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Programm

Forum Wissenschaftskommunikation DIGITAL

Das Forum Wissenschaftskommunikation DIGITAL fand vom 5. bis 7. Oktober 2020 statt. Der Themenschwerpunkt war:

 

„Einmischen erwünscht!? Wissenschaftskommunikation und Politik"

Hier finden Sie das Programm mit den Abstracts zum Download.

"Einmischen erwünscht!"-Hier finden Sie unsere Postkarte zum Download.

Programm

Montag, 5. Oktober

ab 12:30 Uhr Willkommen in der virtuellen Lobby

Das Programm des Forums wird über die Plattform Howspace gehostet. Angemeldete Teilnehmenden erhalten eine Woche vor Veranstaltungsbeginn einen individualisierten Registrierungslink für die Veranstaltungsplattform. Sobald die Registrierung bestätigt wurde, haben die Teilnehmenden Zugriff auf die Veranstaltungsseite, können diese erkunden sowie Informationen zu ihrem gewählten Workshop abrufen.

13:30 Uhr Begrüßung

Markus Weißkopf, Geschäftsführer Wissenschaft im Dialog

13:40–14:15 Uhr Talk-Runde zum Auftakt

Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover
Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der VolkswagenStiftung

Moderation: Markus Weißkopf, Wissenschaft in Dialog  

14:15–14:30 Uhr Pause

14:30–15:15 Uhr Paralleles Programm

Science communication during the corona pandemic – public perceptions in three European countries

Moderation: Philipp Schrögel, Karlsruher Institut für Technologie
Session, 45 Minuten

In this session the speakers will present, compare and discuss public perceptions of the communication of the covid-19 pandemic from Germany, Italy and Sweden. The insights are based on public attitudes surveys conducted during the outbreak of the pandemic. The topics covered include information sources as well as the view on scientists and spokespeople. In the discussion of the results and implications for science communication, interactive elements will make sure to actively include the audience.

Referent*innen:
Gustav Bohlin, Vetenskap & Allmänhet: „Public perceptions of Corona in Sweden“
Barbara Saracino, Università di Bologna: „Public perceptions of Corona in Italy“
Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog: „Public perceptions of Corona in Germany”

Projektvorstellungen Block 1

Moderation: Anne Weißschädel, Wissenschaft im Dialog

Projektvorstellungen, 45 Minuten

Partizipative Formate im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie
Referentin: Sindy Duong, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bürgerinnen und Bürger interessieren sich nicht nur für Wissenschaft, sondern wollen mit ihr in den Dialog treten und gemeinsam nach Zukunftslösungen suchen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht das mit dem Wissenschaftsjahr Bioökonomie, welches bis Ende 2021 verlängert wurde. Dafür werden kreative Aktionen, dialogische und beteiligungsfördernde Formate entwickelt, die den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft stärken. Ein Beispiel dafür ist die bundesweite Citizen Science Aktion „Expedition Erdreich“. Diese und weitere partizipative Formate werden beim diesjährigen Forum vorgestellt.

Kommunikation und Forschungsmarketing – Einmischen erwünscht!
Referent: Dr. Gernot Gad, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Wenn Forschungseinrichtungen Strategien für ihr Forschungsmarketing entwickeln, brauchen sie vor allem die Mitwirkung der Kommunikationsabteilungen. Diese sind in der Regel eng an die Leitungsebene der Einrichtungen angebunden und für die Kommunikation institutioneller Strategien zuständig. Gleichzeitig profitieren auch die Kommunikationsabteilungen vom Forschungsmarketing:  Hier laufen Informationen zu aktuellen Trends und Entwicklungen im Mobilitätsverhalten internationaler Forschender zusammen, die wiederum wichtig sind für die Entwicklung und Kommunikation institutioneller Strategien. Es ist zu beobachten, dass sich das Mobilitätsverhalten von Forschenden derzeit ändert. Bei der Entscheidung für eine Forschungseinrichtung kommen neue Aspekte ins Spiel: Neben wissenschaftlicher Exzellenz spielen auch ethische und politische Faktoren wie die Unterstützung guter wissenschaftlicher Praxis und eine engagierte Politikberatung eine Rolle. Bei der Formulierung eines passenden Angebots für die Forschenden profitieren die Forschungseinrichtungen daher von der Zusammenarbeit zwischen Forschungsmarketing und Kommunikationsverantwortlichen.

OpenD – OA-publizierte Dissertationen sichtbar und verständlich kommunizieren
Referent:
Dr. Russell Alt-Haaker, DUZ Verlags- und Medienhaus

Die Publikationsplattform für Dissertationen OpenD bietet Nachwuchsforschenden eine Bühne, auf der sie ihre Erkenntnisse kommunizieren und mit einer breiten Leserschaft ins Gespräch kommen. Gemäß OA-Konzept sind alle Inhalte auf der Plattform kostenlos abrufbar. OpenD geht noch einen Schritt weiter in Richtung Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Inhalten. Durch den Einsatz von Konzepten, die auf Sichtbarkeit und Verständlichkeit abzielen, kann eine Leserschaft außerhalb der wissenschaftlichen Community erreicht werden.

Forschungsstrom – WissKomm mit Twitch
Referentin:
Dr. Claudia Frick, Forschungszentrum Jülich

Während Wissenschaftskommunikation auf Youtube und in der Podcast-Szene etabliert ist, fehlte es in der Live-Streaming-Szene lange an deutschsprachigen Formaten. Anfang 2020 startete das Team der Referentin den „Forschungsstrom“ auf Twitch. Dort nutzt das Team insbesondere Live-Interaktion im Stream-Chat und die Effekte der Community-Bildung. In dem Vortrag gibt die Referentin Erfahrungen über Streams, Technik, Community, Vorteile, Nachteile und Probleme weiter.

Podcasting: So geht's

Moderation: Dennis Eckmeier, Freiberufler, und Gesine Born, Fotografin
Interaktives Format, 45 Minuten

Zwischen den existierenden Podcasts kann man sich nur mit einem guten Konzept und guter Umsetzung hervorheben. Das ist gar nicht so schwer, lassen sich doch die meisten Fehler dabei mit ein wenig Grundlagenwissen leicht vermeiden. In diesem Workshop sollen die Stärken und Schwächen des Podcasts, von Konzeption bis Distribution, erarbeitet werden. Welches Format eignet sich für Sie? Wie funktioniert die Veröffentlichung und Verteilung? Und wie optimiert man die Klangqualität? Bei einer Teilnahme sollten Kopfhörer oder Headset für das Smartphone parat liegen.

Wissen schafft Aktivismus? Wissen schafft Neutralität?

Moderation: Wiebke Rössig und Bonnie Dietermann, Museum für Naturkunde Berlin Interaktives Format, 45 Minuten

In dieser interaktiven Session wollen die Referentinnen gemeinsam mit den Teilnehmenden eine Typologie des (gesellschaftlichen) Engagements von Wissenschaft(skommunikation) entwickeln und diskutieren. Die Typologie soll während des Forums genutzt werden, um das Thema Wissenschaft und Aktivismus weiter zu diskutieren und soll danach als Diskussionsgrundlage digitalisiert und frei verfügbar gemacht werden. Ziel ist es, die Vielfältigkeit der Ansätze und die unterschiedlichen Ziele und Zielkonflikte aufzuzeigen.

15:15–15:25 Uhr Pause

15:25–16:05 Uhr Blitzlichtvorträge und Expertentalks Aussteller und Unterstützer

Die Aussteller und Unterstützer geben in diesem Programmpunkt Einblicke in Ihre Arbeit – mit verschiedenen Medien, Projekten oder Zielgruppen. In einer gemeinsamen Vorstellungsrunde präsentieren Sie in kurzen Blitzlichtvorträgen das Thema, über das sie im darauf folgenden Expertentalk sprechen werden. Die Teilnehmenden können dann entscheiden, an welchem Expertentalk sie teilnehmen und im direkten Austausch mehr zum gewählten Thema erfahren möchten.


Unterstützer: Die ZEIT Verlagsgruppe, die DUZ - Deutsche Universitätszeitung, Wissenschaftsjahr 2020/21 – Bioökonomie, Research in Germany
Aussteller: 3D Interaction Technologies, Agentur für Wissenschaftskommunikation - Dr. Jens Kube,  Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR ) | Institut für Robotik und Mechatronik, idw - Informationsdienst Wissenschaft e.V., Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) gGmbH, SILBERSALZ Science & Media Festival, wissenschaftskommunikation.de

Runde 1 via ZOOM

Die ZEIT Verlagsgruppe
„Digital-Magazine: modern und dynamisch! Aber was ist zu beachten?“ mit Katrin Voges von TEMPUS CORPORATE GmbH – Ein Unternehmen des ZEIT Verlags.
idw - Informationsdienst Wissenschaft
„Wissenschaft bewegt - der idw implementiert einen Standard für Wissenschaftsnachrichtenvideos” mit Svenja Niescken vom idw und Pajam Sobhani von LatestThinking
SILBERSALZ Science & Media Festival
„SILBERSALZ Science & Media Festival 2020: Wissenschaft findet Stadt” mit Ilka Bickmann von SILBERSALZ und science2public.

Runde 2 via ZOOM

DLR | Institut für Robotik und Mechatronik
„Wir entwickeln Zukunft - und Sie können uns dabei zusehen. Eine virtuelle 360-Grad-Tour als Wissenschaftskommunikationstool” mit Lioba Suchenwirth vom DLR Institut für Robotik und Mechatronik.
Agentur für Wissenschaftskommunikation - Dr. Jens Kube
„Wer hilft den Wissenschaftler*innen bei der Kommunikation?” mit Dr. Jens Kube von der Agentur für Wissenschaftskommunikation.
Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)
„Virtuelle Seminarangebote des NaWik – wie Interaktivität entsteht” mit Dr. Tobias Maier vom NaWik.
wissenschaftskommunikation.de
„Wisskomm-Forschung für Praktiker – Wie können Studien Ihre Kommunikationsarbeit unterstützen?” mit Dr. Joachim Retzbach von wissenschaftskommunikation.de.

Runde 3 via Webex

Research in Germany
„Kick-off des Calls InnoHealth USA: Innovatoren und Innovationen der digitalen Diagnostik und intelligenten Sensortechnik für Kooperationen mit den USA gesucht” mit Dagmar Bankamp von der DFG und Dr. Rebekka Freitag-Li von der Fraunhofer-Gesellschaft.
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
„Wissenschaftskommunikation: Was fördert die DFG?” mit Dr. Ricarda Matheus und Dr. Regina Nickel von der DFG.

16:05–16:50 Uhr Paralleles Programm

Ungleiche Schwestern: Corona und die Klimakrise

Moderation: Karsten Schwanke, ARD
Session, 45 Minuten

Die akute Bedrohung durch die Corona-Pandemie hat sich medial vor die mittelbare, erst in Zukunft mit ähnlichem Katastrophenpotenzial wirkende Klimakrise geschoben. Doch der Klimaschutz ist weiter ein Topthema für die Politik, der Handlungsdruck bleibt. Beide Krisen sind schwerlich miteinander vergleichbar, da sie auf verschiedenen Zeitskalen ablaufen. Und doch bietet die Pandemie auch für den Klimaschutz eine Chance zu lernen – von den Bewältigungsstrategien und der kommunikativen Dynamik.

Referent*innen:
Marie-Luise Beck, Deutsches Klima-Konsortium: „Wissenschaftsbasierte Politikberatung, Resilienz und Risikokommunikation“
Carel Carlowitz Mohn, klimafakten.de: „Krisenfeste Science Communication? Über Vorbereitung, Vernetzung und Zeitpunkte“
Dr. Stefanie Trümper, K3-Kongress für Klimakommunikation HafenCity Universität: „Wie wichtig Fakten für Kurz- und Langfristrisiken sind. Und was sonst noch zählt“

Forschung für politische Entscheidungen: Expertenkommunikation und öffentliche Daten

Moderation: Dr. Katja Patzwaldt, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
Session, 45 Minuten

Ressortforschung, wissenschaftliche Stäbe in Ministerien, Unmengen an öffentlich verfügbaren Daten: Läuft es gerade besser denn je zwischen Forschung und Politik? Welchen Anforderungen – z.B. an Transparenz, Validität, Wirksamkeitsnachweis und Teilhabe – muss Wissenschaftskommunikation genügen, wenn sie Evidenz für politische Entscheidungen aufbereitet? Das Panel stellt eigene Erfahrungen mit Expertennetzwerken und datenbasierter Beratung sowie wissenschaftliche Reflektionen dazu vor.

Referent*innen:
Dr. Sabrina Artinger, Bundeskanzleramt: „Wirksam regieren – wissenschaftliche Evidenz in der Politikgestaltung“
PD Dr. Martin Bujard, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: „Wer will wofür und wie beraten werden? Die Rolle der Ressortforschung“
Nataliia Sokolovska, Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft: „Digital Research Mining? Datenbasierte Politikberatung/Wissenschaftskommunikation“

Unsicherheit in der Wissenschaft – Gefahr oder Garant für den Vertrauenserhalt?

Moderation: Dr. Julia Gantenberg und Prof. Dr. Arndt Wonka, Universität Bremen
Interaktives Format, 45 Minuten

Für den Vertrauenserhalt in die Wissenschaft ist auch der verantwortungsbewusste Umgang mit der Unsicherheit wissenschaftlicher Erkenntnisse unabdingbar. Nicht nur, aber besonders in Zeiten gesellschaftlicher Krisen, wie aktuell die COVID-19-Pandemie, wird dies zu einer zentralen Herausforderung – auch für die Wissenschaftskommunikation. In dem Workshop soll erarbeitet werden, wie Unsicherheiten und Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnisse kommuniziert werden können, ohne das Vertrauen in Wissenschaft zu schwächen.

How to triage information: Covid-19 and Open Science

Moderation: Dr. Luiza Bengtsson, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
Interaktives Format, 45 Minuten

The Covid-19 crisis has sparked an unprecedented unity in the scientific community. Every result is published immediately, every reagent shared and every piece of data disclosed and discussed, also with the public. Science communication and Open Science are en vogue like never before. This workshop wants to discuss with a scientist and a science journalist: What impact does this open and direct access to information have on their work? Is it all positive? Does it improve or hinder science communication?

Referent*innen:
Dr. Emanuel Wyler, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin: „Sicht der Forschung“
N.N.: „Sicht der Wissenschaftskommunikation“

16:50–17:00 Uhr Pause

17:00–17:45 Uhr Paralleles Programm

Politikberatung von Seiten der Wissenschaft – Anspruch und Grenzen

Moderation: Beatrice Lugger, Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation
Session, 45 Minuten

Die Corona-Epidemie 2020 wie auch die Fridays for Future-Bewegung des Jahres 2019 haben zentrale Fragen im Wechselspiel zwischen Forschung und Politik ins Zentrum der öffentlichen und medialen Aufmerksamkeit gestellt: Wie viel Politikberatung von Seiten der Wissenschaft muss sein? Wie viel darf sein? Muss Wissenschaft ihre Rolle als Korrektiv stärker wahrnehmen? Diese Fragen und mehr wollen Vertreter*innen des March for Science, der Scientists for Future und der Leopoldina gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutieren.

Referent*innen:
Prof. Dr. Regina T. Riphahn, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina e.V.: „Evaluation kann die Effektivität von Politik verstärken“
Dr. Gregor Hagedorn, Scientists for Future: „Ob wir schweigen oder reden – beides ist politisch“
Dr. Tanja Gabriele Baudson, Institute for Globally Distributed Open Research and Education: „Wissenschaftsfreiheit impliziert Verantwortung. Ist Wissenschaft hierzu bereit?“

Projektvorstellungen Spezial Block 1

Moderation: Rebecca Winkels, Wissenschaft im Dialog
Projektvorstellungen Spezial, 45 Minuten

Wirkt es auf ihre Vertrauenswürdigkeit, wenn Wissenschaftler*innen sich politisch äußern?
Referentin: Inse Janssen, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Während Politiker*innen häufig wissenschaftliche Evidenz in ihren Debatten heranziehen, sind auch Wissenschaftler*innen oft in einer Rolle, die politische Implikationen skizziert. Aber hat das eine Auswirkung auf das ihnen entgegengebrachte Vertrauen? Eine experimentelle Studie untersuchte, wie sich die Äußerung politischer Implikationen auf die wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit eines Forschenden auswirkt, und wie zudem die Kommunikation von Unsicherheit die Einschätzungen beeinflusst.

Einmischen als Selbstmarketing: Wie Stiftungsprofessuren kommunizieren
Referent*innen: Anne Barth, Medizinische Hochschule Hannover und Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer, IST-Hochschule für Management

Stiftungsprofessuren stellen eine besondere Form von Professuren dar. Die Finanzierung der Unterstützung durch den Stifter ist begrenzt und die Legitimation der Professur für eine Weiterführung essenziell. Stiftungsprofessuren kämpfen um das finanzielle Überleben und Weiterbestehen. Gleichzeitig hängen sie an den Vorgaben und Prozessen ihrer Hochschulen. Eine aktuelle Studie untersuchte, wie eine strategische Wissenschaftskommunikation das Fortbestehen der Stiftungsprofessur unterstützen kann.

World Café zur Social-Media-Kommunikation der Scientists for Future

Moderation: Henning Krause, Helmholtz-Gemeinschaft
Interaktives Format, 45 Minuten

Wissenschaftskommunikation ist ein elementares Tätigkeitsgebiet der Scientists for Future. Doch gerade in einer nicht-hierarchischen Graswurzelbewegung gibt es offene Fragen zum eigenen Selbstverständnis und dazu, was und wie zu kommunizieren ist. Im Fokus des Panels steht die Social-Media-Kommunikation der Scientists for Future: Die Teilnehmenden können sich in einem World Café an sechs Thementischen austauschen.

Public Affairs?! Was Wissenschaftskommunikation vom Lobbyismus lernen kann

Moderation: Natascha Buhl, Universität Bonn
Interaktives Format, 45 Minuten

Die Teilnehmenden lernen in dem Workshop Instrumente aus dem Bereich „Public Affairs“ kennen. In Gruppenarbeit werden diese direkt auf wissenschaftliche Themen angewandt, um eine Public-Affairs-Kampagne zu entwickeln. Es geht darum, Themen politisch zu denken: Welche Aspekte haben politische Anknüpfungspunkte? Wie kann Wissenschaftskommunikation die Methoden der Politikberatung für sich nutzen? Auch die Diskussion über die Anwendbarkeit der Instrumente, z.B. Lobbying, soll nicht zu kurz kommen.

17:45–18:00 Uhr Abschluss

18:00–ca. 19:00 Uhr Get-together im digitalen Feierabend

 

Dienstag, 6. Oktober

13:30–14:15 Uhr Keynote

Expertise erwünscht?! Wissenschaftsbasierte Politikberatung in der Corona-Krise
Prof. (ETHZ) Dr. Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Die Coronavirus-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft und ihre Menschen. Die Gesundheit ist bedroht, das Alltagsleben stark eingeschränkt und die nahe Zukunft kaum planbar. In einer solchen Lage sind Daten und Erkenntnisse, Handlungsoptionen und Empfehlungen aus verlässlicher Quelle gefragt, um mit der Krise umzugehen und sie zu bewältigen. Hier kann die Wissenschaft ihren Beitrag leisten. Die Entscheidung über zu treffende Maßnahmen obliegt wiederum der demokratisch legitimierten Politik. Über die Möglichkeiten und Grenzen der wissenschaftsbasierten Politikberatung spricht Gerald Haug, Präsident der Leopoldina, die anlässlich der Corona-Krise bisher fünf Ad hoc-Papiere veröffentlicht hat.

14:15–14:30 Uhr Pause

14:30–15:15 Uhr Paralleles Programm

Volkswagen-Stiftung: Was wirkt? – Wissenschaftskommunikation in Corona-Zeiten

Moderation: Dr. Daniel Lingenhöhl, Spektrum der Wissenschaft
Session, 45 Minuten

Wissenschaft quasi im Live-Ticker: Preprints, Drosten-Podcast, Covid-19 auf allen Medienkanälen – so viel Einblick in den „Maschinenraum der Wissenschaft“ gab es noch nie. Doch auch wenn die Wissenschaft seit Monaten in der Öffentlichkeit präsent ist, bleiben grundlegende Wirkungsfragen relevant: Was kann Wissenschaftskommunikation tatsächlich leisten? Welche Zielgruppen erreicht sie, welche Konzepte sind warum erfolgreich? Evidenzbasierte Antworten und konkrete Handlungsempfehlungen erhoffen sich die Praktiker*innen der Wissenschaftskommunikation verstärkt von der Forschung. Kann die „Science of Science Communication“ die hohen Erwartungen erfüllen? Und unter welchen Bedingungen?

Referent*innen:
Dr. Georg Schütte, VolkswagenStiftung
Prof. Dr. Rainer Bromme, Universität Münster
Ernst Dieter Rossmann, Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD)
Ricarda Ziegler, Wissenschaft im Dialog

Projektvorstellungen Block 2

Moderation: Beate Langholf, Wissenschaft im Dialog
Projektvorstellungen, 45 Minuten

Gesundheitskommunikation in Rekordzeit - ein Krisenmanagement-Handbuch per Book Sprint bauen
Referent:
Lambert Heller, Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften (TIB)

Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AOEGW) und die TIB - Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften haben mehr als 100 Fachleuten dazu eingeladen, in Serie von "Book Sprints" eine neuartige Lehrbuchreihe zu verfassen. Es soll aufgezeigt werden, in welche Richtung sich Gesundheitskommunikation durch agile Methoden, digitale Workflows und Open Educational Resources (OER) verändern könnte.

Brake the fake: Wie ein neuer Newsroom in der Klimakommunikation mitspielen will – und warum
Referent: Roland Koch, Helmholtz Klimainitiative

Der Klimawandel ist kommunikative Chance und Herausforderung zugleich. Einerseits verspricht das Thema ordentliche Reichweiten. Andererseits gilt es, Leugner*innen des Klimawandels schlagkräftig entgegenzutreten: Aktives Einmischen ist unerlässlich. Wie kann das gelingen? Die Helmholtz Klimainitiative setzt auf das Modell Newsroom. Medien, Öffentlichkeit und Politik sollen proaktiv valides Wissen zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten erhalten. Ein Zwischenstand nach neun Monaten Aufbauarbeit.

Eine „Teestunde mit Forschenden“ in der Seniorenresidenz
Referentin: Marie Niederleithinger, Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Der erste Aufguss dieser Teestunde im März 2020 enthielt Spuren von Radioaktivität: Eine Nachwuchswissenschaftlerin in der medizinischen Bildgebung lud Wiener Senior*innen dazu ein, radioaktive Werkzeuge kennenzulernen, die beim Hineinschauen in Herz, Schilddrüse und Tumore helfen. Das Projekt trägt dazu bei, eine wachsende Gesellschaftsgruppe zu erreichen und bei sensiblen Themen – wie Radioaktivität und Männergesundheit – voneinander zu lernen.

Bauhaus.MobilityLab – Wissenschaftskommunikation im Reallabor
Referent: Maximilian Wunsch, Bauhaus-Universität Weimar

Das Bauhaus.MobilityLab schafft ein Reallabor, in dem nachhaltige und innovative Mobilität, Logistik sowie Energieversorgung entwickelt, erprobt und erlebbar wird. Ziel: Die Entwicklung einer realen Plattform, auf der Forschende auf Mobilitätsnutzer*innen und Daten auf KI-Methoden treffen. Welche Rolle nehmen Reallabore ein, Wissenschaft/wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu bringen?

Live-Podcasting: Abmischen, Einmischen, Vermischen

Moderation: Rebecca Moltmann, Universität Bielefeld
Interaktives Format, 45 Minuten

„Hast Du heute schon den Drosten gehört?“, hieß es im Frühjahr 2020 häufig. Die verlässlichste Befriedigung des Informationsbedürfnisses leistete auf einmal der Audio-Podcast. Und zwar in diesem Fall keine aufwändige Storytelling-Magazin-Produktion, sondern ein wissenschaftlicher Erzähl-Podcast. Aber wie geht das eigentlich, einen Wissenschaftspodcast zu erstellen? Vier Praktiker*innen aus der wissenschaftlichen Podcast-Szene machen mit allen Workshop-Teilnehmenden eine „How to Podcast“-Aufnahme.

Referent*innen:
Christiane Attig, TU Chemnitz: „Wissenschaftspodcast Brainflicks“
Henning Krause, Helmholtz-Gemeinschaft: „Wissenschaftspodcast Resonator, Podcastfeed“
Dr. Nicolas Wöhrl, Universität Duisburg-Essen: „Wissenschaftspodcast Methodisch inkorrekt"

Curious Minds: Co-Envisioning the future of our Democracy

Moderation: Johanna Wallenborn, STATE Studio
Interaktives Format, 45 Minuten

Im Curious Minds Workshop wollen die Referent*innen gemeinsam mit den Teilnehmer*innen einen Blick auf den Einfluss digitaler Technologien auf demokratische Prozesse werfen sowie gemeinsam Zukünfte der politischen Beteiligung erdenken. In kleinen Gruppen werden die Teilnehmer*innen anhand von Leitfragen eingeladen, gemeinsam Zukunftsszenarien zu entwerfen, Perspektiven auszutauschen und über Ideen und Möglichkeiten zu diskutieren, wie digitale Technologien zur Stärkung demokratischer Prozesse beitragen könnten.

Referent*innen: Lise Ninane, STATE Studio: „Gemeinsames Lernen“
Mirko Lux, Thomas Mann House Villa Aurora e.V.: „Pocket Democracy“
Philip Hübl, freier Philosoph: „Desinformation“

15:15–15:25 Uhr Pause

15:25–16:05 Uhr Blitzlichtvorträge und Expertentalks Aussteller und Unterstützer

Die Aussteller und Unterstützer geben in diesem Programmpunkt Einblicke in Ihre Arbeit – mit verschiedenen Medien, Projekten oder Zielgruppen. In einer gemeinsamen Vorstellungsrunde präsentieren Sie in kurzen Blitzlichtvorträgen das Thema, über das sie im darauf folgenden Expertentalk sprechen werden. Die Teilnehmenden können dann entscheiden, an welchem Expertentalk sie teilnehmen und im direkten Austausch mehr zum gewählten Thema erfahren möchten.

Runde 1 via ZOOM

Die ZEIT Verlagsgruppe
„Held*innen der Wissenschaft - Die Heldenreise als Storytelling-Methode in der Wissenschaftskommunikation” mit Mareike König vom ZEIT Verlag.
DUZ - Deutsche Universitätszeitung
„Auffindbarkeit + Sichtbarkeit + Verständlichkeit: die Formel für erfolgreiche Wissenschaftskommunikation mit Promovierenden” mit Dr. Russell Alt-Haaker von der DUZ.
idw - Informationsdienst Wissenschaft
„Passgenau informiert - die Nachrichten-App des idw mit Schlagwortfilter” mit Christine Vörtler und David Niechoj vom idw
SILBERSALZ Science & Media Festival
„SILBERSALZ Conference 2020: The Two Faces of Trust” mit Manuela Winkler von SILBERSALZ.

Runde 2 via ZOOM

Agentur für Wissenschaftskommunikation - Dr. Jens Kube
„Zwischen Fakten und Fiktion: Märchenhafte Erzählformate in der Wissenschaftskommunikation” mit Dr. Denise Müller-Dum von der Agentur für Wissenschaftskommunikation - Dr. Jens Kube.
Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)
„Gibt’s dazu eigentlich Studien? – Forschung@NaWik im Porträt” mit Dr. Philipp Nieman vom NaWik.
wissenschaftskommunikation.de
„Wisskomm-Forschung für Praktiker – Wie können Studien Ihre Kommunikationsarbeit unterstützen?” mit Dr. Joachim Retzbach von wissenschaftskommunikation.de.

Runde 3 via Webex

Research in Germany
„Zertifizierte Weiterbildung zum Internationalen Forschungsmarketing und weitere aktuelle Angebote der BMBF-Initiative „Research in Germany“ mit Dagmar Bankamp von der DFG und Dr. Georg Krawietz vom DAAD
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
„Wissenschaftskommunikation: Was fördert die DFG?” mit Dr. Maren Tiemann und Dr. Regina Nickel von der DFG.
3D Interaction Technologies
„Forschungspräsentationen, die verstanden werden und Begeistern? Ein Govie bringt 3D + Interaktivität + Storytelling und bleibt im Kopf” mit Dr. Henry Wojcik von 3D Interaction Technologies.

16:05–16:50 Uhr Paralleles Programm

Treffen sich Welten: Wissenschaftskommunikation mit Podcasts

Moderation: Richard Fuchs, freier Radiojournalist, Moderator und Medientrainer
Session, 45 Minuten

Ein Viertel der Deutschen hört regelmäßig Podcasts. Doch wie gut gelingt Wissenschaftskommunikation im angesagten Plauderton? Welche Möglichkeiten bieten Podcasts, um neue Zielgruppen für Wissenschaftsthemen zu begeistern? Die Klaus Tschira Stiftung hat sich mit ihrem Podcast „Treffen sich Welten“ auf die Reise in diese neue WissKomm-Welt begeben. Prominente aus Politik, Kultur und Sport treffen hier auf spannende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Zu den ersten Gästen gehören: Norbert Lammert, Antje Boetius, Stefan Hell und Sven Hannawald. Die Session stellt einige Highlights aus „Treffen sich Welten“ vor, diskutiert die Bedeutung von Podcasts für die Wissenschaftskommunikation und gibt praktische Tipps.

Referent*innen:
Dr. Katharina Schaar, Mathematikerin und KlarText-Preisträgerin 2018
Carsten Könneker, Geschäftsführer der Klaus Tschira Stiftung

Projektvorstellungen Spezial Block 2

Moderation: Beate Langholf, Wissenschaft im Dialog
Projektvorstellungen Spezial, 45 Minuten

Welche Auswirkungen hat Citizen Science auf unsere Gesellschaft?
Referentin:
Dr. Julia Lorke, Wissenschaft im Dialog

In dieser Projektvorstellung werden Ergebnisse einer systematischen, internationalen Literaturrecherche zum Societal Impact von Citizen Science sowie einer Erhebung zu Citizen Science-Aktivitäten an Universitäten, Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen präsentiert. Basierend auf den Ergebnissen werden erste Vorschläge für Indikatoren zum Monitoring des gesellschaftlichen Impacts von Citizen Science sowie aktuelle Maßnahmen zum Capacity Building und zur Netzwerkbildung vorgestellt.

Wissenschaftskommunikation evaluieren: Stand der Praxis im deutschsprachigen Raum
Referentin:
Imke Hedder, Wissenschaft im Dialog

Wie sind Evaluationen in der Wissenschaftskommunikation ausgestaltet und welche Ziele verfolgen sie? Die Impact Unit von Wissenschaft im Dialog analysierte 56 Projektevaluationen, um zu erfahren, welche Formate evaluiert werden, welche Motivationen hinter der Evaluation stecken und inwieweit sie zur Weiterentwicklung der Projekte beitragen. Die Stichprobe gibt einen Eindruck von den bestehenden Standards und verdeutlicht Ausbaupotenziale hinsichtlich der Wirkungsorientierung des Feldes.

Wie lernt man wissensbasierte Politikberatung? Ideen aus der Managing Global Governance Academy

Moderation:
Dr. Tatjana Reiber, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
Rebekka Hannes, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
Interaktives Format, 45 Minuten

Politische Entscheidungen zu gesellschaftlichen Herausforderungen sind komplex. Gerade das macht unabhängige wissenschaftliche Politikberatung so wichtig. Doch wie lehrt und lernt man nicht nur Fakten zu liefern, sondern wirklich zu beraten? In dieser interaktiven Session erarbeiten Trainer*innen des Deutschen Institutes für Entwicklungspolitik mit Teilnehmer*innen, wie Wissenschaftskommunikation, digitales Storytelling und Design Thinking zur Entwicklung von Politikberatungskompetenzen beitragen können.

Wissenschaft bewegt – ein Standard für Wissenschaftsnachrichtenvideos

Moderation: Christine Vörtler, Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Interaktives Format, 45 Minuten

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die wesentlichen Elemente eines Wissenschaftsnachrichtenvideos. Die Referent*innen werden gemeinsam mit den Teilnehmenden Beispielvideos analysieren und über die Skripterstellung, Beleuchtung, Kamerapositionierung, Untertitelung und viele andere Aspekte sprechen. Außerdem sind die Teilnehmenden aufgerufen, vorab eigene Videos einzureichen, die auf ihre „Passung“ hinsichtlich des Standards gemeinsam in der Gruppe und von Expert*innen beurteilt werden.

Referent*innen:
Svenja Niescken, Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Pajam Sobhani, Latest Thinking

16:50–17:00 Uhr Pause

17:00–17:45 Uhr Paralleles Programm

There is no glory in prevention – Vertrauen in Wissenschaft, Risikobewusstsein und Grundrechte

Moderation: Christoph Koch, Stern
Session, 45 Minuten

Die Bereitschaft der Bevölkerung sich selbst einzuschränken war entscheidend für den Erfolg der präventiven Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Während der Umsetzung dieser Maßnahmen sollen das Verhalten der Bevölkerung mit Hilfe von Mobilitätsdaten und Meinungsumfragen ausgewertet werden. Der Erfolg der präventiven Maßnahmen zeigte sich in zurückgehenden Infektionszahlen. Entsprechend traten Lockerungen in Kraft. Doch die Expert*innen warnen vor einer zweiten Welle und beschreiben das Corona-Paradoxon. Wenn Prävention funktioniert, bleibt die Krise aus und das Risikobewusstsein sinkt. Die öffentliche Diskussion nimmt zu: Fühlten und fühlen sich die Bürger*innen ausreichend informiert? Wem vertrauen sie? Wie realistisch wird das Risiko eingeschätzt? Wann sind die Beschränkungen noch verhältnismäßig? Soll das Risikobewusstsein gestärkt werden?

Referent*innen:
Prof. Dr. Dirk Brockmann, Robert Koch-Institut
Prof. Dr. Sonia Lippke, Jacobs-Universität Bremen
Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Papier, Ludwig-Maximilians-Universität München

Diskutieren ja! Aber mit wem? Wie divers muss Wissenschaftskommunikation sein?

Moderation: Moderation: Jennifer Danquah, Universität Würzburg
Session, 45 Minuten

Wissenschaftskommunikation spricht oft nur bestimmte Bevölkerungsgruppen an, während andere von der Meinungsbildung und auch der politischen Diskussion über Wissenschaft ausgeschlossen sind. Diese Ungleichheit zeigt sich ebenso bei den Akteur*innen in der Wissenschaft und der Wissenschaftskommunikation. Aber ist es überhaupt Aufgabe von Wissenschaftskommunikation, das zu ändern? Und wenn ja, wie könnte das gelingen? Die Referent*innen möchten dies mit dem Publikum diskutieren.

Referent*innen:
Dr. Heike Mauer, Universität Duisburg-Essen: „Gender/Geschlecht und Wissenschaftskommunikation“
Anika Werner, ArbeiterKind.de: „Bildungsungleichheit und Wissenschaftskommunikation“
Jona Adler, Wissenschaft im Dialog

Geschlechtergerechte Sprache in Wissenschaft und Gesellschaft

Moderation: Christine Ivanov und Dr. Maria B. Lange, Leibniz Universität Hannover, und Tabea Tiemeyer, Medizinische Hochschule Hannover
Interaktives Format, 45 Minuten

Zwar ist Gleichstellung ein zentrales gesellschaftliches Ziel, gendergerechte Sprache ist dagegen als Mittel zur Realisierung umstritten. Die Referentinnen untersuchen seit 2017 diese Problematik und möchten hier ihr Wissen (mit)teilen. Eingangs reflektieren sie die Zusammenhänge von Sprache, Denken und Geschlechter-Stereotypen. Dann erarbeiten sie gemeinsam mit den Teilnehmenden vielfältige gendersensible Ausdrucksmöglichkeiten. Praktische Übungen zeigen, dass sensibilisierte Sprachnutzung Kompetenz erhöht und somit bereichert.

Nichts für die Schublade! Kommunikationskonzepte in Theorie & Praxis

Moderation: Cornelia Lossau und Julia Crispin, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Dr. Gabriele Schönherr und Nadine Lux, science³ Wissenschaftskommunikation
Interaktives Format, 45 Minuten

Kommunikationskonzepte stehen hoch im Kurs. Doch was umfasst ein „Kommunikationskonzept“ eigentlich? Wann lohnt es sich und wie geht man sinnvollerweise vor? Und vor allem: Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit die Theorie es tatsächlich in die Praxis schafft? Profitiert die Kommunikation dann auch wirklich? Und wenn ja, wie? Mit diesen Fragen möchte sich die Referentin zusammen mit den Teilnehmenden des Workshops intensiv beschäftigen – und gemeinsam konkrete Antworten finden.

17:45–18:00 Uhr Pause

18:15–19:00 Uhr Podiumsdiskussion zur Verleihung des Communicatorpreises 2020 - abgesagt

Potenziell Politisch –  Eine neue Rolle für die Wissenschaftskommunikation?

Das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit hat sich gewandelt. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden zunehmend als Grundlage für politische Entscheidungen herangezogen und auch öffentlich sichtbar – sei es im Umgang mit der Coronapandemie, bei der Bewertung des Klimawandels oder der Entwicklung von politischen Rahmenbedingungen und Regulatorik. Damit ändert sich auch die Rolle von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich als Expertinnen und Experten öffentlich positionieren müssen und sich gelegentlich inmitten gesellschaftlicher Debatten wiederfinden. Sind sie – und ist die Wissenschaft – auf diese Rolle vorbereitet?  Wie kann Wissenschaft in gesellschaftlichen Debatten wirkungsvoll sein und welche Antworten haben die beiden Preisträger für sich gefunden?

Professor Dr. Robert Arlinghaus, Professor für Integratives Fischereimanagement an der Humboldt-Universität zu Berlin
Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
Professorin Dr. Katja Becker, Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Volker Stollorz, Wissenschaftsjournalist

Moderation: Jeanne Rubner, Bayerischer Rundfunk

ab 19:00 Uhr Get-together im digitalen Feierabend - vorgezogen auf 18:00 Uhr

 

Mittwoch, 7. Oktober

10:15–11:05 Uhr Paralleles Programm

Do it like Leibniz: Wie sich Wissenschaft politisch einmischen und kommuniziert werden kann

Moderation: Thomas Abel, Leibniz Universität Hannover
Session, 45 Minuten

Gottfried Wilhelm Leibniz war nicht nur ein bedeutender Philosoph und Mathematiker. Er war auch politischer Berater und Kommunikator, der sich in Debatten einmischte und als rationaler, empirischer Forscher Position bezog. In der Session wird das gesellschaftspolitische Wirken Leibniz’ vorgestellt und in Bezug zur Gegenwart gebracht: Wie können sich Wissenschaftler*innen heute politisch einbringen? Wie politisch darf Wissenschaftskommunikation sein? Und was können wir von Leibniz lernen?

Referent*innen:
Dr. Ariane Walsdorf, Leibniz Universität Hannover: „Leibniz als Wissenschaftskommunikator – der Universalgelehrte und seine Follower“
Prof. Dr. Andrea Geier, Universität Trier: "Wer interessiert sich für Geisteswissenschaften? Über Sichtbarkeit und Anschlussfähigkeit in der Wissenschaftskommunikation"
Prof. Dr. Andreas Zick, Universität Bielefeld: „Wenn Wissenschaft in Konflikt gerät: Angriffe und Wege zur Gemeinschaft“

Erreichen Forschungsergebnisse die Politik? Wissenschaftler*innen kommunizieren selbst

Moderation: Elisabeth Jurack, Universität Bonn - Exzellenzcluster
Session, 45 Minuten

Die Lebensbedingungen der heutigen Gesellschaften haben sich durch technische Fortschritte und bessere medizinische Versorgung verändert. Die Lebensqualität und das gesunde Altern der Bevölkerung sind jedoch durch sogenannte “Lifestyle”-Erkrankungen in Gefahr. In dieser Session sprechen Wissenschaftler*innen aus dem Bereich der medizinischen Forschung und ein erfahrener Politikberater über die Hindernisse, Herausforderungen und Chancen in der direkten Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse mit politischen Entscheidungsträgern. Kann diese Art der Wissenschaftskommunikation richtungsweisend für politische Entscheidungen sein?

Referent*innen:
Dr. Anette Christ, Institut für Angeborene Immunität - Universitätsklinikum Bonn: „Können Wissenschaftler Präventionsmaßnahmen kommunizieren?”
Prof. Eicke Latz, Universität Bonn: „Sprechen Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger eine Sprache?”
Prof. Matthias Weiter, Humboldt-Universität zu Berlin: „Was möchte die Politik von Wissenschaftlern wissen?”

Projektvorstellungen Block 3

Moderation: Anne Weißschädel, Wissenschaft im Dialog
Projektvorstellungen, 45 Minuten

Belastbare Zahlen für wissenschaftspolitische Debatten
Referent:
Dominik Adrian, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

Über die Beschäftigungsbedingungen und beruflichen Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses wurde in den letzten Jahren viel gestritten, bislang mangelte es aber an belastbaren Daten zu diesen Themen. Die Längsschnittstudie über Promovierende und Promovierte „Nacaps“ hat dies nun geändert und trägt als neutrale Beobachterin des Wissenschaftssystems belastbare Zahlen in die heiß geführten Debatten.

Online-Plattform für Wirkung und Evaluation in der Wissenschaftskommunikation
Referentin:
Liliann Fischer, Wissenschaft im Dialog

Von Projekten der Wissenschaftskommunikation wird verstärkt gefordert, ihre Wirkung durch Evaluationen zu überprüfen. Fehlende Best Practices sowie die benötigten finanziellen und personellen Ressourcen stellen dabei häufige Probleme dar. Hier setzt die geplante Online-Plattform für Evaluationen in der Wissenschaftskommunikation der Impact Unit bei Wissenschaft im Dialog an. Auf der Plattform können zukünftig Evaluationsdaten erhoben und ausgewertet werden, wobei How-Tos und Leitfäden Hinweise für erfolgreiche Evaluationen geben.

Das Format „Faktencheck“ als Basis für politische Dialoge
Referentin:
Anna Niewerth, Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache an der Universität zu Köln

Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache hat die Aufgabe, als wissenschaftlicher Ansprechpartner für politische Akteur*innen zu fungieren und sich an öffentlichen Debatten zu beteiligen. Im Jahr 2018 hat das Institut das Format „Faktencheck“ gestartet. Anhand häufig gestellter Fragen klären sie über Vorurteile, Mythen und Halbwissen zu konkreten Themen sprachlicher Bildung auf. Die Projektvorstellung gibt Einblick in Entstehungsprozess, Strategie und die Wirkung.

Wissenschaftskommunikation in der Krise: Der Corona-Blog des WZB
Referent:
Dr. Harald Wilkoszewski, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Um die sozialwissenschaftliche Perspektive in die öffentliche Diskussion um die Corona-Krise einzubringen, hat das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) früh auf die Pandemie reagiert und eine Online-Plattform „Corona und die gesellschaftlichen Folgen“ aufgesetzt. Dort werden folgende Themen behandelt: Krisensituationen kreativ für die Kommunikation nutzen / Positionierung in der öffentlichen Debatte / Verschränkung von interner und externer Kommunikation / Umgang mit beschränkten Ressourcen.

Barcamp von Wissenschaft im Dialog

Moderation: Michael Wingens, Wissenschaft im Dialog
Barcamp, 105 Minuten (mit Pause)

Barcamps sind geprägt von einer offenen, informellen Workshop-Atmosphäre. Die Veranstaltung lebt davon, dass Teilnehmende das gemeinsame Programm aufstellen und selbst mit ihren Beiträgen füllen. Auf ein digitales Format übertragen, wird die sogenannte Sessionplanung eine Woche vor dem Termin über die virtuelle Veranstaltungsplattform stattfinden. Mittels Umfrage-Tools und Chats werden Themen angekündigt, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten – ganz nach den Wünschen der Teilnehmenden.

11:15–12:00 Uhr Paralleles Programm

Data, curves, and interpretations: numerical literacy in research communication

Moderation: Stefanie Orphal, Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)
Session, 45 minutes

The Covid-19 pandemic has focused public attention on statistical data and scientific modelling. With examples from different disciplines, the speakers will discuss how research communication deals with economic, sociological, and epidemiological data. How can empirical research findings be communicated in an understandable way? What opportunities and difficulties lie in the visualisation of data?

Speakers:
Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Centre for East European and International Studies (ZOiS)
Sir Andrew Dilnot, Nuffield College - University of Oxford
Dr. Harald Wilkoszewski, Berlin Social Science Centre

Bewährungsprobe COVID-19 – Wenn Wissenschafts-PR unter politischen Druck gerät

Moderation: Josef Zens, Deutsches GeoForschungsZentrum
Session, 45 Minuten

Die Bundesregierung bewertet während der COVID-19 Pandemie Maßnahmen immer wieder neu. Entsprechend aufmerksam blickten Medien und Bürger*innen auf neueste Infektionszahlen und epidemiologische Studien. Die Wissenschafts-PR geriet unter Druck. Die Kommunikation im Zuge der Heinsberg-Studie löste eine erste intensive Debatte zu dem Verhältnis von Wissenschaft und Politik in der Krise aus. Nach den ersten Lockerungen änderte das Robert Koch Institut (RKI) seine Kommunikationsstrategie und reduzierte die Pressekonferenzen, was eine weitere Debatte aufwirft: Muss Wissenschaft kommunizieren? Hat die Wissenschaft eine demokratische Verpflichtung dazu? Wie darf die Verbindung von Politik und Wissenschaft sein? Wann wird diese problematisch?
In der Session sollen diese und weiterführende Fragen diskutiert werden.

Referent*innen:
Rainer Kurlemann, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Zukunftsreporter bei RiffReporter
Prof. Dr. Gérard Krause, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
Julia Wandt, Universität Konstanz und Bundesverband Hochschulkommunikation

Podcast. Das A und O für eine erfolgreiche Produktion

Moderation: Kai Wutte, ZEIT Studio / TEMPUS CORPORATE GmbH
Interaktives Format, 45 Minuten

Reichweitenstark Gehör finden. Gerade bei Podcasts ist die Glaubwürdigkeit entscheidend für die Aufnahme und Begeisterung der Inhalte. Sie sollen in den Köpfen der Zuhörer authentische Bekenntnisse auslösen und, je nach Intention des Podcasts, nach gehörten Episoden nach „mehr“ verlangen (mehr Folgen oder mehr Erfahrung mit den gehörten Inhalten: da will ich studieren!, da will ich hin!, da möchte ich mich engagieren!), was damit auch die Werbewirkung des Podcasts indiziert. Was das für die Konzeption und Umsetzung bedeutet soll in diesem Workshop erläutert werden.

Projektvorstellungen Spezial Block 3

Moderation: Laura Krauß, Wissenschaft im Dialog
Projektvorstellungen, 45 Minuten

Digitalen Wandel aktiv gestalten? Wissenschaftskommunikation in der Digitalisierungsforschung
Referent:
Dr. Matthias Begenat, Center for Advanced Internet Studies (CAIS)
Digitalisierung durchdringt und verändert alle Bereiche der Gesellschaft. Sie ruft starke Bedürfnisse nach Orientierung in Politik und Gesellschaft hervor. Die Digitalisierungsforschung ist dazu aufgefordert, sich einzumischen und gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten. Die vorgestellte Studie untersucht mittels einer Analyse von Social-Media-Aktivitäten und qualitativen Interviews, wie wissenschaftliche Akteur*innen im Bereich der Digitalisierungsforschung Wissenschaft kommunizieren.

Technikhype oder Alternative im Alltag? Einstellungsforschung zu Lieferdrohnen und Flugtaxis
Referent:
Nico Dannenberger, Wissenschaft im Dialog
Wie würden Lieferdrohnen und Flugtaxis das Leben in der Stadt verändern? Für welche Einsatzzwecke werden sie akzeptiert, wo bestehen Bedenken und Risiken? Und wie sollte der städtische Luftraum in Zukunft genutzt werden? In dem explorativen Forschungsprojekt „The Sky is the Limit – Die zukünftige Nutzung des urbanen Luftraums” gehen Wissenschaft im Dialog und die Technische Universität Berlin diesen Fragen nach und präsentieren aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage.

12:00–12:15 Uhr Verabschiedung

12:15–13:00 Uhr Get-together digitales Goodbye