen als Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst. Eine Lesung zu Fernweh und Aufbruch, Natur und Mensch am Abgrund

Referentin: Prof. Dr. Antje Boetius, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und Vorsitzende des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog und David Bennent, Schauspieler

Alexander von Humboldt schrieb: „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.“ David Bennent und Antje Boetius lesen aus seinen Tagebüchern, anderen literarischen Werken und aus aktuellen Expeditionsberichten zur Frage, wie der Aufbruch ins Unbekannte, die Entdeckung des Fremden, die Perspektive des Menschen auf die Natur von Wissenschaft und Kunst erschlossen werden. Wie sich daraus neue Blicke auf nahe und ferne Landschaften ergeben - auch auf die Landschaft der Wissenschaftskommunikation.

Antje Boetius ist Polar- und Meeresforscherin und hat bereits an 50 Forschungsexpeditionen teilgenommen. Die Communicator-Preisträgerin erforscht und bebildert unbekannte Regionen der Erde und untersucht die Folgen menschlichen Handelns für die Natur. Derzeit erprobt sie neue Wege, wie Wissenschaft und Kunst gemeinsam wirken und mehr Menschen erreichen können. David Bennent ist seit seinem zwölften Lebensjahr Schauspieler und bekannt aus Film, Fernsehen und Theater. Er spielt auf den Bühnen der Comédie Franҫaise, des Wiener Burgtheaters, des Berliner Ensembles und der Salzburger Festspiele. Er beherrscht die Kunst der Rezitation, bei der aus Texten Bilder in unseren Köpfen entstehen und so Zeitreisen möglich werden.

19:15–20:30 Uhr Abendprogramm

20 Jahre PUSH – Wohin führt der Weg der Wissenschaftskommunikation? 
Ort:
 Congress Center West, Messe Essen

Vor 20 Jahren wurde das PUSH-Memorandum verabschiedet – ein Meilenstein für die Wissenschaftskommunikation in Deutschland und ein guter Grund zum Feiern. Wie immer ist ein Jubiläum aber auch ein guter Anlass für einen Moment der Selbstreflexion.

Im Rahmen des Abendevents soll deshalb kurz zurückgeblickt werden auf 20 ereignisreiche Jahre. Dann soll der Blick nach vorne gerichtet werden, denn die Wissenschaftskommunikation befindet sich mitten im Wandel. Wo steht sie heute? Ist sie in einer Krise, wie manche behaupten? Und wie sieht ihre Zukunft in einer sich weiterhin rapide verändernden Gesellschaft und Umwelt aus? Diese und weitere Fragen sollen mit Expertinnen und Experten aus Kommunikation, Wissenschaft und Politik und den Teilnehmenden der Tagung diskutiert werden.

„Feinstaubdebatte und Bluttestskandal – ist die Wissenschaftskommunikation 20 Jahre nach PUSH in der Krise?“

Diskussion mit Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident Hochschulrektorenkonferenz
Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes
Dr. Elisabeth Hoffmann, Leiterin der Stabsstelle Presse und Kommunikation und Pressestelle der TU Braunschweig
Moderation: Nicola Kuhrt, freie Wissenschaftsjournalistin

„Impuls 20 Jahre PUSH“

Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung

„Vision 2030 – Wo führt der Weg der Wissenschaftskommunikation hin?“

Diskussion mit Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und Vorsitzende des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog
Markus Weißkopf, Geschäftsführer Wissenschaft im Dialog
Moderation: Nicola Kuhrt , freie Wissenschaftsjournalistin

Donnerstag, 12.12.2019

12:30–13:30 Uhr: Keynote

„Wechsel/Wirkung“ in Wuppertal – Uwe Schneidewind und Berthold Schneider zum Ämtertausch in Wissenschaft und Kunst

Referenten: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und Berthold Schneider, Wuppertaler Bühnen

Im März 2019 tauschten der Intendant der Wuppertaler Oper, Berthold Schneider, und der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Uwe Schneidewind, für drei Wochen ihre Jobs. Ausgangspunkt für den Tausch war ein im Herbst 2018 erschienenes Buch zur „Großen Transformation“ des Wuppertal Institutes. Es führt den Begriff der „Zukunftskunst“ ein und plädiert dafür, dass das Verständnis von komplexen Transformationsprozessen erheblich von den Beobachtungs- und Interventionsformen der Kunst profitieren kann. Im Rahmen der Buchvorstellung in der Wuppertaler Oper machte Berthold Schneider dann das Angebot zum Jobtausch. In ihrem Vortrag berichten Berthold Schneider und Uwe Schneidewind über die Erfahrungen während dieser Zeit. Im Zentrum stehen die Impulse, die beide aus der jeweils anderen Sphäre Wissenschaft/Kunst für ihre Arbeit mitgenommen haben.